FAQ
© 2017 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Veranstaltungen 2017

Mittwoch, 7. Juni 2017, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in 90 Minuten einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 7. Juni 2017, 18 Uhr
Marine Fiedler, M. A.: Ananaskronen als Weihnachtsbaum: die translokalen Erfahrungen einer Kaufmannsfamilie zwischen Hamburg und Singapur (1840-1914)
In den 1840er Jahren segelten zwei Geschwister der Kaufmannsfamilie Meyer nach Singapur, wo sie die Grundsteine der langfristigen hanseatischen Präsenz in diesem neuen globalen Hafen legen sollten. Dank ihres an Selbstzeugnissen reichen Archivs ermöglicht diese Familie einen globalen Blick auf die hamburgische Geschichte aus einer akteurszentrierten Perspektive. Es wird nicht nur von Familiendynamiken, Gefühlen und Verflechtungen berichtet, sondern auch, wie Hamburger am Kolonialismus im südostasiatischen Raum teilnahmen.
Seit 2015 erforscht Marine Fiedler (Universität Bern) in ihrem Dissertationsprojekt die Expansion des Familienunternehmens Meyer von 1750 bis 1914.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Montag, 12. Juni 2017, 19 Uhr
Wandel der Arbeitswelt – Wandel der Universität? Die Hochschule in einer neuen Arbeitsgesellschaft
Der Wandel der Arbeitswelt droht ganze Berufszweige zu entwerten, die den Beschäftigten heute eine sichere Perspektive bieten. Längst sind nicht allein einfache Tätigkeiten betroffen.
Menschen mit einer Ausbildung, z.B. Bankkaufleute, sind ebenfalls gefährdet. Und teilweise kann auch die Arbeit von AkademikerInnen von Computern übernommen werden. Doch während diese jederzeit ein neues Studium beginnen können, ist das für FacharbeiterInnen nur eingeschränkt möglich. Angesichts des hohen Weiterbildungsbedarfs in der Gesellschaft könnte die Universität eine entscheidende Rolle bei der Qualifizierung einnehmen. Aber sollte sie es auch? Welche akademische Ausbildung und Abschlüsse wären - für welche Zielgruppen - anzubieten? Wie sind die Erfahrungen mit der Öffnung der Hochschule für Nicht-AkademikerInnen und wie kann sie sich von der Fachhochschule abgrenzen?
Mit Prof. Dr. Dirk Ulrich Gilbert, Wissenschaftlicher Direktor Weiterbildung Universität Hamburg, Dr. Sigrun Nickel, Leiterin Hochschulforschung am Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), Dr. Ernst-Dieter Rossmann, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Moderation: Dr. Amory Burchard, Redakteurin Wissen, Der Tagesspiegel.
Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Julius-Leber-Forum Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Vortragsreihe zum Stand der Osteuropaforschung in Deutschland
Osteuropaforschung in Deutschland. Aktuelle Positionsbestimmungen
Nach der von Enthusiasmus und Aufbruchsstimmung geprägten Wahrnehmung unserer östlichen Nachbarn in den 1990er und frühen 2000er Jahren hat sich der Blick auf Mittelosteuropa und Russland in den letzten Jahren wieder gewandelt. Ukrainekrise, Spannungen zwischen Russland und seinen Nachbarn, zunehmender Nationalismus, Demokratieabbau insbesondere in Ungarn und Polen, Flüchtlingskrise und fragile wirtschaftliche Lage – Mittelosteuropa steht vor großen Herausforderungen. Hieraus ergeben sich für die deutsche Forschung zu Osteuropa zahlreiche Fragen: Wie gehen wir damit um, dass die deutsche Wahrnehmung der Region zunehmend von Krisenphänomenen geprägt ist? Brauchen wir eine neuen Ausrichtung und Architektur, um diesen Problemen gerecht zu werden? Wo liegen neue Schwerpunkte und welchen inhaltlichen und methodischen Problemen muss sich die Forschung widmen? Und wie kann sie sich in die aktuelle Debatte einschalten?
In der Vortragsreihe gehen führende VertreterInnen der Osteuropaforschung diesen Fragen nach.
Di, 13.6.2017, 18 Uhr: Prof. Dr. Ulf Brunnbauer, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg
Di, 20.6.2017, 18 Uhr: Prof. Dr. Susanne Schattenberg, Direktorin Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen
Di, 27.6.2017, 18 Uhr: Prof. Dr. Gwendolyn Sasse, Wissenschaftliche Direktorin des Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS), Berlin

Veranstalter: Osteuropastudien Universität Hamburg, Institut für Slavistik Universität
Hamburg - Förderer: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, Universität Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Donnerstag, 15. Juni 2017, 18.30 Uhr
Tage des Exils 2017
»Wähle nicht den einfachen Weg« – Gerda Lerner
Gerda Lerner, 1920 als Jüdin in Wien geboren, promovierte nach ihrer Flucht in die USA, nach Ehe und Familie 46jährig über ein frauengeschichtliches Thema. Sie kämpfte dafür, Women’s History als Studienfach zu etablieren und widmete sich zeitlebens der Erforschung der Geschichte von AußenseiterInnen, wie JüdInnen, Afro-AmerikanerInnen und ArbeiterInnen. Dazu legte Gerda Lerner weltweit wirksame Mechanismen des Patriarchats frei. Ihre Fragestellungen und Ergebnisse sind von frappierender Aktualität.
Gemeinsam mit der Historikerin und Zeichnerin Dr. phil. Birgit Kiupel stellt die Schauspielerin und Sprecherin Katharina Schütz Gerda Lerners neuaufgelegten Roman »Es gibt keinen Abschied« und ihre Autobiografie »Feuerkraut« vor.
Förderer: Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung, Czernin-Verlag
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Freitag, 23. Juni 2017
Konzert mit Hamburger Erstaufführungen
Georg Philipp Telemann: Musiken zur Einweihung des Altonaer Akademischen Gymnasiums (Christianeum) 1744 sowie zur Einweihung der Kirche im Hamburger St. Hiob-Hospital 1745
Anlässlich des 250. Todestages von Georg Philipp Telemann bringt das Ensemble barockwerk hamburg drei in Hamburg entstandene Kompositionen zum Klingen. Zum ersten Mal seit ihrer Uraufführung am 26. Mai 1744 sind die beiden Einweihungsmusiken für das Altonaer Christianeum zu hören, die während des Festgottesdienstes in der Hauptkirche Altonas und im Rahmen der Feierlichkeiten in dem neuerbauten Gymnasiums erklangen:
Gebeut, o du Vater der Gnade (TVWV 13:13) und Geschlagene Pauken, auf! (TVWV 13:14).
Die Musik zur Einweihung der Kirche im Hamburger St. Hiob-Hospital Kommt! lasset uns anbeten (TVWV 2:5) erklingt ebenfalls erstmals in Hamburg, entfiel doch ihre 1745 geplante Aufführung wegen der Trauerzeit für den am 20. Januar d.J. verstorbenen Kaiser Karl VII.
Die völlig unbekannten Christianeums-Kantaten aus der Anfangszeit des sich in den 1740er Jahren entwickelnden Spätstils Telemanns sind musikalisch sehr reizvoll – effektvolle Gesangspartien, Oboen- und Flötensoli, virtuose Violinpassagen und dazu reichlich Pauken und Trompeten, die der feierlichen Musik einen besonderen Glanz verleihen. Deutlich bescheidener angelegt ist dagegen die für den kleinen Kirchenraum im St. Hiob-Hospital bestimmte Einweihungsmusik, sie besticht aber durch ihre Schönheit, Innigkeit und formale Geschlossenheit.
Ein Konzert von barockwerk hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek. Freundlich gefördert von der Kulturbehörde Hamburg.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee
Eintritt: 20 Euro, 10 EUR für Schüler und Studenten, VVK: Konzertkasse Gerdes, Tel.: 450 35 060, Abendkasse

Freitag, 23. Juni, bis Sonntag, 25. Juni 2017
Extravaganz und Geschäftssinn – Telemanns Hamburger Innovationen
Internationale Tagung unter der Leitung von Prof. Dr. Bernhard Jahn und Prof. Dr. Ivana Rentsch, Universität Hamburg
Georg Philipp Telemanns Tätigkeit in Hamburg wird über 46 Jahre hinweg von einer permanenten Innovationskraft getragen, die ihre Impulse nicht zuletzt aus den politischenund kulturellen Rahmenbedingungen der Stadt gewinnt. Neben seiner Stelle als Cantor Johannei finden wir den Komponisten in den 1720er und 30er Jahren in der Rolle eines Publizisten, der seine Notendrucke dem Format der damals florierenden Wochenschriften anpasst, der immer wieder unkonventionelle Werkzusammenstellungen präsentiert und der marktstrategisch geschickt die stark divergierenden musikalischen Fähigkeiten seiner potentiellen Käufer berücksichtigt.
Telemanns Innovationskraft lässt sich auch am Umgang mit den Dichtern seiner Zeit ablesen. Wohl kaum ein Komponist war derart aufgeschlossen gegenüber neuen literarischen Strömungen wie Telemann, der sich vom Barock über die galante Literatur, die empfindsame Dichtung, die Anakreontik, die Berliner Aufklärung bis hin zum frühen Sturm und Drang alle literarischen Strömungen kompositorisch aneignete und auch europäische Neuerscheinungen (Gulliver-Suite) musikalisch rezipierte.
Der Erfindungsreichtum Telemanns zeigt sich nicht zuletzt in den Kompositionen selbst, in seinem Bemühen um permanente Variation; dies verdeutlichen etwa die in den Kernbereich seiner Tätigkeit fallenden, nach jeweils verschiedenen ästhetischen Prinzipien aufgebauten Kantatenzyklen für den Gottesdienst. Experimente wie die dreisprachige Oper Orpheus, die Grillen-Symphonie oder die Vertonung von Teilen aus Klopstocks Messias deuten ein Phänomen an, das sich bis in kleinste satztechnische Zusammenhänge hinein verfolgen und nachweisen ließe.
Eine Veranstaltung der Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.
Ort: Vortragsraum, erste Etage, Eintritt frei

Dienstag, 27. Juni 2017, 17 Uhr
Verleihung des Hamburger Lehrpreises
Bereits zum neunten Mal verleiht der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg den Hamburger Lehrpreis für besondere Lehrleistungen an den sechs staatlichen Hamburger Hochschulen. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden auf Vorschlag und unter Beteiligung der Studierenden von den Hochschulen ausgewählt.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee
Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 29. Juni 2017, 18.15 Uhr
Christian Brückner: Kuba-Yukatan-Florida-Kuba 1517 - eine folgenreiche Schiffsreise vor 500 Jahren
Am 8. Februar 1517 stach eine kleine Flotte unter Francisco Hernández de Córdoba, einem wohlhabenden spanischen Siedler auf Kuba, in See. 21 Tage später erreichten die drei Schiffe mit über einhundert Mann Besatzung eine bislang unbekannte Küstenlinie: die Halbinsel Yukatan, auf Höhe des Kap Catoche. Eine der Siedlungen und ihre Tempel, die die Spanier von Bord aus in der Ferne sahen, bezeichneten sie als "El Gran Cairo". Diesen Anklang an die altägyptischen Pyramiden erwähnt Bernal Díaz del Castillo, Teilnehmer dieser Expedition und späterer Zeuge und Chronist der Eroberung Mexikos, als einen seiner ersten Eindrücke.
Wie verlief dieses, nicht nur für Hernández de Córdoba und die Hälfte seiner Mannschaft verhängnisvolle, Unternehmen und der Kontakt zu den Bewohnern Yukatans? Welche gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten herrschten dort nach heutigem Kenntnisstand vor? In dem Vortrag wird versucht, ein lebendiges Bild der folgenreichen Ereignisse vor nunmehr 500 Jahren zu zeichnen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Mittwoch, 3. Mai 2017, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Donnerstag, 4. Mai 2017, 18 Uhr
Telemann in Paris
Eröffnungskonzert zur Ausstellung „Georg Philipp Telemann in Hamburg“
1730 veröffentlichte Telemann einen Druck mit Quartetten für Traversflöte, Violine, Viola da gamba und Basso continuo, die in Frankreich Furore machten. Er wurde daraufhin von den angesehensten Virtuosen nach Paris eingeladen. 1737 konnte sich Telemann für acht Monate von seinen Amtspflichten in Hamburg entbinden lassen und mit dem Flötisten Michel Blavet, dem Geiger Jean-Pierre Guignon und dem Gambisten Jean-Baptiste Antoine Forqueray in Paris seine Nouveaux Quatuors musizieren, die er auch 1738 in Paris mit einem königlichen Druckprivileg veröffentlichte.
An diesem Abend erklingen Quartette aus beiden Sammlungen, einige der ebenfalls in Frankreich publizierten Canons mélodieux für Violine und Traversflöte und zudem Werke der genannten Pariser Kollegen Telemanns.
Ensemble Armonico Tributo – Hamburg, mit Ulf Grapenthin (Violine), Peter Holtslag (Traversflöte), Cassandra Luckhardt (Viola da gamba) und Pieter Dirksen (Cembalo).
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee
Der Eintritt ist frei

Donnerstag, 4. Mai 2017, 18 Uhr
Reihe Europa in Bewegung
Frankreich wählt – Wie geht es weiter in Europa?
Ganz Europa blickt gebannt auf Frankreich. Die Präsidentschaftswahl hat Bedeutung weit über Frankreich hinaus. Sie wird entscheiden, ob Frankreich weiterhin gemeinsam mit Deutschland der Motor der Europäischen Integration sein will oder lieber der nationalen Abschottung den Vorzug gibt. Nach dem ersten Wahlgang fragen wir: Ist die rechtsradikale Marine Le Pen im zweiten Wahlgang? Gelingt dem unabhängigen Emmanuel Macron die Überraschung? Versinken Konservative und Sozialisten in der Bedeutungslosigkeit? Welche beiden Optionen stehen zur Wahl? Welche Gesellschaftskonzepte bieten sie für ihr Land und Europa an? Verschärft sich die Krise der Europäischen Union oder gibt es neuen Schwung für die EU?
Mit: Dr. Claire Demesmay - Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Berlin,
Prof. Dr. Henrik Uterwedde - Deutsch-französisches Institut (dfi), Ludwigsburg,
Honorarprofessor der Universität Stuttgart, Dr. Christine Pütz - Referentin Europäische Union bei der Heinrich-Böll-Stiftung
Eine Veranstaltung von umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Mittwoch, 10. Mai 2017, 12-17 Uhr
Hamburger Vorsorgetag
Begrüßung: Karen Koop, Vorsitzende im Landesverband Hamburg, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
„Generalvollmacht und Patientenverfügung“ Dr. Ekkehard Nümann, Notar
„Wir Kriegskinder! Von Lebenslast-Lebenslust-Lebensleistung-Lebenskraft“ Claudia Wollenberg, Psychologin
„Der Friedhof im Wandel – Bestattungsvorsorge“ Holger Wende, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim GBI
„Pflegereform 2017: Was ändert sich, wenn ich einen Pflegedienst benötige?“ Thorsten Ritter, Geschäftsführer, Krankenpflegedienst Ritter GmbH
Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit, den Referentinnen und Referenten Fragen zu stellen.
Gastgeber: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., GBI rV
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Sonnabend, 13. Mai 2017, 19 Uhr
597 Jahre – Chormusik von 1420-2017
„597 Jahre“ - der Kammerchor hamburgVOKAL präsentiert ein A-cappella-Programm, das sich der klanglichen Vielfarbigkeit von Chormusik aus sieben Jahrhunderten widmet.
Den Anfang machen komplex durchkomponierte Klang-Architekturen wie die Domweih-Motette „Nuper rosarum flores“ von Guillaume Dufay (um 1400-1474), die streng nach musikalisch und theologisch bedeutsamen Zahlenproportionen aufgebaut ist und dabei (trotzdem) einen berückend transparenten Klang entfaltet.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die epochenübergreifende Idee der facettenreichen Wechselwirkung von Sprache und Musik: So hört man in der Hohelied-Vertonung „Lovesong II“ von Torbjørn Dyrud (*1974) wortwörtlich die Winde rauschen und Quellen sprudeln. Und die klare Sprache, für die Martin Luther mit seiner Verdeutschung der Psalmtexte vehement gestritten hat, findet eine kontrastreiche Reibefläche in der musikalischen Gegenwartssprache der Komposition „Friede und gute Zeit“ von Thomas Buchholz (*1961).
Einen besonderen Platz im Konzert nimmt die Uraufführung eines Vokalwerks des Hamburger Komponisten Wolfgang-Andreas Schultz (*1948) ein: In der Motette „Gethsemane“ verbindet er musikalische Themen der bekannten Liedvertonung „In stille Nacht“ von Johannes Brahms mit Textteilen der Passions-Evangelien und des „Trauergesangs“ des Barockdichters Friedrich von Spee. Dabei entsteht ein klangintensives Kippbild, in dem sich musikalische und textliche Bedeutungsschichten wie tektonische Platten immer wieder gegenseitig überlagern und höchst spannungsreich ineinander verschieben.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee
Der Eintritt ist frei

Montag, 15. Mai 2017, 16 Uhr
Cello pur am „Tag der Familie“
Das Familienkonzert am „Tag der Familie“ bietet Musik zum Hören, Erleben und Erspüren - und Musiker hautnah.
Seit mehr als 350 Jahren spielen die Menschen auf dem Cello und seinen Vorläufern - in einer so langen Zeit hat dieses Instrument natürlich viele wunderbare Geschichten mit noch viel mehr Musik erlebt. Ein Cello-Duo der Hochschule für Musik und Theater (Violoncello-Klasse von Prof. Gmelin) widmet dem Cello ein ganzes Familienkonzert. Dieses wird altersgerecht moderiert.
Der Bogen ist gezückt, die Saiten sind gespannt - der Spaß für die ganze Familie kann beginnen!
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Montag, 15. Mai 2017, 19 Uhr
Stabi außer Haus
Uwe Franzen/ Wilfried Weinke: „Wo man Bücher verbrennt... Verbrannte Bücher, verbannte und ermordete Autoren Hamburgs“
Buchpremiere und Lesung aus der Dokumentation zu der 2013 in der Staats- und Universitätsbibliothek gezeigten Ausstellung. Das aufwendig gestaltete Buch würdigt auf 376 Seiten das Leben und Werk von 21 Autorinnen und Autoren. Zu ihnen zählen Literaturwissenschaftler, Lyriker, Dramaturgen, Journalisten, Kinderbuchautoren, Buchillustratoren, Rabbiner, Verleger und Fotografen. Menschen, die in Hamburg geboren wurden, lange Zeit hier lebten und veröffentlichten. Nach 1933 wurden sie wegen ihrer pazifistischen, sozialistischen oder kommunistischen Einstellungen, wegen ihrer jüdischen Herkunft, ihrer Homosexualität ausgegrenzt und verfolgt. An ihr literarisches wie künstlerisches Schaffen soll erinnert werden.
In Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, dem ASTA der Universität Hamburg sowie dem Arbeitskreis „Bücherverbrennung - nie wieder!“
Ort: ABATON, Großes Kino, Allende-Platz 3, Eintritt 8,00 / erm. 7,50 Euro

Dienstag, 4. April 2017, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern. Ort: Konferenzraum, 2. Etage Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.

Mittwoch, 5. April 2017, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen. Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 19. April 2017, 18 Uhr
Prof. Dr. Norbert Fischer: Von Seedeichen und Sturmfluten: Wasserbau, Geschichte und Gesellschaft im Amt Ritzebüttel und auf der Insel Neuwerk (17. bis 20. Jahrhundert)
Für die Geschichte des hamburgischen Amtes Ritzebüttel war der Wasserbau von grundlegender Bedeutung. Durch zahlreiche Vor- und Rückdeichungen wurde die Grenze zwischen Land und Meer im Lauf der Jahrhunderte immer wieder neu festgelegt. Zum Symbol dieses Wandels ist der Hafen geworden, also das eigentliche „Cuxhaven“, der 1618 von Hamburg zunächst als Not- und Winterhafen angelegt wurde. Verheerende Sturmfluten, wie die Weihnachtsflut 1717 und die Februarflut 1825, bildeten historische Zäsuren. International bekannte Wasserbauingenieure wie Reinhard Woltman sorgten für den Schutz von Deichen und Ufern. Norbert Fischer ist Sozial- und Kulturhistoriker und arbeitet als Professor am Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie der Universität Hamburg. In Zusammenarbeit mit dem Verein für Hamburgische Geschichte
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Freitag, 21. April 2017, 18.15 Uhr
Dr. Harald Tomaß, Universität Hamburg: Gebete der yukatekischen Maya
Rituelle Spezialisten, die sogenannten J-meno’ob haben bei den heutigen yukatekischen Maya verschiedene Aufgaben: Sie leiten Agrarrituale, wie z.B. Brunnenweihe, sie leiten Lebenszyklusrituale wie z.B. Jets‘ Mek (entspricht einer Taufe). Sie heilen mit pflanzlichen und anderen Medikamenten und werden als Ratgeber in schwierigen Lebenssituationen aufgesucht. In dem Vortrag stelle ich eine Forschung zu der Entwicklung und Bedeutung der Gebete vor, in der ich einen J-men über 15 Jahre begleitet habe und seine Gebete bei Agrarritualen dokumentiert habe. Ich liefere eine Übersetzung der Gebete ins Deutsche und eine symbolische und pragmatische Interpretation und beantworte so die Fragen: Was bedeuten die gesprochenen Gebete und was macht der J-men mit und in seinen Gebeten.
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Dienstag, 25. April 2017, 19 Uhr
„Joseph, der Amerikaner“ - Vortrag von Prof. Dr. Hans Rudolf Vaget (Smith College, Northampton) Als Thomas Mann 1940 beginnt, den letzten Band von „Joseph und seine Brüder“ zu schreiben, lebt er seit zwei Jahren im amerikanischen Exil. Tausende Kilometer von der Heimat entfernt vollendet er seine monumentale Neu-Erzählung der biblischen Geschichte – zunächst in Princeton an der Ostküste, dann in Kalifornien. Wie sehr ihn beim Schreiben das neue Leben in Amerika prägt, zeichnet der Germanist Hans Rudolf Vaget in seinem Vortrag nach: Manns amerikanische Gönnerin Agnes Meyer – unverzichtbar und ihm doch oft lästig – spiegelt sich etwa in der biblischen Tamar wider, die ihren Ehemännern den Tod bringt. Und die Hauptfigur Joseph trägt Züge von Präsident Roosevelt, den Mann wegen seiner konsequenten Gegnerschaft zum NS-Regime sehr verehrt. Hans Rudolf Vaget ist einer der renommiertesten Thomas Mann-Forscher weltweit und lebt seit Jahrzehnten in den USA. Manns Exilzeit dort hat er bereits in seinem Buch „Thomas Mann, der Amerikaner“ ausführlich untersucht; im Mai 2017 erscheint von ihm der Band „Wehvolles Erbe. Richard Wagner in Deutschland“. Eine Veranstaltung der Thomas Mann-Gesellschaft Hamburg e.V.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Mittwoch, 26. April 2017, 19.30 Uhr
Eva Menasse liest aus ihren Erzählungen »Tiere für Fortgeschrittene«
Raupen, die sich ihr eigenes Grab schaufeln, Enten, die noch im Schlaf nach Fressfeinden Ausschau halten, Schafe, die ihre Wolle von selbst abwerfen. Jede von Eva Menasses Erzählungen geht von einer kuriosen Tiermeldung aus und widmet sich doch ganz der Gattung Mensch. Wie in ihrem Erzählungsband »Lässliche Todsünden« studiert sie ihre Objekte mit einem liebevollen, unerbittlichen Forscherinnenblick.
Ein alter Despot, der sich gegen jede Veränderung wehrt, kann nicht verhindern, dass die Demenz seiner Frau auch die eigene Vergangenheit löscht. Eine Frau realisiert, wie sehr das Schicksal ihres Vaters sie geprägt hat, in ihren Marotten ebenso wie in ihren tiefsten Ängsten.
Jahrelang hat Eva Menasse Tiermeldungen gesammelt, die ihr, wie umgekehrte Fabeln, etwas über menschliche Verhaltensweisen zu verraten schienen. Wer daran Vergnügen hat, kann teilhaben am Gestaltungsprinzip der »Tiere für Fortgeschrittene « (Kiepenheuer & Witsch), indem er Mustern und Motiven nachspürt. Alle anderen Leser werden sich, wie bei Menasses bisherigen Büchern, von ihrem erzählerischen Talent mitreißen lassen, einer Mischung aus pointiertem Witz, Geheimnis und melancholischem Ernst.
Moderation: Wiebke Porombka
Im Rahmen von High Voltage – Frühjahrslesetage Hamburg, veranstaltet von Literaturhaus Hamburg und Stromnetz Hamburg.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee
Eintritt 12 / 8 EUR

Donnerstag, 27. April 2017, 18 Uhr
Prof. Dr. Florian Jeßberger: 40 Jahre Stammheim-Prozess - Bausteine einer Rekonstruktion
Der sog. Stammheim-Prozess, der von 1975 bis 1977 vor dem Oberlandesgericht Stuttgart gegen Andreas Baader, Ulrike Meinhof u.a. geführt wurde, zählt zu den großen politischen Strafprozessen des 20. Jahrhunderts. Die 192-tägige Hauptverhandlung ist vollständig in einem gerichtlichen Wortprotokoll dokumentiert.
Anlässlich des 40. Jahrestages der Urteilsverkündung werden der Jurist Florian Jeßberger, die Historikerin Gabriele Metzler sowie Rechtsanwalt Kurt Groenewold, der selbst als Verteidiger am Prozess beteiligt war, aus ihren jeweiligen Perspektiven kurze Schlaglichter auf den Prozess werfen. Eingerahmt werden die Vorträge durch eine szenische Lesung von Auszügen aus dem Protokoll der Hauptverhandlung. Lesen werden u.a. Hannah Ley (u.a. „Die Nacht der großen Flut“, „Meine Tochter Anne Frank“) und Felix Römer (Ensemble der Schaubühne, Berlin).
Die Veranstaltung markiert zugleich den Auftakt zu einem Forschungsprojekt der Universität Hamburg, dessen Ziel es ist, die zentralen Quellen des Stammheim-Prozesses wissenschaftlich zu erschließen (Infos unter: www.stammheim-prozess.de).
Florian Jeßberger ist Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht und Juristische Zeitgeschichte der Universität Hamburg.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: tobias.hinderks@uni-hamburg.de.
Im Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Grindelallee

Donnerstag, 27. April 2017, 19 Uhr
Was ist mit den Amis los? Hundert Tage Präsident Trump und die Folgen für Amerika und Europa
Donald Trumps erste Monate im Amt haben Aufruhr ausgelöst, in den USA und in den transatlantischen Beziehungen. Vieles, was selbstverständlich erschien, steht in Frage: der Respekt eines Präsidenten vor Gerichten und Medien, die Beistandsgarantie der NATO, die Bindung an die Werte einer offenen und liberalen Gesellschaft. Welche US-Bürger haben Trump gewählt, für wen macht er Politik?
Christoph von Marschall hat acht Jahre lang für den Berliner "Tagesspiegel" aus Washington berichtet, Präsident Obama als White House Correspondent aus der Nähe beobachtet und Donald Trump im Wahlkampf begleitet. Über die Unterschiede in der politischen Kultur zwischen den USA und Deutschland hat er das Buch "Was ist mit den Amis los?" geschrieben, das er bei der Gelegenheit vorstellt. Eine Veranstaltung von umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

 

 

 


Mittwoch, 1. März 2017, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 8. März 2017, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung Teobert Maler – historische Fotografien Mexikos
mit einem Vortrag von Dr. Gregor Wolff, Ibero-Amerikanisches Institut der Stiftung Preußischer Kulturbesitz „Teobert Maler – ein Leben für die Fotografie in Mexiko“
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Donnerstag, 9. März 2017, 19 Uhr
Das Haus des Paul Levy. Eine Geschichte des Hauses Rothenbaumchaussee 26. Dokumentarstück von Michael Batz
Sprecher: Jantje Biller, Isabella Vértes-Schütter, Erik Schäffler, Martin Wolf
Musik: Jakob Neubauer, Edgar Herzog
Das 1922 nach Plänen der jüdischen Architekten Hans und Oskar Gerson errichtete Wohnhaus in der Rothenbaumchaussee 26 war zunächst von jüdischen und bürgerlich-liberalen Familien bewohnt. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten wurde es Schauplatz von Vertreibung.
Zu den jüdischen Bewohnern zählten die Juristen Dr. Rudolf Magnus und Dr. Fritz Liebmann, Syndikus des Bankhauses M.M. Warburg & Co., die Kaufleute Richard Behr und Carl Neukircher, der Arzt Dr. Henri Hirsch, der Künstler Willy Davidsohn.
Zu den Arisierern zählten der Zahnarzt, SS-Sturmführer und Tennisstar Dr. Walter Dessart und der Gynäkologe Prof. Dr. Theodor Heynemann.
Anhand von dokumentarischem Material sowie Erinnerungen von Zeitzeugen wird die Geschichte dieses ungewöhnlichen Hauses eindringlich erzählt.  
Eintritt € 15, Abendkasse
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee

Mittwoch, 22. März 2017, 18 Uhr
Prof. Dr. Jörg Berkemann / Prof. Dr. Ina Lorenz: Die Hamburger Juden im NS-Staat zwischen 1933 und 1938/39. Historische Forschung – ihre Zielsetzung und Umsetzung.
Juden unterlagen nach der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ der offiziellen rassistischen Staatsdoktrin. Die rassenpolitischen Ziele wurden schrittweise immer radikaler durchgesetzt, um zunächst sektoral, dann nahezu vollständig alle gesellschaftlichen Lebensbereiche auch der Hamburger Juden zu erfassen. Dagegen steht die innerjüdische Solidarität der Diskriminierten und Verfolgten untereinander. Die Historikerin Ina Lorenz und der Jurist Jörg Berkemann zeigen auf der Grundlage einer 20-jährigen Forschungsarbeit, wie jüdisches Leben in Hamburg trotz massiver Repressionen über einen Zeitraum von nur fünf Jahren noch möglich war.
Ina Lorenz war Mitarbeiterin und stellvertretende Direktorin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg; Jörg Berkemann war als Richter am Bundesverwaltungsgericht Berlin/Leipzig tätig.
In Zusammenarbeit mit dem Verein für Hamburgische Geschichte
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Donnerstag, 30. März 2017, 18.30 Uhr
Prof. Dr. Michael Brzoska (Hamburg): Sicherheit und Friedensforschung – konträr oder komplementär?
Wann stehen Frieden und Sicherheit in Widerstreit miteinander und in welcher Konstellation ergänzen sie sich? Wie sieht das Verhältnis in konkreten Konfliktsituationen aus?
Wissenschaft und Politik beschäftigen sich mit kollektiver Gewalt und deren Verhinderung. Michael Brzoska beleuchtet fundamentale Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Herangehensweisen, bei denen jeweils entweder Frieden oder Sicherheit im Zentrum steht. Dabei befasst er sich mit den Grundlagen und der historischen Entwicklung der Friedensforschung wie auch mit aktuellen inner- und zwischenstaatlichen Konflikten sowie den Herausforderungen durch Terrorismus und Radikalisierung.
Prof. Dr. Michael Brzoska leitete bis 2016 das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg.
Eine Veranstaltung der Universitäts-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek
Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei
Anmeldung: uni-gesellschaft-hh@uni-hamburg.de
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Mittwoch, 1. Februar 2017, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 1. Februar 2017, 18 Uhr
Vortragsreihe zur Ausstellung „Der Kalte Krieg – Ursachen, Geschichte, Folgen“
Prof. Dr. Nataša Mišković (Basel): Grenzgänger zwischen Ost und West? Zur Rolle und Bedeutung bündnisfreier Staaten im Kalten Krieg
Im September 1961 fand in Belgrad ein Gipfeltreffen statt, zu welchem 24 Staatsoberhäupter und Regierungschefs aus Asien und Afrika anreisten: Die Dritte Welt warnte die Supermächte vor der drohenden Gefahr eines Dritten Weltkriegs und forderte das Ende aller kolonialen Herrschaftsverhältnisse. Im globalen Süden war der Kalte Krieg alles andere als kalt. USA und Sowjetunion versuchten mit aller Macht, ihren Einfluss auf die neuen, unabhängigen Staaten zu sichern und sie gegeneinander auszuspielen. Die Belgrader Konferenz war ihnen entsprechend ein Dorn im Auge.
Der Vortrag zeichnet die Genese der Blockfreien als Produkt des Kalten Krieges und der Dekolonisierung nach und reflektiert anhand der Biografien der Gründerväter Nehru von Indien, Tito von Jugoslawien und Nasser von Ägypten deren Anspruch und Wirkung im Kontext antiimperialistischer Befreiungsbewegungen des 20. Jahrhunderts.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Montag, 6. Februar 2017, 18 Uhr
Ruanda – Leben und Neuaufbau nach dem Völkermord
Der Völkermord in Ruanda liegt über 20 Jahre zurück und der zentralafrikanische Staat hat sich seitdem verändern und festigen können. Die grausamen Verbrechen des Jahres 1994 bedürfen jedoch nach wie vor der Aufarbeitung. Dazu hat Gerd Hankel das Buch „Ruanda – Leben und Neuaufbau nach dem Völkermord“ veröffentlicht, in dem er sich unter anderem mit der Bedeutung des Völkermords für das heutige Alltagsleben und mit der ruandischen juristischen Aufarbeitung befasst.
Hierzu veranstaltet umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. einen Gesprächsabend mit dem Autor Gerd Hankel und dem Hamburger Rechtsanwalt Dieter Magsam, der sowohl als Justizberater in Ruanda tätig war, als auch Überlebende des Völkermordes vor europäischen Gerichten vertritt. Dieser teilt die Perspektive Hankels nur bedingt. Die teils konträren Sichtweisen auf die jüngere Geschichte Ruandas bieten damit eine vielversprechende Ausgangslage für einen interessanten Abend.
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Dienstag, 7. Februar 2017, 18 Uhr
Vortragsreihe zur Ausstellung „Der Kalte Krieg – Ursachen, Geschichte, Folgen“
Dr. Bernd Rother (Berlin): Entspannungspolitik im Kalten Krieg – ein Angebot zur Entschärfung des aktuellen Ost-West-Konflikts?
Die Entspannungspolitik, von der Willy Brandts Ostpolitik das bekannteste Teilstück ist, entstand als politisches Konzept Anfang der 1960er Jahre und dominierte gut ein Jahrzehnt die Ost-West-Beziehungen. Wo lagen ihre Ursprünge, warum konnte sie sich durchsetzen und weshalb geriet sie in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre in die Krise? War sie ein westliches Projekt oder gab es auch eine kommunistische Entspannungspolitik? Verlängerte sie die Existenz des kommunistischen Blocks oder bahnte sie den revolutionären Umwälzungen der Jahre 1989 – 1991 den Weg? Was haben Konvergenztheorie und Menschenrechtsrevolution mit dem historischen Ort der Entspannungspolitik zu tun? Gibt es tragfähige Anhaltspunkte für den Umgang mit heutigen Konflikten? Antworten nicht nur aus dem engeren politischen Bereich, sondern auch mit Blick auf ökonomische und gesellschaftliche Prozesse sucht der Vortrag von Bernd Rother.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Donnerstag, 9. Februar 2017, 19 Uhr
DIRTY PROFITS - Unser Wohlstand auf Kosten von Mensch und Umwelt!?
Zu Beginn jeden Jahres legt der Verein „Facing Finance“ seinen aktuellen „Dirty Profits“-Bericht vor. Darin werden Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörungen und Korruption multinationaler Unternehmen offengelegt. Gleichzeitig wird dokumentiert, wie Finanzdienstleister diese Aktivitäten unterstützen und dadurch Gewinne erzielen. Auch Verbraucher, Bankkunden, Rentner und Sparer profitieren von den „schmutzigen Investments“, häufig ohne dies zu wissen.
Was müssen Banken und Versicherungen leisten, um transparenter und nachhaltiger zu werden? Wie können wir als private Anleger, Bankkunden und Konsumenten auch beim Thema Geld auf Nachhaltigkeit und Fairness achten? Oder bei der privaten Altersvorsorge? Brauchen wir gesetzliche Banken-Regulierungen für den ökologischen und sozialen Bereich?
Diskussion mit Ulrike Brendel, Verbraucherzentrale Bremen, Thomas Küchenmeister, Facing Finance e.V., Sarah Ryglewski, MDB, und Rüdiger Senft, Leiter Corporate Responsibility Commerzbank (angefragt); Moderation: Jens Tönnesmann, Leiter des Magazins ZEIT GELD (angefragt)
Um Anmeldung bei der Friedrich-Ebert-Stiftung wird gebeten: Telefon: 040-325874–0, E-Mail: hamburg@fes.de
Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung und Facing Finance mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-allee / Ecke Grindelallee, Eintritt frei.

Mittwoch, 15. Februar 2017, 14 Uhr
Library Orientation
The third Wednesday of each month we offer you a library orientation comprising an introductory presentation about the largest academic library in Hamburg and a guided tour of our service facilities and study spaces.
The library orientation starts in the lecture room on the first floor. It is free of charge and open to everybody.
Ort: Lecture Room (Vortragsraum), 1st floor.

Donnerstag, 16. Februar 2017, 16-24 Uhr
Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten
Langschläfer? Nachtaktiv? Studierende, die am liebsten spätabends über ihren Themen brüten, werden in der 6. Langen Nacht auf vielfältige Weise beim Schreiben unterstützt. Denn dann heißt es wieder: anfangen, rohtexten, dranbleiben – zu Ende bringen!
Von 16 Uhr bis Mitternacht geht es um das akademische Schreiben: mit Workshops zu „Wissenschaftssprache“, „Vom Lesen zum Schreiben“, „Argumentation“, „Zitieren statt Plagiieren“, „Schreibblockaden überwinden“ und „Einsatz von Literaturverwaltungsprogrammen beim Schreiben“.
Unter dem Motto „gemeinsam statt einsam“ können Sie im Schreibbereich Ihre Haus- oder Abschlussarbeit, Ihr Protokoll oder die Dissertation voranbringen. Und wenn es mal hakt, sind die Schreibberaterinnen mit individueller Hilfe zur Stelle.
Zu Fragen rund um die elektronische Literaturverwaltung und zu Schreibprogrammen gibt es Helpdesks mit MitarbeiterInnen der Staats- und Universitätsbibliothek sowie der Zentralen Studienberatung und Psychologischen Beratung. Lockerung verspricht der Hochschulsport Hamburg mit aktiven Pausen.
Der Einstieg ist jederzeit möglich.
Die Lange Nacht wird organisiert von der Universität Hamburg und der Staats- und Universitätsbibliothek. Sie richtet sich an Studierende der Universität Hamburg und der HafenCity Universität.
Weitere Informationen: www.uni-hamburg.de/langenacht


Mittwoch, 4. Januar 2017, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Freitag, 13. Januar 2017, 19 Uhr
Feuer und Wasser. Robert Crawford liest in Hamburg neue Gedichte
Der Lyriker, Literaturwissenschaftler und Biograph Robert Crawford liest aus seinem neuen Gedichtband FIRE. Robert Crawford, 1959 in Bellshill (Schottland) geboren, ist Professor für Lyrik und neuere schottische Literatur an der Universität St Andrews. Er ist als Biograph von Robert Burns und T.S. Eliot bekannt und schreibt für das Times Literary Supplement und die London Review of Books.
Das Buch FIRE enthält acht Gedichte zum Thema Feuer, die an die Hymnen der Anhänger Zarathustras erinnern. Caroline Saltzwedel hat die Gedichte ins Deutsche übersetzt und mit Originalgraphiken begleitet. Dieser Erstdruck der Gedichte wurde im Museum der Arbeit gesetzt und in 120 Exemplaren gedruckt. Gleichzeitig erscheint ein Künstlerbuch in Form eines großen Leporellos aus sechs Farbradierungen. Beide Werke werden gezeigt, dazu auch die erste gemeinsame Arbeit von Crawford und Saltzwedel, Impossibility (1998). Hier dominiert das Element Wasser und bildet sowohl bildlich als auch thematisch einen schönen Kontrast zum neuen Werk.
Ausstellungseröffnung mit neuen Werken von Caroline Saltzwedel im Museum der Arbeit: 14.1.2017 - Vorführung ihrer Radiertechnik: 21./22.1.2017.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Montag, 16. Januar 2017, 18 Uhr
Vortragsreihe zur Ausstellung „Der Kalte Krieg – Ursachen, Geschichte, Folgen“
Prof. Dr. Michael Brzoska (Hamburg): Wer als Erster schießt, stirbt als Zweiter: Militärische, politische und psychologische Aspekte von Nuklearwaffen
Die neue Qualität an Zerstörungskraft von Nuklearwaffen stimulierte im Kalten Krieg neue Theorien über Kriegsführung und Kriegsverhinderung, die wiederum Einfluss auf die internationale Politik hatten. Die Welt teilte sich in Nuklearwaffenstaaten, gleichzeitig ständige Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, und den Rest der Welt. Die Zerstörungskraft hatte auch Auswirkungen auf Innenpolitik und psychisches Befinden, insbesondere in den Nuklearwaffenstaaten. Es entwickelte sich eine widersprüchliche Dynamik, die den Einsatz von Nuklearwaffen de facto unmöglich machte, gleichzeitig aber permanent und glaubhaft damit drohte und zwar mit einer Zahl von Waffen, die weit über jedes militärlogisch nachvollziehbare Maß hinausging. In Wellen regte sich öffentlicher Protest gegen diese Waffensysteme, mit denen im Extremfall die Auslöschung menschlichen Lebens herbeigeführt werden kann, der aber bis heute nicht deren Abschaffung erwirkt hat.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Dienstag, 17. Januar 2017, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „SCHWARZE TRÜFFEL. 25 Jahre UN ANNO UN LIBRO - Till Verclas mit Büchern und Skulpturen“
mit einer Einführung von Kay Heymer, Leiter Moderne Kunst, Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf. Der Künstler ist anwesend.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Mittwoch, 18. Januar 2017, 18 Uhr
Library Orientation
The third Wednesday of each month we offer you a library orientation comprising an introductory presentation about the largest academic library in Hamburg and a guided tour of our service facilities and study spaces.
The library orientation starts in the lecture room on the first floor. It is free of charge and open to everybody.
Ort: Lecture Room (Vortragsraum), 1st floor.

Mittwoch, 25. Januar 2017, 10.30 bis 14.30 Uhr
Britische Hochschulmesse Hamburg
Denken Sie darüber nach, in England, Nordirland, Schottland oder Wales zu studieren?
Haben Sie Fragen zu Studiengängen, Universitäten oder Bewerbungsverfahren in Großbritannien?
Wenn Sie ein Bachelor-, Master- oder PhD-Programm in Großbritannien absolvieren wollen, dann sollten Sie die Britische Hochschulmesse im Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg nicht verpassen. Kommen Sie vorbei und nutzen Sie die Gelegenheit, mit Vertretern der Universitäten aus England, Schottland, Wales und Nordirland zu sprechen und im persönlichen Gespräch mehr über das Studienangebot zu erfahren.
Informationen zu den teilnehmenden Universitäten auf der Website des British Council:
https://www.britishcouncil.de/studium-uk/britische-hochschulmessen/januar-2017
Fragen hierzu beantwortet Martin Spieß: martin.spiess@britishcouncil.de
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang vom Hauptgebäude und von der Grindelallee aus.

Donnerstag, 26. Januar 2017, 18.30 Uhr
Das Tagebuch von Heinrich Witt (1799-1892)
Das Tagebuch von Heinrich Witt ist das umfangreichste in Lateinamerika verfasste Tagebuch, welches heute bekannt ist. Es stammt von einem Altonaer Kaufmann, der über London nach Peru auswanderte und dort ein riesiges Vermögen erwarb. Es dokumentiert in zehn Bänden Witts Kindheit und Jugend in Altona, seine Auswanderung, sein Leben in Peru und seine zahlreichen Kontakte nach Altona und Hamburg, einschließlich seiner zum Teil jahrelangen Reisen in seine alte Heimat und durch Europa. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Ulrich Mücke hat das Verlagshaus Brill (Boston und Leiden) das Tagebuch 2015 und 2016 vollständig im englischen Original publiziert. Es wird vorgestellt von Prof. Dr. Franklin Kopitzsch und Prof. Dr. Ulrich Mücke. Moderation: Prof. Dr. Inke Gunia. Grußwort: Der peruanische Generalkonsul in Hamburg Ministro Carlos Manuel Román Heredia.
Eine Veranstaltung des Historischen Seminars der Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Verein für Hamburgische Geschichte.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.