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Ausstellung: Mutter Erde. Natur und Weiblichkeit in der Frühen Neuzeit

星期三, den 09.01.2019

Natur und Weiblichkeit – wichtige Themen nicht erst seit #weiblichkeit und Klimawandel

Mutter Erde, Frau Natur oder Gaia sind in der Frühen Neuzeit klangvolle Namen für die Bezeichnung der Natur. Dabei wird die Natur fast immer weiblich und als Gebärerin, Ernährerin, Erzieherin, Magierin und Hüterin der Welt gedacht.

Dauer der Ausstellung: 17.01. -24.03.2019

Natur und Weiblichkeit – wichtige Themen nicht erst seit #weiblichkeit und Klimawandel

Mutter Erde, Frau Natur oder Gaia sind in der Frühen Neuzeit klangvolle Namen für die Bezeichnung der Natur. Dabei wird die Natur fast immer weiblich und als Gebärerin, Ernährerin, Erzieherin, Magierin und Hüterin der Welt gedacht. Die antike, kleinasiatische Fruchtbarkeitsgöttin Diana Ephesia mit ihren vielen Brüsten war hier das meist bemühte Vorbild und sollte Produktivität und Vielfalt der Natur symbolisieren.

Was weiblich sei und wie sich Frauen zu verhalten hätten, wurde durch Naturprinzipien legitimiert: Frauen galten als das „natürlich“ schwächere Geschlecht. Ihre Gebärfähigkeit wurde als naturgegebenes Lebensziel vorausgesetzt. Diese Vorstellungen finden sich auch noch in modernen Begriffsfindungen wie „working mum“ wieder, in der die scheinbar untypische Verknüpfung von erwerbstätigem Arbeiten und Aufziehen von Kindern als dem eigentlich „typisch“ weiblichen Betätigungsfeld vollzogen wird.

Solches Gedankengut wird in vielen frühneuzeitlichen Beispielen der Buch- und Druckgraphik ins Bild gesetzt. In der Ausstellung finden sich Werke nach Originalen von Maarten van Heemskerck, Hendrick Goltzius und Peter Paul Rubens. Ebenso werden Titelblätter antiquarischer, kunstgeschichtlicher, naturkundlicher und philosophischer Texte von Cesare Ripa, Athanasius Kircher, Joachim von Sandrart sowie Georges Louis de Buffon präsentiert.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Hamburg, der Forschungsstelle Naturbilder/Images of Nature, der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB) sowie der Kunstsammlung der Universität Göttingen unter Leitung von Iris Wenderholm und Maurice Saß. In größerer Form war sie bereits vom 22. Oktober 2017 bis 2. September 2018 zu sehen. Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog, der im Café Libretto der SUB erhältlich ist.

Ausstellungseröffnung: Mittwoch, den 16. Januar 2019, um 18 Uhr im Vortragsraum der Bibliothek (1. Etage). Begrüßung: Dr. Petra Blödorn-Meyer, Kommissarische Leitung der Bibliothek. Einführung in die Ausstellung: Natur und Weiblichkeit, Dr. Maurice Saß, Prof. Dr. Iris Wendeholm.

 

Für Nachfragen: Markus Trapp, Tel.: 040 - 428 38 - 2269,
E-Mail: markus.trapp@sub.uni-hamburg.de

Kontakt:

Ann-Kristin Hohlfeld


Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hauptgebäude, R 273
E-Mail: ann-kristin.hohlfeld@sub.uni-hamburg.de
Telefon: +49 40/42838-5857
Telefax: +49 40/42838-3352

Foto von Ann-Kristin Hohlfeld