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"Mozart und Hamburg" oder: Die Champagner-Arie stammt aus Hamburg

Wolfgang Amadeus Mozart Plakat

Veranstaltet von der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftlichen Institut und der Theatersammlung der Universität Hamburg sowie der Mozart-Gesellschaft Hamburg e. V.

27.1.–18.3.2006
Mo-Fr 9–21 Uhr, Sa 10-18 Uhr, Eintritt frei
Katalog 12 Euro (Kasse und Leihstelle)

Schriftliche Bestellung des Kataloges zum Preis von 15 Euro (inkl. Versandkosten) bei der Mozart-Gesellschaft Hamburg, Postfach 201504, 20205 Hamburg, E-mail: mozart.hamburg@web.de

Die von der Hamburger Kulturbehörde und der ZEIT-Stiftung unterstützte Ausstellung „Mozart und Hamburg“ widmet sich der teilweise ungewöhnlich intensiven Mozart-Rezeption in Hamburg von etwa 1785 bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Schwerpunkte sind die zum Teil noch zu Mozarts Lebzeiten erfolgten ersten Aufführungen seiner Opern nördlich der Elbe, die der damalige Theaterdirektor Friedrich Ludwig Schröder (1744–1816) dank persönlicher Kontakte nach Wien und zu Mozart vergleichsweise früh in der Hansestadt etablieren konnte. Mit Textübertragungen wie der Champagner-Arie aus Don Giovanni prägte er deren Aufführungsgeschichte teilweise nachhaltig. Sodann werden Mozarts Blicke nach Hamburg und die Konzertaufenthalte seiner Familienmitglieder dargestellt, wozu auch ein 1791 für Hamburg bestimmtes Auftragswerk Mozarts zählt. Die Mozart-Drucke der Hamburger Musikverlage des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts (darunter Mozarts 1863 in Hamburg erstgedrucktes Erstlingswerk KV 1) bilden einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung wie auch das enorme Engagement des Hamburger Musikdirektors Christian Friedrich Gottlieb Schwencke (1767–1822) für Mozarts Werke.

Aus der Mozart-Rezeption des 19. und 20. Jahrhunderts werden herausgegriffen einige bedeutende Mozart-Feste und -Gedenktage, die Mozart-Aktivitäten des jungen Brahms wie auch seines späteren Freundes Julius Spengel, die unterschiedlichen Sichtweisen auf Mozarts Opern am Hamburger Stadttheater um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhunderts sowie nach 1945, sodann die Mozart-Bezüge in den Werken der Hamburger Komponisten Alfred Schnittke, Wolfgang von Schweinitz, des Choreographen John Neumeier, des für die Hamburgische Staatsoper komponierenden Ernst Krenek sowie des Hamburger Schriftstellers Hans Henny Jahnn.

Präsentiert werden zum Teil noch nie gezeigte Handschriften, Musikdrucke, Fotos, Theaterdokumente und biographische Zeugnisse aus Hamburger Sammlungen sowie Leihgaben auswärtiger Institutionen. Spitzenstücke der Ausstellung sind die Autographen von Mozarts Faschingspantomime sowie Schnittkes Bearbeitungen derselben und ein in der Hamburger Staatsbibliothek neu entdecktes Brahmssches Arbeitsexemplar zu seiner Edition des Mozart-Requiems.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter, viele Neuerkenntnisse zu Mozarts Werken vermittelnder Katalog.