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© 2022 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

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Veranstaltungen 2022


Juni 2022

Immer dienstags um 14 Uhr und donnerstags um 11 Uhr.
Ausleih- und Recherchetipps per Zoom!

Nützliche Tipps zur Neu- oder Wiederorientierung im Online-Meeting! Wenn Sie Bücher mit nach Hause nehmen möchten, mit Literatur vor Ort arbeiten müssen oder unsere E-Medien nutzen wollen, zeigen wir Ihnen, wie das funktioniert und worauf Sie ggf. achten sollten. Sie erfahren, wie Sie in den Besitz eines Bibliotheksausweises kommen, wieso dieser zu Ihrem treuen Begleiter wird und weshalb der Katalogplus das Mittel der Wahl ist, wenn Sie nicht nur Literatur suchen, sondern auch schnell finden wollen. Dauer. ca. 30 Minuten, im Anschluss an die Präsentation haben Sie ausreichend Gelegenheit für Rückfragen.
stabi.hamburg/tipps-zoom

 

Donnerstag, 2.6., 14 – 18 Uhr, Vortragsraum
Freitag, 3.6., 10 – 18 Uhr, Vortragsraum

Tagung: Politisches Denken und gesellschaftlicher Wandel in der Englischen Revolution: Aufbruch in die Moderne?

Der Bürgerkrieg, der in England 1642 ausbrach, führte zur Abschaffung der Monarchie und Errichtung einer Republik. Auch wenn die Monarchie 1660 restauriert wurde, war diese Revolution von fundamentaler Bedeutung für die Herausbildung des modernen politischen Denkens wie auch der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse und Institutionen weit über England und das 17. Jahrhundert hinaus. Im Rahmen einer von der Zensur befreiten Öffentlichkeit wurden erstmals offen die Grundlagen der politischen und sozialen Ordnung thematisiert und zum Gegenstand politischen Handelns gemacht.

Im Rahmen der Tagung werden Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen neuere Ansätze und Ergebnisse der Forschung zu diesen revolutionären Entwicklungen, den in ihnen entstehenden politischen und sozialen Ideen, Diskursen und Praxen wie auch deren historische und aktuelle Bedeutung diskutieren.

 

Donnerstag, 2.6., 19.30 Uhr, Vortragsraum
Vortrag: “The Gate of Heroes” - On the China Trail

From the mountains of Jiangxi province in far-off China, down river, over lake and mountain, and finally across oceans, 98 % of the Chinese porcelain on display in European museums, stately homes, palaces and personal collections are testimony to an epic journey and of monumental human endeavour. Luxury for the rich created by the effort of millions. Each year in the 1600s and 1700s millions of pieces - services, vases and ornamental wares - were shipped and portered over the mountain border into Guangdong province, passing through the aptly-named “Gate of Heroes”.

Lecturer Lars Tharp studied Archaeology at Cambridge and joined Sothebys where, as a director and auctioneer (1977-1993), he specialized in Chinese and European ceramics. Today his consultancy devises and curates exhibitions, advises on the acquisition, care and disposal of ceramics and other fields.

Die Arts Society Hamburg bietet ein jährliches Programm mit Vorträgen in englischer Sprache an, die hauptsächlich von Dozenten aus Großbritannien gehalten werden. Ausführliche Informationen unter

www.theartssocietyhamburg.de.

 

Donnerstag, 9.6.2022, 18 – 19.30 Uhr, Vortragsraum
Diskussionsreihe: Hamburg und die »Staatsverträge« (II) – Muslimisches Alltagsleben

Aus der Reihe 10 Jahre »Staatsverträge« zwischen der Stadt Hamburg und den islamischen Gemeinden sowie der alevitischen Gemeinde. Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg.

Mit der Unterzeichnung der Staatsverträge vor 10 Jahren erhielten Muslim*innen in Hamburg eine Reihe von Rechten. So wurde z. B. vertraglich zugesichert, dass auf Hamburger Friedhöfen nach islamischen Regeln beerdigt werden kann oder dass Moscheen mit Minaretten errichtet werden dürfen. Auch im Bildungsbereich sollen der gemeinsame Religionsunterricht für Alle sowie eine Ausbildungsstätte für islamische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Hamburg gefördert werden.

Doch wie haben sich diese vertraglichen Zusicherungen auf das Leben von Muslim*innen in Hamburg ausgewirkt? Wie werden die Verordnungen von der Verwaltung umgesetzt? Und wie erfahren Menschen muslimischen Hintergrunds überhaupt davon, dass sie nun das Recht haben, am Zuckerfest zum Ende des Fastenmonats Ramadan Urlaub zu nehmen? Woher wissen Arbeitgeber*innen, dass sie gesetzlich verpflichtet sind, dem Urlaubsgesuch an diesem Tag statt zu geben?

Über den langen Weg von den Staatsverträgen zur Alltagspraxis von Hamburger Muslim*innen diskutieren wir auf der Veranstaltung mit unterschiedlichen Gästen.

Es informieren und diskutieren Zahide Kavounis (Religionslehrerin, „Vereinigung der Hamburger Religionslehrkräfte“), Özlem Nas (Stellvertretende Vorsitzende SCHURA – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg) und weitere Gäste. Die Moderation übernimmt Reiner Scholz (Vorstandsmitglied Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg)

Weitere Informationen unter

https://calendar.boell.de/de/event/hamburg-und-die-staatsvertraege-ii-muslimisches-alltagsleben. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Mittwoch, 15.6.2022, 16 – 17 Uhr, Stabi HamburgHub (Zentralbibliothek am Hühnerposten)
Info-Snack: Volle Fahrt voraus! Wege zur Literatur über Schiffe und das Meer

Hamburgs maritime Schätze begeistern Einheimische wie Touristen gleichermaßen. Aber: Wann wurde das Schiff gebaut, das ich heute im Hafen gesehen habe? Welche Stürme auf den Meeren und in der Geschichte hat es überstanden?

Für alle, die im wahrsten Sinne des Wortes tiefer in die Welt der Segel- und Dampfschiffe, der U-Boote und Hovercrafts eintauchen möchten, bieten die Hamburger Bibliotheken spannende Literatur. Im Info-Snack erkunden wir gemeinsam mit Michaela Fahlbusch (Leiterin der Geschäftsstelle der Hamburger Bibliotheken & Bibliothekssystem Universität Hamburg), wo und wie wir Bücher, Fotos, Karten und vieles mehr finden.

 

Donnerstag, 16.6.2022, 19 – 20.30 Uhr, Vortragsraum
Diskussionsreihe: Hamburg und die »Staatsverträge« (II) – Einflussnahme aus dem Ausland? Was bedeutet dieser Vorwurf?

Oftmals berichten Medien und Sicherheitsbehörden über Vorwürfe, ausländische Staaten wie beispielsweise der Iran oder die Türkei könnten über Moscheeverbände Einfluss auf die Hamburger Politik und Stadtgesellschaft nehmen. Aus diesem Grund fordern kritische Stimmen ein Ende der Staatsverträge. Doch welche Rolle spielen die Staatsverträge in diesem Spannungsfeld? Ermöglichen sie nicht gerade eine Konfliktregulierung auf demokratischer Grundlage? Was würde sich eigentlich zum Guten wenden, liefen die Staatsverträge aus? Zu diesem kontroversen Thema diskutieren unsere Gäste zum Abschluss der Veranstaltungsreihe.

Es informieren und diskutieren Prof. Rauf Ceylan (Institut für islamische Theologie, Uni Osnabrück, angefragt) Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein (Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, FDP), Fatih Yildiz (Vorsitzender SCHURA – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg) und Michael Gwosdz (Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, Bündnis 90/Die Grünen, religionspolitischer Sprecher). Die Moderation übernehmen Antje Möller und Reiner Scholz (Vorstandsmitglieder Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e. V.).

Weitere Informationen unter

https://calendar.boell.de/de/event/hamburg-und-die-staatsvertraege-iii-einflussnahme-aus-dem-ausland-was-bedeutet-dieser-vorwurf. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Freitag, 17.6., 20 Uhr, Lichthof
Sommerkonzert: LUX et UMBRA: Vom Schatten ins Licht. Das Vokalensemble DeZett

Das junge Vokalensemble DeZett nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die Facetten zwischen Licht und Schatten. Das Ensemble, 2015 aus Medizinstudierenden, Ärztinnen und Ärzten am Hamburger Universitätsklinikum gegründet, beleuchtet die Dichotomie des Titels mit Werken von der Spätrenaissance bis in die Gegenwart. Mit Werken von Wilbye, Stanford, MacMillan und anderen, darunter auch eine ensembleeigene Uraufführung.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

 

Mittwoch, 22.6., 18.30 Uhr, Vortragsraum
Vortrag mit Schellackplatten: Zum musikalischen Umfeld des frühen Helmut Zacharias (1939-1943)

Helmut Zacharias‘ früheste Erfolge als Plattenstar stammen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und gelten als Meilensteine des Violinjazz in Deutschland. Zacharias konnte die jazzfeindlichen Kulturwächter der NS-Reichskulturkammer dadurch blenden, dass er deutsche Schlager als Grundlage seiner Jazzbearbeitungen nahm und seine Hot-Combo um Instrumente wie Cembalo und Violine ergänzte, die als deutsches Kulturgut anerkannt waren. Reinhard Otto ist Leiter des in der Geschichtswerkstatt Barmbek angesiedelten Barmbeker Schallarchivs. Im Besitz einer umfangreichen Schellackplattensammlung, gibt er sein Wissen um musik- und zeithistorische Zusammenhänge der „goldenen Ära“ der Schellackzeit in zahlreichen Vorträgen weiter. Bei der Veranstaltung präsentiert er Platten von Zacharias auf einem originalen Koffergrammophon aus den 30er Jahren und vermittelt dadurch einen authentischen Eindruck der Zeit ihrer Erstveröffentlichung. Das Beispiel Zacharias zeigt, wie gut Deutschlands Tanzmusiker trotz erschwerter Bedingungen damals swingten.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Dienstag, 28.6., 18 Uhr, Vortragsraum
Vortrag und Diskussion:  Desobedientes – Ungehorsame. Wie gehen ehemalige Diktaturen mit der Last der Täterschaft um?

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme über den Widerstand in und die Erinnerung an die argentinische Militärdiktatur. Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung. Der Eintritt ist frei.


Mai 2022

Immer dienstags um 14 Uhr und donnerstags um 11 Uhr.

Ausleih- und Recherchetipps per Zoom!

Nützliche Tipps zur Neu- oder Wiederorientierung im Online-Meeting! Wenn Sie Bücher mit nach Hause nehmen möchten, mit Literatur vor Ort arbeiten müssen oder unsere E-Medien nutzen wollen, zeigen wir Ihnen, wie das funktioniert und worauf Sie ggf. achten sollten. Sie erfahren, wie Sie in den Besitz eines Bibliotheksausweises kommen, wieso dieser zu Ihrem treuen Begleiter wird und weshalb der Katalogplus das Mittel der Wahl ist, wenn Sie nicht nur Literatur suchen, sondern auch schnell finden wollen. Dauer. ca. 30 Minuten, im Anschluss an die Präsentation haben Sie ausreichend Gelegenheit für Rückfragen.
stabi.hamburg/tipps-zoom

 

Freitag, 13. Mai 2022, 19 Uhr, Vortragsraum

Vortrag: Könige der Republik. Thomas Manns demokratisches Verständnis

Eine »republikanische Wende« soll Thomas Mann in den Jahren nach 1918 vollzogen haben – so eines der wirkmächtigsten Deutungsmuster der politischen Biografie Manns. Das Bild der Wende suggeriert eine dynamische Entwicklung, die sein Denken in ein Davor undemokratischer Ideen und ein Danach fester demokratischer Überzeugung teilt. Dieses Bild möchte der Vortrag infrage stellen und am Beispiel von Manns Rede Von deutscher Republik kenntlich machen, wie wenig der Begriff der Wende auf Manns Denken zutrifft. Vielmehr werden Kontinuitäten deutlich, die sein politisches Denken nahezu konstant bestimmen. 

Tim Lörke hat Germanistik und Anglistik studiert und wurde mit einer Arbeit über Thomas Manns demokratisches Kulturverständnis und Doktor Faustus in Heidelberg promoviert. Nach Assistenzen in Heidelberg und an der Freien Universität Berlin ist er heute Geschäftsführer und wissenschaftlicher Koordinator des Sonderforschungsbereichs Intervenierende Künste an der Freien Universität Berlin. Seit 2006 ist er Beiratsmitglied der Dt. Thomas Mann-Gesellschaft.

Für Mitglieder der Thomas-Mann-Gesellschaft eintrittsfrei, für Nicht-Mitglieder 7€.


Dienstag, 17.5.2022, 18 Uhr, Vortragsraum

Vortrag: Griechische Häftlinge im KZ Neuengamme

Über das Schicksal der griechischen Häftlinge im KZ Neuengamme und seinen Außenlagern ist in Deutschland wie auch in Griechenland bis heute nur wenig bekannt. Auf der Grundlage von Recherchen in verschiedenen Archiven und Gesprächen mit Nachkommen sowie einem Überlebenden ist es Loukas Lymperopoulus gelungen, einigen der überlieferten Häftlingsnummern einen Namen und ein Gesicht zu geben und folgende Fragen zu beantworten: Aus welchen Regionen Griechenlands stammten sie? Aus welchen Motiven, zu welchem Zeitpunkt und an welchem Ort wurden sie verhaftet? Wie erlebten sie die Haft und wie verlief die Rückkehr der Überlebenden nach Griechenland?

Eine Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung, der Griechischen Gemeinde Hamburg e. V., der Gemeinde der Griechen in Hamburg und Umgebung e. V. sowie der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Die Moderation übernimmt Alyn Beßmann (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte)

Anmeldung über https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender/

Der Eintritt ist frei.


Mittwoch, 18.5.2022, 16 Uhr, Stabi HamburgHub (Zentralbibliothek am Hühnerposten)

Info-Snack: Borcherts Pfeife. VIP-Nachlässe online.

Beim Info-Snack geben wir noch vor der offiziellen Eröffnung unseres neuen Außenpostens in der Zentralbibliothek der Bücherhallen Einblicke in unsere Bestände und Services.

Bei der ersten Snack-Veranstaltung geht es um Wolfgang Borchert (1921-1947), eine Ikone der Nachkriegsliteratur. Im Mai 2022 würde er seinen 101. Geburtstag feiern. Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg pflegt Borcherts Nachlass. Seit dem runden Jahrestag 2021 stellen wir den generationsprägenden Autor in einer neuen Dauerausstellung unter dem Titel Dissonanzen vor und haben seinen Nachlass digitalisiert.

Kurator Konstantin Ulmer führt durch die virtuelle Ausstellung und zeigt außerdem Digitalisate aus dem Nachlass. Zu entdecken gibt es besondere Briefe, Manuskripte und Fotos, auf die jede*r Interessierte Zugriff hat. Aus- und Seitenblicke gibt es zu anderen Nachlässen, die in der Stabi erschlossen werden, beispielsweise zu denen von Richard Dehmel und Friedrich Gottlieb Klopstock.

 

Freitag, 20.5.2022, 9 – 21.30 Uhr, Vortragsraum

Konferenz: Poetry in the digital age

Die erste internationale und interdisziplinäre Konferenz des ERC-Projekts »Poetry in the Digital Age« (Leitung: Prof. Dr. Claudia Benthien, Institut für Germanistik, UHH) widmet sich vom 19. bis 21. Mai visuellen und ästhetischen Dimensionen gegenwärtiger Lyrik. Im Zentrum stehen die Fragen, welche Erkenntnisse Lyrik im digitalen Zeitalter über Beziehungen von Bild, Text und Sprache sowie über Veränderungen in Produktions- und Rezeptionspraktiken beitragen kann und welche Potentiale sie für eine (post-)digitale Sprach- und Medienkritik bereithält.

Die deutsch- und englischsprachigen Vorträge aus Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft, Visual Culture Studies und Kommunikationsforschung diskutieren u. a. folgende Phänomene: Ästhetiken von Schrift und Bildern in Gedichten und Poesiefilmen, Transformationen und Prozessualität in digitaler Lyrik, Lyrisches in Bildender Kunst und Figuratives in Buchlyrik, poetische Lese- und Schreibpraktiken in digitalen Medien sowie Protest, Politik und Partizipationskulturen in Social-Media-Gedichten.

Konzipiert und geleitet wird die Konferenz von Dr. Wiebke Vorrath und Magdalena Korecka. Tagungsorte sind die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky (Vortragsraum) und die Universität Hamburg (ESA W 221). Weitere Informationen und das Programm finden Sie auf der Projektwebseite: https://www.poetry-digital-age.uni-hamburg.de/

Die Konferenz ist Teil eines Projekts, für das Fördermittel des Europäischen Forschungsrats (ERC) im Rahmen des Programms der Europäischen Union für Forschung und Innovation »Horizont 2020« bereitgestellt wurden (Finanzhilfevereinbarung Nr. 884177).

Der Eintritt ist frei.


Dienstag, 31.5.2022, 18 – 19.30 Uhr, Vortragsraum
Diskussionsreihe: Hamburg und die »Staatsverträge« (I) - Eine historische Herleitung

Aus der Reihe 10 Jahre »Staatsverträge« zwischen der Stadt Hamburg und den islamischen Gemeinden sowie der alevitischen Gemeinde. Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg.

Die Trennung von Staat und Religion gilt als Grundpfeiler moderner Demokratien. Jedoch sieht das Grundgesetz der Bundesrepublik keine strikte Trennung zwischen Staat und Religion vor. Wir blicken deswegen zunächst auf das Staatskirchenrecht/ Religionsverfassungsrecht, welches das Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaften regelt. Was beinhaltet es, und welche Seite profitiert von den historisch gewachsenen Strukturen? Im Kontext einer diversen Migrationsgesellschaft muss es dabei auch um die Frage der Gleichstellung von Religionen gehen. Daher fragen wir, wie sich die »Staatsverträge« von 2012 aus dem Staatskirchenrecht/ Religionsverfassungsrecht ableiten lassen und welche Regelungen sie konkret beinhalten. Stellen sie die grundgesetzlich verbürgte Gleichberechtigung aller Religionsgemeinschaften sicher?

Es informieren und diskutieren Lucie Kretschmer (Promotionsstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung und Expertin für religiöse Vielfalt und Religionspolitik) und Norbert Müller (Jurist, Hamburg, hat für die SCHURA – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg die Verträge verhandelt). Es moderiert Antje Möller (Vorstandsmitglied Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg)

Weitere Informationen unter https://calendar.boell.de/de/event/hamburg-und-die-staatsvertraege-i. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.