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Dr. Mark Emanuel Amtstätter

Nachlass- und Autographensammlung

Postkarte Gustav Schiefler

Zu den historischen Beständen der Staatsbibliothek gehören etwa 400 selbständig aufgestellte Nachlässe und ca. 68.000 Autographen. Es handelt sich dabei überwiegend um Nachlässe und Autographen von Persönlichkeiten aus dem 17. Jahrhundert bis in die heutige Zeit, deren Lebens- und Wirkensmittelpunkt im Hamburger Raum war.

Nachlässe

Die SUB bewahrt Nachlässe von Dichtern, Schriftstellern, Komponisten, Künstlern, Journalisten, Wissenschaftlern, Gelehrten, Kulturschaffenden und Personen des öffentlichen Lebens.

Bedeutende literarische Nachlässe sind unter anderem die Nachlässe von Friedrich Gottlieb Klopstock, Matthias Claudius, Friedrich von Hagedorn, Detlev von Liliencron, Georg Heym, Wolfgang Borchert, Hans Henny Jahnn und Hubert Fichte. Von großer Bedeutung ist auch der umfangreiche Nachlass des Dichters Richard Dehmel, der mit vielen berühmten Persönlichkeiten seiner Zeit korrespondierte. Der Nachlass des Hamburger Kunstmäzens Gustav Schiefler enthält beispielsweise viele, zum Teil illustrierte Briefe der „Brücke“-Maler und Edvard Munchs. Ein Teil-Nachlass des Malers Philipp Otto Runge gehört ebenso zum Bestand der Bibliothek wie der etwa 50.000 Blatt umfassende Nachlass des Hamburger Universalgelehrten Joachim Jungius.

Etwa 80 der 400 Nachlässe sind bislang im HANS-Katalog recherchierbar. Für die dort noch nicht katalogisierten Bestände stehen anderweitige Verzeichnisse zur Verfügung.

Autographensammlungen

Die Nachlass-Bestände werden durch drei Autographensammlungen ergänzt:

1. Uffenbach-Wolfsche Briefsammlung (Sup.ep.)

Die 200 Bände umfassende Gelehrtenbriefsammlung enthält ca. 40.000 Briefe von 7.128 Verfassern an 3.229 Adressaten und erstreckt sich zeitlich vom ausgehenden 15. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Sammlung wurde von dem Frankfurter Gelehrten Zacharias Conrad von Uffenbach (1683–1734) angelegt und von den Brüdern Johann Christoph (1683–1739) und Johann Christian Wolf (1689–1770) fortgeführt. Sie gelangte 1767 in den Besitz der Hamburgischen Stadtbibliothek und enthält zum Beispiel Originalbriefe von Erasmus von Rotterdam, Andreas Gryphius, Gottfried Wilhelm Leibniz, Martin Luther, Philipp Melanchthon und Johann Michael Moscherosch.

Der gesamte Bestand ist in einem zweibändigen Katalog verzeichnet: Supellex epistolica Uffenbachi et Wolfiorum. Katalog der Uffenbach-Wolfschen Briefammlung, hrsg. und bearb. von Nilüfer Krüger, 2 Bde., Hamburg 1978 (= Katalog der Handschriften der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, 8). Der HANS-Katalog weist alle Personen der Uffenbach-Wolfschen Briefsammlung nach.

2. Campe-Sammlung (CS)

Die Campe-Sammlung vereinigt etwa 5.000 Autographen und 600 Porträts hervorragender Männer und Frauen vom Ende des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, gesammelt von Elisabeth Campe (1786–1873) und deren Pflegetochter Elise Campe-Reclam (1810–1861). Die CS ist vollständig im HANS-Katalog katalogisiert.

3. Literaturarchiv (LA)

Das Literaturarchiv geht auf die Autographensammlung der früheren Stadtbibliothek zurück und enthält Autographen Hamburger Persönlichkeiten oder Hamburg betreffende Zeugnisse. Im Gegensatz zu den beiden anderen Sammlungen ist das LA nicht abgeschlossen, sondern wird durch Ankäufe und Schenkungen ergänzt. Das LA ist vollständig im HANS-Katalog katalogisiert.