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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Addenda

Hamburger Klopstock-Ausgabe, Addenda Band I: Klopstock-Bibliographie

Von Gerhard Burkhardt und Heinz Nicolai
Redaktion: Helmut Riege unter Mitarbeit von Hartmut Hitzer und Klaus Schröter


Eine neue Klopstock-Bibliographie – die letzte erschien 1916 in Goedekes „Grundriß zur Geschichte der deutschen Dichtung“ – ist seit langem ein dringendes Erfordernis. Der vorliegende Band soll der Literaturwissenschaft ein möglichst umfassendes Arbeitsinstrument liefern. Er verzeichnet daher nicht nur Klopstock-Ausgaben und wissenschaftliche Klopstock-Literatur, sondern auch Quellenmaterial, das künftiger Forschung dienstbar gemacht werden kann. Die Bibliographie schließt ab mit den Veröffentlichungen des Jahres 1971. Spätere Fortsetzungen sind vorgesehen.

In systematischer Gliederung nach inhaltlich-thematischen Gesichtspunkten berücksichtigt die Bibliographie folgende Gebiete: Bibliographien und Forschungsberichte – Editionen – Text- und Druckgeschichte – Gesamtbild – Einzelne Aspekte der Biographie – Beziehungen zu Zeitgenossen und Wirkung im 18. Jahrhundert – Bildungsfaktoren – Weltbild – Ästhetische und poetologische Auffassungen – Sprachtheorie und Orthographiereform – Sprache und Stil – Verskunst – Werke und Briefe – Wirkung im 19. und 20. Jahrhundert – Behandlung in der Schule.

Vorbemerkungen zu den einzelnen Abschnitten und ein differenziertes Verweissystem dienen dazu, die verschiedenen Abteilungen zu koordinieren und ihre inneren Zusammenhänge zu verdeutlichen.    


Hamburger Klopstock-Ausgabe, Addenda Band II: Klopstocks Arbeitstagebuch

Herausgegeben von Klaus Hurlebusch

In einem Manuskript von 72 Folioseiten, das er ohne Titel ließ, hat Klopstock, kontinuierlich datierend, Einträge vorgenommen, die sich vom November 1755 bis August 1756 erstrecken. Zunächst in Lyngby bei Kopenhagen, damals seinem ständigen Wohnsitz, notiert er als Ereignisse des täglichen Lebens u. a. den geselligen Umgang mit seinen Gönnern und Freunden Bernstorff, Moltke, Basedow und Cramer und als besondere Vorkommnisse zwei Audienzen beim dänischen König. Danach, während eines Besuches in Hamburg, vermerkt er Begegnungen mit Lessing, dem Theologen Alberti sowie mit Verwandten und befreundeten Familien der Stadt. Den größten Raum nehmen Notate zur schriftstellerischen Tätigkeit ein. Zahlreiche Titel bezeugen eine thematisch weitgespannte Lektüre. Das eigene Schaffen ist teils in Form verkürzter Angaben über bestimmte Arbeitsgänge registriert, so an dem „Messias“, den „Geistlichen Liedern“, dem „Tod Adams“; teils dokumentiert durch die Niederschrift und mehrschichtige Überarbeitung von Texten, so von Entwürfen zum Thema „Gelehrtenrepublik“, von epigrammatischen Gedichten und vollständigen Vorfassungen der Aufsätze „Von der Sprache der Poesie“ und „Von dem Range der schönen Künste und der schönen Wissenschaften“.

Als Dokument ist das Arbeitstagebuch, von dem nur drei kleinere Ausschnitte vorveröffentlicht sind, einzigartig; kein anderes bezeugt Klopstocks Leben und Schaffen mit solcher Kontinuität. Im vorliegenden Band wird der handschriftliche Text zum ersten Mal vollständig und mit allen Änderungen des Autors ediert. Die Prinzipien der Edition und die Methode der Textwiedergabe sind ausführlich erläutert. Im Kommentar des Textes sind für die Charakterisierung von Personen und Sachen neben einschlägigen Arbeiten der Forschungsliteratur alle Informationen ausgewertet worden, die aus dem Überlieferungsmaterial der Werke und der Korrespondenz Klopstocks sowie aus zeitgenössischen Zeugnissen über sein Leben und Schaffen zu gewinnen waren. Mit Bezug auf die Entstehungsgeschichte mehrerer Werke des Autors wird durch Kennzeichnung spezifischer Merkmale von Klopstocks Denken und von seiner Arbeitsweise der bisherige Wissensstand der Forschung erweitert.    


Hamburger Klopstock-Ausgabe, Addenda Band III: Die zeitgenössischen Drucke von Klopstocks Werken

Band 1 und 2
Eine deskriptive Bibliographie von Christiane Boghardt, Martin Boghardt und Rainer Schmidt


Die zeitgenössischen Drucke von Klopstocks Werken werden hier erstmals systematisch erfaßt. Die beiden Bände enthalten Beschreibungen aller Drucke (unter Ausschluß von Übersetzungen, Kompositionen und Teilabdrucken), die zu Klopstocks Lebzeiten veranstaltet worden sind und bieten somit einen lückenlosen Überblick über die zeitgenössische Publikationsgeschichte jedes einzelnen von Klopstock verfaßten Textes.

In einem Anhang sind bibliographisch ermittelte, aber nicht aufzufindende Drucke zusammengestellt. Die Register schlüsseln die Bände nach Werken, Drucken und Druckorten mit den Verlegern bzw. Druckern auf.

Die Beschreibung der Drucke basiert auf einer Analyse, die im Rückgriff auf die Methoden der anglo-amerikanischen Buchwissenschaft an möglichst allen heute noch greifbaren Exemplaren des jeweiligen Drucks vorgenommen wurde. Dadurch ist die Identität jedes einzelnen Drucks abgesichert. Registriert sind damit auch die satzimitierenden Drucke (Doppel- und Zwitterdrucke) sowie alle Kartons (Blätter, die aus Notwendigkeiten der Korrektur nach bereits abgeschlossenem Druckvorgang ausgewechselt wurden). Bei mehreren Ausführungen eines Drucks wurde stets versucht, die relative Chronologie zu bestimmen.

Die Bibliographie schafft wesentliche Voraussetzungen für textkritische Untersuchungen und bietet die Grundlagen für weitergehende druckgeschichtliche Analysen; nicht zuletzt ermöglicht sie die Erforschung wirkungsgeschichtlicher Zusammenhänge.    

Kontakt:

Dr. Mark Emanuel Amtstätter


Nachlässe und Autographen, Arbeitsstelle der Hamburger Klopstock-Ausgabe
E-Mail: mark.emanuel.amtstaetter@sub.uni-hamburg.de
Telefon: +49 40/42838-2767
Telefax: +49 40/42838-3352