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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Digital Publishing Report – Sonderheft „Bibliotheken und Büchereien“

Perşembe, den 14.03.2019

Überblick über die digitale Entwicklung in Bibliotheken, von Social Media bis Makerspace, von Lending-Modellen bis OpenLibrary.

Was wissen wir eigentlich nicht über Bibliotheken und deren Aufgaben, Finanzierung, Rolle im Buch- und Medienmarkt. In welchem Verhältnis stehen wissenschaftliche Bibliotheken, Stadtbüchereien, Buchhandlungen und Verlage?

Mit Interview Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg auf S. 52.

Wer besucht Ihre Bibliothek und warum?

Wir dienen der Literatur- und Informationsversorgung von Wissenschaft, Kultur, Presse, Wirtschaft und Verwaltung. Wir sind sowohl für die Uniangehörigen (Studierende und WissenschaftlerInnen) als auch für alle HamburgerInnen da.

Welche Aufgabe haben Sie?
Wir sind die größte wissenschaftliche Allgemeinbibliothek des Stadtstaates Hamburg und der Hamburger Region. Wir sind insbesondere eine zentrale Bibliothek der Universität Hamburg und anderer Hamburger Hochschul- und Forschungsinstitutionen und versehen die Aufgaben einer Landes- und Archivbibliothek.

In einem Satz: Wofür braucht man Bibliotheken und Büchereien?
Bibliotheken stehen für den Wandel von einer analogen zu einer hybriden Wissensgesellschaft, d.h. zu einer Gesellschaft, die sowohl auf analoge als auch auf digitale Informationen zugreift.

Was ist der am häufigsten entliehene Titel aller Zeiten?
Das 2018 am meisten entliehene einzelne Buch war Europa zwischen Land und Meer mit 24 Ausleihen. Der am meisten entliehene Titel aus der Lehrbuchsammlung war das Bürgerliche Gesetzbuch BGB: 379 Entleihungen auf 97 Exemplare.

Was kann man bei Ihnen außer Büchern, Filmen, CDs und anderen “klassischen” Medien ausleihen?
Musiknoten, Historische Karten, Zeitungen und Fotografien, Nachlassmaterialien und Bestände aus der Theatersammlung, wobei vieles davon aber nicht außer Haus ausgeliehen wird. 

Welche Events veranstalten Sie – und welche sind am beliebtesten?
Wir haben ein umfangreiches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm (80 Veranstaltungen pro Jahr!). Sehr beliebt sind die Lesungen, sowie Chor- und Konzertveranstaltungen im Lichthof der Bibliothek. Jährlicher Höhepunkt: die Vergabe des Literaturpreises der Staatsbibliothek, HamburgLesen.

Wie finanzieren Sie sich?
Wir werden von der Freien und Hansestadt Hamburg getragen und bestreiten unsere Ausgaben im geringen Rahmen auch aus Gebühren und Spenden, die genauen Zahlen liefert unser jeweiliger Jahresbericht.

Falls Sie Social-Media-Kanäle betreiben: Wofür und was bringen sie?
Die Stabi Hamburg war die erste wissenschaftliche Bibliothek in Deutschland, die bereits 2010 eine eigene Social Media Stelle eingerichtet hat (vgl. auch „Was machen die da?“ Markus Trapp, Stabsstelle Social Media). Social Media ist bei uns der zentrale Nachrichtenkanal, über den alles Neue mit unseren NutzerInnen geteilt wird. Wir tauschen uns aus, sind offen für Kritik und Anregungen, lassen die NutzerInnen wenn möglich partizipieren (s. Schließfachbenennung im o.g. Artikel) oder liefern Blicke hinter die Kulissen. Der fachliche Austausch mit anderen Bibliotheken und Wissenschafts-Playern ist für uns genauso wichtig.

Was ist Ihre Lieblings-Anekdote zum Thema “Menschen begegnen sich in der Bibliothek”?
Vor ein paar Jahren ließen wir den – nicht nur in Hamburg – recht bekannten YouTuber AlexTV die deutsche Version des Musikvideos von „Gentleman“ in der Stabi drehen (siehe Stabi-Blog). Für seine Fans war das eine tolle Möglichkeit, ihrem „Star“ – mit Perücke hinter der Auskunftstheke – bei der Videoproduktionsarbeit zuzusehen und sich Autogramme zu holen. Auch das kann eine Begegnung in der Bibliothek sein ...

Kurzportrait Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Name: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky (kurz: Stabi Hamburg)
Ort: Hamburg
Typ: Magazinbibliothek
Standard-Leihfrist eines Buchs: 4 Wochen (kann bis zu 3x verlängert werden)
Träger: Freie und Hansestadt Hamburg
Größe: 5 Mio. Medien, 1 Mio. Besucher im Jahr, 200 Mitarbeiter
Website: stabi.hamburg
Social Media: Twitter @stabihh, Instagram, Facebook 

Markus Trapp
Markus Trapp ist Fachreferent für Spanisch/Portugiesisch und Sport an der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, wo er für die Web-Öffentlichkeitsarbeit, die Social Media Kommunikation und – zur Zeit kommissarisch – die Pressearbeit der Bibliothek zuständig ist.
Leitung des Hamburger Projektteils des Fachinformationsdienstes Romanistik, den die SUB Hamburg zusammen mit der ULB Bonn betreibt.
Seit 2004 Autor des Blogs textundblog.de sowie als Dozent und Autor zum Thema Social Media in Wissenschaft und Bibliothek aktiv.

Kontakt:

Referat für Öffentlichkeitsarbeit


Ann-Kristin Hohlfeld
E-Mail: ann-kristin.hohlfeld@sub.uni-hamburg.de
Telefon: +49 40/42838-5857

Foto von  Referat für Öffentlichkeitsarbeit