FAQ
© 2016 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Veranstaltungen 2013

Dezember 2013

Im Dezember 2013

Mittwoch, 4. Dezember 2013, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 4. Dezember 2013, 18 Uhr
Anton F. Guhl (M. A.): Die Entnazifizierung an der Hamburger Universität – eine Lebenskrise nationalsozialistischer Professoren?
Die Entnazifizierung der deutschen Funktionseliten endete mit einer weitgehenden Wiedereingliederung auch exponierter ehemaliger Nationalsozialisten (Stichwort: Hans Globke). Das trifft auch auf die Professoren der Universitäten zu. Gleichwohl konnten die Entnazifizierungsmaßnahmen, die bis hin zu mehrjähriger Inhaftnahme reichten, individuelle Lebenskrisen darstellen – zumal die spätere Rückkehr in Amt und Würden nicht abzusehen war. An Beispielen Hamburger Professoren wird der Vortrag dieser Komponente der Entnazifizierung nachgehen. Anton F. Guhl promoviert und lehrt am Historischen Seminar der Universität Hamburg. Seit 2011 ist er Mitglied im Vorstand des VHG. In Zusammenarbeit mit dem Verein für Hamburgische Geschichte Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 5. Dezember 2013, 18.15 Uhr
Professor Dr. Gordon Whittaker (Georg-August-Universität Göttingen): Schriftsysteme in Mesoamerika
Mit "Schrift" verbinden wir zunächst unsere mit Buchstaben gestalteten Wörter und Sätze. Dass Schrift auch vollkommen anders aussehen kann, haben nicht nur die Sumerer und Ägypter unter Beweis gestellt, sondern auch die Kulturen in Mittelamerika. Die Maya beispielsweise nutzten ein komplexes System aus hieroglyphischen Zeichen, für das Forscher und Schriftgelehrte Jahrzehnte der Entschlüsselung benötigten. Aber auch die Azteken besaßen ein vergleichbares System zur Aufzeichnung von wichtigen Namen, Daten und Ereignissen. Die Art und Weise, wie diese Schriftsysteme gebildet wurden und wie sie funktionierten, bieten einen erstaunlichen Einblick in das hohe kulturelle Niveau in Mesoamerika. Der Vortrag stellt einige dieser Schriftsysteme mit anschaulichen und gut nachvollziehbaren Beispielen vor. Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Dienstag, 10. Dezember 2013, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.

Mittwoch, 11. Dezember 2013, 9-19 Uhr
Schönster Bücherflohmarkt Hamburgs
Sie mögen Bücher? Dann kommen Sie zum Bücherflohmarkt und stöbern, schauen, kaufen Sie! Die Staatsbibliothek lädt Sie zum beliebten Bücherflohmarkt in den schönen Lichthof ein. Zwischen 9 und 19 Uhr haben Sie Zeit, sich die besten Bände aus dem reichen Angebot herauszusuchen. Sie werden neben Belletristik und Fachbüchern auch Kinderbücher, Reise- und Kochbücher und ein buntes Sammelsurium zu günstigen Preisen zwischen 1 und 10 Euro finden. Auch mehrbändige Werke sind für moderate Beträge im Angebot. Der Erlös aus dem Buchverkauf wird für den Erwerb von neuer Literatur verwendet und hilft so, unseren Buchbestand aktuell und attraktiv für unsere Benutzer zu halten. Lassen Sie sich in der schönen, geruhsamen Atmosphäre zum Schmökern verführen. Wir freuen uns auf Sie!
Ort: Lichthof im Altbau der Bibliothek, Zugang über das Hauptgebäude.

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Die Verwandlung – 25 Jahre russische Künstlerbücher (1989-2013)“
Mit einer Einführung von Albert Lemmens, LS Collection Van Abbemuseum Eindhoven
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 19. Dezember 2013, 18.15 Uhr
Dr. Claudine Hartau (Universität Hamburg): Im Schatten der Malinche: Die spanische Eroberung Mexikos
Die Eroberung des aztekischen Reiches 1519 durch den Spanier Hernando Cortés gilt als eins der spektakulärsten Ereignisse der Weltgeschichte. Wie konnte es Cortés mit anfänglich nur 500 spanischen Soldaten gelingen, dieses mächtige Reich zu bezwingen, das den größten Teil des heutigen Mexikos umfasste? Wurden die Spanier tatsächlich für Götter gehalten? War es die technologische Überlegenheit oder die Unfähigkeit des Herrschers Motecuhzoma, die den spanischen Sieg ermöglichte? Und welche Rolle spielte die junge indianische Frau, von den Spaniern Dona Marina und von den Azteken Malintzin genannt, die Cortés als Dolmetscherin diente? Der Vortrag schildert die Geschichte der Eroberung Mexikos – illustriert mit indianischen Darstellungen der Geschehnisse – und setzt sich mit den unterschiedlichen Erklärungen für diesen erstaunlichen Sieg auseinander. Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


November 2013

Im November 2013

Sonnabend, 2. November 2013, 17-24 Uhr
5. NACHT DES WISSENS
17 – 18 Uhr Schülerfragen (Lichthof)
Wissenschaftler der Stabi, der FOM Fachhochschule für Ökonomie und Management und der Akademie der Polizei beantworten die Fragen Hamburger Grundschulkinder Mythologie und Geschichte (SUB), Wirtschaftsthemen (Hochschule für Ökonomie und Management (FOM)), Recht(Hochschule der Polizei)
18.30 – 19.30 Uhr: Buchgeschichte entdecken mit Buntstiften (Lichthof)
Die Schedelsche Weltchronik (1493) ist mit 1.800 Holzschnitten die bilderreichste deutsche Inkunabel. Das Stabi-Exemplar ist leider nicht koloriert. Wir freuen uns auf Kinder, die Lust haben, dieses Bilderbuch der biblischen und weltlichen Geschichte auszumalen - natürlich in Kopie.
19-20 Uhr: Wie zuhause - Eine Führung über die "Baustelle Stabi"(Treffpunkt EG, Foyer)
Auch in der Stabi gibt es immer etwas zu tun, um die Bibliothek als attraktiven Ort zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die Führung beleuchtet den ständigen Wandel des Gebäudes und seiner technischen Ausstattung; dazu gehört natürlich auch der Blick hinter die Kulissen.
19-20 Uhr: Kinderführung „Der Schatz im Turm“ (Treffpunkt Foyer)
„Wie viele Bücher stehen in der Stabi? Wo sind die alle untergebracht? Und wie alt ist das älteste?“ Seht eines unserer ältesten Bücher im Original: das Elfenbeinevangeliar!
19.30-20.30 Uhr und 21-22 Uhr: Muskelmänner, Rohkostjünger und Hüttenkatze: medizinhistorische Raritäten und Kuriositäten aus der Bibliothek des Ärztlichen Vereins (Treffpunkt 1. Etage, Altbau)
Die Bibliothek des Ärztlichen Vereins der Ärztekammer Hamburg besitzt mehr als 130.000 medizinische Bücher und Zeitschriften aus sechs Jahrhunderten. Bei einer Führung werden bemerkenswerte Werke aus dem historischen Bestand vorgestellt. Für Schnäppchenjäger gibt es einen Bücherflohmarkt.
20-21 und 22-23 Uhr: Der Wissensspeicher von innen: Führung durch die Stabi (Treffpunkt Foyer)
Über drei Millionen Bücher! Aber wo sind sie denn? Schauen Sie hinter die Kulissen der Stabi und sehen Sie in den Magazinen unter und über der Erde, wo die Bücher untergebracht sind und wie sie zu den Lesern gelangen. Vom Dach des Bücherturms aus öffnet sich der Blick auf Hamburg.
20-21.30 Uhr: Heureka! Neues Wissen zu alten Dokumenten (Lichthof)
Die historischen Buch- und Handschriften-Schätze der Stabi werden von Forschern für ihre Arbeiten rege genutzt. Unsere Spezialisten präsentieren interessante neue Erkenntnisse, Entdeckungen oder Editionen anhand ausgewählter Stücke ihrer Sammlungen. Lassen Sie sich überraschen! Mit Dr. M. E. Amtstätter, U. Hagenah, Dr. J. Neubacher, Dr. H.-W. Stork, A. Theise, G. Urban.
23-24 Uhr: Lesung aus den Beneke-Tagebüchern (Lichthof)
Der hanseatische Jurist Ferdinand Beneke (1774-1848) schrieb 50 Jahre lang alles auf, was ihn in und um Hamburg interessierte, tagein tagaus, eine einzigartige Quelle zu Hamburgs Vergangenheit.
Mit Dr. Frank Hatje und Dr. Ariane Smith

Dienstag, 5. November 2013, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.

Mittwoch, 6. November 2013, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen
zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Donnerstag, 7. November 2013, 18.15 Uhr
Miriam Heun (M.A., Universität Hamburg): Archäologie in Mesoamerika
Die großen Pyramiden von Stätten wie Teotihuacan, der einstigen aztekischen Hauptstadt Tenochtitlan oder der Maya-Stätte Chichen Itza sind vielen Menschen ein Begriff. Aber was für Artefakte und Strukturen finden wir noch in Mesoamerika und was können uns die Funde und Befunde über das Leben und die Kultur der damaligen vorspanischen Bevölkerung erzählen? Wie waren
Städte aufgebaut und organisiert, und was können uns die Toten über das Leben erzählen? Die vorspanischen Kulturen in ganz Mesoamerika stellten beispielsweise Keramikfiguren von Menschen, Tieren und Göttern her. Welche Rückschlüsse können wir von diesen Artefakten auf die damaligen
Menschen und ihre Kultur ziehen?
Dieser Vortrag soll einen Einblick in das breite Feld der Archäologie Mesoamerikas geben. Des Weiteren werden beispielhaft einige der neuesten Forschungsergebnisse aus verschiedenen Regionen vorgestellt.
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Dienstag, 12. November 2013, 18 Uhr
Die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde
Die Jüdische Gemeinde Hamburg und die Staats- und Universitätsbibliothek heben gemeinsam einen Kulturschatz. Zum feierlichen Start der Kooperation sprechen die Direktorin der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Prof. Dr. Gabriele Beger, die Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Dorothee Stapelfeldt, und Dr. Ulriche Lohse von der Jüdischen Gemeinde Hamburg. Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Thomas Willi „Das Buch im jüdischen Hamburg“. Musik mit Jakob Neubauer (Bajan) und Eduard Tachalow (Violine).
Ort: Lichthof im Altbau der Bibliothek, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee, Eintritt frei

Dienstag, 12. November 2013, 19 Uhr
Kontroverse Nahrungsmittelspekulation: Welche Rolle spielt der böse Spekulant wirklich?
Der Hunger in der Welt wächst jährlich. So auch die Spekulation mit Weizen und Mais. Schlagzeilen wie "Die Hungermacher“ oder "Mit Essen spielt man nicht, oder doch?" sprechen alarmierend über Finanzspekulationen mit Agrarrohstoffen. Erhöhte Lebensmittelpreise, weltweit zunehmender Hunger
und Armut seien die Folge dieser spekulativen Aktionen an den Börsen.
Nichtregierungsorganisationen wie Foodwatch oder Oxfam werben für eine Regulierung des Marktes.
Der öffentliche Druck wächst - und ließ Institute wie Commerzbank oder die DZ Bank 2013 aus dem Karussell der Agrarrohstoffspekulationen aussteigen.
Alarm oder Fehlalarm?
Es gibt signifikante wissenschaftliche und wirtschaftliche Argumente gegen den Zusammenhang zwischen Hunger und Nahrungsmittelspekulationen.
Wird die Diskussion also nur einseitig geführt? Lassen Finanzspekulationen Agrarmärkte nicht schlechter, sondern besser funktionieren? Wie lassen sich Politik und Institutionen von öffentlichen Meinungsmachern beeinflussen?
Und was ist der aktuelle Stand?
Eine Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Büro Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei, Anmeldung unter hamburg@freiheit.org

Dienstag, 19. November 2013, 18 Uhr
Buchpräsentation Luisa Natiwi „Rote Erde – weißes Gras. Mein Nomadenleben in zwei Welten“
Luisa Natiwis Leben ist eine afrikanisch-deutsche Zeitreise: 1952 wird sie in einer Nomaden-Hütte im Nordosten Ugandas geboren. Ihr Vater Lorika wird bei einem Palaver um Wasser und Weideland getötet. Als Kind hütet sie Vieh und sorgt für die Schwester. Eines Nachts reißt ihr eine Hyäne ein Stück Fleisch aus dem Bein - „Glücksache“, denn Missionare pflegen, taufen und schulen sie. Sie wird die erste Lehrerin der Karamojong. Diktator Idi Amin will sie zur Frau, doch sie ist bereits versprochen.
Als sie mit Verdacht auf Rinder-Tuberkulose erkrankt, wird sie gemieden. Ein deutscher Journalist rät ihr zur Therapie in Deutschland, wo sie einen ugandischen Arzt heiratet. Nach der Ära Idi Amin kehrt ihr Ehemann in sein Land zurück. Sie folgt ihm – und muss erkennen, dass ihre ungleiche
Stammesherkunft Konflikte bringt. Nach dramatischer Flucht aus familiären Fesseln und einem Land im Stammeskrieg ist Luisa Natiwi 1985 mit ihren drei Kindern zurück in Deutschland.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt 5 EUR

Mittwoch, 20. November 2013, 18 Uhr
Prof. Dr. Arno Herzig: Gabriel Riesser (1806 bis 1863) – eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des deutschen Judentums im 19. Jahrhundert
Am 22. April 1863 starb Gabriel Riesser. Beging die Stadt Hamburg vor 50 Jahren zu seinem 100. Todestag dieses Ereignis noch mit einer Festveranstaltung, so ist seine Persönlichkeit heute im kollektiven Gedächtnis kaum noch präsent. Der Vortrag soll aus diesem Grund an seine Verdienste
erinnern. Sein politisches Engagement, seine Schriften und Reden trugen wesentlich zum Emanzipationsprozess der Juden in Deutschland bei. Als Abgeordneter der Paulskirche wie später der Hamburger Bürgerschaft verstand er sich als Vertreter aller Bürger, nicht als Sprecher der jüdischen
Minderheit.
Arno Herzig, em. Professor für Neuere Geschichte (Frühe Neuzeit) am Historischen Seminar der Universität Hamburg, Mitherausgeber der „Veröffentlichungen des Hamburger Arbeitskreises für Regionalgeschichte“
In Zusammenarbeit mit dem Verein für Hamburgische Geschichte
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 21. November 2013, 18.15 Uhr
Christian Brückner (Universität Hamburg): Von Erdmonstern und Wolkenmenschen - Rätselhafte Zeichen, fremdartige Symbole: Die Ikonographie(n) der Kulturen Mesoamerikas
Seit über 200 Jahren geben uns die vorspanischen Kulturen in Mesoamerika Rätsel auf. Olmeken, Zapoteken, Maya, Mixteken und Azteken - sie alle schufen beeindruckende Monumente und Skulpturen, prächtige Bauten und Wandmalereien. Sie schufen Bildnisse auf Vasen, in Codexbüchern
und auf Steinstelen und Reliefs, die uns faszinieren, die uns aber teilweise auch als sehr schwer verständlich erscheinen.
Bereits Alexander von Humboldt suchte nach Antworten über die Bedeutung jener fremdartigen Motive und Bildnisse, also der Ikonographie. Der Vortrag gibt eine Einführung in diese rätselhaften Motive, erklärt die wesentlichen Vorstellungen und Konzepte, die diesen Darstellungen zugrunde
liegen und will helfen, die präkolumbischen Gesellschaften anhand ihrer Bildnisse verständlicher werden zu lassen.
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Freitag, 22. November 2013, 18 Uhr
Laurence Sterne in Deutschland und in Hamburg
Lesungsabend mit prominenten Gästen: Frank Schulz und Wolfgang Hörner
Mit seinem grandios komischen Autobiographie-Roman „Leben und Meinungen des Tristram Shandy, Gentleman“ und der ebenso raffinierten „Sentimentalen Reise durch Frankreich und Italien“ hat Laurence Sterne (1713–1768) Literaturgeschichte geschrieben. Vor allem in Deutschland machte sein
Stil Epoche: Empfindsame Leser vergnügten sich an Witzen, die sogar das Layout des Buches erfassten; Goethe pries den Humoristen als „schönsten Geist, der je gewirkt hat“; Scharen deutscher Schriftsteller von der Aufklärung bis heute haben Sternes Gags nachgeeifert oder sie noch zu übertrumpfen versucht.
Mitentscheidend für diesen Erfolg war der Hamburger Literat und Verleger Johann Joachim Bode (1731–1791): Seine liebevoll sorgsamen Übersetzungen – gefördert durch eine stattliche Schar prominenter Subskribenten – machten Sterne bei deutschen Lesern populär.
Zwei Tage von dem 300. Geburtstag des irischen Klassikers erzählen zwei bekannte Sterne-Verehrer von ihren Erlebnissen mit Sternes anarchischer Erzählkunst und lesen Lieblingspassagen: Kult-Romancier Frank Schulz („ Kolks blonde Bräute“, „Morbus fonticuli“, „Das Ouzo-Orakel“, „Onno Viets
und der Irre vom Kiez“) und Wolfgang Hörner, Chef des Berliner Galiani-Verlages. Einführung und Moderation: Johannes Saltzwedel (DER SPIEGEL).
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei


Oktober 2013

Im Oktober 2013

Dienstag, 8. Oktober 2013, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 18 Uhr
Gerhard Schäfer (Berlin): Helmut Schelsky – Starsoziologe und Intellektueller im Hamburg der 1950er Jahre
Helmut Schelsky (1912–1984) begründete seine außergewöhnliche Wirkung als Professor in der Hamburger Phase (1948–1960) mit empirischen Arbeiten und theoretischen Deutungen zu Jugend, Familie, Betrieb und Schule. Seine weitreichenden Formeln von der „nivellierten Mittelstandsgesellschaft“ bis zur „skeptischen Generation“ beeinflussen soziologische und historische Diskurse bis heute und sind in das Alltagsbewusstsein der Menschen eingedrungen. Bei dem Versuch, die Soziologie als Profession in Hamburg und der Bundesrepublik zu etablieren und gesamtgesellschaftliche Deutungsmuster anzubieten, griff der Soziologe als Intellektueller aktiv in die öffentlichen Debatten ein und stieß sie häufig genug selbst an.
Gerhard Schäfer, Jg. 1949, Sozialwissenschaftler, Studienrat (1976-2002), bereitet eine wissenschaftliche Biographie über Helmut Schelsky vor.
In Zusammenarbeit mit dem Verein für Hamburgische Geschichte
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 18 Uhr
Hamburger Mozartiana - Präsentation einer besonderen Schenkung
Der langjährige Direktor eines Hamburger Musikverlags, Jürgen Köchel, zugleich passionierter Mozart-Sammler und Vorsitzender der Hamburger Mozart-Gesellschaft, hat einen wesentlichen Teil seiner bedeutenden Mozart-Sammlung, namentlich alle Noten, Bücher, Bilder und Dokumente zum Thema Mozart und Hamburg, darunter zahlreiche Erst- und Frühdrucke aus Hamburger Verlagen sowie einige Handschriften, der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg zum Geschenk gemacht.
Die Veranstaltung gibt Ihnen die Möglichkeit, ganz besondere Einblicke in die Sammlung zu erhalten.
Die Schenkung ergänzt auf willkommene Weise die in der Musiksammlung der Staatsbibliothek bereits vorhandenen Mozartiana. Zusammengenommen entsteht nun ein recht vollständiges Bild von der Bedeutung, die Hamburg für eine frühe Verbreitung von Mozarts Kompositionen im Allgemeinen und speziell im Norden hatte.
Neben einführenden Worten des Musikreferenten der Staatsbibliothek, Dr. Jürgen Neubacher, wird Jürgen Köchel von seinen Erfahrungen als Mozart-Sammler berichten. Außerdem erklingen Klavier-Kompositionen Mozarts, vorgetragen von dem aus Riga stammenden Klavierduo Sana Villerusha und Francis Gailus. Ergänzend werden einige Kostbarkeiten aus dem Bestand der Schenkung Jürgen Köchel gezeigt.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 18.30 Uhr
Die Stiftung Auschwitz-Komitee verleiht den Hans-Frankenthal-Preis 2013
Hans Frankenthal (1926-1999) war langjähriges Vorstandsmitglied des Auschwitz-Komitees, Mitglied des Zentralrats der Juden, der jüdischen Gemeinde Hagen und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist_innen. Als Jugendlicher wurde er mit seinem Bruder nach Auschwitz verschleppt, überlebte die Lagerhaft und die Zwangsarbeit in Auschwitz-Monowitz, im KZ Mittelbau Dora und im KZ Theresienstadt.
Seit vier Jahren werden mit dem Hans-Frankenthal-Preis Initiativen ausgezeichnet, die im Sinne des Auschwitz-Komitees Aufklärungs- und Bildungsarbeit gegen das Vergessen und gegen nationalsozialistische und neofaschistische Bestrebungen leisten: 2012 waren es das Projekt „Versteckspiel - Lifestyle, Symbole & Codes von Neonazis und extrem Rechten“ der asp, agentur für soziale perspektiven, Berlin, und Thomas Ebermann mit der Vers- und Kaderschmiede, Hamburg.
Die 2013 ausgezeichneten Projekte werden vorgestellt und gewürdigt, musikalisch begleitet von Lutz Cassel (Gitarre und Gesang), zum Ausklang werden Sekt und Selters gereicht.
Ort: Lichthof im Altbau der Bibliothek, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee, Eintritt frei

Dienstag, 22. Oktober 2013, 18 Uhr
Zur Ausstellung „Cenas do Cacau, Figuras de Amado“
Vortrag von Prof. Dr. Markus Schäffauer, Universität Hamburg, und Führung durch die Ausstellung mit der Künstlerin Dr. Isabel Florêncio Pape
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Aktionswoche Treffpunkt Bibliothek
Donnerstag, 24. Oktober 2013, 18.15 Uhr
Monique Lorberg M.A.: Forschungsreisende, fremde Kulturen und wirtschaftliches Interesse: Die Geschichte der Mesoamerikanistik
Nach dem Vorbild Humboldts entstand im 19. Jh. das Interesse an den mittel- und südamerikanischen Kulturen. Es waren zuerst nur Wissenschaftler, die die ersten Fundstücke und Menschen mitbrachten und in Museen und Völkerschauen ausstellten. Ende des 19. Jhs. begannen auch deutsche Kaufleute nicht nur ihre Handelsbeziehungen mit Mittel- und Südamerika und ihren wirtschaftlichen Gewinn im Auge zu haben, sondern auch die dortigen Kulturen, die indigenen Sprachen und archäologischen Funde zu erforschen. Letztendlich entstand die Mesoamerikanistik als Studienfach an einigen deutschen Universitäten. Diese Forschungsrichtung bestach von Anfang an durch ihre Vielfältigkeit.
Seitdem die Mesoamerikanistik als eigene Forschungsrichtung besteht, war und ist sie immer wieder verschiedenen politischen und ökonomischen Strömungen ausgesetzt. Dieser Vortrag setzt sich kritisch mit der Geschichte der deutschen Mesoamerikanistik auseinander und erörtert deren Entwicklung bis zur heutigen Zeit.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Aktionswoche Treffpunkt Bibliothek
Freitag, 25. Oktober 2013, ab 9.30 Uhr
Aldo Palazzeschi: Der Dichter, der Gaukler und die Ernsthaftigkeit des Spiels
Studientag zu Aldo Palazzeschi, realisiert vom Institut für Romanistik der Universität Hamburg in Kooperation mit dem Centro Palazzeschi der Universität Florenz und dem Istituto Italiano di Cultura Hamburg.
Aldo Palazzeschi, Protagonist der Avantgarde des 20. Jahrhunderts, buchstäblich „außer – gewöhnlicher“ Dichter und Erzähler, eine der originellsten, selbstironischsten und vergnüglichsten Stimmen der italienischen Literatur, lässt sich mit keinem Etikett versehen. Auch fast 50 Jahre nach seinem Tod halten seine Schriften immer noch ungeahnte Wonnen und Überraschungen für Literaturwissenschaftler und Leser bereit. Auf dem Studientag geben italienische und deutsche Forscher – darunter Gino Tellini (Florenz) und Winfried Wehle (Eichstätt) - Einblicke in das Werk des großen Literaten.
Weitere Informationen: Marc.Foecking@uni-hamburg.de
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Aktionswoche Treffpunkt Bibliothek
Freitag, 25. Oktober 2013, 17 Uhr, Lichthof
HamburgLesen 2013 – Verleihung des Buchpreises der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Die Staatsbibliothek vergibt in diesem Jahr zum ersten Mal den Preis für ein Buch, das sich in herausragender Weise mit dem Thema Hamburg befasst. Das Preisgeld beträgt 5.000 €. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft der Senatorin für Wissenschaft und Forschung Dr. Dorothee Stapelfeldt.
Die Staatsbibliothek sammelt seit über 530 Jahren sämtliche Schriften, die über Hamburg veröffentlicht werden, der Stadt und ihren Bewohnern zum Nutzen. Im zurückliegenden Jahr wurden 2.000 „Hamburgensien“ erworben. Daraus hat zunächst ein Mitarbeiterteam der Staatsbibliothek 300 preiswürdige Bände ausgewählt. Ausgewiesene Experten des wissenschaftlichen und kulturellen Lebens unserer Stadt trafen dann eine weitere Auswahl; sie ermittelten sieben Titel, die der Jury vorgeschlagen wurden. Die Jury entschied schließlich endgültig über den Preisträger.
Der Jury gehören an: Ulrich Greiner, Freie Akademie der Künste, Prof. Dr. Lisa Kosok, Hamburg Museum, Dr. Rainer Moritz, Literaturhaus Hamburg, Annemarie Stoltenberg, NDR, Dr. Alexander Extra, Initiator des Preises, und Prof. Dr. Gabriele Beger, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.
Die Preisverleihung wird freundlich unterstützt von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Hamburger Innen-Werbung.
Ort: Lichthof im Altbau der Bibliothek, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee, Eintritt frei


September 2013

Im September 2013

Mittwoch, 4. September 2013, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Donnerstag, 5. September 2013, 20 Uhr
Ensemble Metamorfosi
Thomas Selle (1599–1663): Kleine geistliche Concerti & amourösische Liedlein Konzert zum 350. Todesjahr des Hamburger Kirchenmusikdirektors
Bevor Thomas Selle als Musikdirektor der Hamburger Hauptkirchen die höchste und bedeutendste Stelle Norddeutschlands übernahm, hatte er im Alter von 25 bis 35 Jahren kleinere Stellen im Dithmarscher Raum inne, in Heide, Wesselburen und Itzehoe.
Erstaunlicherweise veröffentlichte Thomas Selle in diesen frühen Jahren trotz des herrschenden Dreißigjährigen Krieges elf Sammlungen mit Werken verschiedenster Gattungen im Druck – ein umfangreiches Kompendium, aus dem die Hamburger Musikerin und Musikforscherin Monika Mandelartz mit ihrem Ensemble Metamorfosi eine Auswahl vorstellt, die ein umfassendes Bild des Komponisten und der Lebensumstände in Dithmarschen zeichnet. Hier steht Geistliches neben Weltlichem, Amouröses neben Deftigem, Akademisches neben Geselligem – komponiert in der neuesten Manier, dem gerade aufkommenden italienischen Stil von Claudio Monteverdi.
Ein Konzert im Rahmen des Int. Symposiums „Heinrich Scheidemann und Thomas Selle – Zwei bedeutende Hamburger Musiker des 17. Jahrhunderts“, 5.–8.9.2013, Hauptkirche St. Katharinen / Museum für Hamburgische Geschichte
Eintritt: 16 Euro (ermäßigt 8 Euro); Karten an der Abendkasse
Ort: Lichthof im Altbau der Bibliothek, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee

Donnerstag, 12. September 2013, 18 Uhr
Finissage der Ausstellung „Das ganze Drumherum. Norddeutsche Einbandkunst durch die Jahrhunderte"
Gleichzeitig Eröffnung der 18. Jahrestagung des Arbeitskreises für die Erfassung und Erschließung Historischer Bucheinbände (AEB) mit einem Vortrag von Antje Theise, Referentin für Seltene und Alte Drucke, „Über die Anfänge der modernen Einbandkunst in Hamburg“
Ort: Lichthof im Altbau der Bibliothek, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee.

Dienstag, 24.9.2013, 19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Von Homer bis Aristoteles: Griechische Handschriften in norddeutschen Sammlungen“.
Eine Ausstellung anlässlich des VIII. Kolloquiums für Griechische Paläographie
Begrüßung: Prof. Dr. Gabriele Beger, Direktorin der Bibliothek
Zur Geschichte der griechischen Handschriften der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg: Dr. Hans-Walter Stork, Kurator für Handschriften
Ort: Lichthof im Altbau der Bibliothek, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee.

Mittwoch, 25.9.2013, 18 Uhr
Prof. Dr. Burkhart Schmidt: Hamburg im Zeitalter der Französischen Revolution und Napoleons
Hamburg durchlebte Ausgang des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts eine wechselvolle und zeitweise dramatische Epoche, die hoffnungsvoll mit der Aufnahme des Gedankengutes der Französischen Revolution begann und schließlich mit militärischen Kämpfen und zahlreichen Opfern in den so genannten Befreiungskriegen endete. Von der kaiserlich freien Reichsstadt über die de facto unabhängige Hansestadt bis hin zur „bonne ville“ des französischen Kaiserreichs war Hamburg in dieser Zeit den verschiedensten politischen Systemen unterworfen und auch in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht nachhaltigen Wandlungsprozessen ausgesetzt, die die Stadt weit bis in das 19. Jahrhundert hinein prägen sollten.
Burghart Schmidt ist Professor für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Paul-Valéry Montpellier 3. Er war fünf Jahre lang Vizepräsident der dortigen Universität und ist gegenwärtig Direktor des „Institut d´Études Françaises pour Étrangers“.
In Zusammenarbeit mit dem Verein für Hamburgische Geschichte
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei


Juli/August 2013

Im Juli/August 2013

Mittwoch, 3. Juli 2013, 14 Uhr
und Mittwoch, 7. August 2013, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen
zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 3. Juli 2013, 16 Uhr
Hamburger Lehrpreisverleihung
Hochschulen dienen der Bildung, der Lehre und der Forschung. Gute Lehre ist eine Grundbedingung erfolgreicher Hochschulen, und sie ist eine entscheidende Grundlage für eine gute Bildung und Ausbildung der Studierenden.
Die Qualität der Hochschulen zu verbessern, heißt: Die Qualität der Lehre an den Hochschulen zu steigern. Das ist eine der wesentlichen wissenschaftlichen Herausforderungen der Zeit. Mit der Verleihung des Hamburger Lehrpreises setzt der Hamburger Senat ein deutliches Zeichen, um hervorragende Lehre anzuerkennen und zu würdigen. Der Hamburger Lehrpreis wird in diesem Jahr
zum vierten Mal in Folge verliehen. Insgesamt 14 Einzelpreise – ein Preis pro Hochschule beziehungsweise Fakultät – stehen zur Vergabe an. Die Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert.
Ausgezeichnet werden innovative Lehrleistungen an den sechs staatlichen Hamburger Hochschulen.
Vorschlagsberechtigt sind ausschließlich die Studierenden. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden unter Beteiligung der Studierenden von den Hochschulen festgelegt.
Ort: Lichthof im Altbau der Bibliothek, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee

Dienstag, 16. Juli 2013, 15 Uhr
und Dienstag, 6. August, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.

Mittwoch, 7. August 2013, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Das ganze Drumherum. Norddeutsche Einbandkunst durch die Jahrhunderte“ Mit einer Einführung von Antje Theise, Referentin für Seltene und Alte Drucke
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, Eintritt frei.

Donnerstag. 22. August 2013, 18 Uhr
Ungarn: Rechtsaußen in Europa
Mit György Dalos, ungarischer Schriftsteller, und Jan Philipp Albrecht, Abgeordneter des EUParlaments, Bündnis 90/Die Grünen
Eine Veranstaltung von umdenken Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei


Juni 2013

Im Juni 2013

Dienstag, 4. Juni 2013, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.

Mittwoch, 5. Juni 2013, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

6. Juni 2013, 18 Uhr
Ethos des Kunsturteils. Briefe von und an Max Sauerlandt. Buchpräsentation
Max Sauerlandt zählte als Museumsdirektor in Halle (1909 – 1919) und Hamburg (1919-1933) zu den herausragenden Museumspersönlichkeiten in Deutschland. Sein energisches Eintreten für die Moderne kostete ihn 1933 sein Direktorenamt am Museum für Kunst und Gewerbe. Sein umfangreicher, bislang kaum bekannter Briefnachlass, der in der Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg Carl von Ossietzky verwahrt wird, wird erstmals in einer umfangreichen Publikation von Prof. Dr. Heinz Spielmann vorgestellt. Außerdem sprechen Prof. Dr. Gabriele Beger, Prof. Dr. Wilhelm Hornbostel und Prof. Dr. Michael Göring. Die Publikation wurde von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd
Bucerius gefördert und ist soeben im HOFFMANN UND CAMPE VERLAG erschienen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Freitag, 7. Juni 2013, 19 Uhr
Wilfried Weinke, Hamburg: „Aus dem Dunkel zurück ins Licht“. Die Kinderbuchautorin, Übersetzerin und Literaturagentin Grete Berges.
Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Wo man Bücher verbrennt…“ Verbrannte Bücher, verbannte und ermordete Autoren Hamburgs
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Sonntag, 9. Juni 2013, 18 Uhr
Finissage der Ausstellung "In der Landschaft des Anderen". Papierarbeiten und BookArt. Tita do Rêgo Silva, Hamburg, und Erich Paproth, Berlin
Die Künstler sind anwesend.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, Eintritt frei

Montag, 10. Juni 2013, 16-20 Uhr
Roundtable „Towards a Critical Theory of Transnational Justice”
mit Prof. Dr. Rainer Forst (Goethe-Universität Frankfurt) und den Herausgeberinnen und Herausgebern der Zeitschrift Global Constitutionalism:
• Prof. Dr. Mattias Kumm (WZB Berlin and Humboldt Universität; NYU, New York)
• Dr. Anthony F. Lang Jr. (University of St. Andrews)
• Prof. Dr. Miguel Poiares Maduro (EUI Florence)
• Prof. Dr. James Tully (University of Victoria)
• Prof. Antje Wiener, PhD AcSS (Universität Hamburg)
Moderation: Maximilian Steinbeis
Anmeldung bis 3. Juni per E-Mail an sassan.gholiagha@wiso.uni-hamburg.de
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Dienstag, 11. Juni 2013, 18 Uhr
Portugal - im Angesicht der Krise
Lange Zeit hat Portugal von seinem Eintritt in die EU 1986 profitiert und galt mit einem Wirtschaftswachstum von über 3 % und niedriger Arbeitslosigkeit als Musterbeispiel für andere potenzielle Beitrittsländer.
Ab 2005 und verschärft durch die Finanz- und Wirtschaftskrise zeichnet sich jedoch ein anderes wirtschaftliches und gesellschaftspolitisches Bild ab: Portugal ist nun Krisenland.
Im Rahmen der Veranstaltung wird informiert und diskutiert, wie sich die politische, wirtschaftliche und soziale Situation in Portugal angesichts der Krise darstellt: Welche Veränderungen zeichnen sich hinsichtlich Armut und Arbeitslosigkeit ab? Welche Folgen hat das Spardiktat für unterschiedliche
gesellschaftliche Gruppen und wie stehen Politik und Bevölkerung zur Europäischen Union? Und welche finanzpolitischen Lösungen gibt es jenseits der aktuellen Politik?
Es diskutieren Katharina Fegebank, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen; MdHBü, Sprecherin für Europa und Internationales Cristina Krippahl Portugiesische Journalistin, Bonn, und weitere Gäste.
Eine Kooperationsveranstaltung von umdenken e.V. und europe direct Info-Point Europa und Portugiesisch-Hanseatische Gesellschaft e.V.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Mittwoch, 12. Juni 2013, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Typoeten. Typographische Dichterporträts von Ralf Mauer“
Mit einer Einführung zum „Making of“ der Porträts von Ralf Mauer.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Freitag, 14. Juni 2013, 19 Uhr
Prof. Dr. Eckhardt Köhn, Frankfurt: „An der Fotografie lockt mich das selbstbestimmte Leben“.
Leben und Werk von Rolf Tietgens (1911-1984).
Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Wo man Bücher verbrennt…“ Verbrannte Bücher, verbannte und ermordete Autoren Hamburgs
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Mittwoch, 19. Juni 2013, 18 Uhr
Andocken. Hamburgs Kulturgeschichte 1848 bis 1933
Buchpräsentation des Forschungsverbunds für die Kulturgeschichte Hamburgs.
Dirk Hempel und Ingrid Schröder, die beiden Herausgeber, werden den Band IV der 'Beiträge zur hamburgischen Geschichte' persönlich vorstellen. Franklin Kopitzsch wird in seinem Vortrag die Beiträge zu "Hamburgs Kulturgeschichte" in eine umfassendere Betrachtung über die Metropolregion Hamburgs und ihrer Geschichte einordnen und würdigen.
Zum Inhalt: Im Verlauf des 19. Jahrhunderts verändert sich Hamburg mit bislang unbekannter Dynamik. An Elbe und Alster wächst eine europäische Großstadt heran, ein Zentrum der deutschen Wirtschaft und des Welthandels, eine bedeutende Stadt der Künste und Wissenschaften. Der technische Fortschritt begleitet die Urbanisierung. Reedereien, Schiffbau, Auswanderung
prosperieren. Kulturelle und soziale Institutionen und Orte entstehen: Museen, Konzerthäuser und Kinos, aber auch Krankenhäuser, Sportstätten und Parks. Das Stadtbild wandelt sich und mit den politischen, ökonomischen, technischen und sozialen Veränderungen auch das Leben der Menschen in der modernen Metropole.
Die Vielfalt des Wandels ist das Thema der 35 Aufsätze des Sammelbands. Sie bieten erstmals ein vielschichtiges Panorama der Kulturgeschichte Hamburgs zwischen der bürgerlichen Revolution von 1848 und dem Ende der Weimarer Republik.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 20. Juni 2013, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung: Im Spiegel seiner Bibliothek: der Polarforscher Georg von Neumayer (1826-1909). Eine Ausstellung der Pfälzischen Landesbibliothek
Begrüßung: Prof. Dr. Gabriele Beger, Direktorin der Bibliothek
Einführung in die Ausstellung: Dr. Armin Schlechter, Pfälzische Landesbibliothek, Speyer
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Freitag, 21. Juni 2013, 19 Uhr
Prof. Dr. Gabriele von Glasenapp, Frankfurt: „Wir jungen Juden“. Leben und Werk des Hamburger Schriftstellers Cheskel Zwi Kloetzel.
Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Wo man Bücher verbrennt…“ Verbrannte Bücher, verbannte und ermordete Autoren Hamburgs
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 27. Juni 2013, 18.15 Uhr
Meike Böge, Universität Hamburg: Teobert Maler - Passion und Schicksal. Lebensgeschichte eines Maya-Forschers
Teobert Maler wurde 1842 in Rom als Sohn deutscher Eltern geboren. Nach dem Studium der Baukunst und des Ingenieurwesen in Karlsruhe zog es den 23-Jährigen nach Österreich. Dort nahm er die österreichische Staatsbürgerschaft an und ging mit dem Freiwilligenkorps unter Kaiser
Maximilian von Habsburg nach Mexiko. Nachdem der Kaiser hingerichtet und die österreichische Intervention beendet wurde, beschloss Maler - trotz großer Unruhen - in seiner neuen Wahlheimat zu bleiben. Fortan widmete er sein Leben der Maya-Forschung. Ihm sind herausragende Fotografien und
die Wiederentdeckung zahlreicher Ruinen zu verdanken. Noch heute werden seine Aufzeichnungen und Aufnahmen als Grundlage für Forschungen zur mesoamerikanischen Geschichte genutzt.
Wer war dieser Reisende? Was waren seine Beweggründe seine Heimat zu verlassen? Was ist sein Vermächtnis für die letzten und kommenden Generationen?
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Freitag, 28. Juni 2013, 19 Uhr
Wilfried Weinke, Hamburg: „Der Emigrant - Patriot oder Verräter?“ (Film von Wolf Littmann).
Anmerkungen zum Film, seinem Autor und dem zeitgeschichtlichen Hintergrund.
Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Wo man Bücher verbrennt…“ Verbrannte Bücher, verbannte und ermordete Autoren Hamburgs
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Sonnabend, 29. Juni 2013, 15.30 Uhr
Führung durch das neu gestaltete Informationszentrum der Bibliothek
im Rahmen des "Tages der Architektur und Ingenieurbaukunst 2013" (29. und 30. Juni 2013) mit der Direktorin der Staats- und Universitätsbibliothek, Prof. Dr. Gabriele Beger, und der Architektin Beate Kirsch von artandarchitecture.
Veranstaltet von der Hamburgischen Architektenkammer und der Hamburgischen Ingenieurkammer Bau. Teilnahme nur nach schriftlicher Anmeldung. Begrenzte Teilnehmendenzahl. Programmheft erhältlich bei der Hamburgischen Architektenkammer, Grindelhof 40. www.akhh.de
Treffpunkt: Informationszentrum, 1. Etage


Mai 2013

Im Mai 2013


Aus der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung: Exponat des Monats Mai: Johann Moritz Rugendas: Voyage pittoresque dans le Brésil: mit 100 Tafeln, Paris 1835
Begleitend zur aktuellen Ausstellung wird als Exponat des Monats die „Malerische Reise in Brasilien“ des deutschen Malers Johann Moritz Rugendas (1802-1848) gezeigt, die sich im Besitz der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung befindet. Rugendas hielt sich als Reisezeichner für eine naturkundliche Expedition von 1822 bis 1825 in Rio de Janeiro und der Provinz Minais Gerais auf.
Nach seiner Rückkehr lernte er in Paris Alexander von Humboldt kennen, der seine Zeichnungen und Aquarelle sehr schätzte. Mit dessen Unterstützung entstanden zwischen 1827 und 1832 eine deutschsprachige und eine französische Ausgabe der „Voyage pittoresque“, die Rugendas international bekannt machten. Das Werk ist eines der ersten, die das europäische Publikum über das unabhängige Brasilien informierten.
Die Linga-Bibliothek, die sich im Altbau der Stabi befindet, verfügt neben aktueller Forschungsliteratur zu Lateinamerika u.a. über eine umfangreiche Sammlung reich illustrierter Reisebeschreibungen aus dem 19. Jahrhundert, darunter auch viele Humboldt-Ausgaben.
Die Sondersammlungen zeigen jeden Monat ein originales Sammlungsstück im Ausstellungsraum (nur bei laufender Ausstellung). Auf der Stabi-Website werden sie in einer stetig wachsenden Online-Ausstellung präsentiert: http://bit.ly/expodm.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, Eintritt frei.

VERANSTALTUNGEN
Mittwoch, 8. Mai 2013, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 8. Mai 2013, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung: "Landschaften". Papierarbeiten und Bookart.
Tita do Rêgo Silva, Hamburg, und Erich Paproth, Berlin

Begrüßung: Dr. Marlene Grau
Einführung in die Ausstellung: Stefan Bartkowiak. Die Künstler sind anwesend.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Dienstag, 14. Mai 2013, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.

Dienstag, 14. Mai 2013, 19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Wo man Bücher verbrennt…“ Verbrannte Bücher, verbannte und ermordete Autoren Hamburgs
Begrüßung: Prof. Dr. Gabriele Beger, Direktorin der Bibliothek
Grußwort: Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Wissenschaft und Forschung
Grußwort: Dr. Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland
Einführung in die Ausstellung: Wilfried Weinke
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Um Anmeldung wird gebeten: grau@sub.uni-hamburg.de

Mittwoch, 15. Mai 2013, 18 Uhr
Arne Offermanns: ‚Die Wissenschaft mit dem Leben verknüpfen‘ – Hans Wolffheim, Begründer der Hamburger Exilliteraturforschung
Der Literaturwissenschaftler, -kritiker und Autor Hans Wolffheim (1904–1973) erhielt bereits 1933 den Doktortitel, konnte aber – im NS-Staat als „Mischling ersten Grades“ verfolgt – erst ab 1945 an der Universität Hamburg arbeiten. In den 1950er- und 1960er-Jahren setzte er sich an der Schnittstelle von Wissenschaft und Öffentlichkeit für umstrittene Gegenwarts- und Exilautoren ein, als das einer universitären Karriere noch hinderlich war. Gegen Ende seines ungewöhnlichen Lebensweges begründete er 1970/71 die Arbeitsstelle für deutsche Exilliteratur der Universität Hamburg.
Arne Offermanns, Germanist und Träger des Joseph-Carlebach-Preises der Universität Hamburg, promoviert zu dem vergessenen Dichter Ernst Lissauer.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Konferenzraum, 2. Etage, Eintritt frei

Mittwoch, 29. Mai 2013, 18 Uhr
Dr. Anna-Maria Götz: „Auf Friedhofsdauer“ – Grabinszenierungen des hamburgischen Bürgertums um 1900
Als sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Familiengrab als neuer Grabtypus etablierte, begann das aufstrebende Bürgertum, seine Grabmäler wie repräsentative Denkmäler „auf Friedhofsdauer“ zu inszenieren. Ausgehend vom Friedhof Ohlsdorf – dem größten Friedhof Europas – wird das Phänomen der weiblichen Grabplastiken vorgestellt, das im bürgerlichen Selbstverständnis um 1900 eine vielschichtige Rolle spielte. Mit Verweisen auf weitere europäische Städte wie Paris, Wien, Genua oder München lässt sich zeigen, dass Grabmäler nicht nur als Zeugnisse der zeitgenössischen Kunstgeschichte und Denkmalkultur zu verstehen sind – sie haben vielmehr das Potenzial, neue Einblicke in die Wechselwirkungen von Sozial- und Wirtschaftsgeschichte zu bieten.
Anna-Maria Götz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Universität Hamburg, promovierte mit einer interdisziplinären Untersuchung zur europäischen Trauerkultur.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 30. Mai 2013, 18.15 Uhr
Markus Poócza (M.A.), Universität Hamburg: Moderne Sklaverei oder neue Freiheit? Yukatekische Mayas und die Touristenmetropole Cancún
Mit dem Bau der Touristenstadt Cancún begann 1970 auf der Halbinsel Yukatan eine neue Ära. Die zuvor spärlich besiedelte und landwirtschaftlich geprägte Region entwickelte sich durch Cancún und folgende tourismusindustrielle Großprojekte in die primäre massentouristische Destination Mexikos.
Diese Entwicklung hatte nachhaltige Auswirkungen auf die yukatekischen Mayas, die bis dahin auf subsistenzwirtschaftlicher Basis im Landesinneren gesiedelt hatten. Auf der Suche nach Lohnarbeit migrierten viele von ihnen in die entstehenden touristischen Zentren, es entstanden Stadt-Land-Netzwerke, durch die auch das Leben direkt in den Dörfern verändert wurde. Innerhalb dieser drastischen Veränderungsprozesse werden die Maya häufig lediglich als »Opfer« der übergeordneten Entwicklungen gesehen – eine Perspektive, die es in diesem Vortrag zu korrigieren gilt.
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


April 2013

Im April 2013

Aus der Handschriftensammlung: Exponat des Monats April
Geschichte der Römer (Historiae romanorum) Rom, um 1280.

Zu den größten Kostbarkeiten der SUB Hamburg gehört die kleinformatige Handschrift mit der Schilderung der „Geschichte der Römer“, die in Rom in den Jahren um 1280 gefertigt wurde und über die Sammlung Zacharias Konrad von Uffenbach in die SUB kam, Signatur: Cod. in scrin. 151.
Von den insgesamt nur vier erhaltenen Handschriften mit diesem Text ist die Hamburger Handschrift die einzige mit einem Bilderzyklus. Insgesamt 83 Buchmalereien höchster Qualität schildern Episoden aus der römischen Geschichte.
Ausgewählt für das Exponat des Monats ist eine Doppelseite, die Szenen aus dem Leben des Papstes Silvester und des Kaisers Konstantin des Großen zeigt: Die Taufe des Kaisers und seine dadurch erfolgte Heilung von der Lepra, die sog. ‚Konstantinische Schenkung‘ und der Einsatz des Kaisers beim Bau der von ihm initiierten Basiliken St. Peter und St. Paul in Rom.
Die Sondersammlungen zeigen jeden Monat ein originales Sammlungsstück im Ausstellungsraum (bei laufender Ausstellung). Auf der Stabi-Website werden sie in einer stetig wachsenden Online-Ausstellung präsentiert: http://bit.ly/eJAFMV.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, Eintritt frei.

VERANSTALTUNGEN

Mittwoch, 3. April 2013, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dienstag, 9. April 2013, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.

Dienstag, 23. April 2013, 19 Uhr
Vattenfall-Lesetage: Lesung Lore Maria Peschel-Gutzeit: "Selbstverständlich gleichberechtigt. Eine autobiographische Zeitgeschichte"
Die Hamburger kennen Lore Maria Peschel-Gutzeit vor allem als frühere Justizsenatorin der Hansestadt. Gerechtigkeit war für die heute 80-Jährige beruflich stets ebenso lebensbestimmend wie privat. Darüber erzählt die Juristin und Politikerin jetzt in einer autobiographischen Zeitgeschichte. Sie
zeigt auf, was sie in ihrem Leben erlebt, wie sie sich eingemischt und gekämpft hat. Und sie macht deutlich, dass die Gleichberechtigung der Frauen trotz großer Fortschritte auch heute noch immer nicht selbstverständlich ist.
Karten 7 EUR, Reservierung unter www.vattenfall.de/lesetage, an allen bekannten Vorverkaufsstellen
oder unter Tel.: 01805 969 000 123
Ort: Lichthof im Altbau der Staats- und Universitätsbibliothek, Hamburg, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee

Mittwoch, 24. April 2013, 18 Uhr
PD Dr. Frank Bajohr: Hamburg und das „Dritte Reich“. Rückblick und Ausblick
In den letzten Jahrzehnten ist kaum ein Aspekt nationalsozialistischer Herrschaft in Hamburg unerforscht geblieben. Teilweise haben regionalgeschichtliche Arbeiten über Hamburg sogar die NSForschung
insgesamt paradigmatisch beeinflusst. Der Vortrag bilanziert den Ertrag vergangener „Aufarbeitung“ und fragt zugleich nach künftigen Forschungsfeldern und Perspektiven, die bislang nur unzureichend behandelt worden sind.
PD Dr. Frank Bajohr, hat Geschichte und Sozialwissenschaften an der Universität Essen studiert und ist seit 1989 als Historiker an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und als Privatdozent am Historischen Seminar der Universität Hamburg tätig.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 25. April 2013, 18.15 Uhr
Dr. Wiebke von Deylen: Zwischen Hamburg und Mexiko, Macht und Mesoamerikanistik. Der Kaufmann Carlos Linga und die Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung
Wie kam ein junger Kaufmannsgehilfe aus einer Ottensener Arbeiterfamilie Ende des 19. Jahrhunderts nach Mexiko und wurde zum Freund eines späteren Präsidenten? In welcher Weise bewirkte die „große Weltgeschichte“ im Kleinen, dass Carlos Linga sich in Mexiko-Stadt der Geschichte seiner Wahlheimat im Allgemeinen und den indigenen Kulturen im Besonderen widmete? Und wie entstand aus diesem Interesse eine komplette Bibliothek zu Lateinamerika, die sich nun in Hamburg auf dem Campus der Universität befindet? Diese und andere Fragen rund um das ungewöhnliche Leben eines ganz gewöhnlichen Hamburgers werden in dem Vortrag von der Leiterin der Linga-Bibliothek
beantwortet und mit zahlreichen Abbildungen und zeitgenössischen Fotos aus Mexiko illustriert.
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, erste Etage, Eintritt frei.


März 2013

Im März 2013

Aus der Musiksammlung: Exponat des Monats März: Johann Mattheson: Oratorium „Christi Wunder-Wercke bey den Schwachgläubigen“ (Hamburg 1719)
Seit 1998 der Schatz von ca. 40 eigenhändigen Partituren der Werke des Hamburger Komponisten Johann Mattheson nach einer 50-jährigen kriegsbedingten Odyssee über Sachsen, Russland und Armenien in die Hamburger Staatsbibliothek zurückgekehrt ist – dorthin (damals noch Stadtbibliothek) hatte ihn Mattheson 1764 gegeben –, werden diese Werke langsam aber stetig wiederentdeckt.
Furore machten vor allem die 2005 in Hamburg (konzertant) und Boston (szenisch) uraufgeführte Oper „Boris Goudenow“ und das 2009 auf CD eingespielte Weihnachtsoratorium „Das größte Kind“ (1720).
Zu den noch wiederzuentdeckenden Kompositionen zählt auch unser Exponat des Monats, das zugleich am 25./26. März im Rahmen eines Lichthofkonzertes (s. unten) erstmals wiederaufgeführt wird. Bei dem 1719 entstandenen Oratorium „Christi Wunder-Wercke bey den Schwachgläubigen“
handelt es sich um eine textlich und musikalisch spannende Ausdeutung der biblischen Erzählung von Jesus und den Fischern um Simon Petrus am See Genezareth (Lukas 5, 1–11). Neben Jesus und Simon Petrus selbst kommen allegorische Figuren wie die Göttliche Vorsehung, das Vertrauen und
der Glaube zu Wort. Reflektiert werden Themen wie Gottvertrauen, Zuversicht und Glaube an Gott in der Not.
Die Sondersammlungen zeigen jeden Monat ein originales Sammlungsstück im Ausstellungsraum (bei laufender Ausstellung). Auf der Stabi-Website werden sie in einer stetig wachsenden Online-Ausstellung präsentiert: http://bit.ly/eJAFMV.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, Eintritt frei.

VERANSTALTUNGEN

Dienstag, 5. März 2013, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.

Mittwoch, 6. März 2013, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sonnabend, 9. März 2013, 18-21 Uhr
Wettbewerb der Wissenschaftskommunikation: FameLab Hamburg 2013
Unter dem Motto „Talking Science“ findet FameLab, der internationale Wettbewerb der Wissenschaftskommunikation, zum dritten Mal in Hamburg statt. Jede/r Kandidat/in hat drei Minuten Zeit, Jury und Publikum mit einer unterhaltsamen Präsentation seiner Forschung zu überzeugen. Die
Erst- und Zweitplatzierten erhalten eine Siegerprämie, nehmen an der zweitägigen Masterclass in Berlin teil und reisen zum Deutschlandfinale. Am Ende kann sogar die Teilnahme am internationalen Finale in Großbritannien stehen. Anmeldungen für Kandidatinnen und Kandidaten auf der Bühne
sowie Reservierungen für Besucherinnen und Besucher unter 42838-7592 oder
gaby.gahnstroem@uni-hamburg.de
FameLab Highlights auf einen Klick: http://www.famelab-germany.de/videos12_final.htm
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee

Dienstag, 19. März 2013, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Helmut Heißenbüttel: Literatur für alle“
Mit einer Einführung von Lutz Dittrich, Literaturhaus Berlin, und Dr. Johanna Boley, Freie Universität Berlin
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Mittwoch, 20. März 2013, 18 Uhr
Dr. Uwe Lohalm: Die Hamburger Sozialverwaltung als Verfolgungsinstitution 1933 bis 1945
Die nationalsozialistische Fürsorge unterwarf Teile der deutschen Bevölkerung einem fortschreitenden Prozess der Marginalisierung und Ausgrenzung. Sogenannte Erbminderwertige, Gemeinschafts- und Rassenfremde wurden minder versorgt, zur Pflichtarbeit gepresst, in Teilen ausgeschlossen,
zwangssterilisiert oder in den Tod geschickt. Der Vortrag weist auf, in welcher Weise die Hamburger Sozialverwaltung an diesem Verfolgungsprozess beteiligt war und mitwirkte an der Umsetzung einer von eugenischer Utopie, rigorosem Utilitarismus und ideologischem Rassenwahn geprägten Wohlfahrtspolitik.
Dr. Uwe Lohalm, Autor der Studie „Völkische Wohlfahrtsdiktatur“, der ersten grundlegenden Gesamtdarstellung der Hamburger öffentlichen Wohlfahrtspolitik im „Dritten Reich“, war bis 2004 Wissenschaftlicher Direktor an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Montag, 25. März, und Dienstag, 26. März 2013, jeweils 19 Uhr
Konzert: Der verlorene und wiedergefundene Amor. Werke von Mattheson und Telemann
Erste Wiederaufführung einiger verlorener und wiedergefundener Werke aus den Beständen der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek:
Johann Mattheson: Hochzeits-Serenata „Der verlorene und wiedergefundene Amor“ Johann Mattheson: Oratorio „Christi Wunder-Wercke bey den Schwachgläubigen“ Georg Philip Telemann: Lateinische Vokalquartette für das Altonaer Christianeum.
Hochzeits-Serenata: Die in den Mittelpunkt der Handlung gestellte Göttin Venus (gesungen von der iranischen Sopranistin Sheida Damghani) verliebt sich während der Suche nach ihrem Sohn Amor in den Gott Bacchus (gesungen von dem israelischen Altus Alon Harari). In Matthesons Hochzeitsserenate aus dem Jahre 1719 seinerzeit aufgeführt in Gegenwart des Holstein-Gottorfischen
Herzogs Carl Friedrich, verwandelt sich der Lichthof der Staatsbibliothek in „Holsteins Lust-Reviere“.
Das Oratorio dagegen erzählt mit Hilfe diverser allegorischer Figuren und virtuoser Chöre die biblische Geschichte vom reichen Fischfang.
Die Lateinischen Vokalquartette jubeln zum Geburtstag des dänischen Königs Friedrich V, zu dessen Reich Altona damals gehörte.
Eine Veranstaltung des Ensembles barockwerk hamburg in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Eintritt: 20 €, Ermäßigung: 50% für Schüler und Studenten
Kartenvorverkauf: Konzertkasse Gerdes, Tel.: 040–45035060, Abendkasse
Ort: Lichthof im Altbau der Staats- und Universitätsbibliothek, Hamburg, Eingang Edmund-Siemers- Allee / Ecke Grindelallee

Dienstag, 26. März 2013, 18 Uhr
Einführungsvortrag zum Konzert „Der verlorene und wiedergefundene Amor“
Der Leiter der Sondersammlungen der Staatsbibliothek, Dr. Jürgen Neubacher, führt in die Werke sowie ihre musik- und lokalgeschichtlichen Hintergründe ein. Dazu werden die Abschriften der Telemann-Quartette (Altona, um 1750) sowie die eigenhändigen Manuskripte der Matthesonschen Werke (Hamburg 1719) präsentiert.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 28. März 2013, 18.15 Uhr
Vortrag von Dirk Tiemann: Herrschaftslegitimation in Tikal und Copán in der Maya-Klassik
In den beiden Gesellschaften der Maya-Zentren Copán und Tikal entwickelte sich während der frühklassischen Zeit (4. und 5. Jh. n. Chr.) eine besondere Art der Herrschaftslegitimation. Die Herrscher K´inich Yax K´u´k Mo´ und Yax Nuun Ahiin gründeten nicht nur neue dynastische Linien, sondern propagierten – mittels der Verwendung nicht-heimischer Symbole – einen „fremden“
Ursprung und Verbindungen zu diesem. Deren Wurzeln lassen sich scheinbar ins zentralmexikanische Zentrum Teotihuacan zurückführen. Bei näherer Betrachtung jedoch erscheinen solche eindeutigen Ursprünge fragwürdig. Es lässt sich aber durchaus zeigen, dass die benutzten „fremden“ Symbole ihrem ursprünglichen Kontext entnommen wurden, um sie der eigenen Maya-
Vorstellungswelt zuzuführen.
Dieser Vortrag gibt einen Einblick in die Vorstellungs- und Ideenwelt der Gesellschaften Copáns und Tikals im Bezug der Herrschaftslegitimation während der Maya-Klassik.
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei


Februar 2013

Im Februar 2013

Februar 2013
Aus dem Projekt NS-Raubgut: Exponat des Monats Februar
Woldemar Oskar Döring: Psychoanalyse und Individualpsychologie. Lübeck: Colemann, 1928.

Am 12.2.1943 wird unter der Zugangsnummer 1943/1792 das Buch Psychoanalyse und Individualpsychologie von Woldemar Oskar Döring eingetragen und erhält die Signatur A 1946/45129.
Es ist nur eines von vielen Büchern, die an diesem Tag als ‚Geschenk‘ der Geheimen Staatspolizei im Zugangsbuch der SUB verzeichnet werden und stammt aus dem Besitz der Hamburger Jüdin Marie May Reiss, die zusammen mit ihrer Tochter Ingeborg nach Auschwitz deportiert wird. Alles, was von
ihrem Haushalt noch übrig geblieben ist, wird beschlagnahmt und versteigert. Marie May Reiss, ihre Tochter Ingeborg und ihr Sohn Rudolf werden in Auschwitz ermordet. Nicht viel ist geblieben, was an sie erinnert – 4 Bücher mit ihrem Namenszug sind im Bestand der Stabi erhalten.
Die Sondersammlungen zeigen jeden Monat ein originales Sammlungsstück im Ausstellungsraum (nur bei laufender Ausstellung). Auf der Stabi-Website werden sie in einer stetig wachsenden Online-Ausstellung präsentiert: bit.ly/eJAFMV.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, Eintritt frei.

VERANSTALTUNGEN

Freitag, 1. Februar 2013, 18 Uhr
Gründungstreffen des Freundeskreises der Homöopathischen Bibliothek Hamburg
Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) gibt Ende 2013 seine Trägerschaft für die Homöopathische Bibliothek Hamburg auf. Aus diesem Grund muss eine neue Form der Finanzierung und Organisation gefunden werden.
Die Bibliothek soll zukünftig innerhalb der gemeinnützigen Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) selbstständig geführt werden. Die Gründungsmitglieder des Freundeskreises der HBH arbeiten derzeit an der Umsetzung. Wir suchen weiterhin Mitglieder, die sich durch Jahresbeiträge an der Grundfinanzierung der HBH beteiligen. Darüber hinaus wollen wir
Sponsoren finden, die wichtige Projekte und Sonderausgaben ermöglichen, sowie Interessierte, die sich personell in die Arbeit einbringen.
Auf der Gründungsveranstaltung stellt die Planungsgruppe Konzepte zur Standorterhaltung vor und erläutert Ideen zur effizienteren Nutzung der Bibliothek für Forschung und Praxis.
Sie sind herzlich willkommen, uns in jeglicher Form zu unterstützen und mitzuwirken. Informationen zur Bibliothek auf: www.hombib.de
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Mittwoch, 6. Februar 2013, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen
zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dienstag, 12. Februar 2013, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.

Donnerstag, 14. Februar 2013, 18.15 Uhr
Vortrag von Christian Brückner: Wände der Erinnerung - Der Freskenzyklus des mexikanischen Muralisten Xochitiotzin im Regierungspalast von Tlaxcala
Diego Rivera, David Alfaro Siqueiros und José Clemente Orozco gelten als die Hauptvertreter des mexikanischen muralismo. In ihren murales, ihren Wandmalereien, schildern die Künstler die wechselvolle Geschichte Mexikos von der vorspanischen Zeit und vom Fall der aztekischen Metropole
Tenochtitlan im Jahre 1521 durch die spanischen Eroberer unter Hernan Cortés bis hin zur Revolution im frühen 20. Jahrhundert. Neben weiteren Muralisten wie etwa Juan O´Gorman und Alfredo Zalce ist Desiderio Hernández Xochitiotzin zu nennen. Maestro Desiderios Hauptwerk im Palacio de Gobierno
in Tlaxcala zeichnet die Geschichte seiner Vorfahren auf einem gewaltigen und farbenprächtigen Freskenzyklus von der präkolumbischen Ära bis zur mexikanischen Unabhängigkeit nach.
Anders aber als die übrigen Künstler hebt Xochitiotzin besonders die Rolle der Tlaxcalteken bei der Eroberung und ihren Beitrag für die Entstehung einer mexikanischen Nation hervor. Dabei nutzte er, ebenso wie seine künstlerischen Kollegen, prägnante vorspanische Motive und Symbole zur Veranschaulichung der mexikanischen Geschichte. Gleichzeitig aber reinterpretierte er deren
Arbeiten, insbesondere die Wandmalereien von Rivera in Mexiko-Stadt und in Cuernavaca.
Der Vortrag gibt anhand ausgewählter Beispiele eine Einführung in den Muralismus und die präkolumbische Ikonographie und widmet sich anschließend dem Freskenzyklus des mexikanischen Künstlers und Historikers Xochitiotzin aus Tlaxcala.
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Mittwoch 27. Februar 2013, 18 Uhr
Inka Le-Huu: Anton Rée, ein Kämpfer für die sociale Emanzipation der Juden. Jüdischchristliche Begegnungen im Hamburger Bürgertum
Anton Rée (1815–1891) hat sich Zeit seines Lebens für die Emanzipation der Juden eingesetzt. Sein Engagement galt dabei besonders der „socialen Emanzipation“. Darunter verstand man im 19. Jahrhundert die gleichberechtigte Teilhabe der Juden an allen Gesellschaftsbereichen. Dafür stritt Anton Rée als Pädagoge, Publizist, Politiker und Vereinsgründer. Mit welchen Anliegen konnte er sich durchsetzten und wo stieß er auf Widerstand? Das Wirken von Anton Rée gibt Aufschluss über die Aushandlungsprozesse, die um die Partizipation von Juden am öffentlichen Leben geführt wurden.
Inka Le-Huu, Historikerin, arbeitet an einem Promotionsvorhaben zur „Socialen Emanzipation der Juden“. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Universitätskolleg der Universität Hamburg.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 28. Februar 2013, 16-24 Uhr
Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten
„Mit der Hausarbeit werde ich nie fertig!“ oder „Wie fange ich bloß an?“ – solchen Stoßseufzern setzen wir die „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ entgegen.
Studierende der Universität Hamburg können am 28. Februar 2013 in der Staats- und Universitätsbibliothek von 16-24 Uhr in lockerer Atmosphäre konzentriert an ihren persönlichen Arbeiten schreiben – gemeinsam mit anderen, denen es genauso ergeht.
Fragen rund um das akademische Schreiben beantworten Schreibberaterinnen und -berater der Schreibwerkstatt Mehrsprachigkeit, MitarbeiterInnen der Zentralen Studienberatung und Psychologischen Beratung sowie der Schreibwerkstatt Geisteswissenschaften und des Schreibzentrums der EPB. Bei Fragen zur Literaturverwaltung in Citavi (Wissensorganisation; Literaturverzeichnis) unterstützen Sie MitarbeiterInnen der SUB. In Workshops geben wir praktische Tipps zu Themen wie: Anfangen, Wissenschaftssprache, Umgang mit Fachliteratur, Literaturverzeichnis, Schreibtechniken, Überarbeiten, Schreibblockaden überwinden. Für Entspannung und Spaß sorgt der Hochschulsport.
Leitung: Dr. Dagmar Knorr (Schreibwerkstatt Mehrsprachigkeit) und Bettina Niebuhr (Zentrale Studienberatung und Psychologische Beratung)
Die „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ ist eine gemeinsame Veranstaltung der Universität Hamburg und der Staats- und Universitätsbibliothek.
Anmeldung unter: www.uni-hamburg.de/sus
Ort: Diverse Räume der Staats- und Universitätsbibliothek, s. Plakataushang


Januar 2013

Im Januar 2013

Aus der Musiksammlung: Exponat des Monats Januar
Thomas Selle: Motette „Videntes stellam magi“ a 14 (Hamburg nach 1641).
Tabulatur aus Selles handschriftlicher Werksammlung Opera omnia.
2013 jährt sich zum 350. Mal das Todesjahr des am 2. Juli 1663 in Hamburg verstorbenen städtischen Kantors Thomas Selle. Der aus Zörbig in Sachsen stammende und von den Leipziger Thomaskantoren Sethus Calvisius sowie Johann Herman Schein ausgebildete Komponist wirkte ab 1641 als Kirchenmusikdirektor in Hamburg. Als Reformator der Hamburger Kirchenmusik trug er wesentlich zu deren Aufblühen um die Mitte des 17. Jahrhunderts bei.
1659 und 1663 stiftete Selle seine private Musikbibliothek mit rund 380 Musikdrucken des 16. und 17. Jahrhunderts sowie seinen kompositorischen Nachlass der Hamburger Stadtbibliothek, womit der Grundstock für die Musiksammlung der heutigen Staats- und Universitätsbibliothek gelegt wurde. Aus den knapp dreihundert Kompositionen Selles (darunter Passionsmusiken, Geistliche Konzerte, Psalmvertonungen und Lieder) wurde als Exponat des Monats die für das Fest der Heiligen drei Könige am 6. Januar bestimmte Motette „Videntes stellam magi“ (‚Als die Weisen den Stern sahen‘) ausgewählt.
Die Sondersammlungen zeigen jeden Monat ein originales Sammlungsstück im Ausstellungsraum (nur bei laufender Ausstellung). Auf der Stabi-Website werden sie in einer stetig wachsenden Online-Ausstellung präsentiert: bit.ly/eJAFMV.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, Eintritt frei.

VERANSTALTUNGEN

Mittwoch, 2. Januar 2013, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Freitag, 4. Januar 2012, 18.15 Uhr
Vortragsabend im Rahmen der Ausstellung „Hans Wolffheim (1904-1973)“
Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma:
Hans Wolffheims Buch über den Dichter und Aufklärer Wieland
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 17. Januar 2013
Eröffnung der Ausstellung Treffpunkt Tante Clara: „Hamburgs Sphinx“ - Ein Mikrokosmos kulturellen Lebens 1928-1944
Begrüßung: Prof. Dr. Gabriele Beger
Einführung in die Ausstellung: Nele Lipp
Die Moritat: Hanns-Werner Heister
Aufführung der Moritat "Tante Clara - Hamburgs Sphinx" (Gitarre: Dieter Kindler, Akkordeon: Klaus Lüers, Bildtafel: Norman Glanzel)

Sonnabend, 19. Januar 2013, 9.30 bis 17.30 Uhr
Zum aktuellen Forschungsstand in der Homöopathie
Fortbildungsveranstaltung der Gesellschaft Homöopathischer Ärzte
u.a. mit einem Vortrag von Dr. Rainer Lüdtke: „Wirkung, Wirksamkeit, Placebo - Zum Stand der Forschung in der Homöopathie“
Dr. Lüdtke ist Dipl. Statistiker und Stellvertretender Leiter Wissenschaftsstiftungen, DSZ – Deutsches Stiftungszentrum im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Essen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage
Anmeldung u. nähere Infos: Dr. med. Ute Maria Buttgereit, info@dr-buttgereit.de

Dienstag, 22. Januar 2013, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5857.