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Stabi gibt Enkelin von Fontane​s Patenkind NS-Raubgut zurück

Perşembe, den 17.10.2019

Die Bibliothek darf die fünf Bücher aber behalten – und erhält weitere Werke aus dem Nachlass des ermordeten Buchsammlers Sternheim.

Meldung im Hamburger Abendblatt vom 17.10.2019 mit Hinweis auf Restitution am 24.10.2019

Die Bibliothek darf die fünf Bücher aber behalten – und erhält weitere Werke aus dem Nachlass des ermordeten Buchsammlers Sternheim.

Hamburg. Der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek (Stabi) ist es erneut gelungen, den rechtmäßigen Besitzer von NS-Raubgut ausfindig zu machen. In einer feierlichen Übergabe sollen am 24. Oktober fünf Bücher, die dem Berliner Buchsammler Hans Sternheim gehörten, an dessen Enkelin Ingrid Mertens übergeben werden, wie die Bibliothek am Donnerstag mitteilte.

Demnach werden die Werke zurückgegeben und gleichzeitig wieder in Empfang genommen, denn Mertens möchte die Bücher ihres Großvaters der Bibliothek überlassen. Darüber hinaus hat sie sich entschieden, der Bibliothek zusätzlich Familiendokumente und Bücher, darunter einen Gedichtband mit persönlicher Widmung Theodor Fontanes, zu schenken.

Fontanes Patenkind wurde in Auschwitz ermordet

Sternheim war ein Patenkind Fontanes und wurde 1944 in Auschwitz ermordet. Die Nationalsozialisten trieben den Buchsammler in finanzielle Not und zwangen ihn so zum Verkauf seiner Bücher, weshalb die Werke als NS-Raubgut gewertet werden. Anlässlich des Fontanejahrs soll die Restitution an Sternheim erinnern und auf seine tragische Geschichte zwischen Fontane und Auschwitz aufmerksam machen.

"Ich bin sehr froh, dass wir durch die intensiven Recherchen der Arbeitsstelle Provenienzforschung diese Restitution vornehmen können, und bin sehr berührt und dankbar über das großzügige Geschenk von Frau Mertens", sagte Stabi-Direktor Robert Zepf.

Kontakt:

Referat für Öffentlichkeitsarbeit


Ann-Kristin Hohlfeld
E-Mail: ann-kristin.hohlfeld@sub.uni-hamburg.de
Telefon: +49 40/42838-5857

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