FAQ
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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Open Access

Worum es dabei geht und wie sich die Stabi engagiert.

Was bedeutet Open Access?

Open Access bezeichnet den kostenfreien und unbeschränkten öffentlichen Zugang zu in der Regel mit öffentlichen Mitteln finanzierter wissenschaftlicher Literatur sowie zu wissenschaftlichen Materialien. Diese werden ohne technische oder rechtliche Barrieren zugänglich und nutzbar gemacht. Die Nutzungsmöglichkeiten werden meist in freien Lizenzen festgelegt.

Bei Open-Access-Publikationen handelt es sich in erster Linie um Zeitschriftenartikel, Monografien und Sammelbände sowie in diesen enthaltene Beiträge. Die freie Verfügbarkeit bezieht sich darüber hinaus auf Digitalisate, Forschungsdaten und Metadaten.

Warum ist Open Access wichtig?

Die freie Verfügbarkeit von wissenschaftlichen Informationen ist grundlegend für erfolgreiches wissenschaftliches Arbeiten in der digitalen und sich weiter digitalisierenden globalisierten Welt. Ihr Nutzen ist national wie international akzeptiert und entspricht zunehmend internationalem Standard.

Der freie Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und Materialien fördert die Wirkung und den Einfluss der Forschung der Hochschulen und anderer wissen­schaft­licher Einrichtungen: Räumlich und zeitlich unbegrenzt wird diese weltweit verfügbarer und sichtbarer. Die Bereitstellung adäquater Infrastruktur unterstützt dabei die Vernetzung und Kommunikation innerhalb der Wissenschaft und Forschung nachhaltig. 

In einer vernetzten Welt erfährt Open Access zunehmend politische (und finanzielle) Unterstützung. Die freie Verfügbarkeit von wissenschaftlichen Inhalten ist eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung von Open Science.

Und was tut die Stabi?

Open Access ist seit 2006 ein Schwerpunktthema der Stabi.  In ihrer Open-Access-Policy erklärt sie als zentrale Dienstleistungseinrichtung ihre Bereitschaft zum nachhaltigen Handeln und zur Unterstützung ihrer Hamburger Partner. Damit macht sie die Unterstützung des Open-Access-Gedankens zu ihrem strategischen Ziel. Konkret ist die Stabi bereits in den folgenden Bereichen aktiv:

  • Recht: Im Fokus steht das Engagement für bildungs-/wissenschaftsfreundliches Urheberrecht:
    »Open Access ist ein Menschenrecht« (ltd. Direktorin Prof. Dr. Beger, UrhG-Expertin)
  • Lehre (Prof. Dr. Beger: Universität Hamburg, HU Berlin)
  • Schulung und Beratung: freies Publizieren in Urheberrecht, Telemediengesetz, Datenschutz und freie Lizenzen in Wissenschafts- und Bibliotheksbetrieb; Strategien wissenschaftlichen Publizierens (Informationskompetenz)
  • Forschungsinhalte (Publikation wissenschaftlicher Werke wie Monografien und Zeitschriften)
  • Materialien/Forschungsdaten (wie Digitalisate)
  • Infrastruktur (Software-Einsatz [auch Open Source], Vernetzung/Sichtbarmachung der Inhalte in Katalogen, durch Suchmaschinenoptimierung)
  • strategisch-politisches Engagement ( [inter-]nationale Vorträge, Workshops, Tagungen, Konferenzen; Gremien, Netzwerke, etc.)
  • Veranstaltungen: Gemeinsam mit der ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften veranstaltete die Stabi die Open-Access-Tage 2013, die zentrale Tagung im deutschsprachigen Raum.
  • Open Access in Hamburg: Entwicklung von Konzepten für eine Open-Access-Plattform als gemeinsames Nachweissystem der wissenschaftlichen Hamburger Einrichtungen und für ein Digitalisierungszentrum
  • Der goldene und der grüne Weg

    • Die Farben Grün und Gold bezeichnen die beiden gängigsten Veröffentlichungsstrategien. Der goldene Weg meint dabei die frei verfügbare Erstveröffentlichung, wie es aktuell vor allem bei Open-Access-Zeitschriften der Fall ist. Der grüne Weg bezeichnet die zusätzliche Bereitstellung, Selbstarchivierung oder Zweitveröffentlichung, die meist über Dokumentenserver (Repositorien) erfolgt. Dabei können Publikationen entweder vor Begutachtung und Veröffentlichung (Preprint) oder danach (Postprint) zur Verfügung gestellt werden.

  • Publikationsfonds

    • Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt seit 2010 die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Open-Access-Zeitschriften durch (teilweise) Übernahme der Publikationsgebühren (article processing charges). Die Stabi unterstützt Fakultäten bei Bedarf bei der Beantragung von Mitteln im Rahmen der DFG-Förderung. Bitte sprechen Sie uns an.

Kontakt:

Isabella Meinecke

Elektronisches Publizieren, Open-Access-Beauftragte der SUB Hamburg, Verlagsleitung Hamburg University Press
E-Mail:isabella.meinecke@sub.uni-hamburg.de
Telefon:+49 40/42838-7146

Foto von Isabella Meinecke