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© 2019 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

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2016 -

Ausstellungsarchiv

Ausstellungen 2019

Wissen in Kisten – Gelehrtennachlässe der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
10. Oktober 2019 – 05. Januar 2020
Wissenschaftliche Entdeckungen und intellektuelle Leistungen hinterlassen häufig Spuren, die in den Sammlungen der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB) als schriftliche Nachlässe gelehrter Persönlichkeiten aufbewahrt werden. Dieses meist lose, oft unsortiert und unvollständig in die Bibliothek gelangte und heute in Archivkästen beisammen gehaltene „Wissen in Kisten“ reicht von Entwürfen und Skizzen bis hin zu mehr oder weniger ausgereiften Manuskripten, umfasst aber auch Briefe, persönliche Erinnerungen und Lebensdokumente.
Im 100. Jubiläumsjahr der Universität bietet die SUB einen Streifzug quer durch diese Form der Überlieferung an, wobei Erwartetes und Unerwartetes, Wissenschafts- und Zeitgeschichte, Persönliches und Institutionelles sowie Universitäts- und Kulturgeschichte der Stadt zu sehen ist.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, täglich bis Mitternacht geöffnet, der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen finden Sie im Blog.


Werner Jakstein und die Architektur der Stadt. Ein Leben für die Baukultur in Altona.
11. Juli bis 22. September 2019
Dr. Ing. Werner Jakstein (1876 – 1961) war als gebürtiger Potsdamer von 1910 bis 1945 als erster Baupfleger Altonas für die städtebaulich-architektonische Identität seiner Wahlheimatstadt verantwortlich.
Jakstein beteiligte sich am wissenschaftlichen Diskurs, schrieb aber auch, um eine breit interessierte Öffentlichkeit auf Themen der Stadtentwicklung, Architektur, Denkmalpflege und der Baupflege aufmerksam zu machen. Dabei war er nicht nur Autor, sondern auch begnadeter Zeichner und Maler, der die dem Untergang geweihte Altonaer Altstadt in Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen dokumentierte und künstlerisch festhielt. „Stadt“ verstand er auf vorbildhafte Weise als Lebensraum, „Architektur“ als identitätsstiftenden Faktor in der Stadtgestaltung.
Die Ausstellung, die zahlreiche Leihgaben aus dem Altonaer Museum, dem Staatsarchiv Hamburg und der Staats- und Universitätsbibliothek präsentiert, zeigt die Arbeit und das Leben des Architekten, Stadtplaners, Architekturhistorikers, Publizisten, Schriftstellers, Grafikers, Malers und Sammlers Werner Jakstein.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Hamburger Architektur Sommers.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, täglich bis Mitternacht geöffnet, der Eintritt ist frei.

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Licht ins Dunkel! Die Diasammlung des Kunstgeschichtlichen Seminars im Kontext der Zeit
4. April - 23. Juni 2019
Die Erfindung der Fotografie eröffnete dem bis dahin auf Glas gemalten Unterhaltungsmedium Dia neue Einsatzmöglichkeiten. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte die Projektion fotografischer Positivbilder auf Glasplatten oder Zelluloidfilm das gesamte Bildungswesen revolutioniert. Firmen wetteiferten in der Herstellung der besten Lichtbilder und zugehörigen Bildwerfer. Am Kunstgeschichtlichen Seminar der 1919 gegründeten Hamburger Universität trugen Erwin Panofsky und seine Nachfolger Krisenzeiten zum Trotz die größte kunstgeschichtliche Diasammlung Deutschlands zusammen. Zusammen mit dem noch erhaltenen Schriftgut eröffnet sich ein lebendiger Blick in die Fachgeschichte.
Die Ausstellung zeigt anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Gründung der Universität Hamburg Glasdiapositive und Fotografien aus den Sammlungen des Kunstgeschichtlichen Seminars sowie Kleinbildprojektoren und weitere Medien aus einer Privatsammlung.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, täglich bis Mitternacht geöffnet, der Eintritt ist frei.

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Mutter Erde. Natur und Weiblichkeit in der Frühen Neuzeit
17. Januar - 24. März 2019
In der europäischen Kultur wird die Natur mit klangvollen Namen bezeichnet: Mutter Erde, Frau Natur, Gaia. Fast immer wird dabei die Natur als weiblich gedacht und dargestellt. Diese Vorstellungen finden seit der Frühen Neuzeit in Bildern sowie der Druck- und Buchgraphik ihren Niederschlag, welche die Natur als Gebärerin und Ernährerin, Erzieherin, Magierin und Hüterin der Welt zeigen. Die Sichtweisen und Projektionen werden in vielen Beispielen frühneuzeitlicher Druck- und Buchgraphik ins Bild gesetzt.
In der Ausstellung finden sich unter anderem Werke nach Originalen von Maarten van Heemskerck, Hendrick Goltzius und Peter Paul Rubens. Ebenso werden Titelblätter antiquarischer, kunstgeschichtlicher, naturkundlicher und philosophischer Texte von Cesare Ripa, Athanasius Kircher, Joachim von Sandrart sowie Georges Louis de Buffon präsentiert.
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Hamburg, der Forschungsstelle Naturbilder/Images of Nature, der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg sowie der Kunstsammlung der Universität Göttingen unter Leitung von Iris Wenderholm und Maurice Saß.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, täglich bis Mitternacht geöffnet, der Eintritt ist frei.

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Ausstellungen 2018

Kopieren, bewahren, Neues schaffen – Die Schriftkunst von Chen Songzhang und Zhu Yongling – 秦汉简帛书迹的现代演绎--陈松长 朱永灵书法艺术展
27. September 2018 bis 6. Januar 2019
Die beiden Gegenwartskünstler Chen Songzhang und Zhu Yongling beziehen sich mit dem Kopieren schriftlicher Vorlagen längst vergangener Jahrhunderte auf überlieferte chinesische Schriftzeichen, die sie in einem intelligenten Spiel neu verwenden. Durch Kunstgriffe im Bereich von Layout und Disposition der Zeichen werden neue Bezüge und Wechselwirkungen geschaffen, die vorher so nicht existierten. Als Schriftträger dienen ihnen nicht nur Papier, sondern auch Seide und Keramik. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit von SUB und SFB Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa der Universität Hamburg präsentiert. Ein reich bebilderter Ausstellungsband erscheint in der Zeitschriftenreihe manuscript cultures des Sonderforschungsbereiches „Manuskriptkulturen in Afrika, Asien und Europa“ der Universität Hamburg als Druck sowie Open Access im Internet.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, täglich bis Mitternacht geöffnet, der Eintritt ist frei.

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Visuelle Skepsis im öffentlichen Raum –Der Umgang mit „belasteten“ Denkmalen
27. August bis 19. November 2018
Fragwürdige Erinnerung – ungeliebtes Erbe – strittiges Erbe – belastete Denkmale – problematische Denkmäler – unbequemes Erbe. „Braucht eine souveräne Demokratie den symbolischen Bruch mit ihrer schweren Vergangenheit oder kann und sollte sie sogar unverfälscht aufzeigen, was einmal war und nie mehr sein sollte?“ Dieses Zitat aus einem Artikel von Dina Dorothea Falbe (2016) in dem Architekturportal BauNetz zur Instandsetzung der Münchner Ausstellungshalle „Haus der Kunst“ zeigt ein Grunddilemma der Denkmalpflege im Umgang mit „belasteten“, „problematischen“ oder „unbequemen“ Relikten der Vergangenheit im öffentlichen Raum auf. Soll man sie unkommentiert ihre Wirkung entfalten lassen oder ist man verpflichtet, Ideologiekritik zu üben, um ihre Definitionsmacht im Stadtraum einzuhegen?
Ziel der von Margit Kern (Kunstgeschichtliches Seminar der Universität Hamburg) kuratierten Ausstellung ist es, einige Fallbeispiele zu versammeln, die sich nicht auf eine Neuinszenierung und Neurahmung durch erklärende Texte zurückziehen, sondern ästhetische Antworten suchen. Ort der Ausstellung: Lichthof (Altbau; Zugang über 1. Stock, Stabi)
Mo-Fr 9-20:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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GEGENWELTEN - Swing in Hamburg, Hans Leipelt und die "Weiße Rose", Coco Schumann und die "Ghetto-Swingers"
29. Mai bis 29. Juni 2018
Über Generationen eint alle Swing-Fans ein Gefühl von unbeschwerter Freiheit. Namen wie Duke Ellington, Count Basie, Benny Goodman stehen für ihre Big Bands der 1920er-, 1930er- Jahre. Musiker wie Teddy Stauffer, John Kristel, Arne Hülphers begeisterten mit ihren Tanzkapellen damals in Hamburg. Zum Jazz gehören Resistenz und Verweigerung. Wen wundert's, dass die Nazis diese "Niggermusik" hassten und die Fans verfolgten. "Wer den Swing in sich hat, ob er im Saal steht oder auf der Bühne, kann nicht mehr im Gleichschritt marschieren", so der Jazzgitarrist und Holocaustüberlebende Coco Schumann.
Veranstalter: AStA der Universität Hamburg
Ort: Lichthof im Altbau (Zugang über Informationszentrum) Öffnungszeiten: Mo-Fr 9 - 20.30 Uhr

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7. Juni bis 19. August 2018
In Stammbücher oder sogenannte Freundschaftsalben ("Alba Amicorum") etwas hinein zu schreiben, war eine beliebte Sitte in der Frühen Neuzeit, die bis heute in Poesiealben sowie Freunde- und Gästebüchern weiterlebt. Beginnend im adligen und im akademischen Milieu weitete sich dieser Trend vor allem in der Aufklärungszeit schon bald in private Kreise aus. Wappen, Zeichnungen, kleine Malereien, Silhouetten, Stickereien und vieles mehr schmückten die Einträge, die je nach Besitzer von Zitaten antiker Autoren, großer Reformatoren oder zeitgenössischer Literaten und Philosophen bis hin zu einfachen Freundschaftssprüchen wie das "Vergiß mein nicht" reichen. Gerade letzteres drückt aus, dass die Bücher auch an die Menschen aus dem eigenen Lebenskreis erinnern sollten, an Familienmitglieder, Freunde und Bekannte. Und wie heute Freundebücher bei Kindern oder Facebook bei Erwachsenen die soziale Vergemeinschaftung festhalten und sichtbar machen, so spiegeln die historischen Alben auch das gesellschaftliche Leben der Besitzer auf eigentümliche und zum Teil intime Weise wieder. Damit sind diese u.a. für Historiker, Philologen, Kunsthistoriker und Volkskundler eine wichtige personengeschichtliche und kulturhistorische Quelle.
Die Staatsbibliothek gibt einen Einblick vor allem in die Hamburger Stammbuchkultur des 16. bis 20. Jahrhunderts und zeigt eine Auswahl von Stammbüchern vornehmlich aus ihren Sondersammlungen, ergänzt durch Alben aus dem Museum für Hamburgische Geschichte und dem Hamburger Staatsarchiv.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, täglich bis Mitternacht geöffnet, der Eintritt ist frei.

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Brigitte Nolden – La prima idea

15. März bis 19. Mai 2018
Schon als Dreizehnjährige zeichnete die 1944 in Celle geborene Künstlerin Brigitte Nolden ihre Träume in ein Geheimheft. Ihre künstlerische Begabung kommt nicht von ungefähr. Sie ist die Tochter eines Silhouettisten. Brigitte Nolden machte ihre Passion zum Beruf, studierte an der Werkkunstschule in Hamburg und eröffnete nach Aufenthalten in Rom und Prag 1969 ihr erstes Atelier Nolden am Glockengießerwall. Von 1972-79 lehrte sie „Farbe und Form“ an der heutigen Hochschule für Angewandte Wissenschaften in der Hansestadt. Noch heute gibt sie Mal- und Zeichenkurse. Ideen und Inspirationen holt sich die Künstlerin auf ihren Reisen. Besonders Italien und Griechenland haben es ihr angetan. Ihre Faszination von antiken Text- und Bildquellen drückt sie in starken Farben und Formen aus, entwickelte ihren eigenen abstrahierenden Malstil. Aber auch ihre Wahlheimat Hamburg mit seinen Hafenanlagen und Industrievororten bietet ihr ungewöhnliche Motive für ihre Gemälde.
Vom 15. März bis 19. Mai 2018 schaut Brigitte Nolden zurück auf ihr Lebenswerk und zeigt ihre Arbeiten von der ersten Idee, „La Prima Idea“, den anfänglichen Skizzen im Geheimheft über Bildserien und Grafikbüchern bis hin zu ihren großformatigen farbintensiven Malereien in der Stabi Hamburg.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, täglich bis Mitternacht geöffnet, der Eintritt ist frei.

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Von Maimonides bis Da Costa. Sefardische Handschriften und Bücher aus Hamburg

18. Januar bis 4. März 2018
Die sefardischen Manuskripte und Bücher der Staats- und Universitätsbibliothek sind ein verborgener Schatz. Die Manuskripte stammen aus Hamburger Privatsammlungen des 17., 18. und 19. Jahrhunderts und wurden von den jüdischen Familien Abas, de Castro, Meldola, Cassuto, Sealtiel, Mussaphia Fidalgo und Heyman Baruch Levy kenntnisreich zusammengetragen. Vieles wurde über die Zeit gerettet, vieles wurde verkauft oder gilt heute als verschollen. Mit den bewahrten Schätzen aber besitzt die Staats-und Universitätsbibliothek heute einen großartigen Bestand an Hebraica und Sefardica. In enger Zusammenarbeit mit dem Centre for the Study of Manuscript Cultures der Universität Hamburg und der Bibliothek des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden sowie Hamburger Museen gibt die Ausstellung einen exemplarischen Überblick über die Hamburger Sammlungen, wobei der Schwerpunkt auf den sefardischen Handschriften in spanischer Sprache und lateinischer Schrift liegt.
Die Ausstellung begleitet ein Katalog, der erstmals den Sammlungsbestand systematisch aufarbeitet, verfasst von Hamburger und ausländischen Wissenschaftlern.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, der Eintritt ist frei.

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Ausstellungen 2017

Blauer Vogel auf Rot. Künstlerbücher „im Vorübergehen“ von Kasia Lewandowska

4. November bis 7. Dezember 2017
Kasia Lewandowska, eine überaus vielseitige, sowohl auf bildnerischem wie musikalischem Felde begabte, synergetisch arbeitende Künstlerin zeigt Arbeiten der letzten Jahre aus der Produktion ihres Verlages orange visuell. Kasia Lewandowska hört Farben, schmeckt Wörter und lässt sich von literarischen Texten zu kalligraphischen Kunstwerken inspirieren und setzt eigene Kompositionen - ihr Instrument ist die Harfe – in graphische Partituren um, womit sie wiederum eine eigene Kunstform innerhalb der Gattung Künstlerbuch im weitesten Sinne kreiert. Künstlerbücher werden den Kern der Ausstellung bilden, umrahmt von und korrespondierend mit Farben, Licht und Objekten zum Mitnehmen.
Ort: Gang zum Lichthof im Altbau (1. Etage), der Eintritt ist frei.


Begegnungen mit Daniil Charms – Russische bildende Künstler mit dem großen Avantgarde-Dichter im Dialog

3. November 2017 bis 7. Januar 2018
Die Ausstellung ‘Begegnungen mit Daniil Charms‘ verknüpft das Werk des St. Petersburger Schriftstellers Daniil Charms (1905-1942) mit zeitgenössischer und aktueller russischer Buchkunst. Dabei wird der Blick auf Künstler gerichtet, die bereits zu Lebzeiten Charms’ Kinderliteratur illustrierten und deren Schöpfungen dann in Kinderzeitschriften oder als einzelnes Kinderbuch erscheinen durften. Weiterführend werden moderne russische Künstlerbücher ausgestellt, um die – oft innovative – Vielfalt und Bandbreite vom Kinderbuch bis zum modernen Künstlerbuch vorzustellen.
Mit der Ausstellung wird ein unangepasster Autor und Lebenskünstler geehrt: Daniil Charms. In Zeiten der dirigistischen sowjetischen Staatsmacht, des Terrors und des Vernichtungskrieges von Nazi-Deutschland war ihm keine Überlebenschance geblieben. Die Ausstellung feiert mit der Literatur aber auch die Kunst, die sich ihre Wege sucht, so wie das Wasser von Newa und Elbe in den beiden Partnerstädten: St. Petersburg und Hamburg. Die Schau wird kuratiert von Albert Lemmens und Serge Stommels (Nijmegen) und begleitet von der Charms-Kennerin Gudrun Lehmann (Düsseldorf). Die gezeigten Werke stammen aus der LS Collection, Van Abbemuseum, Eindhoven.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, der Eintritt ist frei.

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„Schädlich und unerwünscht“ – Verbotene Literatur und NS-Raubgut in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

8. September bis 22. Oktober 2017
Mit dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland setzte im Frühjahr 1933 auch die Zensur von Literatur ein, wenige Wochen danach brannten Bücher; schon vor der „Machtergreifung“ waren schwarze Listen vorbereitet worden. Nun wurden Bibliotheken von politisch missliebigen Organisationen beschlagnahmt, Autoren verhaftet und verfolgt, ihre Werke verboten. Viele von ihnen flohen aus Deutschland.
Der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg kam in dieser Zeit eine besondere Rolle zu. Als wissenschaftliche Bibliothek musste sie die verbotenen Bücher nicht aussortieren, sondern war aufgefordert, diese Literatur zu verwahren, um die wissenschaftliche Befassung mit den „Feinden des Reiches“ zu ermöglichen.
Die von den emigrierten und später auch von den deportierten jüdischen Bürgern beschlagnahmten Besitztümer wurden durch das Reich gewinnbringend „verwertet“. Bücher wurden dabei den Bibliotheken angeboten, auch die SUB profitierte davon. Sie erhielt besonders viel „verbotene Literatur“, da diese nicht öffentlich versteigert werden konnte.
Die „Arbeitsstelle für Provenienzforschung – NS-Raubgut“ der SUB möchte in dieser Ausstellung präsentieren, wie sich Spuren beider Verfolgungskomplexe – verbotene Bücher, verfolgte Menschen – noch heute in den Beständen der SUB nachweisen lassen.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, der Eintritt ist frei.

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Buchbilder und Briefe an den Horizont - Malerei von Volker Altenhof

7. Juli bis 20. August 2017
Der Künstler Volker Altenhof, 1950 geboren, studierte von 1977-1982 "Freie Kunst" und "Experimentelle Malerei" bei Professor W. Zimmermann an der "Muthesius-Hochschule" in Kiel. Während seines Studiums erhielt er Stipendien in Griechenland, Estland und Russland, bevor ihn 1995 ein Reisestipendium des Landes Schleswig-Holstein in den Jemen führte.
Heute lebt und arbeitet er in Schleswig-Holstein und Griechenland.
Seit er 1982 Mitglied im "Bundesverband Bildender Künstler (BBK)" wurde, hat er neben zahlreichen Ausstellungen in Deutschland seine Werke in ganz Europa vorgestellt. Ob Dänemark, Frankreich, England, Finnland oder Griechenland, seine lyrische Bildsprache und sein feines Gespür für Farben berühren die Menschen überall.
Oft mit autobiographischen Erfahrungsmomenten und Reiseeindrücken durchsetzt, entstehen seine Werke in thematischen und motivischen Zyklen wie „Briefe an den Horizont“, „Unterwegs“ oder „Navigation“. Dabei durchlaufen sie einen umfangreichen Prozess von Veränderung, Varianten, Versuchen und Möglichkeiten, bevor das eigentliche malerische Werk geschaffen wird.
Als Künstler, der sich durch und durch dem Malen verschrieben hat, verfügt er über eine hohe handwerkliche Solidität und ästhetische Raffinesse. Sein Spiel mit der Farbe reicht dabei bis zur Farbe selbst: Volker Altenhof arbeitet ausschließlich mit der altmeisterlichen Temperatechnik und stellt all seine Farben aus Farbpigmenten selbst her.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, der Eintritt ist frei.

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Georg Philipp Telemann in Hamburg - Schlüsseldokumente seines Wirkens in der Elbmetropole

5. Mai bis 28. Juni 2017
Von 1721 bis zu seinem Tod am 25. Juni 1767 war Georg Philipp Telemann städtischer Kantor und Musikdirektor an den Haupt- und Nebenkirchen Hamburgs. Darüber hinaus prägte er das Musikleben der Stadt als Komponist, Konzertveranstalter und musikalischer Leiter der Oper am Gänsemarkt.
Die Ausstellung zeigt Dokumente rund um Telemanns Wirken in Hamburg: seine kirchenmusikalische Tätigkeit, speziell für Hamburger Anlässe komponierte Fest- und Gedenkmusiken, die für die klangliche Realisierung so wichtigen Musiker und Ensembles, sein Wirken an der Gänsemarkt-Oper, als Konzertveranstalter sowie als Verleger. Außerdem beleuchtet sie Telemanns Zusammenarbeit mit Hamburger Dichtern und Gelehrten sowie sein Verhältnis zu komponierenden Hamburger Kollegen.
Neben einigen erstmals gezeigten Dokumenten aus den Beständen der Staats- und Universitätsbibliothek werden zahlreiche Leihgaben anderer Hamburger und auswärtiger Einrichtungen präsentiert, darunter eigenhändige Musik- und Textmanuskripte Telemanns, in seinem Umfeld entstandene, aufschlussreiche Kopistenabschriften, Archivalien voll spannender Geschichten, außerdem Porträts, Ansichten sowie selten zu sehende Originaldrucke.
Zusammen mit informativen Kurztexten entsteht so ein lebendiges Bild des Hamburger Musiklebens im 18. Jahrhundert zur Telemann-Zeit.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, der Eintritt ist frei.

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Teobert Maler – historische Fotografien Mexikos

9. März bis 23. April 2017
Das fotografische Werk Teobert Malers (1842-1917) ist vor allem durch seine spektakulären Aufnahmen der Maya-Ruinen bekannt geworden. Er gilt als einer der bedeutendsten Forschungsfotografen des 19. Jahrhunderts. Kein anderer Forscher hat so viele vorher unbekannte Maya-Ruinen entdeckt und fotografiert. Seine Fotografien sind noch heute wichtige Dokumente für Studien zur Architektur und zu den Inschriften der Maya-Zivilisation.
Seine archäologischen Aufnahmen sind aber nur ein Ausschnitt seines Werks, das in den dreißig Jahren seines Aufenthalts in Mexiko eine große thematische Bandbreite entfalten konnte. So zählen auch Porträts, Stadtansichten sowie Landschafts- und Naturaufnahmen dazu. Sie zeugen von Malers Interesse am Land und seinen Einwohnern sowie am Kulturerbe Mexikos. Die ersten Fotografien entstanden ab 1874 und in den folgenden Jahrzehnten sollten bis zu 3.000 fotografische Abzüge folgen.
Die Ausstellung widmet sich dem bisher unbekannten fotografischen Werk Malers. Gezeigt werden u.a. einige der ältesten Stadtansichten von Oaxaca, seltene Studioaufnahmen und künstlerisch interessante Landschaftsaufnahmen. Diese seltenen Fotografien werden mit weiteren Materialien wie Tagebüchern, Skizzen und Briefen aus dem Nachlass Teobert Malers aus den Sammlungen des Ibero-Amerikanischen Instituts ergänzt.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, der Eintritt ist frei.

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SCHWARZE TRUEFFEL. 25 Jahre UN ANNO UN LIBRO Till Verclas mit Büchern und Skulpturen

18. Januar - 26. Februar 2017
20 Druckwerke sind es geworden, Künstlerbücher, phantastisch und präzise, hergestellt und herausgegeben von Till Verclas in seinem eigenen Verlag UN ANNO UN LIBRO. Die Bücher, die nur selten Text enthalten, erzählen in mehr oder weniger abstrakten Bildern.
Neben den offensichtlichen, auch haptischen! Erlebnissen und Überraschungen, die das Anschauen dieser Kostbarkeiten bereiten, macht der Betrachter beim Auffalten oder Hochheben einzelner Seiten mancher Werke weitere Entdeckungen. Farbe wird selten eingesetzt, zum Beispiel bei den Farbradierungen des Bandes „Die Zweite Stadt“, öfter hingegen in den sehr differenziert auf das Buch konzentrierten Einbänden. So präsentiert sich “Lichtspiel“ in leuchtend gelbem Pergament, „Musterbuch“ in einem satten Rot. Durch den sparsamen Einsatz von Farbe wirkt diese umso stärker.
Das neu erschienene Buch „Arboretum“ widmet sich eigenen Radierungen und Holzschnitten zum Thema „Baum“.
In seiner Kupferdruckerei betreute Till Verclas 35 Jahre lang viele große Künstler aus Europa und den USA. Seit sieben Jahren führen seine früheren Mitarbeiter die Werkstatt in eigener Verantwortung weiter.
Auf geradezu einzigartige Weise verbinden sich in Till Verclas‘ Schaffen die Bücher mit seinem bildhauerischen Werk, das Stahl-, Holz- und Bronzeskulpturen umfasst.
Die erste große Sammlung, die eine Skulptur von Till Verclas erwarb, war das Museum Ludwig, Köln. Weitere namhafte Museen und Sammlungen in Europa folgten. Vor etwa zehn Jahren hat sich der Kreis der Interessenten auf die USA ausgeweitet.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Werken, in denen die Verbindung von Künstlerbuch und Skulptur sichtbar wird. (Friederike Rohse)
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, der Eintritt ist frei.

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Ausstellungen 2016

Der Kalte Krieg. Ursachen, Geschichte, Folgen

30. November 2016 bis 26. Februar 2017
Zwischen 1945 bis 1991 – vom Ende der Anti-Hitler-Koalition bis zur Auflösung der Sowjetunion – bestimmte der Kalte Krieg die internationale Politik. Vor dem Hintergrund angespannter Ost-West-Beziehungen und der aktuellen Debatte über eine Wiederkehr des Kalten Krieges blickt die Ausstellung auf diese Jahrzehnte zurück. Sie arbeitet die weltanschaulichen, politischen, militärischen und wirtschaftlichen Ursachen des Kalten Krieges in globaler Perspektive heraus. Und sie zeigt, dass der weltumspannende Konflikt die beteiligten Gesellschaften porentief durchdrang und nachhaltig veränderte. Die unterschiedlichen Schwerpunkte – nuklearer Rüstungswettlauf, Schauplatz Dritte Welt und politische Initiativen zur Moderation und Eindämmung von Konflikten – fordern nicht nur zur historischen Rückschau auf. Sie bieten zugleich Anknüpfungspunkte, sich mit aktuellen internationalen Krisen oder aber den Spätfolgen des Kalten Krieges zu befassen, die insbesondere in der Dritten Welt bis heute nachwirken.
Eine Ausstellung des Berliner Kolleg Kalter Krieg und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Ort: Gang zum Lichthof, 1. Etage, der Eintritt ist frei.

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Von Algen und Kristallen, von Plejaden und Schmetterlingen. Die wissenschaftlichen Sammlungen der Universität Hamburg

11. November 2016 bis 8. Januar 2017
Rund 40 wissenschaftliche Sammlungen gibt es an der Universität Hamburg – von A wie Anatomie bis Z wie Zoologie. Zum Teil sind die Objekte schon Hunderte oder gar Tausende Jahre alt, etwa in der Arbeitsstelle für Hamburgische Geschichte oder in der Mineralogischen Sammlung. Andere Objekte wiederum wurden erst vor wenigen Jahrzehnten geschaffen, wie die Sammlungsstücke des Computer-Museums.
Allen Sammlungen ist gemein, dass sie eine unbezahlbare Forschungsinfrastruktur für die Wissenschaft darstellen. Denn die gesammelten Objekte sind nicht etwa nur Relikte einer vergangenen Zeit, sondern können einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung aktueller und zukünftiger Forschungsfragen leisten. Eine wichtige Rolle spielen dabei moderne Untersuchungsmethoden, die zum Sammel-Zeitpunkt noch nicht zur Verfügung standen, z. B. molekulargenetische Analysen und weiterentwickelte Röntgenmöglichkeiten.
Die Ausstellung gibt einen Einblick sowohl in die Bestände der Sammlungen, als auch in die Arbeitsbereiche des Sammelns, der Forschung mit und an Sammlungsobjekten und erläutert Aspekte des Erhaltens dieser großen Forschungsinfrastrukturen.
Eine Ausstellung der Zentralstelle für wissenschaftliche Sammlungen der Universität Hamburg in der Staats- und Universitätsbibliothek
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, der Eintritt ist frei.

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Wunder der erschaffenen Dinge – Osmanische Manuskripte in Hamburger Sammlungen

16. September bis 30. Oktober 2016
Erstmals wird eine Auswahl der osmanischen Manuskripte in Hamburger Sammlungen in einer Ausstellung zusammengeführt. Die Exponate repräsentieren die Vielzahl der Manuskriptkulturen, in denen sich die verschiedenen Ethnien, Sprachen und Konfessionen des bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts bestehenden Osmanischen Reiches widerspiegeln. Den Kern der Ausstellung bilden Manuskripte mit osmanisch-türkischen Texten in arabischer Schrift. Sie stellen eindrücklich zur Schau, dass Handschriftlichkeit über die Form des herkömmlichen Buches hinaus weit verbreitet war. Ihre Unabdingbarkeit für die hochgradig bürokratisierte Staatsverwaltung wird durch Urkunden und Rechnungsbücher augenfällig, und aufwendig gearbeitete Objekte wie Kalenderrollen, Orden und Tableaus rahmen das von Hand geschriebene Wort oder heben die Ästhetik der Schrift an sich hervor. Auch das Erscheinungsbild der seit dem frühen 18. Jh. gedruckten Bücher lassen die wichtige Stellung von Handschriftlichkeit bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jhs. deutlich werden.
Die Ausstellung ist Teil des „Turkologentag 2016“, der von der Gesellschaft für Turkologie, Osmanistik und Türkeiforschung (GTOT e. V.) sowie dem Arbeitsbereich Turkologie der Universität Hamburg ausgerichtet wird (14. bis 17. September 2016).
Ein reich bebilderter Ausstellungsband erscheint in der Zeitschriftenreihe manuscript cultures des Sonderforschungsbereiches „Manuskriptkulturen in Afrika, Asien und Europa“ der Universität Hamburg als Druck sowie open-access im Internet.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, der Eintritt ist frei.


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Hinter der Schriftstellerfamilie Mann

14. September bis 25. Oktober 2016
Eine Ausstellung des Goethe-Instituts Sao Paulo und des Buddenbrookhauses Lübeck
Dass die Mutter Thomas und Heinrich Manns Brasilianerin war und 1851 mitten im Urwald bei Rio de Janeiro geboren wurde, wissen selbst manche Germanisten nicht.
Ihr Weg führte vom „Glück in den Tropen“ in das – für Thomas Mann - „mittelalterliche Lübeck“ und die Ehe mit dem Finanzsenator Mann und endete nach dem frühen Tod des Senators 1891 mit ihrer Befreiung in der Bohèmestadt München. Ein Leben zwischen den Kulturen, das für das spätere Exil und Weltbürgertum ihrer Schriftstellersöhne Heinrich und Thomas sowie für dessen Künstlerkinder prägend war.
Die Ausstellung stellt die drei Lebensetappen Julia Manns in Brasilien, Lübeck und München mit Schwerpunkt auf Brasilien dar.
Kuratoren der Ausstellung sind Dr. Dieter Strauss, ehem. Leiter der Goethe-Institute von Sao Paulo und Santiago de Chile, und die Brasilianerin Maria A. Senne. Dieter Strauss publizierte u.a. „Oh Mann, oh Manns –  Exilerfahrungen einer berühmten deutschen Schriftstellerfamilie“ (2011) und ist Mitherausgeber des Ausstellungskatalogs: „Julia Mann: Brasilien - Lübeck - München“ (1999).
Ort: Gang zum Lichthof, 1. Etage, der Eintritt ist frei.

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Malerei und Plastik in Deutschland 1936. Die Geschichte einer verbotenen Ausstellung

8. Juli bis 28. August 2016
Im Jahr der Olympischen Spiele wurde am 21. Juli 1936 im Kunstverein Hamburg eine repräsentativeAusstellung eröffnet, auf der 249 Kunstwerke von 175 Künstlern gezeigt wurden. Nach 10 Tagen musste die Ausstellung auf Anweisung des aus Berlin herbeigeeilten Vizepräsidenten der Reichskulturkammer, Adolf Ziegler, geschlossen werden. Begründung: es würde Kunst der „Verfallszeit“ gezeigt.
Der Konflikt hatte für die Künstler tief greifende Folgen: Der deutsche Künstlerbund wurde aufgelöst, das Gebäude des Hamburger Kunstvereins enteignet und damit dem Verein die Ausstellungsmöglichkeit genommen. Gegen den Organisator der Ausstellung, den Hamburger Maler Heinrich Stegemann, wurde ein „Ehrengerichtsverfahren“ eingeleitet, das mit einem Verbot der Berufsausübung hätte enden können. Ein Jahr später waren 118 Künstler von den 175 der Hamburger Ausstellung von der Aktion "Entartete Kunst" (1937) betroffen mit insgesamt 9229 Beschlagnahmen in deutschen Museen.
Die Schau dokumentiert die Ausstellung anhand von Werken der 1936 ausstellenden Künstler und beleuchtet die Hintergründe dieses für die Kunstlandschaft Hamburgs und Deutschlands fatalen Ereignisses.
Ort: Ausstellungsraum (EG), Eintritt frei

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Von Neacșu aus Câmpulung bis Mircea Cărtărescu und Herta Müller - 500 Jahre Deutsch-Rumänischer Sprach- und Literaturkontakt

12. Mai bis 27. Juni 2016
1521 schrieb der Händler Neacșu aus der Hauptstadt der Walachei einen Brief – auf Rumänisch - an den deutschen Bürgermeister des siebenbürgischen Kronstadt, um vor einer osmanischen Invasion zu warnen. Die Nähe der rumänischen Fürstentümer zum Osmanischen Reich erweckte das Interesse der Mitteleuropäer an den Schriften Dimitrie Cantemirs (1673-1723). Der Poet Mihai Eminescu (1850-1889) brachte seine künstlerischen Impulse aus Wien und Berlin nach Rumänien mit und machte seine Generation mit Schopenhauer, Kant und Schiller bekannt. Die Königin Rumäniens aus dem Hause Hohenzollern-Sigmaringen (1843-1916) veröffentlichte unter dem Namen "Carmen Silva" rumänisierte deutsche Märchentexte. Mircea Cărtărescu (*1956), ein bedeutender Vertreter der Postmoderne, war Gastprofessor für Literatur in Berlin. 2009 erhielt die 1953 in Rumänien geborenene, deutsch schreibende Herta Müller den Literatur-Nobelpreis.
Die Ausstellung zeigt an markanten Dokumenten, Texten und Biographien, wie sich die rumänische und die deutsche Kultur immer wieder berührt und befruchtet haben.
Ort: Ausstellungsraum (EG), Eintritt frei


Informationen zur Ausstellung finden Sie hier


BÜCHER ALS KUNST von Clemens-Tobias Lange

BÜCHER ALS KUNST von Clemens-Tobias Lange

13. Januar bis 6. März 2016
Clemens-Tobias Lange ist "ein Gestalter herausragender Künstlerbücher...[Seine] Buchkunstwerke zeichnen sich durch subtile typographische Gestaltung, reiche, originelle und zugleich sensible Materialität sowie durch sorgsame Auswahl hochrangiger alter wie zeitgenössischer Texte aus" (aus der Begründung für den Antiquaria Preis für Buchkultur, 2012). Clemens-Tobias Lange: "Durch das äußere, das Buch, muss sich das Innere des Lesers ändern. Ein Maximum an Wahrheit mit einem Minimum an Wahrheit auszudrücken ist das Ziel" (aus dem Vorwort zum Ausstellungskatalog "Gemeint ist das Unsichtbare", 2012). Geschult in der Malerei bei Emilio Vedova und in Design bei Ennio Chiggio in Italien, reiste Lange durch China und Japan. Er lernte Sprachen und beobachtete Gebräuche und Religionen, um tiefere Kenntnisse anderer Denk- und Lebensweisen zu erhalten, und arbeitet mit anderen Künstlern zusammen. Aus seinem Laboratorium für Bücher kommen u.a. 'KALUMET', Ungaretti, 'Wahrheit und Aspirin' von Pessoa, 'Das Lied des Akyn' mit Aitmatow und das No-Book. Durch das Mischen verschiedener handwerklicher Photo- und Drucktechniken werden Photographien und ganze Buchseiten malerische Einheiten.
Die Hamburger Staatsbibliothek zeigt einen Überblick über die Werke von Clemens-Tobias Lange, die in der CTL-Presse, Hamburg, erschienen sind, außerdem Andrucke, Photogravuren und Silber-Gelatine-Handabzüge.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, der Eintritt ist frei.

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Von Boulay nach Göttingen. Charles de Villers (1765-1815). Ein Mittler zwischen Deutschland und Frankreich. Ausstellung zur Zweihundertjahrfeier.

Von Boulay nach Göttingen. Charles de Villers (1765-1815). Ein Mittler zwischen Deutschland und Frankreich. Ausstellung zur Zweihundertjahrfeier.

6. Januar bis 14. Februar 2016
Die Ausstellung zeigt auf 12 Postern das Leben, das Werk und das Wirken Charles de Villers‘ zwischen 1765, dem Jahr seiner Geburt in Boulay, und 1815, dem Jahre seines Todes in Göttingen.
Dieser französische Offizier, den die Revolution zur Emigration zwang, fand Zuflucht in Deutschland.
Hier entdeckte er kulturelle Schätze, die er sich entschloss, dem französischen Publikum bekannt zu machen. Durch seine Mitarbeit an Zeitschriften, seine Publikationen, Übersetzungen und seine rege Korrespondenz mit zahlreichen deutschen und französischen Gelehrten wurde er zum wichtigen Mittler zwischen Frankreich und Deutschland.
Zahlreiche abgebildete Dokumente stammen aus dem umfangreichen, in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg befindlichen Nachlass von Charles de Villers.
Eine Ausstellung der Université de Lorraine, Metz.
Ort: Gang zum Lichthof, 1. Etage, der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie im Blog-Artikel.

Kontakt:

Ulrike Lang

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Foto von Ulrike Lang
PD Dr. Monika Müller

Ausstellungen
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