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Hamburg, Carl von Ossietzky

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'Hamburg' in der Handschriftensammlung der Stabi

Zeit ihres Bestehens sind der Hamburger Stadtbibliothek Handschriften als Geschenke und Vermächtnisse von politisch Verantwortlichen, Wissenschaftlern und patriotisch gesinnten Bürgern zugegangen

Stadtansicht von Hamburg, 17. Jh. - Stammbuchblatt Nr. 324 Scrin. 67Stadtansicht von Hamburg, 17. Jh. - Stammbuchblatt Nr. 324 Scrin. 67

Cod. in scrinio 93: Prachteinband des 11. Jahrhunderts mit darin eingelassener, wiederverwendeter Elfenbeintafel aus Rom, um 450, und Filigran- bzw. Bergkristallbeschlägen des 12. JahrhundertsCod. in scrinio 93: Prachteinband des 11. Jahrhunderts mit darin eingelassener, wiederverwendeter Elfenbeintafel aus Rom, um 450, und Filigran- bzw. Bergkristallbeschlägen des 12. Jahrhunderts

Die Geschichte der Handschriften innerhalb der Sondersammlungen der Stabi führt zurück in die Frühgeschichte der Hamburger Stadtbibliothek: Im Jahre 1481 vermacht der Erste Bürgermeister Hinrich Murmester († 1481) einige Handschriften und Bücher seiner Vaterstadt; die Bände sollten in der so genannten „Neuen Bibliothek“ aufgestellt werden.

Auch in der Folgezeit sind es vor allem Stiftungen Hamburger Bürger, die den Bestand an mittelalterlichen Handschriften vergrößern. Die Sammlung zeichnet sich vornehmlich aus durch umfangreiches Material u.a. zu europäischer und hamburgischer Wissenschafts- und Bildungsgeschichte und zur Geschichte der Reformation sowie der norddeutschen Aufklärung. Legate von Persönlichkeiten aus dem Kreis der Gelehrtenschule des Johanneums und des Akademischen Gymnasiums zu Hamburg haben ein besonderes Gewicht. Von den Vorbesitzern resp. Schenkern sollen beispielhaft genannt werden der Bürgermeister Sebastian von Bergen (1554-1623), die Professoren Rudolf Capellus (1635-1684), Johann Adolph Tassius (1585-1654), Marquard Schlegel (1605-1653), Joachim Jungius (1587-1657), die Familie Lindenbruch (Stiftung: 1649), Lucas Holstenius (1596-1661) und Vincent Placcius (1642-1699).

Die Bibliotheken der Hamburger Stadtpfarrkirchen - St. Petri, St. Jacobi und der Hauptkirche St. Katharinen - verdanken ihre Bücher den Privatbibliotheken der amtierenden Geistlichen und Spenden Hamburger Bürger. Durch die Reformation teils ihrer Gültigkeit beraubt, wurden sie von den jeweiligen Kirchenvorständen zu verschiedenen Zeiten (St. Petri im Jahr 1800, St. Jacobi 1841 und St. Katharinen 1923) der Stabi übergeben.

Den größten Zuwachs an kostbar illuminierten Handschriften verdankt die Stabi den beiden Brüdern Johann Christoph (1683-1739) und Johann Christian Wolf (1689-1770), die mehrere Tausend Handschriften besaßen und ihrerseits 2000 kostbarste Bände aus der Bibliothek des Frankfurter Patriziers Zacharias Conrad von Uffenbach (1683-1742) erwarben.

Heute umfasst die Handschriftensammlung der Staatsbibliothek ca. 7.750 abendländische Handschriften. Diese enthalten Texte aus beinahe allen Wissensgebieten in Überlieferungen des 9. bis 18. Jahrhunderts.

Teile des Bestandes sind nachgewiesen in der wissenschaftlichen Reihe „Katalog der Handschriften der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg“ (1967 ff.).

Kontakt:

PD Dr. Monika Müller

Handschriften
E-Mail: monika.mueller@sub.uni-hamburg.de
Telefon: +49 40/42838-3371
Telefax: +49 40/42838-3352

Foto von Monika Müller
Handschriftenlesesaal


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