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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Ausstellung: Licht ins Dunkel!

Salı, den 26.03.2019

Die Diasammlung des Kunstgeschichtlichen Seminars im Kontext der Zeit

Dauer: 4. April bis 23. Juni 2019
Ort: Ausstellungsraum (EG) der Bibliothek, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg
Montag bis Freitag 9–24 Uhr, Samstag und Sonntag 10–24 Uhr. Eintritt frei
Die Ausstellung im Stabi-Blog: blog.sub.uni-hamburg.de/?p=26794 Pressefotos: stabi.hamburg/pressefotos (Credit: Staatsbibliothek Hamburg)
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 3. April 2019, 18 Uhr (Vortragsraum, 1. Etage)
Pressevorbesichtigung: Mittwoch, 3. April 2019, 11 Uhr (Ausstellungsraum, EG)

Auf Glas gemalte Bilder, die mit „Laterna Magica“ auf Jahrmärkten, in Salons und Kinderzimmern gezeigt wurden, fanden seit dem 18. Jahrhundert ein begeistertes Publikum. Die Erfindung der Fotografie und die Industrialisierung eröffneten dem im Dunklen leuchtenden „magischen Lichtbild“ Einsatzmöglichkeiten auch im Bildungswesen. Firmen wetteiferten in der Herstellung der besten Glasplattendias und „Bildwerfer“. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Projektion aus Schulen und Universitäten nicht mehr wegzudenken. Für die Kunstgeschichte wurde sie im „Vergleichenden Sehen“ zum zentralen Lehr- und Forschungsinstrument.
Am Kunstgeschichtlichen Seminar der 1919 gegründeten Universität Hamburg sorgte Erwin Panofsky für den Erwerb der ersten Dias und Fotografien, die er eigenhändig beschriftete. Seine Nachfolger trugen Kriegs- und Krisenzeiten zum Trotz die größte kunstgeschichtliche Diasammlung Deutschlands zusammen. Ergänzt durch umfangreich erhaltenes Schriftgut gibt sie Einblick in die Entwicklung der kunstgeschichtlichen Methode und lässt die Geschichte des Fachs lebendig werden.
Für Jahrzehnte blieb das Bildmaterial schwarzweiß. Farbabstinenz war technischen Defiziten geschuldet und Kriterium wissenschaftlicher Exaktheit. Erst nach dem II. Weltkrieg setzte sich, gemeinsam mit dem Kleinbilddia auf 35mm-Film, farbiges Diamaterial durch und wurde bald enthusiastisch gefördert. In der Nachkriegszeit trat das Kleinbilddia seinen Siegeszug in der Populärkultur an. Für die Neuentwicklung von Projektoren wurde neben der einfachen Bedienbarkeit zunehmend auch die aparte Optik wichtig. Elegante kleine Geräte eroberten die Wohn-zimmer in West und Ost. Von Urlaubsorten wurden Diaserien mitgebracht und selbst fotografiert, um später im Familien- und Bekanntenkreis die Erlebnisse bei einem Dia-Abend zu teilen.
Die Ausstellung zeigt anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Gründung der Universität Hamburg Glasdiapositive und Fotografien aus den Sammlungen des Kunstgeschichtlichen Seminars sowie Kleinbildprojektoren und Medien der Dia-Frühgeschichte aus der privaten Sammlung Dia-Versum.
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, den 3. April 2019, um 18 Uhr im Vortragsraum der Bibliothek (1. Etage). Begrüßung: Dr. Petra Blödorn-Meyer, Kommissarische Leitung der Bibliothek. Einführung in die Ausstellung: Licht ins Dunkel! durch die Kuratorin Dr. Anke Napp und den Vortrag von Dr. Georg Schelbert „Endlich wieder sichtbar. Groß und Kleinbilddias des Berliner kunstgeschichtlichen Instituts im digitalen Format“.

Für Nachfragen: PD Dr. Monika Müller, Tel.: 040 - 428 38 - 3371
E-Mail: monika.mueller@sub.uni-hamburg.de
www.sub.uni-hamburg.de

Kontakt:

Ann-Kristin Hohlfeld


Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hauptgebäude, R 273
E-Mail: ann-kristin.hohlfeld@sub.uni-hamburg.de
Telefon: +49 40/42838-5857
Telefax: +49 40/42838-3352

Foto von Ann-Kristin Hohlfeld