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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Hebräische Handschriften

Jüdische Manuskriptkultur vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert

Hebräische Buchmalerei

Die Handschriftensammlung der Stabi verfügt über einen beeindruckenden Bestand von ca. 550 hebräischen Handschriften (Signaturen Cod. hebr. bzw. Cod. Levy), darunter befinden sich 235 wertvolle Hebraica aus der Sammlung des Frankfurter Gelehrten Zacharias Konrad von Uffenbach (1683-1734) und 174 Manuskripte aus der 1906 angekauften Sammlung des jüdischen Rechtsanwalts Hajjim Baruk Levy.

Ein großer Schwerpunkt der Hamburger Hebraica-Sammlung liegt auf den Manuskripten aus Aschkenas. So finden sich Manuskripte aus den deutschen Ländern, Frankreich, Brüssel, den Niederlanden, Osteuropa, z.B. aus der Slowakei, Tschechien und Polen, sowie von ausgewanderten Aschkenasim in Norditalien. Andere Länder und damit die weiteren hauptsächlichen jüdischen Traditionen und Kulturen sind ebenfalls in der Sammlung vertreten: so finden sich Zeugnisse des sefardischen Judentums aus Sefarad und Avignon, Handschriften aus Italien, u.a. Padua und Rom, und aus dem ehemaligen byzantinischen Reich (romaniotisches Judentum) sowie orientalische Hebraica, z.B. aus dem Jemen und aus Kurdistan.

Eine besondere Teilsammlung bilden die insgesamt 16 Esther-Rollen, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert zu datieren sind und die aus dem gesamten europäischen Raum stammen. Die Esther-Rollen sind häufig illuminiert wie eine Vielzahl anderer Manuskripte in der Sammlung. Besonders in der Sammlung Levy war die künstlerische Gestaltung der Handschriften ein Sammelkriterium.

Zu erwähnen sind hier natürlich auch die in der Sammlung aufbewahrten, lokalgeschichtlich bedeutenden Manuskripte der jüdischen Gemeinden in Hamburg, Altona und Wandsbek.

Kontakt:

Dr. Jürgen Neubacher

Historische Bestände, Sondersammlungen, Musikhandschriften und -drucke
(kommissarisch)
E-Mail: neubach@sub.uni-hamburg.de
Telefon: +49 40/42838-5856
Telefax: +49 40/42838-3352

Kontakt:

Handschriftenlesesaal


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