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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Was ist NS-Raubgut

Allgemeine Informationen rund um das Thema

Definition

Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933 - 1945 sind Bürger und Vereinigungen aus rassischen, politischen, religiösen oder weltanschaulichen Gründen verfolgt worden und haben deshalb ihr Vermögen in Folge von Zwangsverkäufen, Beschlagnahmungen oder auf andere Weise verloren. Zu diesem NS-Raubgut zählen auch Bücher- und Kunstsammlungen, von dem viele deutsche Bibliotheken, Archive und Museen profitierten. Die beschlagnahmten, geraubten und aus dem Ausland verschleppten Bücher wurden den Bibliotheken z. B. von der Geheimen Staatspolizei oder der Reichstauschstelle in Berlin zugewiesen oder konnten im Antiquariatshandel günstig erworben werden. Solche bedenklichen Erwerbungen wurden dann in den Zugangsbüchern der Bibliotheken vielfach als 'Überweisungen', 'Geschenke' oder 'alter Bestand' deklariert.
NS-Raubgut lagert bis heute unentdeckt in den Magazinen. Zum Teil ist es erst in den Nachkriegsjahren inventarisiert worden oder auf Umwegen in die Einrichtungen gelangt, zum Teil ist es bis heute noch gar nicht eingearbeitet. 1999 haben sich Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände in einer gemeinsamen Erklärung das Ziel gesetzt, noch im Besitz öffentlicher Einrichtungen befindliches NS-Raubgut zu ermitteln und an die rechtmäßigen Eigentümer zurückzugeben.

Kontakt:

Arbeitsstelle Provenienzforschung - NS-Raubgut

Dr. Anna von Villiez / Maria Kesting
Historikerin / Leiterin
E-MailMaria.Kesting@sub.uni-hamburg.de
Telefon+49 40/42838-3354 / -3351
Telefax+49 40/42838-3352

Foto von Maria Kesting (Ltg.)/ Dr. Anna von Villiez/ Ulrike Preuß Arbeitsstelle Provenienzforschung - NS-Raubgut