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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Inkunabeln und Frühdrucke

Wiegendrucke und Frühdrucke bis 1530

Vor den Auslagerungen im Zweiten Weltkrieg umfasste die Inkunabelsammlung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg etwa 1200 Titel, von denen jedoch seit der kriegsbedingten Verlagerung bis heute etwa 1000 verschollen sind. Die übrigen erhaltenen Bände sind weiterhin unter der früheren AC-Signatur aufgestellt, neuerworbene Inkunabeln (ab 1943) tragen eine Inc-Signatur. Inc. App. bildet die Gruppe der Postinkunabeln (mit Erscheinungsjahr bis 1530). Der heutige Bestand umfasst rund 300 Wiegendrucke und mehr als 600 Frühdrucke.

Zu den Kostbarkeiten zählen die deutsch-lateinische Ausgabe des Speculum humanae salvationis (Augsburg um 1473), die berühmte, mit 109 kolorierten Holzschnitten verzierte Koberger-Bibel (Nürnberg 1483) und Conrad Botes aufwendig illustrierte Chronecken der Sassen (Mainz 1492). Daneben finden sich Rarissima wie die Drucke des Nürnberger Handwerkerdichters Hans Folz vom Ende des 15. Jahrhunderts, oder die niederdeutschen Volksbücher aus Lübeck, zum Beispiel die beliebte Melusine (um 1478) und das Narrenbuch über die Rechtschafenheit, Henselyns boek (nach 1497) genannt.

Bestände der Inkunabel-Sammlung und des Inkunabel-Appendix sind recherchierbar im Katalogplus; Inkunabeln (bis 1500) sind außerdem in den bibliotheksübergreifenden Datenbanken Gesamtkatalog der Wiegendrucke und INKA erfasst. Bereits digitalisierte Wiegendrucke der Inkunabelsammlung können Sie über unser Portal Hamburger Kulturgut Digital erreichen.


Kontakt:

Dr. Anne Liewert


Digitalisierung, Seltene und Alte Drucke, Hamburgensien
E-Mail: anne.liewert@sub.uni-hamburg.de
Telefon: +49 40/42838-3371
Telefax: +49 40/42838-3352

Handschriftenlesesaal


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