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Bestandsübersicht: Seltene und Alte Drucke

Inkunabeln

Ausschnitt Koberger-Druck

Die kleine, aber wertvolle Inkunabelsammlung umfasst heute nur noch 270 Exemplare. Etwa 1.000 Inkunabeln sind seit ihrer Auslagerung im Zweiten Weltkrieg verschollen. Zu den Kostbarkeiten zählen die deutsch-lateinische Ausgabe des Speculum humanae salvationis (Augsburg um 1473), die berühmte, mit 109 kolorierten Holzschnitten verzierte Koberger-Bibel (Nürnberg 1483) und Conrad Botes aufwendig illustrierte Chronecken der Sassen (Mainz 1492). Daneben finden sich Rarissima wie die Drucke des Nürnberger Handwerkerdichters Hans Folz vom Ende des 15. Jahrhunderts, oder die niederdeutschen Volksbücher aus Lübeck, zum Beispiel die beliebte Melusine (um 1478) und das Narrenbuch über die Rechtschafenheit, Henselyns boek (nach 1497) genannt.


Hamburgischer Taschenkalender

Wertvolle und seltene Drucke des 16. bis 20. Jahrhunderts

Seit 1948 besteht für wertvolle und seltene Drucke des 16. bis 20. Jahrhunderts eine Sondersammlung, in der neben Kostbarkeiten, seltenen Erstausgaben und Unikaten auch die Hamburger Drucke des 16. und 17. Jahrhunderts ihren Platz haben.
Besondere Stücke sind unter anderem Else Lasker-Schülers 1923 herausgegebenes Theben mit Gedichten und von Hand kolorierten Lithographien der Künstlerin, die in acht Bänden erschienene Sammlung der Frauenzimmer Gesprächsspiele (Nürnberg 1641–1649), welche der Autor Georg Philipp Harsdörffer 1653 der Stadtbibliothek Hamburg schenkte und das aus dem Haus Habsburg stammende, reich illustrierte Prachtexemplar des Theuerdank (Nürnberg 1517).


Rara-Sammlung

Titelblatt Brockes Irdisches Vergnügen in Gott

Die seit den 1980er Jahren entstandene Rara-Sammlung enthält vor allem seltene und wertvolle Drucke des 17. Jahrhunderts sowie alle Hamburger und Altonaer Drucke des 18. Jahrhunderts, ferner wertvolle illustrierte Drucke des 18. und 19. Jahrhunderts und seltene Exemplare neuerer Literatur. Eingang fanden hier beispielsweise die zahlreichen physikalischen Schriften Robert Boyles und viele Werke über Galileo Galilei. Bemerkenswert ist der Bestand an niederdeutscher Literatur.


Schönes Buch

Über 2.600 besonders illustrierte Bücher, bibliophile Ausgaben, künstler- und Malerbücher sowie Pressendrucke veranschaulichen in der seit der Nachkriegszeit bestehenden Sammlung die Geschichte des Schönes Buches vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute.
Hamburger Buchkünstler wie etwa Johannes Schulz (Werkstatt Lerchenfeld), Richard von Sichowsky, Otto Rohse und Roswitha Quadflieg (Raamin-Presse) sind mit mehreren Beispielen ihrer Buckunst vertreten. Die Sammlung bewahrt außerdem die umfangreichste Kollektion der expressionistischen Farbholzschnittarbeiten des Künstlers Karl Lorenz (Turm-Presse).

  • Titelblattausschnitt Georg Heym Umbra Vitae
  • Titelblattausschnitt Georg Heym Umbra Vitae

Einbanddetail Hamlet

Einbandsammlung

Unter den über 600 Beispielen der Einbandkunst finden sich wundervolle Renaissance-Einbände, prachtvolle Exemplare aus der Zeit des Barock, filigrane Silberarbeiten, Buchschnitte mit Fore-Edge-Painting und bunte Bauerneinbände. Knapp die Hälfte der Einbände stammt aus dem 19. und 20. Jahrhundert mit Arbeiten der bekanntesten deutschen Einbandkünstler Thiersch, Kersten, Dorfner, Wiemeler, Londenberg und Zwang.


  • Portraitausschnitt Anna Maria Schurmann
  • Portraitausschnitt Anna Maria Schurmann alt

Porträtsammlung

Gegenwärtig umfasst die Porträtsammlung rund 15.000 Bildnisse von Persönlichkeiten der abendländischen Geschichte, abgebildet auf Kupferstichen, Lithographien, Kohle- und Bleistiftzeichnungen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.


Kupferstich Meis

Kupferstichsammlung

Die Bibliothek erhielt die 1.700 Blätter im Laufe der Zeit vorwiegend durch Vermächtnisse und Geschenke von Privatpersonen. Namhafte Künstler der italienischen, niederländischen, deutschen und französischen Schule sind vertreten, der englischen hingegen so gut wie gar nicht.