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Carlos R. Linga und seine Sammlung

Broschüre Linga-Bibliothek, Broschuere_Linga-Bibliothek.pdf

Der Bestand der Linga-Bibliothek geht auf eine Sammlung des Hamburger Kaufmanns Carlos R. Linga (1877-1963) zurück. Karl Robert Linga wurde am 20.04.1877 in Altona geboren und ging bereits mit 17 Jahren nach Abschluss einer Kaufmannslehre nach Mexiko. Schon bald hatte er sich dort eine führende Position in der Zuckerwirtschaft erarbeitet. Während des ersten Weltkrieges war es ihm untersagt, sich wirtschaftlich zu betätigen. In dieser Zeit begann Linga, sich intensiv mit der Mesoamerikanistik und der Kolonialgeschichte Mexikos zu beschäftigen und Literatur zu diesen Themen zu sammeln, wobei er besonderen Wert auf Originalausgaben des 16. bis 18. Jahrhunderts legte. Später dehnte er seine Sammlertätigkeit auch auf andere Epochen und Länder Mittel- und Südamerikas aus.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges konnte Linga an seine Erfolge in der mexikanischen Zuckerwirtschaft anknüpfen. Daneben setzte er sich auch intensiv für eine Förderung des kulturellen und wirtschaftlichen Austausches zwischen Deutschland und Mexiko ein.  So gründete er nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit anderen Kaufleuten eine Vorläufer-Organisation der deutschen Handelskammer in Mexiko. 1958 wurde ihm für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen.

1956 überließ er seiner Heimatstadt Hamburg seine über Jahrzehnte aufgebaute Spezialsammlung von etwa 6.000 Werken, um so die wissenschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Mexiko/Lateinamerika auch in Deutschland zu fördern.  Am 12. Oktober 1957 wurde die Linga-Bibliothek eröffnet, die bis 1991 im Ibero-Amerika-Haus am Alsterglacis untergebracht war und sich seitdem im Altbau der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg befindet. Nach dem Tode Lingas gründete seine Witwe Bertha Probst de Linga 1967 die „Stiftung der Linga-Bibliothek in der Freien und Hansestadt Hamburg “, deren ausschließliche Stiftungsaufgabe die Förderung der Linga-Bibliothek ist. Wie testamentarisch vom Ehepaar Linga festgelegt, ging 1982 nach dem Tod Bertha Lingas ihr Vermögen in die Stiftung über. Die Erträge sichern seitdem den Fortbestand und den Ausbau der Sammlung.

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Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie nicht nur in der virtuellen Ausstellung Zuckerohr und Bücherwelten, sondern auch in unserer Broschüre.