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Hamburg, Carl von Ossietzky

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DZK-Projekt „NS-Raubgut in den Sondersammlungen“

Die Zugänge zu den Sondersammlungen der Stabi zwischen 1933 und 1945 werden genau unter die Lupe genommen

Von August 2018 bis Juli 2020 fördert das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste (DZK) ein Projekt zur Provenienzforschung, das die laufenden Recherchen zu NS-Raubgut ergänzen soll. Standen bisher die Bücher im Mittelpunkt, so soll es nun um die Überprüfung der Sondersammlungen der Stabi gehen. Dazu gehören z.B. Nachlässe, Autographen, Karten, Briefe,  Druckgrafik (Kupferstiche) und Einzelstücke aus dem Bereich der alten Drucke. Zwischen 1933 und 1945 sind große Mengen von teils wertvollen Stücken in die Bibliothek gekommen, darunter einige verdächtige oder erwiesene Fälle von NS-Raubgut. Viele davon sind Unikate, oft auch privater Art, die für die Familien von NS-Verfolgten bis heute einen hohen emotionalen Wert besitzen. Der besondere Charakter dieser Objekte und ihre zum Teil lückenhafte Erschließung erfordern aufwändige Recherchen, die zur Entwicklung des eigenständigen Projekts geführt haben.

Ziel der Forschungen ist es, in den Sondersammlungen durch eine systematische Überprüfung NS-Raubgut zu identifizieren, gefundene Fälle an die „Lost Art“-Datenbank zu melden, Erben und Rechtsnachfolger zu ermitteln und schließlich, soweit möglich, die Gegenstände zu restituieren bzw. faire Lösungen zu finden. Bearbeiterin ist die Historikerin Anneke de Rudder, die zuvor als Provenienzforscherin am Museum Lüneburg tätig war.

Kontakt:

Arbeitsstelle Provenienzforschung - NS-Raubgut


Anneke de Rudder / Maria Kesting
Historikerin / Leiterin
E-Mail: nsraubgut@sub.uni-hamburg.de
Telefon: +49 40/42838-3354 / -3351
Telefax: +49 40/42838-3352