FAQ
© 2016 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

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Veranstaltungen 2015

Dezember 2015

Im Dezember 2015

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 9-19 Uhr
Bücherflohmarkt - Die Stabi lädt ein!
Der beliebte Bücherflohmarkt findet jedes Jahr im historischen Lichthof der Staatsbibliothek statt. Wir bieten die Dubletten aus Geschenkzugängen des vergangenen Jahres für wenig Geld zum Kauf an. Das Bücherangebot ist riesig und umfasst alle Fachgebiete, allerdings liegt der Schwerpunkt eher auf den Geisteswissenschaften. Auch Belletristik und Kinderbücher sind im Angebot.
Taschenbücher und ausgesonderte Bände aus der Lehrbuchsammlung sind schon zum Preis von 1 € zu haben, während der Preis für gebundene Bücher zumeist zwischen 3 und 10 € liegt. Da der Erlös des Bücherflohmarkts dem Erwerbungsetat der Bibliothek zufließt, haben sich die Schenker mit dem Verkauf der nicht benötigten Bände einverstanden erklärt. Mit den erzielten Einnahmen kann verstärkt aktuelle Literatur beschaffen werden.
Nehmen Sie sich Zeit in der schönen Atmosphäre des Lichthofes im vielfältigen Bücherschatz zu stöbern. Es findet sich bestimmt etwas für das eigene Regal oder als Geschenk für andere Bücherfreunde. Wie jedes Jahr gibt es eine Höchstgrenze von 10 Bänden pro Käufer; ausgenommen davon sind mehrbändige Werke.
Ort: Lichthof im Altbau der Bibliothek. Eingang vom Hauptgebäude aus.

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 18 Uhr
Prof. Dr. Jürgen Zimmerer und Prof. Dr. Rainer Nicolaysen: Hamburgs (post-)koloniales Erbe und seine historische Aufarbeitung. Ein Gespräch
Hamburg ist die Stadt in Deutschland, die am stärksten vom Kolonialismus profitierte und am stärksten in den europäischen Kolonialismus involviert war. Noch immer aber steht eine kritische Beschäftigung mit diesem Teil der Stadtgeschichte weitgehend aus, und das obwohl, koloniale Spuren an vielen Orten der Stadt sichtbar sind – sei es in Form von Gebäuden und Büsten, sei es in etlichen Namen von Straßen und Plätzen. Aufgabe der im Jahre 2014 an der Universität Hamburg eingerichteten Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe / Hamburg und die frühe Globalisierung“ ist es, die wissenschaftliche Grundlage für ein stadtweites Erinnerungskonzept zur Kolonialgeschichte zu erarbeiten. Im Gespräch mit Rainer Nicolaysen gibt Jürgen Zimmerer Auskunft über die Geschichte und Erinnerungsgeschichte des Kolonialismus in Hamburg und skizziert die Perspektiven der von ihm geleiteten Forschungsstelle.
Prof. Dr. Jürgen Zimmerer lehrt seit 2010 Neuere Geschichte (Schwerpunkt Geschichte Afrikas) an der Universität Hamburg; Prof. Dr. Rainer Nicolaysen leitet die Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte an der Universität Hamburg und ist Vorsitzender des VHG.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Freitag, 11. Dezember 2015, 9-18 Uhr
„Frauenbilder der Natur - Naturbilder der Frau“. Studientag der Forschungsstelle "Naturbilder / Images of Nature"
Ziel des Studientages ist die Vorbereitung einer Ausstellung aus den Beständen der Kupferstichsammlung der SUB Hamburg und der Kunstsammlung der Universität Göttingen zum Thema Naturbilder der Frau / Frauenbilder der Natur. Die Ausstellung soll im Rahmen von zwei Hauptseminaren und einem begleitenden Tutorium gemeinsam mit Studierenden der Universität Hamburg erarbeitet werden.
Die leitende These des Workshops wie des Ausstellungsprojektes lautet, dass auch vor der naturwissenschaftlichen Revolution einerseits das Naturbild von Gender-Maximen geprägt war und andererseits Geschlechterbilder durch Naturprinzipien legitimiert wurden. Anspruch des Studientages ist es insofern zu zeigen, welchen Modifikationen, Wandlungen und Neuinterpretationen die Konstruktionen naturgegebener Frauenbilder und weiblich-kodierter Natur(prinzipien) angesichts der frühneuzeitlichen Umwälzung des Naturverständnisses unterlagen. Denn dadurch wird zugleich deutlicher werden, dass die fundamentale Wandlung von einem kosmologischen Verständnis der Natur als Schöpfung Gottvaters hin zu einer positivistisch-empiristischen Naturvorstellung den verschränkenden Projektionen von Natur- und Frauenbildern nichts an Bedeutung nehmen konnte.
Eine Veranstaltung des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek. Organisation: Prof. Dr. Iris Wenderholm und Dr. des. Maurice Saß.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Dienstag, 22. Dezember 2015, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.


November 2015

Im November 2015

Dienstag, 3. November 2015, 9.30-16 Uhr
Welfare States after Reform
Während in Europa ein tiefgreifender Umbau der etablierten Sozialstaaten zu beobachten ist, der wohlfahrtsstaatliche Typologien in Frage stellt, bauen die wirtschaftlichen Nachzügler insbesondere Südostasiens wie China, Japan, Taiwan, Korea oder Thailand, wohlfahrtsstaatliche Leistungen auf und aus. Hintergrund ist eine fortschreitende Modernisierung der Gesellschaften, die sich nur partiell an westlichen Mustern orientiert. Der Workshop mit zahlreichen TeilnehmerInnen aus Asien untersucht, wie sich der Wandel des deutschen und asiatischer Wohlfahrtsstaaten beschreiben lässt und inwieweit gängige wohlfahrtstheoretische Konzepte angepasst oder erneuert werden müssen.
Darüber hinaus wird diskutiert, inwieweit sich soziale Ungleichheit in Bezug auf ausgewählte Problemlagen in beiden Regionen verändert.
Ein internationaler Workshop des Centrums für Globalisierung und Governance der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg.
Der Workshop findet in englischer Sprache statt. Bitte beachten Sie, dass der Workshop am 2.11. im Von-Melle-Park 9, Raum A215, stattfindet und am 3.11. in der Staatsbibliothek.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 4. November 2015, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Donnerstag, 5. November 2015, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Wer Bücher findet, lese darin…“ Die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde Hamburg
Mit einem Vortrag von Dr. Miriam Rürup, Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden, „Vom Exil der Bücher. Annäherungen an ein Hamburger jüdisches Erbe“ und Musik mit Avivr Weinberg (Gesang) und Daniel Seroussi (Klavier).
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Sonnabend 7. November 2015
Nacht des Wissens in der Staatsbibliothek
Die Stabi lädt ein: zu Führungen, Konzerten und einem Werkstatt-Programm aus dem Innenleben der Bibliothek.
FÜHRUNGEN, Treffpunkt im Foyer
17 und 20 Uhr: Der Wissensspeicher von innen
18 Uhr: Kinderführung „Der Schatz im Turm“
19 und 21 Uhr: Ausstellung „Wer Bücher findet, lese darin…“ Die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde Hamburg
20.30 Uhr: Bauwelten in der Stabi
21 Uhr: Gemälde der Stabi
KONZERTE
18 Uhr Klavierkonzert zu vier Händen mit dem Pianoduo Villerusha & Gailus - im Vortragsraum
21 Uhr Lichthof-Konzert mit elbcanto: Geheimnisvoller Garten - Lieder von Liebe, Lust und Leid
22.30 Uhr Lichthof-Konzert: Das Männervokalensemble Fiat Vox besingt Frauen aus allen Zeiten
WERKSTATTGESPRÄCHE - im Vortragsraum
20 Uhr: Bauwelten in der Stabi
20.30 Uhr: Die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde Hamburg – ein Schatz wird gehoben
21 Uhr: NS-Raubgut: Die Suche nach den Erben
21.30 Uhr: „Was ist denn „P“? – Sankt Pauli Nachrichten und Arztromane
22 Uhr: Recherche mit dem Wal: beluga, der neue Katalog der Hamburger Bibliotheken
22.30 Uhr: Digitalisate und ihre Verwendung im wirklichen Leben
23 Uhr: Hamburgs geheimer Schatz wird enthüllt – der Jungius-Nachlass
Das Programm im Detail finden Sie im Stabi-Blog: blog.sub.uni-hamburg.de und unter nachtdeswissens.hamburg.de
Ort: Führungen: Treffpunkt im Foyer, Konzerte im Vortragsraum bzw. im Lichthof, Werkstattgespräche im Vortragsraum. Eintritt frei.

Dienstag, 10. November 2015, 19 Uhr
Die Verlandung des Aralsees: Folgen des Eingriffs in den Naturhaushalt
„Mit dem Wasser kommt das Leben“ – so lautet eine alte usbekische Redensart in Anlehnung an die traditionsreiche Bewässerungspraxis des Landes. Durch die künstliche Bewässerung von Wüsten und Halbwüsten entsteht Ackerland und damit Leben, wo es vorher keines gab. Aber gerade dieser Prozess hat zur Austrocknung des Aralsees geführt. Einst ein riesiges Binnenmeer nahezu von der Fläche Bayerns, schrumpfte der See innerhalb der letzten 50 Jahre auf weniger als ein Zehntel seines Volumens und hinterließ ein lebensfeindliches Wüstengebiet. Von der UNO wird die Region um den ehemaligen Aralsee als „größtes ökologisches Katastrophengebiet neben Tschernobyl“ bezeichnet. In der westlichen Welt findet diese Umweltkatastrophe allerdings nur wenig Beachtung.
Vortrag und Diskussion in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Kasachischen Gesellschaft e.V. mit Galina Nurtasinowa, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutsch-Kasachischen Gesellschaft e. V., Moderation: Andreas M. Klein, M.A., Leiter Politisches Bildungsforum Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 11. November, 18.15 Uhr
Christian Brückner und Dr. Lars Frühsorge: Die Kirche, Jesus, Maria und der Mám. Glaube, Tod und Auferstehung in Santiago Atitlán
Die Semana Santa in Santiago Atitlán ist mittlerweile eine der am meisten dokumentierten und gerade von ausländischen Besuchern häufig besuchten Osterprozessionen in Mesoamerika. Anhand der katholisch geprägten Feierlichkeiten im guatemaltekischen Hochland lassen sich wesentliche Aspekte der Glaubensvorstellungen der indigenen Bevölkerung rund um den Atitlán-See ablesen, wie etwa in der Verehrung der bekannten Heiligenfigur des Maximón und dessen Rolle als wichtigem Akteur bei Tod und Auferstehung Christi; oder auch in der Hauptkirche als zentralem Glaubensort, der gleichwohl viele unterschiedliche Vorstellungen synkretistischen und traditionell katholischen Glaubens beinhaltet. Die von Touristen so geschätzte Lebens- und Glaubenswelt in der Tz´utujil-Gemeinde ist allerdings zunehmend ökonomischen und sozialen Spannungen ausgesetzt, die einen krassen Gegensatz von gewünschten "authentisch-indigenen" Ritualen und tatsächlicher Lebenswirklichkeit bedeuten. Welche Veränderungen und Konflikte finden statt, wenn z. B. das "veraltete" Altarbild der Kirche zu Brennholz verarbeitet werden soll?
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Freitag, 13. November 2015, 19 Uhr
„Und wenn die Welt voll Teufel wär“ –ein Versuch über das Böse
Der Wurf mit dem Tintenfass in Luthers Stube auf der Wartburg mag Legende sein. Dennoch steht er für die greifbare Auseinandersetzung des Reformators mit dem Teufel. Für ihn war Satan realistischer Gegenspieler und Widersacher Christi. Alles, was dem Menschen Lebenskraft raubte – von Glaubenszweifeln über Depressionen bis hin zu Hämorrhoiden – war eine Anfechtung des Teufels, der man mit Verachtung und tiefem Glauben begegnen musste.
Heute haben wir in den westlichen Gesellschaften das Böse in Gestalt des Teufels abgeschafft. Wir versuchen, politisch korrekt zu handeln, das Böse aus dem Leben auszuklammern. Doch mag uns das nicht so recht gelingen. Über das Böse in uns und die Natur des Menschen diskutieren Gefängnis-Seelsorger Christian Braune, die Schriftstellerin Tina Uebel und Profiler Axel Petermann.
Texte zum Teufel liest Schauspielerin Mechthild Großmann, der Jazzbassist Jan Roder steuert teuflisch gute Töne bei.
Text & Musik: Die Schauspielerin Mechthild Großmann und der Jazzbassist Jan Roder
Im Gespräch: Die Schriftstellerin Tina Uebel, der Gefängnis-Seelsorger Christian Braune und der Profiler Axel Petermann
Einführung/Moderation: Astrid Kleist, Hauptpastorin St. Jacobi/Pröpstin Hamburg-Ost
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee/Ecke Grindelallee, Eintritt 10 €, Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Dienstag, 17. November 2015, 19 Uhr
Buchpräsentation Torkel S. Wächter: Die Ermittlung – Die wahre Geschichte einer deutschjüdischen Familie aus Hamburg
Am 30. Januar 1933 sitzt ein deutsch-jüdischer Beamter in seinem Büro im Finanzamt in der Hamburger Innenstadt. Soeben wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt.
Anfangs scheint es, als sollte Hitlers Ernennung den Beamten Gustav Wächter nicht nennenswert beeinflussen. Dann aber brennt in Berlin der Reichstag und die Veränderungen kommen Schlag auf Schlag. Das Berufsverbot für Juden betrifft zunächst seine Söhne. Gustav Wächter ist schon zu lange beim Finanzamt, als dass er nach dem neuen Gesetz zur „Arisierung“ entlassen werden könnte. Um ihn loszuwerden, verfassen einige Kollegen ein anonymes Schreiben mit Vorwürfen gegen ihn, woraufhin eine Ermittlung eingeleitet wird.
Diese Ermittlung, deren Akte im Hamburger Staatsarchiv erhalten ist, bildet ein einzigartiges Zeitdokument. Das präsentierte Buch basiert auf den unveröffentlichten Dokumenten. Hier dürfen sich der Beamte Gustav Wächter und seine Kollegen mit ihren eigenen Worten rechtfertigen oder anklagen: überzeugte Nationalsozialisten und Opportunisten, aber auch die engen Freunde der Wächters.
In den letzten Jahren hat der Enkel Gustavs, Torkel S. Wächter, mit authentischem Material aus dem Dritten Reich gearbeitet, erstes Resultat war „32 Postkarten“ als Teil des Literatur- und Kunstprojekts Simulierte Echtzeit, das von 2010 bis 2011 durchgeführt wurde. Mittlerweile haben er und seine Kinder auch die deutsche Staatsbürgerschaft zurückbekommen.
Der Autor liest selbst, freut sich auf Anmerkungen und beantwortet gerne Fragen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt 7 €.

Mittwoch, 18. November 2015, 18 Uhr
Prof. Dr. Christoph Dartmann und Dr. Thorsten Logge: Die Stadt erzählen in Hamburg und Venedig. Zur Repräsentation von Geschichte im öffentlichen Raum. Vortrag
Geschichte im öffentlichen Raum dient oft der historisierenden Begründung des Gegenwärtigen durch erinnerungskulturelle Bezugnahmen auf die Vergangenheit. Dies zeigen öffentliche Repräsentationsbauten – kirchliche wie weltliche – besonders gut. Christoph Dartmann und Thorsten Logge diskutieren an den Beispielen des mittelalterlichen Dogenpalastes in Venedig und des Hamburger Rathauses, wie sich das politische Gemeinwesen in den beiden Hafenstädten über Repräsentationen von Geschichte im öffentlichen Raum zeitgenössisch verortete, historisch begründete und Erwartungshaltungen an die Gegenwart formulierte und kommunizierte.
Prof. Dr. Christoph Dartmann vertritt zur Zeit eine Professur für Geschichte des Mittelalters an der Universität Hamburg; Dr. Thorsten Logge ist Koordinator des Arbeitsfeldes Public History am Fachbereich Geschichte der Universität Hamburg.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und
Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 19. November 2015, 18 Uhr
von text > zu linie > zu klang – Künstlerbücher > Bücher die keine sind
Seit 30 Jahren ist Alpha Presse, 1985 von Wol Müller und Ralph Günther Mohnnau gegründet, auf der Reise: auf den Spuren der Wörter, der Farben und Formen, der Klänge, der Bewegung und Nicht/Bewegung, auf einer Reise durch das Abenteuer Buch oder besser gesagt, was dieses Ding sonst noch so alles sein kann, außer bloßer Sinnträger für Fluten von Texten der verschiedensten Art und Inhalte. Schritt für Schritt in Bewegung, werden Fragen gestellt, Antworten gefunden. Ein Buch ist eine Ansammlung von Text und Bild, ein Buch ist ein plastisch blätterbares Objekt in der Hand, ein Buch ist eine Skulptur, ein Buch ist bloßes Material, ein Buch ist ein Farbkörper, ein Buch ist ein Textkörper, ein Klangkörper, ein Text/Klangkörper, ein Buch ist ein Film auf der Leinwand, auf dem Monitor, ein Buch ist Leben und Vergehen, ein andauernd fortlaufender Arbeitsprozess.
Mit: Antje Theise: Bücher von Alpha Presse und von Katarzyna Lewandowska in der Sammlung „Das schöne Buch“ der Stabi -- Wol Müller: Künstlerbücher und die neue Edition Alpha 7 -- Katarzyna Lewandowska spielt auf der elektrischen Harfe -- zu sehen sind Künstlerbücher, Buchobjekte und Medienkombinationen von Alpha Presse.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Dienstag, 24. November 2015, 19 Uhr
Wieviel Nation verträgt Europa?
Nation und Europa - das passt nicht zusammen. Oder doch? Gegründet wurde die Europäische Union, um die Konkurrenz der europäischen Nationen zu überwinden. Am Ende einer stetig vertieften Kooperation sollten gemeinsame Strukturen und eine geteilte Identität stehen.
Diese Hoffnung hat sich nur teilweise erfüllt. Auch wenn die Europäische Union so groß und mächtig ist wie nie zuvor, begreifen sich die Bürger_innen als Teil "ihrer" Nation. Dies kann sich fröhlich bei Gesangswettbewerben ausdrücken. Es kann aber auch Fliehkräfte verstärken, wie die Erfolge von Rechtspopulisten zeigen.
Die richtige Balance zwischen Nation und Europa ist noch nicht gefunden. Doch es ist höchste Zeit, wenn wir so gewaltige Aufgaben wie die Euro- oder Flüchtlingskrise bewältigen wollen. Über das spannungsreiche Verhältnis von Nation und Europa diskutieren:
- Prof. Dr. Herfried Münkler, Humboldt-Universität zu Berlin
- Dr. Ulrike Guérot, European Democracy Lab Berlin
Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert Stiftung und der Deutschen Nationalstiftung.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee/Ecke Grindelallee, Eintritt frei.

Mittwoch, 25. November 2015, 18 Uhr
Stabi beflügelt: „Hausmusik“ Gesprächskonzert mit Dr. Michael Struck und Anna Theresa
Struck-Berghäuser

Das Klavier war d a s Instrument des 19. Jahrhunderts – nicht nur für Virtuosen. Es diente ebenso der gehobenen Freizeitbeschäftigung „Hausmusik“. Das war nicht nur Klimpern von Salonmusik, sondern auch vierhändiges Spiel anspruchsvoller Originalwerke oder Symphoniearrangements.
Das Gesprächskonzert „Hausmusik“ führt in die Welt vierhändigen Spiels – vom 18. Jahrhundert (Joh. Chr. Bach, Mozart) bis in die Spätromantik. Humorvolle Zitate beleuchten Bedeutung und Auswüchse des Hausmusizierens. Populäres wie Schuberts „Militärmarsch“ und Grieg-Tänze trifft auf Raritäten wie Schumanns Pedalflügelstudien in Bizets Vierhandfassung oder die Brahms gewidmeten Walzer Georg H. Wittes. Selbst Brahms‘ 5. Ungarischer Tanz erklingt als Rarität, nämlich so, wie der Komponist ihn (laut einem wiederentdeckten Schreiben) hören wollte. „Hausmusikalisch“ ist auch das ausführende Vater-Tochter-Duo des Musikwissenschaftlers und Pianisten Dr. Michael Struck und der Jura-Doktorandin Anna Theresa Struck-Berghäuser.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


Oktober 2015

Im Oktober 2015

Mittwoch, 7. Oktober 2015, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dienstag, 13. Oktober 2015, 18 Uhr
Präsentation "Bismarck-Kult im Ersten Weltkrieg"
1915 jährte sich der Geburtstag Otto von Bismarcks zum 100. Mal und die mythische Verehrung des seit 17 Jahren verstorbenen "eisernen Kanzlers" erreichte ihren Höhepunkt. Oder besser: Sie hätte ihn erreicht. Denn seit August 1914 befand sich das von Bismarck maßgeblich begründete Kaiserreich im Krieg und ein Großteil der Feste und Feiern fiel aus. Wilhelm II. weilte wie Millionen von Soldaten zu Bismarcks Geburtstag an der Front und die Festkomitees zügelten ihren patriotischen Überschwang. Fortgeführt wurden allerdings bereits begonnene Bauarbeiten an Bismarck-Türmen. Auch Biografien wurden zu Ende geschrieben und Hunderttausende Huldigungspostkarten zum Bismarck-Geburtstag gedruckt.
In einem gemeinsam mit der Bismarck-Stiftung durchgeführten Projektseminar haben sich Studierende des Historischen Seminars mit verschiedenen Formen der Bismarck-Verehrung beschäftigt und ihre Arbeitsergebnisse auf einer Internetseite zusammengeführt. Zur Veröffentlichung der Seite präsentieren sie das Projekt und berichten über frühe Formen populärkultureller Bismarck-Verehrung in Postkarten, Biografien, Festreden und im Gesellschaftsspiel.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 14. Oktober 2015, 18.15 Uhr
Dr. Armin Hinz: »Wenn du zickig bist und Chilli pflanzt, dann werden die Früchte scharf« -
Sprichwörter und Rätsel aus der Zona Maya
Unter den Cruzoob, der Anhängerschaft der indigenen Kreuzkulte in der Zona Maya, Quintana Roo, Mexiko, kursieren zahlreiche Sprichwörter und Rätselfragen in yukatekischem Maya. Neben pädagogischen Botschaften und Lebensweisheiten finden sich dabei auch Bezugnahmen auf spirituelle Vorstellungen. Die in diesen Kurztexten formulierten Verhaltenserwartungen und Glaubensvorstellungen sind Bestandteil des uchben tukul (alten Denkens) der ehemals politisch unabhängigen Kreuzkultgemeinschaft. Obgleich vielen Cruzoob die Inhalte heute nicht mehr zeitgemäß erscheinen, dient deren Kenntnis dem kulturellen Selbstverständnis und der Gruppenzugehörigkeit.
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 15. Oktober 2015, 19 Uhr
Die Stiftung Auschwitz-Komitee verleiht den Hans-Frankenthal-Preis 2015
Hans Frankenthal (1926-1999) war langjähriges Vorstandsmitglied des Auschwitz-Komitees, Mitglied des Zentralrats der Juden, der jüdischen Gemeinde Hagen und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist_innen. Als Jugendlicher wurde er mit seinem Bruder nach Auschwitz verschleppt, überlebte die Lagerhaft und die Zwangsarbeit in Auschwitz-Monowitz, im KZ Mittelbau Dora und im KZ Theresienstadt.
Seit 2010 werden mit dem Hans-Frankenthal-Preis Initiativen ausgezeichnet, die im Sinne des Auschwitz-Komitees Aufklärungs- und Bildungsarbeit gegen das Vergessen und gegen nationalsozialistische und neofaschistische Bestrebungen leisten.
2014 wurden geehrt: Vereinigung der Okkupationsopfer (Združenje  Žrtev Okupatorjev, ZŽO) 1941-1945, Slowenien (siehe Foto), die infogruppe rosenheim und das Bündnis rabatz – autonome vernetzung Oberbayern/Salzburg/Tirol und NSU-watch, die unabhängige Beobachtungsstelle.
Bei der Preisverleihung werden die Projekte 2015 vorgestellt und gewürdigt, anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch bei Sekt oder Selters.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee/Ecke Grindelallee, Eintritt frei.

Mittwoch, 21. Oktober 2015, 18 Uhr
Prof. Dr. Matthias Brandis (Freiburg): Die Familie Wohlwill. Eine jüdische Hamburger Bürgerfamilie im 19. und 20. Jahrhundert
Immanuel Wohlwill (Yoel Wolf) war der erste Träger des Namens als Ausdruck eines progressiven und toleranten Freigeistes. Nachkommen wurden durch höhere Schulbildung und Studium in der bürgerlichen Gesellschaft in der Stadt Hamburg akkulturiert. Bis 1933 entstammen dieser Familie verschiedene Persönlichkeiten, die in der Hamburger Bürgerschaft etabliert zu sein scheinen. Nach 1933 wird die Illusion wirksam. Die zunehmende Entrechtung dieser Menschen führt zur Vertreibung der meisten Familienmitglieder in verschiedene Länder der Welt, fünf Mitglieder werden 1942 und 1943 ins KZ Theresienstadt deportiert, vier von ihnen sterben dort bzw. in Auschwitz. Im Vortrag werden die beeindruckende Familiengeschichte im 19. Jahrhundert und die Katastrophe im 20. Jahrhundert dargestellt.
Prof. Dr. Matthias Brandis, em. Professor für Kinderheilkunde, und zuletzt Ltd. Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Freiburg, ist Enkel von Dr. Heinrich Wohlwill und forscht seit 2011 zu den Familien Wohlwill und Dehn.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 29. Oktober 2015, 18 Uhr
Eröffnung des Maimonides Centre for Advanced Studies – Jewish Scepticism (MCAS-JS)
Mit einer feierlichen Eröffnung nimmt das „Maimonides Centre for Advanced Studies – Jewish Scepticism“ der Universität Hamburg seine Arbeit auf. Die DFG-Kolleg-Forschergruppe betrachtet das Thema des jüdischen Skeptizismus – eine Richtung in der Erkenntnistheorie, die bereits seit der Antike kontrovers diskutiert wird. Sie basiert auf dem Zweifel an der Möglichkeit des Wissens und stellt alles prinzipiell und immer wieder in Frage. Obwohl das Hinterfragen aller Aspekte des Lebens ein grundlegendes Merkmal des Judentums ist und Skepsis das erkenntnistheoretische Verstehen der Realität in der jüdischen Philosophie wesentlich bestimmt, wurde dieser Blickpunkt in der bisherigen Forschung sowohl zum Skeptizismus als auch zur jüdischen Philosophie kaum berücksichtigt.
Programm (auf Englisch)
* Grußworte
* Vorstellung der Kolleg-Forschergruppe (Prof. Dr. Giuseppe Veltri, UHH)
* Gastvortrag: „What is Jewish Philosophy? A View from the Middle Ages“ (Prof. Dr. Josef Stern, University of Chicago)
Anmeldung bis zum 15.10.2015: maimonides-centre@uni-hamburg.de
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee/Ecke Grindelallee

Freitag, 30. Oktober 2015, 17 Uhr
Preisverleihung HamburgLesen 2015
Zum dritten Mal verleiht die Staatsbibliothek den Buchpreis HamburgLesen. Der mit 5.000 EUR dotierte Preis ist einmalig in der deutschen Buchpreis-Landschaft, denn er hebt ein Werk hervor, das in hervorragender Weise ein Bundesland in den Fokus nimmt! Es soll ein Buch sein, das Lust macht auf die Hansestadt oder einen neuen Aspekt ihrer Geschichte, ihrer Kultur, ihrer gesellschaftlichen Entwicklung beleuchtet - sei es ein Roman, ein Reisebericht, eine wissenschaftliche Publikation, ein Bildband oder ein anderes Hamburg-Buch. Nominiert werden jedes Jahr sieben Werke aus dem Fundus der neu erschienenen und in der Staatsbibliothek gesammelten Publikationen.
Auf der Website von HamburgLesen können Sie die nominierten Kandidaten bereits sehen: blogs.sub.uni-hamburg.de/hamburglesen/ - verkündet wird der Preisträger erst bei der Preisverleihung.
An diesem Abend stellen die illustren Jury-Mitglieder (Annemarie Stoltenberg von NDR Kultur, Prof. Dr. Gabriele Beger, Staatsbibliothek, Dr. Rainer Moritz vom Literaturhaus, Ulrich Greiner von der Akademie der Künste, der Direktor des Altonaer Museums, Dr. Hans-Jörg Czech, und Dr. Alexander Extra, Hamburger Innenwerbung) die nominierten Titel vor – pointiert, kritisch, begeistert, moderiert von Joachim Kersten, musikalisch wird das Café Royal Salon Orchester die Veranstaltung beschwingen.
Die Preisverleihung steht unter der Schirmherrschaft der Zweiten Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg, Katharina Fegebank, und wird freundlich unterstützt von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, der Hamburger Innen-Werbung und Choco-Rex.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee/Ecke Grindelallee


September 2015

Im September 2015

Dienstag, 1. September 2015, 18 Uhr
Vierter Hamburger Wärmedialog und 53. Ratstreffen des Zukunftsrats Hamburg
Öffentliche Podiumsdiskussion zur aktuellen Hamburger Klima- und Energiepolitik.
Der Senat wird spätestens 2019 das Fernwärmenetz von Vattenfall zurückkaufen. Aber bereits im Herbst 2015 werden Entscheidungen zur Fernwärmeerzeugung und Fernwärmenutzung vorbereitet, die dazu führen können, dass weiterhin vorwiegend fossile Kohle und fossiles Gas verbrannt werden.
Wie aber könnte eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung Hamburgs nach dem Kohlekraftwerk Wedel aussehen? Welche Rolle kann das vom Senat beauftragte Gutachten- und Beteiligungsprojekt  „Kraftwerk Wedel und Alternativen" in der Entscheidungsfindung spielen? Wie geht es weiter in der Neuen Mitte Altona: „Klima-Modellquartier" oder die große Mogelpackung?
Eine gemeinsame Veranstaltung des Zukunftsrates Hamburg und der EnergieNetz Hamburg eG im Rahmen des „Hamburger Wärmedialogs".
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 2. September 2015, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Donnerstag, 3. September 2015, 19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „50 Jahre Wagenbach - Der unabhängige Verlag für wilde Leser"
Mit Susanne Schüssler, Verlegerin: „Wie überlebt man gute Bücher?"
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.
U.A.w.g. bis zum 25.8.2015 an presse@wagenbach.de

Montag, 7. September 2015, 19 Uhr
Erreger unter Superlupen - Aufbruch in unsichtbare Welten
Ebola, Aids, Tuberkulose - Infektionskrankheiten zählen zu den TOP 3 der Todesursachen. Ständig fordern Erreger uns heraus. Wie sehen sie aus? Wie passen sie sich neuen Umgebungen an? Wie gelangen sie in die Zellen? Welche Wege gibt es, die natürliche Abwehr des Menschen zu unterstützen?
Darüber diskutieren auf Einladung des Zentrums für Strukturelle Systembiologie (CSSB) und der Akademie der Wissenschaften in Hamburg:
Prof. Dr. Marylyn Addo, Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), Leitung Sektion Tropenmedizin der Bernhard-Nocht-Klinik, UKE
Prof. Dr. Rudi Balling, Direktor des „Luxembourg Centre for Systems Biomedicine"
Prof. Dr. Kay Grünewald, CSSB, Heinrich-Pette-Institut, Universität Hamburg
Dr. Matthias Wilmanns, Gründungsdirektor des CSSB, Leiter der Außenstelle Hamburg des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL)
Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter: www.cssb-hamburg.de/erreger
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee/Ecke Grindelallee

Dienstag, 8. September 2015, 19 Uhr
KAS-Weitblicke
100 Tage nach der Wahl - Wohin steuert die Türkei?
Mit Dr. Yasar Aydin, HafenCity Universität
Die letzte Parlamentswahl in der Türkei war auch eine Abstimmung über die Machtansprüche von Staatspräsident Erdogan. Die regierende AKP wollte ihre Mehrheit auf zwei Drittel der Parlamentssitze ausbauen, um dann die Verfassung ändern zu können und die Macht des Präsidenten zu stärken. Die türkischen Wähler aber haben gegen diesen Plan gestimmt und die AKP abgestraft. Sie fiel von knapp 50 auf 41 Prozent der Stimmen und erreicht nicht einmal die Hälfte der Sitze im Parlament.
Wie könnte die politische Zukunft der Türkei nach der Wahl aussehen? Kann Erdogan trotzdem eine Koalition bilden, die es ihm erlaubt, die Verfassung zu ändern und das politische System zu einem Präsidialsystem umzubauen?
Dr. Yaşar Aydın lehrt u.a. an der HafenCity Universität. Seine Forschungsschwerpunkte sind Migrations- und Türkeiforschung, Zuwanderungspolitik und Nationalismusforschung. Zuletzt erschien von ihm "Transnational statt nicht integriert" (2013) und "Die neue türkische Diasporapolitik" (2014).
Eine Veranstaltung des Politischen Bildungsforums Hamburg der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 10. September, 19 Uhr
Buchpräsentation: Peter Schmidt-Eppendorf: Die katholischen Geistlichen auf Nordstrand 1654-1999 (Münster 2015).
1634 wurde die nordfriesische Insel Nordstrand durch eine schwere Sturmflut weitgehend zerstört. Ihre Wiederbedeichung gelang nur durch belgische Unternehmer, die sich für ihr Wirken dort auch die Religionsfreiheit, also konkret das katholische Bekenntnis, ausbedungen und es von Herzog Friedrich III. erhielten. Die seelsorgerische Betreuung übernahmen mit den Oratorianern Mitglieder einer der monastischen Reformbewegungen des 16. Jahrhunderts. Rund zwei Drittel der 91 katholischen Geistlichen der Insel, Laienbrüder wie Priester, stammten aus ihren Reihen. Das Buch würdigt ihre Leistungen, aber verschweigt auch nicht ihren Schwächen angesichts der Herausforderungen einer konfessionell anders geprägten Umgebung und der inneren Spaltung durch den Jansenismus.
Peter Schmidt-Eppendorf war von 1972 bis 1999 Pfarrer auf Nordstrand.
Eine Veranstaltung des Vereins für katholische Kirchengeschichte in Hamburg und Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit dem Hamburgischen Arbeitskreis für Regionalgeschichte.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Dienstag, 15. September 2015, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.

Mittwoch, 30. September 2015, 18 Uhr
Dr. Linde Apel und Dr. Inge Grolle: Nathan Ben-Brith: „Mein Gedächtnis nimmt es so wahr." Erinnerungen an den Holocaust. Buchvorstellung
Die behütete Kindheit des 1923 in Hamburg geborenen Nathan Ben-Brith wurde durch den Schock des Pogroms vom 9./10. November 1938 jäh beendet. Zu bezeugen, was ihm in den Jahren nationalsozialistischer Herrschaft zustieß, hat Nathan Ben-Brith erst Jahrzehnte später über sich gebracht. Sein gewissenhafter, erstmals veröffentlichter Bericht unterscheidet das Selbsterlebte und authentisch Erinnerte von später ergänztem Wissen. Sachlich, präzise und anschaulich schildert er die Stationen seines Weges: Flucht, Internierung, Deportation, Konzentrationslager, Zwangsarbeit, Todesmarsch und Überleben wider alle Wahrscheinlichkeit.
Die Herausgeberin, Dr. Ingeborg Grolle, stellt die Lebensgeschichte der Familien Bundheim/Ben-Brith vor. Dr. Linde Apel, Redakteurin der Reihe „Hamburger Selbstzeugnisse", liest ausgewählte Passagen.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


Juli/August 2015

Im Juli/August 2015

Mittwoch, 1. Juli 2015, 18 Uhr
und Mittwoch, 5. August 2015, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Donnerstag, 2. Juli 2015, 18.15 Uhr
Monotheismus trifft Polytheismus – Die aztekische Religion aus Sicht eines Christenmenschen des 16. Jahrhunderts
Nach 1521 ist die bestehende Ordnung in Zentralmexiko zerstört, die etablierten Herrscher wurden abgesetzt und auch die herrschenden Götter sollen nun von dem ‚einen wahren Gott’ abgelöst werden. So sahen es jedenfalls die christlichen Missionare, fast ausschließlich Bettelmönche der Franziskaner, Dominikaner und Augustiner, die ab 1524 in die so genannte neue Welt segelten. Ihr Auftrag: die Bekehrung der indigenen Bevölkerung zum christlichen Glauben. Dazu sammelten die Mönche Wissen über die indigenen religiösen Vorstellungen, um diese durch die eigenen – christlichen – Vorstellungen ersetzen zu können. Solche Berichte über die vorspanische Religion sind erhalten geblieben und überliefern uns die wirklichen Vorstellungen und Konzepte der vorspanischen Religion der Azteken.
Lässt sich eine fremde Religion ohne Weiteres beobachten und ihre Vorstellungen niederschreiben?
Wer waren diese Missionare, die uns ihr Bild übermitteln? Wie lässt sich eine polytheistische Glaubenswelt aus der Sicht eines Christen wahrnehmen?
Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die Autoren der Berichte, ihre Weltsicht und ihr Verständnis der wahrgenommen Religion. Schwierigkeiten und Missverständnisse, die bei der Wahrnehmung von fremden, unbekannten religiösen Vorstellungen entstehen können, werden aufgezeigt.
Ringvorlesung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Montag, 6. Juli, 14.30 Uhr
Hamburger Lehrpreisverleihung
Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung wird Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank die Gewinnerinnen und Gewinner des Hamburger Lehrpreises bekannt geben. Insgesamt werden 16 Einzelpreise für herausragende Leistungen an den staatlichen Hamburger Hochschulen verliehen. Die Einzelpreise sind mit je 10.000 Euro dotiert. Vorschlagsberechtigt waren die Studierenden der staatlichen Hamburger Hochschulen. Der Vergabe des Lehrpreises liegen feste Kriterien zugrunde. Sie werden von jeder Hochschule individuell gewichtet: Fachliche und didaktische Qualität der Lehre, innovative Lehrmethoden und -materialien, Qualitätssicherung, Reflexion von Gender-Aspekten, Motivation der Studierenden, Learning-Outcome-Orientierung, Wissenstransfer, Interdisziplinarität, Praxisbezug sowie Internationalität und Interkulturalität. Wie in den vergangenen Jahren wird mit der Verleihung des Lehrpreises ein Anreiz gesetzt, den Austausch von Studierenden und Lehrenden über die Qualität der Lehre zu intensivieren.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee/Ecke Grindelallee, Eintritt frei

Mittwoch, 8. Juli 2015, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Hans Steffen: Grenzerfahrungen eines deutschen Geografen in Chile“
Dr. Gregor Wolff, Leiter des Referats Sondersammlungen des Ibero-Amerikanischen Instituts, Berlin, führt in die Ausstellung ein und lässt Sie an den Grenzerfahrungen Steffens teilhaben.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Samstag, 11. Juli 2015, 20 Uhr
Lichthof-Konzert ODI ET AMO
Chorkonzert der HAMBURGER SINGAKADEMIE
mit Werken von Hans Leo Hassler (1564-1612), Johann Steffen (1560-1616), Orlando di Lasso (1532-1594) und Carl Orff (1895-1982)
Mitwirkende: Olga Chuminkova, Klavier/Cembalo, und Ruprecht Bassarak, Cello, unter der Leitung von Jörg Mall.
“Odi et amo” -- Hier verzehrt sich ein Liebhaber vor Sehnsucht nach seinem Schatz, dort beschimpft sich ein eifersüchtiges Paar. Dann wieder buhlt ein derber Landsknecht um die Aufmerksamkeit einer Dame oder es erklingen die Fragen und Zweifel ob der Richtigkeit der Partnerwahl.
Hochrenaissance und Frühbarock im ersten Teil, frühe Moderne im zweiten: So widerstreitend wie all diese Gefühle aus dem Reich der Liebe, so kontrastreich sind auch die Klangsprachen, die sich in diesem Konzert gegenüber stehen.
Die HAMBURGER SINGAKADEMIE, einer der ältesten gemischten Laienchöre Hamburgs, gegründet 1819, ist bekannt durch ihre unterschiedlichsten Konzertprogramme. Das Repertoire reicht von Barock bis Zeitgenössische Klassik, a cappella-Gesang bis Chorsinfonik. Sie versucht, die Konzertbesucher stets mit selten aufgeführten Kompositionen zu überraschen.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee/Ecke Grindelallee, Eintritt 15 €/12 € an der Abendkasse, Einlass ab 19.30 Uhr

Mittwoch, 15. Juli 2015, 19.30 Uhr
Lichthof-Konzert Von Liebe, Lust und Leidenschaft - Eine musikalische Reise durch Europa
Ein Programm voller Liebe in all ihren unterschiedlichen Facetten erwartet Sie beim Sommerkonzert des Alumni-Chors der Universität Hamburg.
Was fühlen Verliebte? Welche Prüfungen müssen Paare bestehen? Wie geht es nach der Heirat weiter? Wie schmerzvoll kann unerwiderte Liebe und Verlust des Geliebten sein?
All diese Fragen finden ihren Ausdruck in den Vertonungen von John Dowland, Claudio Monteverdi, Joseph Haydn, Robert Schumann oder auch Antonín Dvořák u.a., die an diesem Abend zu hören sein werden. A-capella-Musik, gepaart mit Werken für Chor und Klavier, entführen die Zuhörer auf eine Reise durch Europa und seine Sprach- und Stilvielfalt.
Dieses Konzert stellt das erste eigene Programm des im Herbst 2014 neu gegründeten Alumni-Chores dar. Nach seinem ersten Konzert im Februar diesen Jahres gemeinsam mit dem Universitätschor und -orchester widmet sich der Chor unter der Leitung von Charlotte Grabs nun dem reichen Erbe der europäischen Vokalmusik.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee/Ecke Grindelallee,
Eintritt ca. 10 EUR, Einlass ab 19 Uhr


Juni 2015

Im Juni 2015

Mittwoch, 3. Juni 2015, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 3. Juni 2015, 18 Uhr
Dr. Rainer Hoffmann: Die Erfolge der dänischen Schulverwaltung bei der Durchsetzung der Schulpflicht im Kirchspiel Bergstedt (1460-1864)
Ausgehend von den erlassenen Schulordnungen für die niederen Schulen (für das ehemalige Herzogtum Holstein und für die Hamburger Walddörfer) wird die Durchsetzung der Schulpflicht in der ehemals ländlichen Region des südlichen Holsteins im Stormarner Kirchspiel dargestellt. Dabei muss als ein Ergebnis der Studie hervorgehoben werden, dass die Leistungsfähigkeit des schleswigholsteinischen (dänischen) Schulsystems dem viel gepriesenen preußischen weit überlegen war. Die mehr auf Konsens ausgerichtete dänische Schulverwaltung erreichte beispielsweise schon 1825 eine 100-prozentige Einschulungsquote im Untersuchungsgebiet, während Preußen nur eine Quote von 82 Prozent bewirkte.
Dr. Rainer Hoffmann, Historiker und Direktor i.R. der Gesamtschule Poppenbüttel, wurde mit einer Arbeit über dieses Thema an der Universität Hamburg promoviert.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 4. Juni 2015, 18 Uhr
Buchvorstellung: Hans-Werner Engels: Der Französischen Revolution verpflichtet.
Ausgewählte Beiträge eines Hamburg-Historikers
Der Französischen Revolution verpflichtet – das war der Hamburger Historiker Hans-Werner Engels (1941-2010). Er hat sich zeitlebens intensiv mit der Französischen Revolution in Deutschland, vor allem der Jakobinerforschung, beschäftigt. Darüber hinaus hat er sich seinem Wohnort Hamburg-Altona historisch gewidmet. Damit hat er herausragende Beiträge zu einem heute nur noch wenig in der Fachöffentlichkeit präsenten Feld geleistet. Seine verstreut publizierten Beiträge sind nun in diesem Band zugänglich, der durch eine Bibliographie und zwei biographische Essays über Hans-Werner Engels abgerundet wird. Mit dieser Buchvorstellung wird zugleich an den vor fünf Jahren verstorbenen Autor erinnert.
Buchvorstellung in Kooperation der Herausgeber und des Hamburger Arbeitskreises für Regionalgeschichte. Der Band erscheint in der Reihe bibliothemata.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Montag, 8. Juni 2015, 19 Uhr
Diskussion: Gekaufte Wissenschaft – wird ein Grundrecht geopfert?
Hochschulen sind chronisch unterfinanziert. Ohne Drittmittel (30% der Gesamteinnahmen) stünde es schlecht um die Leistungsfähigkeit bzw. Forschungsfinanzierung der Universitäten. Rund 6,76 Mrd. Euro davon flossen 2012 an deutsche Hochschulen - zusätzlich zu den Grundmitteln, die die Hochschulen von den Ländern erhalten. Hiervon stammen ca. 1,35 Mrd. Euro aus der „gewerblichen Wirtschaft“. Das stimmt nachdenklich. Wie steht es um die grundgesetzlich garantierte Freiheit von Forschung und Lehre? Wer gewährleistet demokratische Strukturen? Wie groß sind die Verflechtungen zwischen Hochschulen und Wirtschaft? Gefährden sie die Unabhängigkeit von Forschung und damit auch die Aussagekraft wissenschaftlicher Erkenntnisse und Studien? Welchen wissenschaftlichen Expertisen und Gutachten können wir noch trauen?
Mit:
Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Prof. Dr.-Ing. Edwin Kreuzer, Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Arne Semsrott, Transparency International Deutschland e.V., Leiter AG Wissenschaft, Projekt Hochschulwatch.de
Moderation: Angela Grosse, Wissenschaftsjournalistin
Eine Veranstaltung von umdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 11. Juni 2015, 18.15 Uhr
Tamara Candela Gómez de la Torre, M.A. (Münster): Das Werden von Friedensstiftern – Interview-Analysen von religiösen Friedensakteuren in Guatemala
Im aktuellen Diskurs der Medien und Wissenschaften steht im Allgemeinen zunächst die Frage nach der Rolle und Instrumentalisierung von Religion in Kriegen und Konflikten. Das Dissertationsprojekt untersucht in diesem Rahmen die Rolle von Religion bzw. religiösen Akteuren als Friedensstifter in der Konflikt- und Postkonfliktgesellschaft Guatemalas. Wie nehmen die religiösen Friedensaktivisten gesellschaftliche Problemlagen und Krisen wahr? Wo sehen sie die Ursachen und welche Handlungsstrategien leiten sie daraus für sich ab? Welche Rolle spielt in diesem ganzen Prozess eigentlich "Religion"? Die Untersuchung basiert größtenteils auf autobiografischen Erinnerungsinterviews mit religiösen Akteuren, die sich in der Konflikt- und/oder in der Postkonfliktzeit in Guatemala aktiv für den Frieden eingesetzt haben.
Ringvorlesung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 18. Juni 2015, 18.15 Uhr
Dr. Wiebke von Deylen (Linga-Bibliothek, Universität Hamburg): Schätze für die Forschung – Ausgewählte Exponate der Linga-Bibliothek in der Ausstellung „Zeitreise zu den Azteken und Maya“
In der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung befinden sich zahlreiche wertvolle Originalausgaben aus den Zeiten der „zwei Entdeckungen“ Amerikas: Zur ersten „geographischen“ im 16. Jahrhundert gibt es positive Berichte der Conquistadoren und der spanischen Hofchronisten, aber auch kritische Stimmen wie die des Dominikanermönchs Bartolomé de Las Casas, der sich sehr für den Schutz der indigenen Bevölkerung einsetzte. Die Illustrationen, mit denen europäische Künstler all diese Beschreibungen versahen, waren die ersten Bilder von der „Neuen Welt“ und bestimmten die Ikonographie zu Amerika über Jahrhunderte. „Gegenbilder“ dazu entstanden ab Beginn des 19. Jahrhunderts, als mit Alexander von Humboldt die zweite „wissenschaftliche“ Entdeckung Amerikas begann. Sowohl die Werke Humboldts als auch die der zahlreichen Forscher, Künstler und Reisenden in seiner Nachfolge erschienen reich illustriert und teilweise sogar mit eigenen Atlanten bebildert. Eine Auswahl dieser Werke wird im Rahmen der Ausstellung „Zeitreise zu den Azteken und Maya“ gezeigt und in einer Präsentation der Leiterin der Linga-Bibliothek direkt vor Ort näher erläutert und in den historischen Kontext eingeordnet.
Ringvorlesung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, Eintritt frei.

Donnerstag, 25. Juni 2015, 18 Uhr
Prof. Dr. Ruth Fine, Hebrew University of Jerusalem: Borges y las paradojas de la fe
Der argentinische Schriftsteller Jorge Luis Borges gilt als ein Literat, der bereits in seinen Werken der 30er und 40er Jahre des 20. Jahrhunderts Strukturen geschaffen hat, die später die Postmoderne prägen sollten. Seine Erzählungen sind insbesondere von intertextuellen Bezugnahmen und sich in Paradoxien verstrickende Narrative durchzogen. Es soll zur Diskussion gestellt werden, ob ein wesentlicher Grund für Borges’ innovatives, die literarische Postmoderne prägendes Textkonzept darin gesehen werden kann, dass sich der argentinische Schriftsteller nachweislich mit jüdischer Tradition, insbesondere der Schriftkultur, auseinandergesetzt hat.
Der Vortrag findet im Rahmen der Tagung „Das Paradox als literarische Form allgemeiner Innovation“ des Instituts für Romanistik der Universität Hamburg statt. Vortragssprache ist Spanisch.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


Mai 2015

Im Mai 2015

Mittwoch, 6. Mai 2015, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Donnerstag, 7. Mai 2015, 18.15 Uhr
Prof. Dr. Viola König (Berlin): Besiedlung und Migration in Mesoamerika – Mythos und Modell
In Codexbüchern und Lienzos, die auf vorspanischen und frühkolonialen Vorläufern und Quellen beruhen, finden sich zahlreiche und vielfältige Informationen über Orte in Mesoamerika. Einige bezeichnen etwa mythische Orte der Herkunft oder Abstammung, wie den sagenhaften Ursprungsort Tula oder Tollan (den "Ort des Schilfs"); oder im Migrationsmythos der Nahua den Auszug aus Chicomoztoc (den "Ort der sieben Höhlen"). Zwar lassen sich etliche der Orte, die durch Namensglyphen dargestellt wurden, durch Forschungen in den letzten Jahren topographisch nachweisen. Doch bleibt das Wissen lückenhaft, da nur vergleichsweise wenig aus der Zeit der Eroberung Mexikos erhalten ist. Entsprechend kritisch sind die Modelle von Besiedlung und Migration in Mesoamerika zu bewerten. Prof. Dr. Viola König veranschaulicht die Schwierigkeiten und Möglichkeiten für die Forschung in diesem Bereich.
Ringvorlesung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Mittwoch 13. Mai 2015, 18.15 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Zeitreise zu den Azteken und Maya - zum 50. Jubiläum der Mesoamerikanistik in Hamburg“
Mit einem Grußwort von Prof. Dr. Gabriele Beger (Direktorin der Bibliothek) und Dr. Wiebke von Deylen (Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung) sowie einer Einführung von Miriam Heun (Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg)
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 20. Mai 2015, 18 Uhr
Prof. Dr. Ulrich Bauche: Firma Karstadt-Porges, Färberei, Wäscherei und Reinigung in Hamburg-Billbrook
Dieser Industriebetrieb, der anfangs und dann wieder später als J.H.C. Karstadt firmierte, wurde von 1888 bis zur Enteignung 1939 von seinen Inhabern aus der hamburgischen jüdischen Familie Tuch geleitet. Er war in dieser Zeit Branchenführer in Hamburg. 1942 wurden die Eheleute Clara und Dr. Theodor Tuch, ehemaliger Seniorchef, im KZ Treblinka ermordet. Seit 2004 und 2010 erinnern in Volksdorf und Billbrook jeweils Stolpersteine an ihr Schicksal. Die biografische Spurensuche brachte über erneute Kontakte zu den in die USA zwangsemigrierten jüngeren Familienmitgliedern Dokumente, Fotos und einen Dokumentarfilm von 1929 wieder nach Hamburg. Weitere Werbemittel unterstreichen die Bedeutung dieses mit dauerhaft großer Belegschaft und damals moderner Technik arbeitenden Industriebetriebes.
Prof. Dr. Ulrich Bauche, war Hauptkustos am Museum für Hamburgische Geschichte und Lehrbeauftragter am Institut für Volkskunde. Mit der Familie Tuch ist er verwandt.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 21. Mai 2015, 18.15 Uhr
Dr. Ulrich Wölfel (Bonn): Auf den Spuren Eduard Selers: Neue archäologische Forschungen zur Region Chaculá, Guatemala
Im Jahre 1896 besuchten Eduard Seler und seine Frau Caecilie Seler-Sachs die Chaculá-Region im nordwestlichen Hochland Guatemalas. Hier führten sie Ausgrabungen in den Stätten sowie regionale Erkundungen durch. Anschließend nahezu vergessen, rückt diese Gegend in jüngster Zeit wieder in den Fokus archäologischer Untersuchungen. Das Proyecto Arqueológico de la Region Chaculá (PARCHA) beschäftigt sich mit der Aufarbeitung von Selers Forschungen in der Chaculá-Region.
Dabei liegt der Fokus auf Chronologie und Siedlungsgeschichte der von Seler nur unvollständig dokumentierten Region. Seit 2013 werden hierzu die von ihm erwähnten archäologischen Stätten neu lokalisiert und ihr heutiger Zustand dokumentiert, sowie neu entdeckte Stätten erstmals erkundet.
Darüberhinaus werden in der Stätte Vermessungs- und Ausgrabungsarbeiten durchgeführt. Der Vortrag gibt einen Überblick zu Selers Forschungen und den aktuellen Arbeiten von PARCHA.
Ringvorlesung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 27. Mai 2015, 19 Uhr
LICHTHOF-Konzert
Bell‘arte Salzburg: Mozarts Vorbilder
Das Konzertprogramm stellt Kompositionen vor, die Wolfgang Amadeus Mozart besonders schätzte und selbst bearbeitete. Den jungen Mozart beeindruckte vor allem die galante Schreibweise der Söhne Johann Sebastian Bachs. Clavier-Sonaten von Johann Christian Bach arbeitete Mozart zu Konzerten für Cembalo und Streicher um, indem er sie instrumentierte und mit Kadenzen versah.
Zeitlebens wuchs Mozarts Interesse immer weiter daran, seine Tonsprache mit der Kunst des Kontrapunkts zu vervollkommnen. Das führte unter anderem zur Auseinandersetzung mit dem Werk Johann Jacob Frobergers, dessen Hexachord-Fantasie Mozart für vier Streichinstrumente umschrieb.
Ferner instrumentierte er die Fuge in es-moll aus dem Wohltemperierten Clavier von Johann Sebastian Bach für Streichtrio, während er das Präludium dazu selbst komponierte. In derselben Weise bearbeitete er eine Fuge von Wilhelm Friedemann Bach. Im Konzert wird Zvi Meniker zunächst das „Original“ vortragen und anschließend musizieren die Streicher Mozarts „Bearbeitung“.
BELL‘ARTE SALZBURG: Annegret Siedel, Violine und Leitung, Gudrun Engelhard, Violine, Micaela Storch, Viola, Matthias Müller, Viola da gamba und Violone, Zvi Meniker, Cembalo
Eintritt: 18 €, erm. 12 € Euro (Schüler, Studenten), Abendkasse ab 18 Uhr, freie Platzwahl
Reservierung: 42838-5857, grau@sub.uni-hamburg.de oder siedel@bellartesalzburg.de
Veranstalter: Bell’arte Salzburg in Zusammenarbeit mit der Staats-und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Lichthof im Altbau der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee

Donnerstag, 28. Mai 2015, 18.15 Uhr
Christian Brückner, M.A. (Hamburg): Von Humboldt bis Charnay. Amerika-Forscher und ihre Reisen im 19. Jahrhundert
Mit seiner erfolg- und ertragreichen Amerika-Expedition von 1799 bis 1804 setzte Alexander von Humboldt Maßstäbe: Seinem Vorbild folgten zahlreiche Reisende, die nicht nur die eindrucksvolle Natur und die dort lebenden Menschen faszinierte, sondern die sich besonders für die Ruinen und Artefakte aus der Zeit vor der Ankunft der Europäer interessierten. Die Begeisterung für die Antike der 'Alten Welt' und die Entzifferung altorientalischer und ägyptischer Inschriften übertrug sich auch auf die 'Neue Welt'. Auch dort entdeckten und dokumentierten Forscher und Künstler unter widrigsten Umständen und großer Mühsal Dutzende neuer archäologischer Stätten und Hunderte von Strukturen. Damit verbunden sind Namen wie eben Humboldt, darüber hinaus Jean-Frédéric Maximilien Waldeck, Carl Nebel, John Lloyd Stephens und Frederic Catherwood, Emmanuel von Friedrichsthal und Desirée Charnay. Die Aufzeichungen und Darstellungen in ihren Berichten zeichnen ein äußerst lebendiges Bild der damaligen Lebenswelt, zeugen aber auch von wissenschaftlicher und künstlerischer Konkurrenz und vom Ringen um Anerkennung und Ruhm.
Ringvorlesung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


April 2015

Im April 2015

Mittwoch, 1. April 2015, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch 15. April 2015, 18.15 Uhr
Prof. Dr. Horst Pietschmann (Hamburg): Indigene Christianisierung und Criollismo in Neuspanien
Ringvorlesung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Drei Jahre nach der militärischen Eroberung der aztekischen Kapitale Tenochtitlan durch die Conquistadoren begann die geistige im Jahre 1524 mit der Ankunft von 12 Franziskanermönchen in Neuspanien. Weitere Ordensbrüder nahmen in Folge ihre Arbeit in der neuen spanischen Kolonie auf, die Dominikaner 1526, die Augustiner 1533 und die Jesuiten 1572. Ausgehend von den Klöstern der Ordensgemeinschaften im Tal von Mexiko, im Gebiet von Tlaxcala und Pueblo begannen systematische Missionierungen in die heutigen Bundesstaaten Michoacán, Jalisco und Guerrero, in den Norden nach Zacatecas und bis nach Sinaloa, in den Süden nach Oaxaca und bis nach Tehuantepec. Der Vortrag beleuchtet die kulturellen Entwicklungen in drei zentralen Bereichen Neuspaniens seit dem 16. Jahrhundert und thematisiert die Auswirkungen der Missionierungstätigkeit und die Einflüsse durch die Christianisierung indigener Identität bis hin zum 'Criollismo' des 17. Jahrhunderts".
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 16. April 2015, 17-21 Uhr
e Camp: eLearning Label: Qualitätssicherung und Anreizstrukturen für die digitale Lehre?
Das kommende eCamp bietet eLearning-Interessierten ein Diskussionsforum zum Thema Qualitätssicherung und Anreize für die digitale Lehre. Im Fokus stehen Beispiele für eLearning Labels, die an mehreren Hochschulen eingeführt wurden. Dr. Julia Sonnberger, Hochschule Augsburg, wird über die Erfahrungen mit dem eLearning Label an der TU Darmstadt berichten. Holger Hansen, Ruhr-Universität Bochum, stellt aktuelle Entwicklungen des dortigen Labels vor. Den Rahmen bilden Beiträge von Dr. Heiko Witt und Prof. Dr. Kai-Uwe Schnapp, beide Universität Hamburg. Das detaillierte Programm finden Sie unter www.mmkh.de.
Die Teilnahme am eCamp ist kostenfrei, aus organisatorischen Gründen wird jedoch um Anmeldung beim Veranstalter Multimedia Kontor Hamburg gebeten: per Mail an Helga Bechmann, h.bechmann@mmkh.de. Mitveranstalter sind die Universität Hamburg und die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Dienstag, 21. April 2015, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.

Mittwoch, 22. April 2015, 18 Uhr
Alexandra Jaeger, M.A.: Auf der Suche nach Verfassungsfeinden. Hamburger „Berufsverbote“ zwischen Sicherheitspolitik und Liberalisierung in den 1970er Jahren
Als in den 1970er Jahren Kommunisten als Lehrer oder Sozialpädagogen nicht in den öffentlichen Dienst eingestellt wurden, war häufig vom „Berufsverbot“ die Rede. Auch in der Hamburger Landespolitik rief das Thema erhitzte Debatten hervor. Flächendeckende Anfragen beim Verfassungsschutz bei allen Bewerbungen, Anhörungen und umstrittene Ablehnungen erhöhten das Misstrauen in die staatliche Sicherheitspolitik. Die große Resonanz, auf die diese Kritik stieß, verweist auf die politisch-kulturellen Veränderungen in den 1970er Jahren, beispielsweise eine stärkere Befürwortung individueller Rechte gegenüber staatlichen Eingriffen und eine größere Toleranz gegenüber politischen Gegnern.
Alexandra Jaeger promoviert am Fachbereich Geschichte der Universität Hamburg und wird durch ein Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung gefördert.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Freitag, 24. April 2015, 20 Uhr
Konzert von Elbcanto: Geheimnisvoller Garten - Lieder von Liebe, Lust und Leid
Elbcanto entführt mit Liedern von Liebe, Lust und Leid in einen geheimnisvollen Garten voller köstlicher Früchte, duftender Blumen und zwitschernder Vögel.
Das Vokalensemble streift mal flüsternd, mal sprechend, mal tänzerisch, mal plump, mal klangvoll, mal schwebend, mal stampfend, mal fließend und manchmal sogar schmerzhaft nasal die verschiedenen Aspekte der Verführung und Eroberung, der erotischen Freuden, der innigen Liebe und des heftigen Streits, der Enttäuschung und des Betrugs, der Natur- und Erdverbundenheit sowie des Aufstiegs in himmlische Sphären.
Dabei spannt sich ein Bogen der musikalischen Verführung von der Renaissance und dem frühem Barock über die Romantik und Moderne bis zur zeitgenössischen Chormusik.
Eintritt: 12 / 4 EUR
Ort: Lichthof im Altbau der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee

Donnerstag, 30. April 2015, 18.15
Prof. Dr. Ulrich Mücke (Hamburg): Rigoberta Menchú. Macht der Wahrheit. Wahrheit der Macht
Ringvorlesung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Rigoberta Menchú Tum ist eine der bekanntesten Personen Guatemalas. Die indigene Friedensaktivistin erlebte im guatemaltekischen Bürgerkrieg die grausamen Menschenrechtsverletzungen hautnah in ihrer eigenen Familie. Als Gegnerin des Regimes unterstützte sie seit den späten 1970er Jahren die Unterdrückten. Auch nach ihrer Flucht nach Mexiko trat sie für die Rechte der Indigenen ein, und erlangte dank ihrer Arbeit und auch durch ihre Autobiographie zunehmend Popularität. Ehrungen wie der UNESCO-Preis für Friedenserziehung 1990, der Friedensnobelpreis 1992, und die Ernennung zur UNESCO-Sonderbotschafterin 1996 folgten. Eine Präsidentschaftskandidatur in Guatemala 2007 indes war nicht erfolgreich, wie auch ihre Anklage gegen Hauptverantwortliche des Bürgerkrieges im Jahre 1999, worauf sie bedroht und ihrerseits des Hochverrats bezichtigt wurde. Nicht zuletzt weil Menchús Angaben in ihrem "testimonio" umstritten sind, behandelt der Vortrag die kontroversen Debatten, die sich daran anschließen. Unter anderem geht es auch um die Frage, wer kraft welcher Legitimation in Fragen des Bürgerkriegs in Guatemala und den Menschenrechtsverletzungen insbesondere an den Indigenen das Wort ergreifen darf.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


März 2015

Im März 2015

Mittwoch, 4. März 2015, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch 11. März 2015, 18 Uhr
Dr. Jürgen Neubacher, Staats- und Universitätsbibliothek: Einführung zum Konzert des Ensembles barockwerk hamburg, s.u.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Mittwoch, 11. März, und Donnerstag, 12. März 2015, jeweils 19 Uhr
Konzert von barockwerk hamburg: Zwei Hamburger Singspiele
Georg Philipp Telemann „Don Quichotte auf der Hochzeit des Comacho“
Johann Adam Hiller „Lisuart und Dariolette oder die Frage und die Antwort“
Was Frauen wirklich wollen? Die Antwort gibt das Ensemble barockwerk hamburg. In zwei heiteren Hamburger Singspielen von G. Ph. Telemann und J. A. Hiller werden dieses und so manch anderes Menschheitsproblem gelöst...
Telemanns Don Quichotte auf der Hochzeit des Comacho erzählt vom „Ritter von der traurigen Gestalt“ und seinem Stallmeister Sancho Pansa. Auf der Hochzeit der schönen Quiteria und des reichen Bauern Comacho geraten sie mitten hinein in einen Konflikt um Liebe, Geld und Treue. Hier kann nur ein Machtwort des welterfahrenen Ritters helfen, um die Dinge wieder ins Lot zu bringen...
Die Handlung von Hillers Singspiel Lisuart und Dariolette oder Was Frauen wollen klingt bekannt: eine entführte Prinzessin, ein Prinz, der sich in das Bild der Prinzessin verliebt, eine Königin, die den Prinzen beauftragt, ihre Tochter wiederzufinden, ein feiger Diener, ein böser Zwerg, eine hässliche Alte und märchenhafte Verwandlungen. All das deutet auf W. A. Mozarts Singspiel Die Zauberflöte, das wenig später entstand. Und hier wird endlich auch die Frage beantwortet: „Was Frauen wirklich wollen“.
Lichthof im Altbau der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee
Eintritt 25 €, 50% Ermäßigung für Schüler und Studenten.
Kartenvorverkauf bei Konzertkasse Gerdes, (040) 45-33-26, Abendkasse
www.barockwerk-hamburg.de


Dienstag, 17. März 2015, 19 Uhr
KAS Weitblicke: Aspekte der deutschen Wiedervereinigung - Lehren für Korea
mit Dr. Dongmyug Kim, Direktor des Research Institute for German Affairs in Korea und Prof. Dr. Michael Staack, Professor für Politikwissenschaft an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
Zitat Frank Walter Steinmeier: "Wir haben das Glück, dass wir die Erfahrung machen konnten, dass Teilung nicht von Ewigkeit sein muss. Diese Erfahrung wünschen wir auch den Koreanern." Mauern trennen Familien, zerstören Träume. Die deutsch-deutsche Grenze zerriss eine ganze Nation. Das gleiche Schicksal muss die koreanische Gesellschaft erleiden. Doch in Südkorea ist man sich sicher: was in Deutschland Erfolg hatte, soll auch mit Korea geschehen, und deshalb blickt man dort auf die deutsche Vergangenheit zurück und zieht Schlüsse aus den Erfahrungen des Erlebten.
Eine Veranstaltung des Politischen Bildungsforums Hamburg der Konrad Adenauer Stiftung
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 18. März, 18 Uhr
Prof. Dr. Claudia Schnurmann: Die atlantische Korrespondenz der Hamburgerinnen Adele Haller und Mathilde Lieber 1822-1848
Heute kennt man die gebürtigen Hamburgerinnen Mathilde Oppenheimer (1805-1890) und Adele Oppenheimer (1807-1873) meist nur wegen ihrer bekannten Ehemänner oder ihrer Kinder. Mathilde Oppenheimer wanderte 1829 in die USA aus und heiratete dort den aus Berlin stammenden Franz Lieber (1798-1872), Produzent der Encyclopaedia Americana und des Code 100 von 1863, des Basismodells der Genfer Kriegsrechtskonventionen. Adele Oppenheimer (1807-1873) wurde 1831 die Ehefrau des Hamburger Politikers Nicolaus Ferdinand Haller (1805-1876) und 1835 Mutter des späteren Architekten Martin Haller. Beide Frauen besaßen Esprit und scharfen Intellekt. Adele Hallers intensiver Briefwechsel mit der geliebten Cousine in den USA vermittelt Einblicke in die biedermeierlichen Zwänge ihrer Geschlechterrollen und ihrer Milieus, aber auch die Möglichkeiten des Wissenstransfers zwischen den USA und der Elbmetropole.
Prof. Dr. Claudia Schnurmann lehrt seit 2003 nordamerikanische und atlantische Geschichte der Neuzeit an der Universität Hamburg.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 26. März 2015, 18.30 Uhr
Love me, Gender! Der Streit um geschlechtergerechte Sprache
Als unnötig und nervig empfinden es die einen, als unabdingbar die anderen. Der Streit um die Frage, wie weit Sprache Raum für geschlechtliche Vielfalt bieten muss, polarisiert. Vieles wird ausprobiert: Angefangen vom Binnen-I, zum Unter_strich bis hin zum Stern*chen. In der Diskussion um geschlechtergerechte Sprache geht es jedoch um viel mehr als um eine Formalie. Im Zentrum der Debatte steht der Wunsch nach Gleichberechtigung und Gerechtigkeit und nicht zuletzt der Anspruch, anzuerkennen, dass Sprache in unseren Köpfen eine größere Macht hat, als wir annehmen. Wie viel gendergerechte Sprache brauchen wir und welche Möglichkeiten bietet uns die deutsche Sprache?
Mit: Prof. Lann Hornscheidt (HU Berlin - Geschlechterstudien und Sprachanalyse) und weiteren Gästen
Eine Veranstaltung von umdenken Heinrich Böll-Stiftung-Hamburg, gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


Februar 2015

Im Februar 2015

Dienstag, 3. Februar 2015, 18:30 Uhr
„Was macht ihr mit meinen Daten?“ - Diskussionsabend
Mit Malte Spitz, Datenschutzaktivist, Politiker und Autor des Buches „Was macht ihr mit meinen Daten? und Prof. Dr. Johannes Caspar, Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit
In Hamburg stehen die Server der Techniker Krankenkasse. Von Millionen TK-Versicherten werden dort nicht nur Anschrift und Geburtsdatum gespeichert, sondern auch die Diagnosen von jedem Arztbesuch, egal ob Übergewicht oder Tripper festgestellt wurde. - Tagtäglich werden Daten über uns gespeichert, beim Zahlen per EC-Karte, Surfen mit dem Smartphone oder eben beim Arztbesuch.
Jeder von uns hat mittlerweile einen umfassenden Datenschatten.
Malte Spitz hat sich auf eine Expedition begeben, seine Daten zu finden und die Zusammenhänge der Datenverarbeitung aufzuzeigen. Sei es das Zusammenspiel von Unternehmen und staatlichen Stellen, oder der wachsende Datenhandel in der Wirtschaft. Spitz will eine gesellschaftliche Debatte anstoßen darüber, in welcher digitalen Zukunft wir leben wollen und welchen Stellenwert informationelle Selbstbestimmung dort hat.
Eine Veranstaltung von: umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg. e.V. www.umdenken-boell.de
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 4. Februar 2015, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Freitag, 6. Februar 2015, 18 Uhr
Buchpräsentation: Christoph Flucke (Hg.): Die Litterae annuae der Gesellschaft Jesu von Altona und Hamburg (1598 bis 1781) ausgehoben, kollationiert und übersetzt von Christoph Flucke, mit einem Vorwort versehen und redigiert von Dr. Martin J. Schröter.
Jahr für Jahr, von 1598 bis 1781, haben die Jesuiten in Altona und Hamburg Berichte über ihre Tätigkeit an ihre Oberen gesandt. Dazu waren sie durch ihren Orden, die Gesellschaft Jesu, verpflichtet. Ordensintern dienten diese Texte religiöser Erbauung, aber auch der Intensivierung des Austausches.
Die Leser bekommen mit der bilingualen Quellenedition kulturgeschichtliche Einblicke in Leben und Wirken der Jesuiten: ihr kulturelles und religiöse Wirken, kontroverstheologisch zugespitzte Konflikte mit der lutherischen Mehrheitsgesellschaft sowie Erfolge und Rückschläge bei der Wiedereinführung katholischer Kultur in Hamburg und Umgebung. Dabei wird manches politische Ereignis in Hamburg in ein neues Licht gerückt.
Christoph Flucke war Oberstudienrat für Altgriechisch, Latein und Geographie in Hamburg. Dr. Martin J. Schröter ist Studienrat für Geschichte, Latein, Philosophie und Politik-Gesellschaft-Wirtschaft in Hamburg.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Do, 12. Februar 2014, 18:15 Uhr
Marlen Kröger (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel): Unterwasserarchäologische Untersuchungen auf der Halbinsel Yucatán, Mexiko
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Bedeutung der Cenoten und gefluteten Höhlensystemen auf der yukatekischen Halbinsel für unterschiedliche Forschungsbereiche. Es wird eine Auswahl subaquatischer Fundplätze vorgestellt, die jeweils von Bedeutung für die archäologische, paläontologische oder auch anthropologische und zoologische Forschung sind.
Durch ihre weitgehende Abgeschlossenheit und spezielle Wasser- und Sedimentzusammensetzung bieten diese Fundorte einzigartige Erhaltungsbedingungen für Befunde und Funde. Außerdem werden die speziellen taucherischen und logistischen Herausforderungen einer unterwasserarchäologischen Untersuchung im Dschungel näher erläutert.
Ringvorlesung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 19. Februar 2015, 16-24 Uhr
4. Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten
"Puh, die nächste Hausarbeit steht an!" - Während der "Langen Nacht“ pushen wir Sie in Richtung Abgabe. Im Mittelpunkt steht das akademische Schreiben mit Workshops zu den wichtigsten Fragen rund um das wissenschaftliche Arbeiten, individuelle Beratung und die Möglichkeit zu schreiben. Wir sind da für Studierende aller Fakultäten - in jeder Phase des Studiums – und für Lehrende, die Schreibprojekte betreuen.
Workshops, individuelle Schreibberatungen und einen Schreibertypentest bieten MitarbeiterInnen der Schreibwerkstatt Mehrsprachigkeit, der Schreibwerkstätten Geisteswissenschaften, des Schreibzentrums (Fakultät für Erziehungswissenschaft), des Projekts "Einführung in das rechtswissenschaftliche Arbeiten" und der Zentralen Studienberatung. Der Umgang mit elektronischen Werkzeugen beim Schreiben ist ein weiterer Schwerpunkt. MitarbeiterInnen der Stabi, des RRZ und des IT SLM geben Tipps zur Literaturverwaltung mit Citavi und zum effizienten Einsatz von MS Word.
"Arbeiten mit LaTeX" wird von der Studienberatung angeboten. Zwischen den Workshops zeigt Ihnen der Hochschulsport, wie Sie fit bleiben.
Weitere Informationen und Anmeldung http://www.uni-hamburg.de/langenacht
Ort: Informationszentrum, Vortragsraum und Konferenzraum

Mittwoch, 25. Februar 2015, 18 Uhr
Dr. Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt: Die Verehrung der Heiligen Gertrud. Beobachtungen anhand der Sankt-Gertruden-Kapellen von Hamburg, Lübeck und Rostock
Die heilige Gertrud von Nivelles, eine Äbtissin aus fränkischem Königshaus, wurde Ende des 14. und im 15. Jahrhundert eine „Modeheilige“, der zahlreiche Altäre und Kapellen in Norddeutschland geweiht wurden und nach der sich Bruderschaften benannten. In Hamburg, Lübeck und Rostock kam es zur Gründung vorstädtischer Kapellen mit eigenen Elenden-Kirchhöfen für gestorbene Fremde, denen der Zugang zu den Kirchspielskirchen verwehrt war. Alle drei Kapellen sind heute verschwunden – die St.-Gertruden-Kirche Hamburgs wurde nach dem Großen Brand 1842 niedergelegt. Der Vortrag beleuchtet die religiösen und sozialen Hintergründe der St.-Gertruden-Verehrung.
Dr. Klaus-J. Lorenzen-Schmidt war Archivar am Staatsarchiv Hamburg und befasst sich mit der hamburgischen und schleswig-holsteinischen Wirtschafts- und Sozialgeschichte.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 26. Februar 2015, 18.15 Uhr
Dr. Hedda Scherres (Hamburg): In Kontakt bleiben: Die Bedeutung sozialer Netzwerke für mexikanische Migranten in den USA
Ein kleines Dorf im mexikanischen Bundesstaat Guerrero war für Dr. Hedda Scherres die Basis einer Feldforschung über die sozialen und gesellschaftlichen Verhältnisse sowie religiösen Vorstellungen von Indigenen Ende der 1990er Jahren.
Neben der traditionellen Landwirtschaft waren Arbeitsmigration und Zwischenhandel stets Möglichkeiten, die Lebensverhältnisse für sich selbst zu verbessern und die Verwandten im Dorf zu unterstützen. In den letzten Jahren hat sich der Radius jedoch vergrößert. Wie viele andere suchen die Dorfbewohner Ihr Glück in den USA. Kürzlich traf die Referentin einige der Dorfbewohner in Los Angeles wieder. Ihr Vortrag behandelt die Situation dieser Migranten, ihr Leben in der Fremde und ihre Möglichkeiten, insbesondere über soziale Netzwerke mit ihrer Heimat in Verbindung zu bleiben.
Ringvorlesung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


Januar 2015

Im Januar 2015

Mittwoch, 7. Januar 2015, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Mittwoch, 14. Januar 2015, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Künstlerbücher und Boten. Werke von Edith Matzen Hirsch (Argentinien)“
Mit einführenden Worten von Antje Theise, Referentin für Seltene und Alte Drucke der Staats- und Universitätsbibliothek, dem Kurator der Ausstellung, Rodolfo Agüero, und Edith Matzen Hirsch.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, Eintritt frei.

Donnerstag, 15. Januar 2015, 18.15 Uhr
Prof. Dr. Frauke Sachse: Anspruch und Erbe: Kontinuitäten von Territorialität und Legitimität in kolonialen Dokumenten des Hochlands von Guatemala
Im Hochland von Guatemala übernahmen indigene Eliten in der Kolonialzeit europäische Textgenres und appropriierten sie für eigene Zwecke. Landtitel und Petitionen dienten dazu, legitime Rechte an Territorium und Tribut geltend zu machen, und Testamente waren ein Instrument, um Besitz in den Händen von indigenen Familien und Gemeinden zu erhalten. Dieser Vortrag analysiert Konzeptualisierungen von Land und Macht in k'iche'sprachigen Textquellen. Dabei wird gezeigt, dass die Quellen nicht nur als Spiegel der Kolonialsituation, sondern auch als Vehikel vorspanischer Ideologie zu verstehen sind.
Ringvorlesung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 15. Januar 2015, 18.15 Uhr
TEZ-Podiumsdiskussion: Der Große Krieg. Das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg
Mit Fikret Adanır (Istanbul), Christian Gerlach (Bern), Hans-Lukas Kieser (Zürich), Uğur Ümit Ungör (Utrecht). Moderation: Raoul Motika (Istanbul).
Das Osmanische Reich war bereits vor Eintritt in den Ersten Weltkrieg durch die Folgen dreier Kriege zwischen 1911 und 1913 (Tripolitanienkrieg, Erster und Zweiter Balkankrieg) finanziell wie militärisch in einem desolaten Zustand. Die durch die massiven Gebietsverluste und Vertreibungen bedingten Flüchtlingsströme aus dem Balkan verstärkten die seit Jahren zunehmenden Spannungen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen. Während der Balkankriege fanden auch die ersten systematischen Homogenisierungsmaßnahmen statt - mit großflächigen Vertreibungen etwa der griechischen Bevölkerung.
Die Angst vor der endgültigen Zerschlagung der letzten Gebiete des Reiches und die Hoffnung dies mit der militärischen Stärke der Deutschen verhindern zu können, ließ die jungtürkische Führung an der Seite des Deutschen Reiches in den Ersten Weltkrieg eintreten. Außerdem hoffte sie auf eine Rückgewinnung verloren gegangener Reichsteile. Zwischen 1915 und 1916 erfolgte die massenhafte Deportation und Ermordung hunderttausender Armenier (1915/16) sowie weiterer christlicher Gruppen (wie z.B. Assyrer und Aramäer).
In der Podiumsdiskussion sollen einerseits Phänomene von Vertreibung, Massenmord und Völkermord in einem interdisziplinären Kontext beleuchtet werden. Andererseits soll gewissermaßen eine "außerosmanische" Perspektive" auf den Ersten Weltkrieg und die zu besprechenden Phänomene eingenommen werden.
Eine Veranstaltung des Asien-Afrika-Instituts / Turkologe der Universität Hamburg in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung und der Staats- und Universitätsbibliothek.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee/Ecke Grindelallee, Eintritt frei

Freitag, 16. Januar 2015, 9-18 Uhr
Sonnabend, 17. Januar 2015, 10-14 Uhr
Neue Vielfalt. Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive. Jahrestagung der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationsgeschichte (DGPuK)
Vor 30 Jahren wurde in der Bundesrepublik Deutschland das sogenannte „duale Rundfunksystem“ eingeführt. Diese medienhistorische Zäsur nimmt die Tagung zum Anlass. Im Zentrum stehen die Liberalisierung und Privatisierung des Rundfunks, die damit einhergehende Pluralisierung der Medienangebote sowie der Zusammenhang von medienpolitischen Entscheidungen und technischen Entwicklungen. Darüber hinaus werden Fragen nach einer (vermeintlichen) „neuen Vielfalt“ auch anhand weiterer Themen aus dem langen ‚Jahrhundert der Massenmedien‘ behandelt. Die Veranstaltung stellt die Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Kommunikationsgeschichte dar; sie wird in Kooperation mit der Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung bzw. an der Universität Hamburg (Institut für Medien und Kommunikation) ausgerichtet.
Organisation: Dr. Thomas Birkner, Dr. Maria Löblich, Dr. Hans-Ulrich Wagner
Das Tagungsprogramm wird veröffentlicht unter: www.rundfunkgeschichte-norddeutschland.de; Kontakt: hans-ulrich.wagner@uni-hamburg.de.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Dienstag, 20. Januar 2015, 18.15 Uhr
Sozialistische Kinderwelten: Literarischer Streifzug durch Russland - Natal’ja Nusinova: Priključenija Džerika (Džeriks Abenteuer). Lesung russisch-deutsch mit anschließendem Gespräch
Natal’ja Nusinovas Buch Priključenija Džerika (Džeriks Abenteuer) ist eine autobiographische Erzählung über Kindheit in der Sowjetunion. Der Text, der sich sowohl an jugendliche als auch an erwachsene Leser richtet, erzählt humorvoll und nostalgisch zugleich Geschichten aus dem damaligen Alltag. Die Autorin kommt im Rahmen des Programms „ViVaVostok: Kinder- und Jugendliteratur aus Mittel- und Osteuropa“ der Robert Bosch Stiftung und der Internationalen Jugendbibliothek nach Hamburg. Das Buch wird von Studierenden des Instituts für Slavistik präsentiert. Eine Premiere in Deutschland!
Kontakt: Dr. Anna Artwińska / Dr. Katarzyna Różańska: anna.artwinska@uni-hamburg.de, katarzyna.rozanska@uni-hamburg.de, facebook.com/ViVaVostokHamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 28. Januar 2015, 18 Uhr
Dr. Sabina Franke, Universität Hamburg/Helmut-Schmidt-Universität: “Wer die Tafel wegträgt, dessen Augenlicht soll der Sonnengott Schamasch wegnehmen” - Entstehung, Aufbau und Funktion von Bibliotheken im Alten Orient
Im Alten Orient, im Gebiet des heutigen Irak und Syrien, wurde die Schrift vor ungefähr 5300 Jahren erfunden. Man schrieb mit Schilfrohrgriffeln auf unverwüstlichen Tontafeln, von denen bis heute fast eine Million gefunden, die aber bislang nur zum Teil gelesen und bearbeitet sind. Wer las und schrieb im Alten Orient? Wie hat man damals das Problem der Aufbewahrung der Tontafeln gelöst? Gab es Gelehrte, die sich eine Bibliothek zusammenstellten? Warum taten sie dies und welche Texte wählten sie zur Aufbewahrung aus? Viele Ähnlichkeiten und wenige Veränderungen in vielen Jahrhunderten!
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.