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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Veranstaltungen 2012

Veranstaltungen 2012

Dezember 2012

Im Dezember 2012

Sonnabend, 1. Dezember 2012
elbcanto: To be sung...
Das Ensemble elbcanto gibt musikalische Antworten auf existenzielle Fragen:
„Die Tage gehen weiter, gleich drei schönen Frühlingstagen. Kalt ist der Abendhauch, und alles ist wie immer (Verwüstung und Trümmer). Der Tod stiehlt durch die Tür beide, Junge und Alte, er hält gefangen des Lichtes Schein. Aber: Über meinem Bett singt die junge Nachtigall von lauter Liebe...“
Zu hören sind Kompositionen von u.a. Delius, Tormis, Mäntyjärvi, Cornelius und Kuckuck. Ziel der musikalischen Zusammenarbeit des Ensembles ist eine intensive Auseinandersetzung mit den Werken. In ihrer Probenarbeit befassen sich die Musiker mit verschiedenen, durchaus auch widersprüchlichen Interpretationsmöglichkeiten, die auf den Ideen der einzelnen Mitglieder basieren.
elbcanto arbeitet seit seiner Gründung ohne Dirigenten. Das Ensemble gewann 2009 den Landeschorwettbewerb in Hamburg und wurde beim Deutschen Chorwettbewerb 2010 mit dem Sonderpreis für die beste Volksliedinterpretation ausgezeichnet.
Eintritt 12 EUR / 4 EUR
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee

Dienstag, 4. Dezember 2012, 18.30 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „20+6. Obdachlosigkeit hat jedes Gesicht“
Es sprechen die Fotografin Ann-Kathrin Kampmeyer und Andrea Hniopek von der „Wohnungslosenhilfe“
Ort: Gang zum Lichthof im Altbau, 1. Etage, Eintritt frei

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 9-19 Uhr
Schönster Bücherflohmarkt Hamburgs
Wie jedes Jahr verkauft die Staatsbibliothek wieder Bücher in ihrem schönen LICHTHOF im Altbau. In seiner schönen Atmosphäre kann man ausgiebig nach Schätzen für das eigene Bücherregal oder nach Weihnachtspräsenten suchen: Fachbücher aller Wissensgebiete (mit Schwerpunkt Geisteswissenschaften) sowie Unterhaltsames aus der Belletristik, Reiseführer, Kinderbücher und
Ratgeber werden zu moderaten Preisen zwischen einem und zehn Euro angeboten. Es handelt sich dabei um Dubletten zum Bestand der Bibliothek, die uns aus Geschenkzugängen erreicht haben. Wie jedes Jahr gibt es eine Höchstgrenze von 10 Bänden pro Käufer, ausgenommen mehrbändige Werke.
Der Erlös aus dem Buchverkauf wird zum Kauf von aktueller Literatur für die Bibliothek verwendet und hilft so, unseren Buchbestand aktuell und attraktiv für unsere Benutzer zu halten.
Sie sind herzlich eingeladen zum Stöbern, Schmökern und Kaufen!
Ort: Lichthof im Altbau, Zugang über das Hauptgebäude

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 18 Uhr
Filmabend: Einfach Esther – Eine Eppendorfer Lebensgeschichte.
Von Richard Haufe-Ahmels
Der Dokumentarfilm von Richard Haufe-Ahmels (60 Min.) schildert aus der Sicht eines Jugendlichen den Umgang und die Auseinandersetzung mit der Geschichte Esther Bauers, der Tochter der in Auschwitz ermordeten jüdischen Ärztin Marie Jonas aus Hamburg. Der Film zeigt Esther Bauer im
Zeitzeugengespräch, in ihrer alten Wohnung in Hamburg und in ihrer neuen Heimat New York. Durch Interviews mit Freunden, Autoren, Historikern und Jugendlichen lernt man ihre Persönlichkeit auf ganz verschiedenen Ebenen kennen und erhält einen Einblick in ihren Umgang mit der Vergangenheit.
Der junge Filmemacher Richard Haufe-Ahmels wurde 2011 für diesen Film beim Schüler-Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Im Januar 2012 erhielt er den Bertini-Preis 2011.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 18.15 Uhr
Felix Kupprat (Universidad Nacional Autónoma de México)
"Bürgerkrieg, Mayanisierung und Ökotourismus: Vergangenheitsbewältigung und - konstruktion in Río Negro, Guatemala“
Río Negro ist eine von vielen Gemeinden Guatemalas, die in den 1980er-Jahren in geplanten Aktionen des guatemaltekischen Militärs ausgelöscht wurden. Die Gewalt des Bürgerkriegs ist heute Thema des vielseitigen Diskurses der Überlebenden, welcher kulturelle, rechtliche und ökonomische Aspekte aufweist.
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Dienstag, 11. Dezember 2012, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5846.

Mittwoch, 12. Dezember 2012, 18 Uhr
Jürgen Bruhn: „Die Herrschaft der Kinder“ Eine autobiografische Erzählung aus der Chaoszeit 1945-1947.
Lesung und Buchvorstellung des 4. Bandes unserer Reihe „Kindheitserinnerungen“
»Als Horst Hansen seiner Mutter mitteilte, dass die Ausgebombten auf der Ahrensburger Straße nach Hamburg zurückmarschierten, war es schon Mitte Juni 1945.« So beginnt die Erzählung Jürgen Bruhns, der mit seiner Familie 1943 in Altona ausgebombt wurde und den Krieg in Meiendorf überlebte. Wenig später wird der Junge erschrecken, wenn er die vielen Trümmerhäuser in seinem früheren Wohnviertel sieht. Dann die Freude, wenn nach und nach die Kinder aus der Nachbarschaft eintreffen – und alle kennen die gleichen Probleme: Wie wird die Familie satt und wie der Ofen heiß?
Die Väter fehlen, die Mütter kämpfen ums Überleben und die Kinder erleben ohne viel Aufsicht ihre eigene Welt in den zerstörten Straßen.
Der Autor, Jahrgang 1936, ist Journalist, arbeitete lange für den »Spiegel« und lebt heute als freier Schriftsteller in Hamburg.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 18.15 Uhr
Wissenschaftsgeschichte: dreimal anders. Neuerscheinungen aus der Germanistik
1) Wege der Aufklärung:
Nur vereinzelt wurden bislang in der Forschungsgeschichte der Philologien Fachvertreter zu ihren Aktivitäten und Erfahrungen so befragt, dass ihre Aussagen in einem Netz von wiederkehrenden Annahmen und Perspektiven vergleichend ausgewertet werden konnten. Experteninterviews dieser
Art bestimmen den eben erschienenen Band "Wege der Aufklärung" zu einem Drittmittelvorhaben der Hamburger Germanistik aus den 1990er Jahren. 21 Literaturwissenschaftler und Historiker wurden über ihre Engagements zwischen 1965 und 1990 in den Wissenschaftsmilieus der BRD und DDR zu
den Themen von "Empfindsamkeit" und "Jakobinismus" befragt. Von diesem Projekt berichten Michael Schlott und Jörg Schönert.
2) Wissenschaft ohne Universität:
Mirko Nottscheid schildert am Beispiel der Berliner „Gesellschaft für deutsche Literatur“ (1888-1938) welche Bedeutung eine literaturwissenschaftliche „Forschung ohne Staat“ hatte.
3) Voßstraße 16
Myriam Richter zeigt, was aus der Geschichte eines Berliner Grundstücks für die deutsche Kultur und germanistische Wissenschaftsgeschichte herauszuholen ist.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Mittwoch, 19. Dezember 2012, 16.15 Uhr
Aus den Sondersammlungen: Exponat des Monats Dezember
Barocke Lichtershows – Thomas Lediard und seine „Collection Curieuser Vorstellungen“ (Hamburg 1730)
In den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts erfreute der englische Sekretär Thomas Lediard (1684–1743) die Hamburger Oberschicht und die in der Hansestadt ansässigen Diplomaten mit aufwendig gestalteten und beleuchteten Bühnenkulissen anlässlich verschiedener an der Gänsemarktoper
aufgeführten politischer Festopern. Zwischen 1724 und 1730 entwarf er im Auftrag seines Arbeitgebers, des englischen Gesandten Cyrill von Wich, und anderen in Hamburg wirkenden Diplomaten für insgesamt zehn politische Feierlichkeiten prunkvolle Bühnenbilder, aber auch Festschmuck und Illuminationen für Häuserfassaden, die er in Kupfer stechen ließ und in seiner
„Collection Curieuser Vorstellungen“ 1730 in Hamburg herausbrachte.
Die Hamburger Gänsemarktoper war der ideale Ort für Diplomaten und ausländische Residenten, ihren heimischen Fürstenhäusern in theatralischen Vorführungen und pompösen Feierlichkeiten zu huldigen. Anlässe waren Krönungen, Hochzeiten, Geburtstage oder Geburten von Thronfolgern. Der
Baron Cyrill von Wich war in den genannten Jahren Mitpächter des Hamburger Opernhauses und Initiator der Festopern für das englische Königshaus. Sein Engagement für die Hamburger Oper kam nicht von ungefähr, war doch sein Privatsekretär und früherer Lehrmeister, der Hamburger Musiker und Publizist Johannes Mattheson, sozusagen an der Hamburger Oper groß geworden.
Dieses beeindruckende Zeugnis Hamburger Theatergeschichte und Festkultur stellt Ihnen Antje Theise, Referentin für Seltene und alte Drucke, vor. Sie wird die Kupferstiche mit den faszinierenden Festarchitekturen Lediards zeigen und einige Beispiele daraus erläutern.
Lediard, Thomas: Eine Collection curieuser Vorstellungen in Illuminationen und Feuer-Wercken... Hamburg: Stromer, 1730. Signatur Scrin C/295
Ort: Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1, Eintritt frei


November 2012

Im November 2012

Mittwoch, 7. November 2012, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Freitag, 9. November 2012, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Vielleicht sehe ich auch zu tief in die Dinge hinein...”
Hans Wolffheim (1904-1973) – Hochschullehrer, Literaturkritiker, Autor
Begrüßung: Prof. Dr. Gabriele Beger, Direktorin der Staats- und Universitätsbibliothek
Grußwort: Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt
Vortrag: Dr. Jan Hans: Hans Wolffheim – Ein Leben gegen die Zeit
Rezitation aus Hans Wolffheims Prosa und Lyrik: Dr. Mechtild Hobl-Friedrich
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Mittwoch, 14. November 2012, 18.15 Uhr
Vortragsabend zu Leben und Werk von Hans Wolffheim
Prof. Dr. Dörte Bischoff / Jan Hans:
Exilforschung in Hamburg – ihre Anfänge und aktuellen Perspektiven
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Montag, 19. November 2012, 16 Uhr
Abschlusskonferenz des tri-nationalen Comenius-Projekts TeacMem
Wie kann man mit historischen Erinnerungen umgehen, welche Annäherungsmöglichkeiten gibt es? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines von der EU geförderten dreijährigen Projekts mit dänischen, deutschen und norwegischen Partnern. Die Teilnehmer (DidaktikerInnen, HistorikerInnen, Lehrende, GedenkstättenpädagogInnen, MultiplikatorInnen und Studierende) lernten die Erinnerungskulturen der jeweiligen Länder in Bezug auf den Nationalsozialismus und den II. Weltkrieg kennen und entwickelten und erprobten unterschiedliche pädagogische Methoden für die Vermittlung des Themas an Gedenkstätten und Schulen.
Auf der Abschlusskonferenz werden eine Publikation und ein Film präsentiert, Teilnehmer stellen während des Projekts entwickelte Methoden vor, die in Workshops ausprobiert werden sollen.
Konferenzorte sind der Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und das Studienzentrum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Informationen sowie ein ausführliches Programm unter: http://blogs.epb.uni-hamburg.de/teacmem/
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee, Eintritt frei

Dienstag, 20. November 2012, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5846.

Mittwoch, 21. November 2012, 16.15 Uhr
Aus den Sondersammlungen: Exponat des Monats
Philipp Otto Runge – Abschrift aus Tiecks „Minneliedern“ (1803)

Anlässlich des 200. Todestages des Malers Philipp Otto Runge (1777-1810) wurde 2010/11 in der Hamburger Kunsthalle und in der Hypo-Kulturstiftung in München die Ausstellung Kosmos Runge. Der Morgen der Romantik gezeigt.
Im Rahmen dieser großen Retrospektive war aus dem in der Staatsbibliothek Hamburg aufbewahrten Runge-Teilnachlass auch eine lange Zeit verschollen geglaubte Federzeichnung zu den so genannten „Tieck-Vignetten“ zu sehen, die einzige erhaltene Zeichnung zu einem der Kupferstiche, die Runge für den von Ludwig Tieck herausgegeben Band Minnelieder aus dem Schwäbischen Zeitalter (Berlin 1803) anfertigte. Diese Federzeichnung illustriert die erste Seite eines dünnen Heftes, das Runge seiner Braut Pauline Bassenge schenkte. Das Heft selbst enthält zwölf Gedichte aus Tiecks Minneliedern, die Runge für seine Braut auswählte und abschrieb. Als Exponat des Monats November präsentiert unser Kurator der Nachlässe, Dr. Mark Emanuel Amtstätter, nun gesondert noch einmal diese Abschrift und die darin enthaltene Federzeichnung.
Ort: Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1, Eintritt frei

Mittwoch, 21. November 2012, 18 Uhr
PD Dr. Frank Hatje: Ferdinand Beneke und die Hansestädte. Nahansichten eines Tagebuchschreibers
Die Beneke-Tagebücher sind eine der umfassendsten Quellen zur Geschichte und Lebenswelt des Bürgertums zwischen der Französischen Revolution und der Märzrevolution 1848. Ferdinand Beneke (1774-1848) war Kaufmannssohn aus Bremen, studierte Rechtswissenschaften in Halle und Göttingen und ließ sich 1796 in Hamburg nieder, um „ein nützlicher Bürger unter Hamburgs freiem Volke“ zu werden. 1813/14 trat er für die Befreiung der Hansestädte und im Hanseatischen Direktorium für deren Unabhängigkeit ein. Ab 1816 nutzte er entschieden die politischen Möglichkeiten, die ihm das einflussreiche Amt des Oberaltensekretärs bot.
Dr. Frank Hatje ist Privatdozent am Historischen Seminar der Universität Hamburg und Leiter der Editionsgruppe, die die Tagebücher, Briefe und Schriften Ferdinand Benekes herausgibt.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 22. November 2012, 18.15 Uhr
Jenny Lebuhn-Chhetri (Universität Hamburg): El Fragmento de Nochistlan: Eine mixtekische Bilderhandschrift aus dem Hamburger Völkerkundemuseum
Die Kultur der Mixteken in Südwest-Mexiko ist u. a. bekannt für die Anfertigung präkolonialer Bilderhandschriften. Diese faszinierenden Dokumente dienten der Geschichtsaufzeichnung, Machtlegitimation und Propaganda. Das Fragmento ist ein bislang wenig erforschtes Exemplar, welches im Rahmen einer Magisterarbeit untersucht wurde.
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 22. November 2012, 19 Uhr
Fraktion im Dialog: Versprechen gehalten, Studiengebühren abgeschafft! Wie geht es nun weiter in der Wissenschaftspolitik?
Nach elf kostenpflichtigen Semestern hat die SPD-Regierung in Hamburg die Studiengebühren mit Wirkung zum Wintersemester 2012/2013 abgeschafft. Mit der Abschaffung und Kompensation der Studiengebühren sind für Hamburg hohe Kosten verbunden. Aber dahinter stand die klare politische Absicht, die mit den Studiengebühren verbundenen inakzeptablen sozialen Hürden zum Studium zu beseitigen. Deshalb setzten Senat und SPD-Fraktion die Abschaffung der Studiengebühren auch in einer schwierigen Haushaltslage durch.
Gleichwohl, die Kritik daran reißt nicht ab. Die einen finden die Abschaffung falsch, andere bewerten die Kompensationssumme als nicht ausreichend.
Im Rahmen unserer Veranstaltung "Fraktion im Dialog" möchten wir diese und andere Fragen mit Ihnen diskutieren. Auch, wie es nun in der Wissenschaftspolitik weiter geht, welche Perspektiven wir entwickeln können und welche Beteiligungsformen in Studium und Lehre notwendig sind?“ Die SPD-Bürgerschaftsfraktion lädt Sie herzlich ein zur Diskussion.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee. Eintritt frei

Freitag, 23. November 2012, 19.30 Uhr
Von Menschen und Marotten
Sibyl Gräfin Schönfeldt und Gerlind Fischer-Diehl von der Hamburger Autorenvereinigung lesen aus ihren Werken und sprechen über Erlebtes und Gelebtes.
Sybil Gräfin Schönfeldt wurde 1927 in Bochum geboren.  Als Journalistin arbeitete sie unter anderem für "Die Zeit" und den "Stern" sowie für Rundfunk und Fernsehen. Sie übersetzte und veröffentlichte Bücher für Kinder und Erwachsene und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Sybil Gräfin Schönfeldt hat sich u.a. als Autorin von Büchern einen Namen gemacht, die gutes Benehmen und Lebensart behandeln: "Knigge für die nächste Generation", "Von Menschen und Manieren", "Gutes Benehmen gefragt", "Gestern aß ich bei Goethe. Bilder einer neuen Gastlichkeit". Gerlind Fischer-Diehl wurde in Mainz geboren. Nach dem Abitur studierte sie Gesang und lebte von 1973 - 1976 in den Vereinigten Staaten. Seit 1982 ist sie Autorin von Lyrik, Satiren, Aphorismen, Kurzgeschichten und Kindergeschichten
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee. Eintritt frei, Spende erbeten.

Dienstag, 27. November 2012, 19 Uhr
Fachkräftemangel in Deutschland - Strategien und Perspektiven
Nach der demografischen Entwicklung wird sich das Angebot an Arbeitskräften in den nächsten Jahrzehnten reduzieren, heute gibt es in einigen Bereichen, den MINT-Berufen, schon einen Mangel, bis 2025 wird dieser Mangel branchenübergreifend werden.
Diskutiert werden soll, ob der Zuzug aus dem (außereuropäischen) Ausland zu forcieren ist und wie im Inland schon während der Ausbildung und der anschließenden beruflichen Bildung entsprechende Kräfte frei gesetzt werden können. In der Veranstaltung soll nach den Gründen für diese Entwicklung gefragt werden, nach derzeitigen und geplanten Strategien und nach der Bedeutung für Hamburgs Arbeitsmarkt.
Es diskutieren Dr. Löffelholz, Forschungsleiter am Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Herr Schulz vom Hamburger Institut für Berufliche Bildung und Dr. Bökenkamp vom Liberalen Institut.
Eine Veranstaltung der Friedrich Naumann-Stiftung für die Freiheit.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Mittwoch, 28. November 2012, 18.15 Uhr
Vortragsabend zu Leben und Werk von Hans Wolffheim
Dr. Mirko Nottscheid, Dr. Rüdiger Schütt: Konträre Kanoniker – Kurt Hiller und Hans Wolffheim
Prof. Dr. Peter Stein: Hans Wolffheim über Heinrich Mann
Dr. Wolfgang Beutin: Hans Wolffheim, sein Begriff von Literatur, seine Literaturkritik, Essayistik und Lyrik
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei


Oktober 2012

Im Oktober 2012

9. Oktober 2012, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5846.

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 18 Uhr
Dr. Michael Ahrens: Die Briten in Hamburg 1945 bis 1958
„Die Briten in Hamburg“ ist die erste umfassende Studie, die Organisation und Alltag der britischen Besatzung und ihrer Protagonisten in Hamburg beschreibt sowie die britisch-deutsche Zusammenarbeit in einen Gesamtzusammenhang stellt. Erstmals wird die innere Verfasstheit der Hamburger „britischen Gemeinde“ in ihren Vorzügen, Konflikten und Problemen untersucht, zum
Beispiel die kaum erforschte erste Phase der Besatzung im Mai 1945, zu der vereinzelt auch massive Übergriffe durch britische Soldaten gehörten.
Dr. Michael Ahrens leitet die Unternehmenskommunikation von SAGA GWG. Er ist ausgebildeter Journalist und wurde mit einer Studie über das Vortragsthema an der Universität Hamburg promoviert.
In Kooperation mit dem Verein für Hamburgische Geschichte
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 16.15 Uhr
Aus den Sondersammlungen - Exponat des Monats: Briefwechsel des Heiligen Hieronymus
Exponat des Monats Oktober ist die Sammlung von Briefen des hl. Hieronymus und anderen Kirchenvätern und –schriftstellern in einer Handschrift aus dem ehem. Benediktinerkloster St. Pantaleon in Köln, Cod. in scrin. 6. Der kostbare Codex gehört mit seinem Gegenstück Cod. in scrin. 5 mit dem Text des „Gottesstaats“ des Aurelius Augustinus zu den Meisterwerken romanischer
Buchmalerei und Initialenkunst aus Köln und entstand ca. 1150-1170. Beide Handschriften wurden von Zacharias Conrad von Uffenbach im Jahr 1704 auf der Frankfurter Buchmesse erworben, wo sie als Makulatur verkauft werden sollten.
Zwei ganzseitige Titelseiten eröffnen den Band; dann folgen 136 Initialen, die jeweils über 8-16 Zeilen gehen. Phantasievolles Rankenwerk bildet die Initialbuchstaben, die auf blauem, grünem oder seltener gelblichem Grund stehen. Die Mehrzahl der Initialen sind reine Rankeninitialen, aber
gelegentlich klettern Gestalten im Rankenwerk herum. Fast alle Initialen stammen von der Hand eines Malers, aber ganz überraschend begegnen einige wenige Initialen von völlig anderem Duktus; das Werk eines jüngeren, innovativen Buchmalers.
Insgesamt neun Handschriften aus dem ehemaligen Bestand der Abtei St. Pantaleon in Köln befinden sich heute in der SUB Hamburg.
Der Codex ist im Original zu sehen.
Ort: Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1.

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 18 Uhr
Zukunftsrat: Der ökologische Fußabdruck der Stadt Hamburg
Die Notwendigkeit einer zukunftsfähigen Entwicklung wird heute kaum noch in Frage gestellt. Eine ökologisch nachhaltige Welt muss auf den erneuerbaren Ressourcen basieren, welche die globalen Ökosysteme bereitstellen können. Aber wie viele Ressourcen benötigt der menschliche Konsum von
Produkten und Dienstleistungen?
Diese Frage kann der „Ökologische Fußabdruck“ beantworten. Er gibt an, wie viel Fläche benötigt wird, um die natürlichen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die jeder Mensch z.B. für Mobilität, Ernährung und Wohnen verbraucht. Er ist also ein Maß dafür, wie sich das Verhalten jedes Einzelnen auf die Umwelt auswirkt.
Der Zukunftsrat Hamburg hat den Ökologischen Fußabdruck für die Stadt Hamburg berechnen lassen. Finden Sie heraus, wie viele Ressourcen wir in Hamburg verbrauchen. Welche Auswirkungen hat das für Politik und Zivilgesellschaft? Wo steht Hamburg heute? Wie kann die Zukunft aussehen?
Diskutieren Sie mit uns!
Referenten: Silke Schwartau, Verbraucherzentrale Hamburg
Christof Hertel, European Institute for Sustainable Transport (EURIST).
Moderation: Dr. Delia Schindler, Sprecherin Zukunftsrat Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 18 Uhr
Verleihung des Hans-Frankenthal-Preises der Stiftung Auschwitz-Komitee
Hans Frankenthal (1926-1999), der Namengeber des Preises der Stiftung Auschwitz-Komitee, war viele Jahre Mitglied im Auschwitz-Komitee, zugleich Mitglied des Zentralrats der Juden, der jüdischen Gemeinde Hagen und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen.
Als Jugendlicher wurde er mit seinem Bruder nach Auschwitz verschleppt, überlebte die Lagerhaft und die Zwangsarbeit in Auschwitz-Monowitz, im KZ Mittelbau Dora und im KZ Theresienstadt.
Seit 2010 werden jährlich mit dem Hans-Frankenthal-Preis Initiativen ausgezeichnet, die im Sinne des Auschwitz-Komitees Aufklärungs- und Bildungsarbeit gegen das Vergessen und gegen nationalsozialistische und neofaschistische Bestrebungen leisten. 2011 erhielten den Preis das Institut
für Kunst und Forschung, Wolfram P. Kastner, Künstler aus München, das Wohn- und Ferienheim Heideruh e.V., Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte und die Gruppe Ultrà Sankt Pauli (USP) für das Projekt „Alerta-Netzwerk“ (Info: www.stiftung-auschwitz-komitee.de)
In einer Feierstunde mit Festvortrag und musikalischer Umrahmung werden die Projekte 2012 vorgestellt und gewürdigt, die zuvor von einer Jury unter den BewerberInnen ausgewählt wurden.
Mit Unterstützung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 18.15 Uhr
Izabela Wilkosz (Freie Universität Berlin): Power, performance, male sexuality, and propaganda: socio-political aspects of the Aztec festival of Toxcatl
Toxcatl war eines der wichtigsten Feste des aztekischen Kalenders, in dem Götter und Krieger gefeiert und Menschen geopfert wurden. Die Referentin ergründet anhand von Text- und Bildquellen die Bedeutung und regionale Varianten des Festes. Sie zeigt dabei auf, dass die Azteken an diesem
Tag ihrer Geschichte gedachten, dass aber auch die von ihnen unterworfenen Ethnien ihrer eigenen Identität Ausdruck verliehen.
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg e.V. in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Dienstag, 30. Oktober 2012, 10 bis 16 Uhr
Symposium: Dreißig Jahre wie zuhause – Weiterentwicklung und Sanierung von Bibliotheksbauten der 70er und 80er Jahre.
Im Oktober 2012 feiert die Staats- und Universitätsbibliothek den 30. Jahrestag der Eröffnung ihres Hauptgebäudes - als jüngster von vier Gebäudeteilen des Gesamtkomplexes auch immer noch Neubau genannt. Die vergangenen drei Jahrzehnte sind nicht spurlos an unserem Haus vorübergegangen und auch die Anforderungen an Bibliotheken haben sich im Laufe der Jahre verändert.
Wir möchten das Jubiläum nutzen, um uns einen Tag lang intensiv über diese
Anforderungen und die Rahmenbedingungen einer Sanierung auszutauschen.
Die Staats- und Universitätsbibliothek ist nicht die einzige Bibliothek aus den 70er und 80er Jahren, die sich dieser Herausforderung stellt. An vielen westdeutschen Hochschulstandorten wurde in den betreffenden Jahren gebaut und überall steht die Sanierung dieser Gebäude an oder ist bereits
fortgeschritten. Dabei leidet die Architektur dieser Zeit vielfach unbegründet unter einem schlechten Ruf und es fällt nicht unbedingt leicht, die funktionalen und ästhetischen Qualitäten der Gebäude zu vermitteln und zu bewahren. Hinzu kommen veränderte Standards und Regeln hinsichtlich Brandschutz, Barrierefreiheit und Energiebilanz, die es zu berücksichtigen gilt.
Um auf all diese Punkte eingehen zu können, ist das Symposium in zwei Teile geteilt. Während sich der Vormittag den architektonisch-technischen Fragen widmet, werden am Nachmittag die Bedarfe aus der bibliothekarischen Perspektive beleuchtet. Nicht der Rückblick auf 30 erfolgreiche Jahre des
Bibliotheksbetriebes steht an diesem Tag im Vordergrund, sondern ein Ausblick in die Zukunft.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei


September 2012

Im September 2012

Mittwoch, 5. September 2012, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Der Zettelkasten des Doktors – Joachim Jungius (1587-1657) und sein Nachlass“
Dr. Marlene Grau: Begrüßung
Eike-Christian Harden: Joachim Jungius und sein Nachlass
Ort: Vortragsraum (1. Etage), Eintritt frei

18. September 2012, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5846.

Mittwoch, 19. September 2012, 16.15 Uhr
Aus den Sondersammlungen - Exponat des Monats: „Liebe“, „Tugend“ und „Vernunft“.
Eine neu entdeckte Hamburger Hochzeitskantate Georg Philipp Telemanns aus dem Jahr 1754 Anonym, undatiert, ohne Ortsangabe und vereint mit einem fremden Oratorium unter dem Titel „Hochzeits Orator. & Serenade, di Sch.“ hat sich in einer lange unzugänglich gewesenen Hamburger Sammelhandschrift des 18. Jahrhunderts eine unbekannte Telemannsche Hochzeitskantate erhalten.
Die Komposition als solche zu erkennen und zu identifizieren, erforderte detektivischen Spürsinn.
Dr. Jürgen Neubacher, Musikreferent der Bibliothek, erläutert anhand der Musikhandschrift die spannende Entdeckungsgeschichte und erklärt, was es mit solchen Hochzeitskantaten in Hamburg im 18. Jahrhundert auf sich hatte. Dem neu entdeckten Werk kommt ein hoher Repertoirewert zu, da von rund 20 bislang nachgewiesenen Hochzeitskantaten Telemanns für Hamburger Bürgerinnen und Bürger nur zu einer einzigen auch die Musik erhalten geblieben ist.
Die Veranstaltung dient zugleich auch als Einführung für die seit 1754 erste Wiederaufführung der Kantate am 30. September im Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek (s.u.).
Ort: Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1.

Mittwoch, 19. September 2012, 19 Uhr
Urheberrecht und Netzfreiheit - ein unlösbarer Widerspruch?
Öffentliche Podiumsdiskussion
Wie können Bezahl-Modelle für AutorInnen und FotografInnen aussehen, die praktikabel und für die UrheberInnen auskömmlich, gleichzeitig aber für die NutzerInnen bezahlbar sind? Die unterschiedlichen Positionen werden im Streitgespräch dargestellt und verschiedene Lösungsansätze präsentiert.
Die Informationsfreiheit im Internet wird unterschiedlich definiert. Während die Anbietenden darauf bestehen, für ihre eigene Arbeit (oder die ihrer Lohnabhängigen) angemessen entschädigt zu werden, fordern die Nutzenden einen freien Zugang zu journalistischen und künstlerischen Werken. Bisher
nehmen die Beteiligten das Problem in der Regel als unüberbrückbaren Widerspruch wahr, erst langsam entwickeln beide Seiten Verständnis füreinander.
Podiumsteilnehmende:
Prof. Dr. Gabriele Beger (Direktorin der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky)
Rüdiger Lühr (Freier Journalist)
N.N. Netzaktivist/in
N.N. Verlagswesen
Moderation: Wulf Beleites, stellv. Bundesvorsitzender der Deutschen Journalisten-Union
Eine Veranstaltung von umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg in Zusammenarbeit mit der Deutschen Journalisten-Union
Ort: Vortragsraum (1. Etage), Eintritt frei

Sonntag, 30. September 2012, 19 Uhr
Hamburger Hochzeitsmusik, Abschlusskonzert von „Hamburg Barock 2012 – Musik als klingende Sprache“
Der Landesmusikrat veranstaltet in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek ein Konzert mit Hamburger Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Kompositionen von Johann Schop, Reinhard Keiser, Christoph Graupner, Georg Philipp Telemann u.a. werden vom „Ensemble Hamburg Barock“
vorgetragen, das aus Dozenten und Professoren des Konservatoriums und der Musikhochschule besteht. Für ihren Workshop „Hamburg Barock 2012 - Musik als klingende Sprache“ (28.–30.9.2012) hat diese Initiative eine in den Beständen der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg entdeckte
Telemannsche Hochzeitskantate aus dem Jahr 1754 als übergreifendes Werk gewählt, das im Zentrum des Konzerts der Kursteilnehmer und Dozenten steht.
Der vielseitige Komponist Telemann lässt „Liebe“, „Tugend“ und „Vernunft“ über ihre Verdienste bei der Anbahnung einer Ehe debattieren - Sprache und Musik bilden eine Einheit. Neben der Kantate weisen auch die anderen Werke des Abschlusskonzerts einen Bezug zum Thema „Liebe“ auf.
Ausführende im „Ensemble Hamburg Barock“ sind Knut Schoch (Tenor), Odilo Ettelt (Chalumeau), Mareike Beinert (Traversflöte), Annegret Siedel (Barockvioline und Viola d‘amore), Gerhart Darmstadt (Violoncello), Michael Freimuth (Theorbe), Anke Dennert und Isolde Kittel-Zerer (Cembalo).
Karten im Vorverkauf: 14,20 Euro, ermäßigt 9,80 Euro (inkl. Gebühren) an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder unter www.ticketonline.de
Karten ab 18 Uhr an der Abendkasse: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro
Weitere Informationen zu „Hamburg Barock 2012“:
www.landesmusikrat-hamburg.de
www.hamburger-konservatorium.de
Ort: Lichthof im Altbau der Bibliothek, Eingang Edmund-Siemers-Allee, Ecke Grindelallee


Stabi-Flyer Juli/August 2012Stabi-Flyer Juli/August 2012

Im Juli/August 2012

Mittwoch, 4. Juli 2012, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Donnerstag, 5. Juli 2012, 16 Uhr
Hamburger Lehrpreisverleihung
Hochschulen dienen der Bildung, der Lehre und der Forschung. Gute Lehre ist eine Grundbedingung erfolgreicher Hochschulen, und sie ist eine entscheidende Grundlage für eine gute Bildung und Ausbildung der Studierenden.
Die Qualität der Hochschulen zu verbessern, heißt: Die Qualität der Lehre an den Hochschulen zu steigern. Das ist eine der wesentlichen wissenschaftlichen Herausforderungen der Zeit. Mit der Verleihung des Hamburger Lehrpreises setzt der Hamburger Senat ein deutliches Zeichen, um hervorragende Lehre anzuerkennen und zu würdigen. Der Hamburger Lehrpreis wird in diesem Jahr
zum vierten Mal in Folge verliehen. Insgesamt 14 Einzelpreise – ein Preis pro Hochschule beziehungsweise Fakultät – stehen zur Vergabe an. Die Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert.
Ausgezeichnet werden innovative Lehrleistungen an den sechs staatlichen Hamburger Hochschulen. Vorschlagsberechtigt sind ausschließlich die Studierenden. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden unter Beteiligung der Studierenden von den Hochschulen festgelegt.
Ort: Lichthof im Altbau der Bibliothek, Eingang Edmund-Siemers-Allee, Ecke Grindelallee

Dienstag, 10. Juli 2012, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5846.

Mittwoch, 11. Juli, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung Überlebenskunst - Konfliktbearbeitung durch textile Bilder
Im Rahmen des gleichnamigen Workshops wird die Chilenin Roberta Bacic die Ausstellung eröffnen. Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 18. Juli 2012, 16.15 Uhr
Aus den Sondersammlungen Exponat des Monats: Das „Kleinodienbuch“ des Hamburger Goldschmieds Jakob Mores (1540/50-1612)
Das sogenannte Kleinodienbuch, entstanden zwischen 1597 und 1602, Signatur: Cod. in scrin. 1a, ist einer der großen Schätze der SUB Hamburg. Hier finden sich auf 83 Papier- und Pergamentseiten 70 meist kolorierte Federzeichnungen von Königskronen, Diademen, Ketten und Schmuckstücken,
Tafelgeschirren und –kannen. Es sind Entwurfszeichnungen des Goldschmieds, die er potentiellen Auftraggebern vorlegen konnte, und keine Dokumentationen von fertigen Stücken. Die Handschrift wurde 1768 von Johann Christian Wolf in Kopenhagen für drei Dukaten erworben.
Jakob Mores war ein ungemein produktiver Goldschmied, dessen Werke ab den 1570er Jahren nachzuweisen sind. Seine fürstliche Kundschaft kam vor allem vom dänischen Hof und allen Verwandten dieses großen Hauses: den Gottorfern, den Schauenburgern, den Braunschweig-Lüneburgern.
In den großen Schatzhäusern und Museen Deutschlands, vor allem im Dresdner Grünen Gewölbe, haben sich Schmuckstücke erhalten, die in ihrer Art sehr mit den Entwürfen des Jakob Mores verwandt sind.
Das Kleinodienbuch wird erstmals seit 1979 wieder gezeigt und ist im Original zu sehen.
Ort: Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1.

AUGUST

Dienstag, 14. August 2012, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5846.

Mittwoch, 15. August 2012, 16.15 Uhr
Aus den Sondersammlungen: Exponat des Monats: Atlas Russicus, 1745
Rußischer Atlas, welcher in einer General-Charte und neunzehen Special-Charten das gesamte Rußische Reich und dessen angräntzende Länder, nach den Regeln der Erd-Beschreibung und den neuesten Observationen vorstellig macht. Hrsg.: Kaiserliche Akademie der Wissenschaften, St. Petersburg, 1745.
Das unter dem Namen Atlas Russicus bekannte Kartenwerk des  gesamtrussischen Reichs ist 1745 in Sankt Petersburg an der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften erschienen und stellt einen Meilenstein der russischen und europäischen Kartographie dar. Die Initiative dazu geht auf Peter den Großen (1672-1725) zurück, der eine kartographische Darstellung seines Riesenreichs mit modernen wissenschaftlichen Methoden wünschte. Denn die Expansion nach Osten erforderte nicht nur die Erforschung der neuen Gebiete, sondern auch ihre genaue Vermessung und kartographische
Erfassung.
Joseph-Nicolas Delisle (1688-1768), Astronom, Geograph und Mitglied der wohlbekannten französischen Kartographendynastie, kam 1726 nach Sankt Petersburg, um die Herstellung des Werks zu überwachen. Der Atlas basiert teilweise auf Karten des russischen Geographen und Kartographen Iwan K. Kirilow (1689-1737), dokumentiert aber auch neu durchgeführte Vermessungen
und aktuelle Expeditionsergebnisse. Zu seinen Mitarbeitern zählten neben Delisle weitere prominente Wissenschaftler der Akademie wie Leonhard Euler und Gottfried Heinsius.
Der Kartenteil besteht aus einer Generalkarte des russischen Reichs von der Ostsee bis zum Pazifik, aus 13 Karten des europäischen Teils und sechs Karten von Sibirien. Das Exemplar der SUB, Signatur KS 4853/904, enthält einen deutschen Einleitungstext und 20 grenzkolorierte Kupferstichkarten mit lateinischen Titeln.
Ort: Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1.


Stabi-Flyer Juni 2012Stabi-Flyer Juni 2012

Im Juni 2012

Dienstag, 5. Juni 2012, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5846.

Mittwoch, 6. Juni 2012, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, 6. Juni 2012, 18 Uhr
Vortrag von Dr. Melanie Leonhard und Dr. Jörn Lindner: 175 Jahre Rickmers – eine gelungene Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
Das 2009 begangene Firmenjubiläum bot eine bislang einzigartige Zusammenarbeit zwischen der Universität Hamburg, dem Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven sowie der Rickmers Holding und der E.R. Capital Holding. Dr. Jörn Lindner (HafenCity Universität) stellt den Zusammenhang zwischen wissenschaftlicher Aufarbeitung der Familien- und Unternehmensgeschichte in zwei Promotionsprojekten, mehreren Publikationen, zwei Ausstellungen und verschiedenen Lehraufträgen her. Ebenfalls wird die Nutzung der Ergebnisse im Rahmen des „History Marketing“ eine Rolle spielen. Dr. Melanie Leonhard (E.R. Capital Holding) erläutert die 175-jährige illustre Geschichte der Familie Rickmers und ihrer Aktivitäten in Schifffahrt, Schiffbau und Reishandel von der Gründung 1834 in Bremerhaven bis heute.
Verein für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 14. Juni, 15.30-19 Uhr, und Freitag, 15. Juni 2012, 9-15 Uhr
Colloquium Atticum I: Antike Fluchtafeln: Aktuelle Projekte und Forschungstrends
Schwarze Magie gehörte zum Alltag der alten Griechen und Römer. Antike Fluchtafeln, die einen Gegner schädigen sollten, stellen daher unschätzbare Quellen für die Sozial- und Mentalitätsgeschichte dar. Anlässlich dieses Kolloquiums stellen drei internationale Teams ihre Editionsprojekte vor und bringen sie in einen fruchtbaren Dialog miteinander: das Inscriptiones Graecae Projekt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, die Magdeburger Datenbank für antike Fluchtafeln (Thesaurus Defixionum Magdeburgensis) und eine englische Leseedition, die alle Tafeln aus Athen einem breiten Leserkreis zugänglich machen wird. Dabei sollen nicht nur die vielfältigen Herausforderungen, die das Material an die Herausgeber stellt, und die jeweiligen editorischen Standards diskutiert, sondern auch Neulesungen vorgestellt werden. Zudem wird die antike Magie auch aus kulturwissenschaftlicher Perspektive beleuchtet: ihr Verhältnis zum griechischen Recht und ihre Rolle im religionswissenschaftlich bedeutsamen Derveni-Papyrus werden dabei genauso thematisiert wie ihr Einfluss auf die lateinische Satire.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Donnerstag, 21. Juni 2012, 18 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Klaus Garber, Universität Osnabrück: Reisen in eine untergegangene Welt Mittel- und Osteuropas. Auf Spurensuche in Bibliotheken jenseits von Werra und Fulda, Oder und Neiße
Der von den Nazionalsozialisten angezettelte Zweite Weltkrieg hat die größte Katastrophe in der Geschichte des deutschen Buch- und Bibliothekswesens zur Folge gehabt. Klaus Garber geht der Frage nach, welche Auswirkungen ein derartiger kultureller Bruch für die Deutschen gehabt hat und für alle Zeit haben wird. Er berichtet über die Motive, die ihn veranlassten, nach Mittel- und Osteuropa aufzubrechen, um dem Schicksal untergegangener und zerstreuter Bibliotheken nachzuspüren. Es spricht ein Literaturwissenschaftler, der die Hinwendung zu den versehrten kulturellen Traditionsbeständen aus dem ehemaligen deutschen Osten als Stiftung von Erinnerung versteht und damit zur Pflege von lebendiger Überlieferung eines europäischen Erbes.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 27. Juni 2012, 16.15 Uhr
Aus den Sondersammlungen: Exponat des Monats:
Adam Olearius und sein Geschenk an die Gottorfer Herzogin
Antje Theise, Referentin für Seltene und Alte Drucke, stellt ihre jüngste, höchst wertvolle Entdeckung im Bestand der Stabi vor: Die von Adam Olearius (1599-1671) im Jahr 1647 in Schleswig erstmals herausgegebene „Offt begehrte Beschreibung Der Newen Orientalischen Reise“ aus der Herzoglichen Bibliothek Gottorf.
Antje Theise begegnete dem Werk in der zur Zeit auf Schloss Gottorf gezeigten Kabinettausstellung zur Persianischen Reise des Adam Olearius. Neugierig, ob es auch in der Stabi vorhanden ist, fand sie das Buch in der von ihr betreuten Sammlung. Doch war bisher nicht verzeichnet, woher es stammt. In einer unscheinbaren Anmerkung zum Exemplar war lediglich vermerkt, dass eine handschriftliche Widmung des Verfassers vorliegt. Allein diese Anmerkung lässt einen Kenner freilich aufhorchen, war doch Adam Olearius einst Hofmathematiker und seit 1649 auch Hofbibliothekar auf Schloss Gottorf.
Nach Öffnung der Kassette, in der das Buch aufbewahrt wird, bestätigte sich schon beim Anblick des Einbandes aus rotbraunem Maroquinleder und des handvergoldeten Gottorfer Wappens auf der Buchdeckelmitte der Verdacht. Das Buch stand ursprünglich tatsächlich in der Herzoglichen Bibliothek auf Schloss Gottorf. Einzigartig macht es schließlich die handschriftliche Widmung von Olearius an die Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf, Maria Elisabeth (1610-1684. Antje Theise wird über den Verbleib der Gottorfer Bibliothek berichten und von den neuen Erkenntnissen, die Olearius von seiner orientalischen Reise mitbrachte.
Im Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1.

Donnerstag, 28. Juni 2012, 18 Uhr
Stabi beflügelt – Sommerkonzert
Hamburger Dichter (Borchert, Claudius, Dehmel, Falke, Liliencron) vertont von Komponisten des 19./20. Jahrhunderts
In dem Konzert erklingen neben bekannten auch viele unbekannte Lieder, die sämtlich aus in der Stabi aufbewahrten Dichter- oder Musikernachlässen stammen oder anderweitig einen engen Bezug zu Sammelschwerpunkten der Bibliothek haben. Präsentiert werden nicht nur bekannte Komponisten wie Brahms, Strauss, Schönberg oder bei den Dichtern Wolfgang Borchert, sondern auch seltener zu hörende Namen wie der Wandsbeker Komponist Hugo Rüter, der Hamburger Brahms-Freund Julius Spengel, der Exilkomponist Manfred Gurlitt (ein Enkel des Altonaer Malers Louis Gurlitt) sowie die Hamburger Dichter Gustav Falke, Detlev von Liliencron oder Richard Dehmel. Gerade am Beispiel einiger völlig unbekannter, weil unveröffentlichter Werke lässt sich nachvollziehen, wie reich an ungehobenen Schätzen und kleinen Kostbarkeiten die Sammlungen von Bibliotheken und Archiven noch immer sind. Nicht nur für Buchliebhaber, auch für Musiker, die Neuem gegenüber aufgeschlossen sind, lohnt die Suche nach dem Besonderen, nicht Alltäglichen, wie es in diesem Konzert zu hören sein wird.
Mit Katharina Dierks (Mezzosopran) und Inessa Cherepanov (Klavier)
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


Stabi-Flyer Mai 2012Stabi-Flyer Mai 2012

Im Mai 2012

Mittwoch, 2. Mai 2012, 18 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dienstag, 8. Mai 2012, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5846.

Mittwoch, 9. Mai 2012, 18 Uhr
Vortrag von Dr. Roland Jaeger: Vision Hamburg. Das Bild von Stadt und Hafen im Fotobuch 1880-1980
Die bislang vor allem regionalgeschichtlich beachteten Tafelwerke und Bildbände über Städte werden seit einigen Jahren verstärkt unter foto(buch)-historischen Gesichtspunkten wahrgenommen und erforscht. Auch das Bild von Hamburg vermittelt sich durch eine Vielzahl fotografisch bedeutsamer Publikationen. Das Spektrum reicht von den frühen Mappenwerken der Fotografen/Verleger
Koppmann und Strumper bis zu Fotografen-Büchern wie ›Hamburg fotografisch‹ (1962) von Thomas Grebe. Monumentale Mappenwerke wie das fulminante Fotobuch ›Der Hafen‹ (1939) von Rolf Tietgens machen deutlich, dass der Hafen dabei traditionell einen Motivschwerpunkt bildet.
Dr. Roland Jaeger, Kunsthistoriker, Veröffentlichungen zur Kunst, Architektur und Fotografie vor allem der 1920er Jahre sowie zu Hamburg (Lappenberg-Medaille, 1997). Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Verein für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Dienstag, 15. Mai 2012, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Im Ganzen sehr erwünscht – NS-Raubgut in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky“
Begrüßung: Prof. Dr. Gabriele Beger, Direktorin der Bibliothek, Einführung: Dr. Jürgen Babendreier, Bremen. Musik: Es spielen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Kaiser-Friedrich-Ufer.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 16. Mai 2012, 16.15 Uhr
Aus den Sondersammlungen: Exponat des Monats: Brahms: Ein deutsches Requiem (Teilautograph)
Im Jahr 1970 erwarb die Bibliothek für ihr Brahms-Archiv einen handschriftlichen Klavierauszug von Brahms‘ Deutschem Requiem, in dem Teile der Klavierstimme und der vollständige fünfte Satz eigenhändig von Brahms notiert worden sind. Die beiden Teile – die ursprünglichen Sätze 1–4, 6 und 7 sowie der im Mai 1868 nachkomponierte Satz 5 („Ihr habt nun Traurigkeit“) – übereignete Brahms
Weihnachten 1866 und im Mai 1868 seiner musikalischen Weggefährtin Clara Schumann.
Die Besonderheiten dieser wertvollen Musikhandschrift erläutert Dr. Jürgen Neubacher, Musikreferent der Bibliothek, und präsentiert sie im Original.
Im Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1.

Die Staats- und Universitätsbibliothek ist auf dem 101. Bibliothekartag vom 22.-25. Mai in Hamburgs Kongresszentrum mit einem Stand vertreten.


Stabi-Flyer April 2012Stabi-Flyer April 2012

Im April 2012

Mittwoch, 4. April 2012, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dienstag, 10. April 2012, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5846.

Mittwoch, 18. April 2012, 16.15 Uhr
Aus den Sondersammlungen - Exponat des Monats: Die Hamburger Nachrichten – fast 150 Jahre Hamburger Zeitungsgeschichte
In den fast 150 Jahren ihres Bestehens sind die Hamburger Nachrichten eine der wichtigsten Zeitungen der Hansestadt gewesen. Metamorphosen vom Anzeigenblatt zur führenden Lokalzeitung, von der linksliberalen Ausrichtung nach 1848 zum Sprachrohr des entlassenen Reichskanzlers Bismarck, von einer antirepublikanischen, national-konservativen Zeitung der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus haben die Geschichte des 1792 gegründeten und 1939 eingestellten Blattes geprägt. Die Hamburger Nachrichten waren zwar nie die auflagenstärkste, aber politisch eine der am meisten beachteten Zeitungen der Region. Eine besondere Rolle spielten ihre Auslandsausgaben in
deutscher, spanischer und portugiesischer Sprache.
Ulrich Hagenah, Referent der Hamburg-Sammlung, stellt – mit Ausblicken auf die weitere Geschichte der Zeitung - einen Jahrgang aus dem Vormärz vor, der das kreative Potential dieser Zeitung angesichts von Zensur und Konvention andeutet.
Ort: Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1.

Freitag, 20. April 2012, 19 Uhr
Lesung Oskar Roehler "Herkunft"
Eine Familie, drei Generationen, die Geschichte der Bundesrepublik: Da ist Roberts Großvater, der Kriegsheimkehrer, der seine Frau an eine andere Frau verliert. Da sind Roberts Eltern, die an ihrem Streben nach Selbstverwirklichung und freier Liebe zugrunde gehen. Und da ist Robert selbst, der im
Kontrast der scheinbaren Geborgenheit im Haus seiner Großeltern und dem Lebensgefühl der 68er aufwächst. Er sammelt sie auf, die Teile des Puzzles aus bruchstückhaften Erinnerungen seiner in alle Richtungen verstreuten Familie. Eine Odyssee durch das Chaos der Gefühle zwischen der Provinz und Berlin.
Ort: Lichthof im Altbau der Bibliothek, Eingang Edmund-Siemers-Allee, Ecke Grindelallee
Karten unter www.vattenfall.de/lesetage

Sonnabend, 21. April 2012, 19 Uhr
Lesung Youssef Ziedan "Azazel"
Nach einem abenteuerlichen Leben schreibt der koptische Mönch Hypa seine Erinnerungen nieder, um Rechenschaft abzulegen: über eigene Verfehlungen, aber auch die der frühchristlichen Kirche und der Gläubigen. Als junger christlicher Mönch studiert er Medizin und begibt sich auf eine ereignisreiche
Wanderschaft. Zwischen Alexandria, dem Toten Meer und Palästina gerät Hypa mitten in die leidenschaftlichen theologischen Auseinandersetzungen, die im 5. Jahrhundert die Kirche erschütterten.
Ein kontrovers diskutierter und preisgekrönter Roman eines der renommiertesten Autoren aus dem arabischen Raum.
Ort: Lichthof im Altbau der Bibliothek, Eingang Edmund-Siemers-Allee, Ecke Grindelallee
Karten unter www.vattenfall.de/lesetage

Mittwoch, 25. April 2012, 18 Uhr
Vortrag von Dr. Gerd Wegner: Seefischereiforschung in Hamburg
Schon vor mehr als 100 Jahren waren Fischarten in der Nordsee und der Unterelbe stark übernutzt. Der Handel mit frischem Seefisch auf den Fischmärkten Hamburgs ging zurück. Die Stadtväter waren überzeugt, dass mit Kenntnis der Lebensverhältnisse und der Biologie der Seefische der Fischfang
wieder zu stabilisieren und das Marktangebot zu sichern sei. Daher nahm eine „Abteilung für Fischereibiologie“ des Naturhistorischen Museums Hamburg am 1. April 1910 ihre Arbeit auf und entwickelte sich zum heutigen Institut für Seefischerei des Bundesernährungsministeriums in Altona.
Dem Weg der Institution durch die Zeiten und durch Hamburger Stadtteile wird nachgespürt.
Dr. Gerd Wegner, physikalischer Meereskundler, befasst sich mit der Geschichte der Meereskunde und promovierte über eine Naturkunde des Hamburger Bürgermeisters Dr. Johann Anderson aus dem 18. Jahrhundert.
Verein für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


Stabi-Flyer März 2012Stabi-Flyer März 2012

Im März 2012

Mittwoch, 7. März 2012, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen
zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dienstag, 13. März 2012, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5846.

Mittwoch, 14. März 2012, 18 Uhr
Vortrag von Dr. Michael Ahrens: Die Briten in Hamburg 1945 bis 1958
„Die Briten in Hamburg“ ist die erste umfassende Studie, die Organisation und Alltag der britischen Besatzung und ihrer Protagonisten in Hamburg beschreibt sowie die britisch-deutsche Zusammenarbeit in einen Gesamtzusammenhang stellt. Erstmals wird die innere Verfasstheit der Hamburger „britischen Gemeinde“ in ihren Vorzügen, Konflikten und Problemen untersucht, zum
Beispiel die kaum erforschte erste Phase der Besatzung im Mai 1945, zu der vereinzelt auch massive Übergriffe durch britische Soldaten gehörten.
Dr. Michael Ahrens leitet die Unternehmenskommunikation von SAGA GWG. Er ist ausgebildeter Journalist und promovierte über das obige Thema „Die Briten in Hamburg“.
Verein für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 21. März 2012, 16.15 Uhr
Aus den Sondersammlungen: Exponat des Monats
Detlev von Liliencron: Handexemplare zu „Poggfred“

„Dies ist ein Epos mit und ohne Held, Ihr könnts von vorne lesen und von hinten“. Mit diesen Worten beginnt Detlev von Liliencrons „kunterbuntes Epos“, das der Dichter mit ebenso leichter wie kunstvoller Hand um den fiktiven Ort „Poggfred“ in abenteuerlichen Episoden konstruierte. Liliencrons
vergessenes dichterisches Hauptwerk erfuhr nach seinem ersten Erscheinen (1896) zwei umfangreiche Erweiterungen. War die Erstausgabe noch auf zwölf „Cantusse“ beschränkt, so wurden aus diesen in den beiden folgenden Neufassungen zunächst 24 und schließlich 29, wobei es zu erheblichen textlichen Umstellungen kam.
Als Exponat des Monats März präsentiert unser Kurator der Nachlässe, Dr. Mark Emanuel Amtstätter, einige Arbeitsexemplare zu „Poggfred“ aus dem Liliencron-
Nachlass, die einen Blick auf Liliencrons zum Teil beeindruckende handschriftliche Einträge und die damit verbundenen textgenetischen Veränderungsprozesse des Werkes ermöglichen.
Ort: Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1.

Mittwoch, 21. März 2012, 19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Seiltänzer und Blaue Stunde. 35 Jahre Svato Verlag“
Begrüßung: Prof. Dr. Gabriele Beger, Direktorin der Bibliothek, Einführung: Dr. Jürgen Bönig, Museum der Arbeit. Der Künstler ist anwesend.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 28.3. / Donnerstag, 29.3.2012, jeweils 19 Uhr
300 Jahre Brockes-Passion. Pasticcio aus den Vertonungen von G.F. Händel, R. Keiser, J. Mattheson und G. Ph. Telemann nach dem Text des Hamburger Ratsherren Barthold Hinrich Brockes
Barthold Hinrich Brockes (1680 – 1747) war als Jurist, Hamburger Senator und Dichter ein Multitalent des 18. Jahrhunderts. Die Entstehung seines Passionstextes, der von den bekanntesten Komponisten seiner Zeit vertont wurde, jährt sich 2012 zum 300. Mal. Aus diesem Anlass führt das Ensemble
barockwerk hamburg unter der Leitung von Ira Hochman das aus der gleichen Zeit stammende Pasticcio auf, welches die Vertonungen der vier Hamburger Komponisten G. F. Händel, R. Keiser, J. Mattheson und G. Ph. Telemann vereint. Seit dem 18. Jahrhundert erklingt dieses Juwel der Hamburger Kirchenmusik zum ersten Mal wieder.
Eine Veranstaltung des barockwerkes hamburg in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Eintritt 25 €, 50% Ermäßigung für Schüler und Studenten.
Kartenvorverkauf bei der Konzertkasse Gerdes, (040) 45-33-26, Abendkasse.
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee
Begleitender Vortrag s. 29.3.2012

Donnerstag, 29.3., 18 Uhr
Vortrag über B. H. Brockes und seinen Passionstext
Der Brockes-Kenner Dr. Jürgen Rathje und der Leiter der Sondersammlungen der Staatsbibliothek, Dr. Jürgen Neubacher, sprechen über die „Brockes-Passion“. Dazu wird das Manuskript der Passion von J. Mattheson, welches sich in der Bibliothek befindet, ausgestellt.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


Flyer Februar 2012Flyer Februar 2012

Im Februar 2012

Mittwoch, 1. Februar 2012, 14 Uhr
Führung durch die Bibliothek
Sie sind neu in der Stabi? Sie wollten schon immer einmal ein Buch aus der größten Bibliothek Hamburgs ausleihen, wissen aber nicht wie? Jeden ersten Mittwoch im Monat erhalten Sie in einer knappen Stunde einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und die wichtigsten Informationen zur Benutzung. Lassen Sie sich von uns führen.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dienstag, 14. Februar 2012, 15 Uhr
Buchsprechstunde
Sie besitzen alte oder seltene Drucke, reich illustriert oder schön gebunden? Sie haben Fragen zur Aufbewahrung oder Restaurierung? Kommen Sie zu unseren Experten in die Buchsprechstunde. Wir beraten Sie gern.
Ort: Konferenzraum, 2. Etage
Anmeldung erforderlich unter: 040-42838-5846.

Mittwoch, 15. Februar 2012, 16.15 Uhr
Aus den Sondersammlungen: Exponat des Monats: Esther-Rolle: Cod. hebr. 345
Bis in den Januar 2012 wurden in der Ausstellung ‚Faszination Handschrift: 2000 Jahre Manuskriptkulturen“ über 50 handschriftliche Zeugnisse aus Asien, Afrika und Europa präsentiert. Das Exponat des Monats Februar will die Aufmerksamkeit nochmals auf ein ganz besonders Stück der Sammlungen lenken: auf eine russische Esther-Rolle des 18. Jahrhunderts, auf Pergament geschrieben, an den Rändern bemalt und aus mehreren Pergamentbahnen zu einer Länge von über 3,70 m zusammengefügt. Das Buch Esther, ein recht kurzer, in seiner lebhaften Schilderung aber mitreißender Text aus dem Alten Testament wurde und wird in den jüdischen Familien stets zum Purim-Fest vorgetragen. Dabei liest man gern aus Rollenhandschriften wie der hier gezeigten, die über den Russischen Gesandten in Hamburg im Jahr 1906 in die Sammlungen der SUB kam.
Das Exponat wird von Dr. Hans-Walter Stork, dem Kurator der Handschriften der Bibliothek präsentiert und ist im Original zu sehen.
Ort: Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1.

Mittwoch, 29. Februar 2012, 18 Uhr
Vortrag von Dr. Christoph Strupp: Struktur- und Funktionswandel des Hamburger Hafens seit den 1950er Jahren
Der Hamburger Hafen steht seit dem 19. Jahrhundert im Zentrum der städtischen Wirtschaft und ist darüber hinaus prägend für die Identität der Hansestadt. Voraussetzung dafür waren wirtschaftliche und politische Anpassungsprozesse, die sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark beschleunigten und nicht auf den Siegeszug des Containers verengt werden sollten. Selbst die räumliche Struktur unterscheidet sich heute von der Zeit des Wiederaufbaus. Der Vortrag beleuchtet für ausgewählte thematische Bereiche Ursachen und Auswirkungen des Wandels im Hafen und gibt Einblicke in ein größeres Forschungsprojekt an der FZH.
Dr. Christoph Strupp ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) mit den Forschungsschwerpunkten Deutsche und niederländische Stadt- und Zeitgeschichte; Historiographie.
Verein für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


Flyer Januar 2012Flyer Januar 2012

Im Januar 2012

Donnerstag, 12. Januar 2012, 18 Uhr
Stabi beflügelt. Der unbekannte (?!) Schumann
Die „Kinderszenen“ im neuen Licht alter Metronomzahlen (Dr. Michael Struck, Universität Kiel)
Die 1839 veröffentlichten Kinderszenen zählen zu Schumanns populärsten Werken und haben das Schumann-Bild des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt. Aber wie genau kennen wir den Zyklus, der heute oft viel langsamer, besinnlicher, „philosophischer“ (kitschiger?) gespielt wird, als es die
Metronomzahlen der Erstausgabe fordern. Allerdings sind diese Angaben umstritten. Dr. Michael Strucks Gesprächskonzert wird da fast zu einer musikalischen Kriminalgeschichte. Diese widmet sich der spannenden Frage nach den Hintergründen des Tempo-Streites und berührt auch die Frage, ob
Schumanns Metronom wirklich defekt war. Abschließend werden die Kinderszenen in den zügigen „alten“ Tempi gespielt. Dabei zeigt sich tatsächlich ein teilweise „unbekannter“ Schumann.
Dr. Michael Struck, Musikwissenschaftler und Pianist, ist seit 1985 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Mitherausgeber der neuen „Johannes Brahms Gesamtausgabe“ (Universität Kiel).
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Mittwoch, 18. Januar 2012, 16.15 Uhr
Aus den Sondersammlungen: Exponat des Monats: Der Atlas des Claudius Ptolemaeus in der Ulmer Ausgabe von 1482
Als Exponat des Monats Januar 2012 wird der älteste Atlas aus dem Besitz der Staatsbibliothek vorgestellt.
Es handelt sich dabei um die erste nördlich der Alpen gedruckte Edition der "Cosmographia" von Claudius Ptolemaeus, entstanden 1482 in der Werkstatt von Lienhart Holle in Ulm. Der seinerzeit berühmte Kartograph Nicolaus Germanus schuf die Vorlagen für die 32 von Johannes aus Armsheim
in Holz geschnittenen Karten. In der auf Pergament mit lateinischem Text gedruckten Inkunabel finden sich neben den ptolemäischen auch fünf moderne Karten.
Der Astronom, Mathematiker und Geograph Claudius Ptolemaeus aus Alexandria verfasste im zweiten Jahrhundert ein kurz gefasstes Traktat zur mathematischen Geographie, das neben einer Projektionslehre auch die Namen und die Koordinaten von 8.000 Orten der damals bekannten Welt enthielt.
Mit Hilfe seiner Positionsangaben hätte man jederzeit Landkarten zeichnen können; ob Ptolemaeus selbst es aber getan hat oder nicht, bleibt bis heute ein Rätsel, das die Wissenschaftler entzweit.
Lange Zeit verschollen, tauchte Ptolemaeus' "Geographia" um 1400 in Italien auf, wurde um 1409 unter dem Titel "Cosmographia" von Jacobus Angelus de Scarperia aus dem Griechischen ins Lateinische übersetzt und zunächst in zahlreichen Abschriften und danach Drucken - mit und ohne Landkarten
- in ganz Europa verbreitet.
Gabriele Urban, Kuratorin der Kartensammlung der Staatsbibliothek, stellt das Exponat vor: Ptolemaeus, Claudius: Cosmographia. Aus dem Griechischen übersetzt von Jacobus Angelus de Scarperia. Mit Holzschnittkarten von Johannes aus Armsheim nach Vorlagen von Nicolaus Germanus. Ulm : Lienhart Holle, 1482. Signatur: Scrin 30b
Ort: Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1.

Mittwoch, 18. Januar 2012, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „architectura“
Mit einem Vortrag der Kuratorin der Ausstellung, Regina Becker, „Architekturtraktate im Kontext akademischer Lehre“Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Dienstag, 24. Januar 2012, 18 Uhr 30
Buchpräsentation zum Auftakt des Preußenjahres:„...der reinen Schönheit Genius“. Die Preußin auf dem Zarenthron - Alexandra, Kaiserin von Russland
Die Hamburger Journalistin und Osteuropa-Historikerin Marianna Butenschön erzählt die spannende Lebensgeschichte der Kaiserin Alexandra, geb. Charlotte von Preußen, die Königin Luises älteste Tochter und eine Urgroßnichte des Alten Fritz war. Ihre Ehe mit Nikolaus von Russland, die 1817 zur Festigung der preußisch-russischen Allianz geschlossen wurde, war fast 40 Jahre ausgesprochen glücklich. Auch auf dem Zarenthron blieb Charlotte, eine der schönsten Frauen ihrer Zeit, eine „gute Berlinerin“. Sie hatte viel mehr politischen und gesellschaftlichen Einfluss, als bisher angenommen.Die Hamburger Schauspieler Ingeborg Kalweit und Peter Weis lesen aus den Briefen der handelnden Personen.Eine Veranstaltung des Piper Verlags, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde und der Heinrich-Heine-BuchhandlungOrt: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.