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Benutzungsordnung der Staats- und Universitätsbibliothek

Die Behörde für Wissenschaft und Forschung hat am 27. September 1993 die folgende Benutzungsordnung für die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky erlassen:

I. Allgemeines

Nr. 1. Aufgaben

Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky dient als öffentliche Bibliothek wissenschaftlichen Zwecken, beruflicher Arbeit und Fortbildung. Sie ist eine zentrale Bibliothek für die Hochschulen der Freien und Hansestadt Hamburg und übernimmt im Rahmen der gesetzlichen Regelungen archivalische Aufgaben. Ihre Aufgaben nimmt die Bibliothek nach Maßgabe der hierüber bestehenden Vorschriften insbesondere dadurch wahr, daß sie folgende Benutzungsmöglichkeiten bietet:

  • Benutzung ihrer Bestände in den Räumen der Bibliothek (Nummer 10 - 14)
  • Ausleihe von Literatur zur Benutzung außerhalb der Bibliothek (Nummer 15 - 20)
  • Beschaffung von Literatur, die in der Bibliothek nicht vorhanden ist, durch den Auswärtigen Leihverkehr (Nummer 21 - 22)
  • Benutzung der Mediothek (Nummer 11)
  • Auskünfte und Informationsvermittlung (Nummer 23)
  • Anfertigung von Reproduktionen, Fotokopien und Mikroformen nach Vorlagen aus ihren und den von anderen Bibliotheken vermittelten Beständen (Nummer 24)

Nr. 2 Benutzungsberechtigte und Rechtscharakter des Benutzungsverhältnisses

(1) Zur Benutzung sind natürliche und juristische Personen berechtigt, die einen der in Nummer 1 Satz 1 angegebenen Zwecke verfolgen; kollektive Benutzer (Dienststellen, Institute, Fachbibliotheken und dergleichen) sind zur Benutzung berechtigt, wenn eine Bevollmächtigung vorliegt, die die Einrichtung und deren Vertreter umfaßt.

(2) Zwischen der Bibliothek und den Benutzern/Benutzerinnen wird ein öffentlich-rechtliches Benutzungsverhältnis begründet.

Nr. 3 Zulassung zur Benutzung

(1) Wer Bibliotheksgut ausleihen oder in die Lesesäle bestellen will, bedarf der Zulassung. Sie ist grundsätzlich persönlich zu beantragen und wird gegen Vorlage eines gültigen Personalausweises, bei ausländischen Benutzern/Benutzerinnen gegen Vorlage eines gültigen Passes (jeweils mit Adressenbestätigung des Einwohnermeldeamtes) erteilt. Studierende der Hamburger Hochschulen haben zusätzlich den gültigen Studentenausweis vorzulegen. Die Benutzung der Sondersammlungen ist gegen Vorlage des Benutzerausweises oder eines gültigen amtlichen, mit Lichtbild versehenen Ausweises gestattet. Minderjährige bedürfen der Einwilligung ihres gesetzlichen Vertreters. Keine besondere Zulassung ist erforderlich für die Benutzung des Publikumskatalogs, der allgemeinen Lesesäle und der Bibliographiensammlung.

(2) Zugelassene Benutzer/Benutzerinnen erhalten grundsätzlich einen Benutzerausweis, der sorgfältig zu verwahren und nicht übertragbar ist. Ein Verlust des Benutzerausweises ist der Bibliothek unverzüglich anzuzeigen. Der Benutzer/ die Benutzerin ist für Schäden, die aus dem Verlust oder Mißbrauch des Benutzerausweises durch Dritte entstehen, haftbar, auch wenn ihn/sie kein Verschulden trifft.

(3) Die Zulassung zur Benutzung kann zeitlich befristet und für Benutzer/Benutzerinnen, die keinen Wohnsitz in Hamburg haben, auf die Benutzung innerhalb der Bibliothek beschränkt werden.

(4) Studierende sind nur für die Dauer des Studiums bis zur Exmatrikulation zugelassen, Hochschullehrer und wissenschaftliche Mitarbeiter nur für die Dauer ihres Dienstes an den Hamburger Hochschulen. Sie können bei Vorliegen der Voraussetzungen der Nummer 2 Benutzungsordnung erneut zugelassen werden.

(5) Juristische Personen beantragen die Zulassung zur Benutzung durch den Vertretungsberechtigten mit dessen persönlichen Daten nach Nummer 3 Absatz 1 sowie Unterschrift und Dienst- oder Firmenstempel (Adresse). Der Nachweis der Zeichnungsberechtigung ist vorzulegen. Der Antragsteller benennt der Bibliothek Bevollmächtigte, die berechtigt sind , über den Benutzerausweis zu verfügen und gegebenenfalls die Einrichtung, für die die Bevollmächtigung gelten soll. Die Rücknahme der Bevollmächtigung ist der Bibliothek umgehend mitzuteilen.

(6) Die unbefristete, uneingeschränkte Zulassung gilt als widerrufen, sobald Benutzer/Benutzerinnen nicht mehr in Hamburg gemeldet sind.

(7) Bei Widerruf oder Erlöschen der Zulassung aus anderen Gründen ist der Benutzerausweis an die Bibliothek zurückzugeben.

(8) Zur Sicherung von Ersatzansprüchen können Sicherheitsleistungen (Kaution/Bürgschaft) verlangt werden.

(9) Die von der Bibliothek mit der Zulassung zur Benutzung erhobenen und gespeicherten Daten werden entsprechend den Vorschriften des Hamburger Datenschutzgesetzes behandelt.

Nr. 4 Gebühren

(1) Die Benutzung der Bibliothek ist grundsätzlich gebührenfrei. Für die Inanspruchnahme einzelner Leistungen werden Benutzungsgebühren, für die Vornahme von Amtshandlungen Verwaltungsgebühren nach der Gebührenordnung für wissenschaftliche Bibliotheken in der jeweils geltenden Fassung erhoben.

(2) Leistungen der Informationsvermittlungsstelle (Nutzung von Datenbanken) werden nach der Entgeltordnung in der jeweils geltenden Fassung berechnet.

Nr. 5 Öffnungszeiten

(1) Die Öffnungszeiten werden durch Aushang bekanntgegeben.

(2) Die Bibliothek kann aus triftigen Gründen zeitweise geschlossen werden. Eine solche vorübergehende Schließung wird rechtzeitig unter Angabe des Grundes durch Aushang bekanntgegeben.

Nr. 6 Allgemeine Rechte und Pflichten der Benutzer/Benutzerinnen

(1) Die Benutzer/Benutzerinnen haben das Recht, die in der Benutzungsordnung genannten und der Zulassung entsprechenden Leistungen der Bibliothek in Anspruch zu nehmen.

(2) Die Benutzer/Benutzerinnen sind verpflichtet, den Vorschriften der Benutzungsordnung und den Anordnungen des Bibliothekspersonals nachzukommen. Sie haften für Schäden und Nachteile, die der Bibliothek aus der Nichtbefolgung dieser Pflichten entstehen.

(3) Die Benutzer/Benutzerinnen haben das Bibliotheksgut und alle Einrichtungsgegenstände der Bibliothek sorgfältig zu behandeln. Es ist untersagt, Veränderungen (Eintragungen, Unterstreichungen, Umbiegen der Blätter, Durchzeichnen und dergleichen) vorzunehmen. Bei der Benutzung von Handschriften, Autographen, Karten und Plänen ist der Gebrauch von Tinte, Kugelchreibern und Kopierstiften nicht gestattet. Loseblattsammlungen und Ordnern dürfen keine Blätter, Katalogen keine Karten entnommen werden.

(4) Die Benutzer/Benutzerinnen haben den Zustand des ihnen ausgehändigten Bibliotheksgutes beim Empfang zu prüfen und etwa vorhandene Schäden unverzüglich anzuzeigen.

(5) Für Schäden und Verluste am Bibliotheksgut, die während der Benutzung entstanden sind, haben die Benutzer/Benutzerinnen, auch wenn ihnen ein Verschulden nicht nachzuweisen ist, in angemessener Frist vollwertigen Ersatz zu leisten. Art und Höhe der Ersatzleistung bestimmt die Bibliothek nach pflichtgemäßem Ermessen. Bei unersetzbaren Werken kann neben dem Ersatz für Herstellung der Reproduktion voller Wertersatz gefordert werden. Kann ein beschädigtes Werk instand gesetzt werden, so haben die Benutzer/Benutzerinnen die Kosten zu ersetzen.

(6) Wird als verloren gemeldetes Bibliotheksgut nachträglich zurückgegeben, so haben die Benutzer/Benutzerinnen Anspruch auf Übergabe des abgegebenen Ersatzexemplars oder der inzwischen erstellten Kopien. Nummer 4 Absatz 1 bleibt in diesem Fall unberührt.

(7) Wer ein Gerät benutzen möchte, hat sich davon zu überzeugen, daß das Gerät unbeschädigt ist und einwandfrei arbeitet. Auf Mängel ist das Bibliothekspersonal unverzüglich hinzuweisen. Für Schäden, die nicht auf die gewöhnliche Abnutzung zurückzuführen sind, haften bei Verschulden, die Benutzer/Benutzerinnen. (8) Die Benutzer/Benutzerinnen haben eine Änderung ihrer Anschrift der Bibliothek unverzüglich mitzuteilen.

Nr. 7 Verhalten in den Bibliotheksräumen. Garderobe

(1) In allen der Benutzung dienenden Räumen der Bibliothek, insbesondere in den Lesesälen, ist im gemeinsamen Interesse der Benutzer Ruhe zu bewahren. Rauchen, Essen und Trinken ist nur an den dafür vorgesehenen Örtlichkeiten gestattet. Tiere dürfen nicht in die Bibliothek mitgebracht werden.

(2) Mäntel und ähnliche Überbekleidung sowie Hüte, Schirme, Gepäckstücke, Aktenmappen, größere Taschen und dergleichen dürfen nicht in die Lesesäle sowie in die Räume der Sondersammlungen mitgenommen werden. Diese Gegenstände können in den zur Verfügung gestellten Garderobenschränken untergebracht werden.

(3) Die Fächer in den Garderobenschränken und Schließfächern dürfen nur während der vereinbarten Belegzeit in Anspruch genommen werden. Die Bibliothek ist berechtigt, nicht fristgemäß freigemachte Fächer zu räumen. Die entnommenen Gegenstände werden vier Wochen aufbewahrt und an das staatliche Fundbüro weitergegeben.

Nr. 8 Kontrollrecht der Bibliothek

(1) Zur Sicherung ihrer Bestände ist die Bibliohek berechtigt, die erforderlichen Kontrollmaßnahmen zu treffen. Bei Kontrollen haben die Benutzer/Benutzerinnen einen amtlichen Ausweis oder den Benutzerausweis sowie mitgeführte Bücher, Zeitschriften und ähnliches, desgleichen den Inhalt von mitgeführten Aktenmappen, Handtaschen und ähnlichem vorzuzeigen.

(2) Bei Verdacht des Mißbrauchs dürfen Garderobenschränke/Schließfächer kontrolliert werden.

Nr. 9 Haftung der Bibliothek

(1) Für den Verlust oder die Beschädigung von Gegenständen, die in die Bibliothek mitgebracht werden, haftet die Bibliothek nur bei grober Fahrlässigkeit ihrerseits und auch nur dann, wenn die Sachen ordnungsgemäß in den Garderobenschränken untergebracht worden sind und sich erst seit dem Tage des Verlustes oder der Beschädigung in den Schränken befanden.

(2) Die Haftungshöchstsumme beträgt 500,-- DM pro Schadensfall. Von der Haftung ausgenommen sind Schlüssel, Ausweise, Geld und sonstige Wertsachen. Diese Gegenstände werden von der Bibliothek nicht in Verwahrung genommen.

(3) Die Bibliothek haftet nicht für Schäden, die durch unrichtige, unvollständige, unterbliebene oder zeitlich verzögerte Dienstleistungen entstanden sind; die Haftung wegen Vorsatzes bleibt unberührt.


II. Benutzung in den Lesesälen und Sondersammlungen. Mediothek, Lehrbuchsammlung

Nr. 10 Benutzung der Lesesäle

(1) Die Bestände der Lesesäle (allgemeine Lesesäle, Sondersammlungen und Mediothek) können an Ort und Stelle benutzt werden.

(2) Der Präsenzbestand der Lesesäle darf in der Regel nur in den Räumen benutzt werden, in denen er aufgestellt oder ausgelegt ist. Nach Gebrauch sind Bücher, Zeitschriften und ähnliches sogleich an ihren Standort zurückzustellen oder an einem dafür bestimmten Platz abzulegen. Sind aus Sicherheitsgründen Werke bei der Aufsicht aufgestellt, werden sie dort gegen Hinterlegung eines Ausweises ausgegeben.

(3) Alle in den Magazinen aufgestellten Werke sowie Werke aus dem Auswärtigen Leihverkehr können zur Benutzung in den Lesesälen bestellt werden. Sie sind in der Regel bei der Aufsicht des jeweiligen Lesesaals in Empfang zu nehmen und dort täglich wieder abzugeben. Werden Werke, die für die Benutzung im Lesesaal bereitgestellt sind, länger als eine Woche (bis zum gleichlautenden Wochentag der Folgewoche einschließlich) nicht benutzt, kann die Bibliothek anderweitig darüber verfügen.

(4) Lesesaalplätze sind nach Beendigung der täglichen Arbeit abzuräumen. Über die Benutzung von Schreibhilfen und Personalcomputern ist die Aufsicht zu informieren.

(5) In den Lesesälen werden Arbeitskabinen (Carrels) und verschließbare Bücherwagen für Examenskandidaten und Doktoranden zur Verfügung gestellt. Die Modalitäten gibt ein Aushang bekannt.

Nr. 11 Mediothek

(1) Die Bibliothek stellt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Mikroformen-Lesegeräte sowie Geräte zur Wiedergabe von Tonträgern, Datenträgern und audiovisuellen Medien in ihren Räumen zur Benutzung zur Verfügung. Es gilt Nummer 6 Absatz 7.

(2) Tonträger und audiovisuelle Medien aus dem Bestand der Bibliothek können in der Mediothek und nur mittels der bibliothekseigenen Technik benutzt werden. Alles übrige regelt eine Sonderbenutzungsordnung.

Nr. 12 Zutritt zum Magazin

Die geschlossenen Magazinräume dürfen nur mit besonderer Erlaubnis betreten werden.

Nr. 13 Benutzung von Handschriften und anderen wertvollen Beständen

(1) Handschriften und andere wertvolle Bestände dürfen nur unter Angabe des Zwecks und nur in den von der Bibliothek für die Einsichtnahme bestimmten Räumen benutzt werden. Die für die Erhaltung dieser wertvollen Bestände notwendigen Sicherheitsvorkehrungen sind zu beachten.

(2) Alles übrige regelt eine Sonderbenutzungsordnug.

Nr. 14 Eingeschränkte Benutzung

Bibliotheksgut, das für eine uneingeschränkte Benutzung nicht geeignet ist, kann nur bei Nachweis eines beruflichen oder wissenschaftlichen Zweckes eingesehen werden. Zum Schutz von Persönlichkeitsrechten kann Bibliotheksgut für einen angemessenen Zeitraum von der Benutzung ausgeschlossen werden.


III. Benutzung durch Entleihen

Nr. 15 Lehrbuchsammlung

(1) Die Lehrbuchsammlung dient in erster Linie den Studierenden. Bücher aus der Lehrbuchsammlung (Freihandbibliothek mit Mehrfachexemplaren) werden nur an Personen ausgeliehen, die einen Benutzerausweis besitzen.

(2) An juristische Personen (Dienststellen, Institute, Fachbibliotheken und dergleichen) werden Bücher aus der Lehrbuchsammlung nicht verliehen.

Nr. 16 Allgemeine Benutzungsbestimmungen

(1) Die in der Bibliothek vorhandenen Werke können zur Benutzung außerhalb der Bibliothek ausgeliehen werden. Ausgenommen sind grundsätzlich:

  • a) der Präsenz- und nicht verleihbare Bestand der Lesesäle und Sondersammlungen/Mediothek sowie Werke, die zu dienstlichen Zwecken in der Bibliothek benötigt werden,
  • b) Handschriften und Autographen,
  • c) Werke von besonderem Wert,
  • d) Werke, die vor 1900 erschienen sind,
  • e) Loseblattausgaben, Tafelwerke und Karten, Zeitungen und ähnliches, Großformate,
  • f) Pflichtexemplare sowie beschädigte Werke,
  • g) ungebundene Lieferungswerke, einzelne Hefte ungebundener Zeitschriften,
  • h) maschinenschriftliche Dissertationen,
  • i) Mikroformen,
  • k) Tonträger und audiovisuelle Medien, Disketten, CD-ROMund ähnliches, maschinenlesbare Datenträger.

(2) Die Ausgabe vielverlangter Werke kann auf die Lesesäle beschränkt werden.

(3) Es ist unzulässig, entliehene Werke an Dritte weiter zuverleihen und auf Reisen mitzunehmen.

(4) Die Bibliothek ist berechtigt, die Menge des einem Benutzer/einer Benutzerin bei einem Ausleihvorgang überlassenen oder in den Lesesälen bereitgestellten Bibliotheksgutes zu beschränken.

(5) Vom Entleihungsverbot der in Absätze 1a) und c) bis i) genannten Werke können in begründeten Fällen Ausnahmen gemacht werden.

Nr. 17 Leihfrist

(1) Die Leihfrist beträgt grundsätzlich 28 Tage.

(2) Die Leihfrist kann verlängert werden, wenn das Werk nicht von einem anderen Benutzer / von einer anderen Benutzerin benötigt wird und die Entleiher ihren Verpflichtungen der Bibliothek gegenüber nachgekommen sind. Verlängerungen sind vor Ablauf der Leihfrist am Terminal selbst vorzunehmen.

(3) Die Leihfrist kann in der Lehrbuchsammlung nur einmal, ansonsten aber zweimal verlängert werden. Bei der Verlängerung kann die Bibliothek die Vorlage des ausgeliehenen Werkes verlangen. Eine Verlängerung über die Gültigkeitsdauer der Zulassung zur Benutzung hinaus wird nicht gewährt.

(4) Die Bibliothek kann ein Werk auch vor Ablauf der Leihfrist zurückfordern, wenn es aus dienstlichen Gründen benötigt wird.

(5) In begründeten Fällen kann die Bibliothek Sonderleihfristen festsetzen (z.B. bei häufig verlangten Werken und solchen nach Nummer 16 Absatz 5 und ähnlichen).

(6) Für dienstliche Zwecke kann Bibliotheksgut Mitgliedern des Lehrkörpers (Professoren / Professorinnen) der Hamburger Hochschulen als Semesterausleihe zur Verfügung gestellt werden. Die Leihfrist verlängert sich dann ohne Antrag bis zum Ende des laufenden Semesters, wenn das Bibliotheksgut nicht von anderer Seite benötigt wird.

Nr. 18 Bestellvorgang

(1) Bestell- und Ausleihvorgang sowie Bereitstellungsfristen des Bibliotheksgutes regelt die Bibliothek nach Zweckmäßigkeit. Die Modalitäten werden durch Aushang bekanntgegeben.

(2) Besteller / Bestellerinnen ermitteln die Signatur des gewünschten Werkes selbst an den Katalogen und geben sie - wie vorgeschrieben - in das Bestellsystem ein.

(3) Benutzer / Benutzerinnen legen beim Empfang der gewünschten Werke den Benutzerausweis vor. Aus der Lehrbuchsammlung und/oder aus den Sondersammlungen/ Lesesaal beständen entnommene Werke werden bei der jeweiligen Buchausgabe/Aufsicht zur Ausleihverbuchung vorgelegt.

(4) Mit dem Eingeben oder dem automatischen Einlesen der Bestelldaten am Buchungsplatz und der Eingabe der Buchsignatur (Standortbezeichnung), bzw. entsprechender Verbuchungsdaten, ist der Inhaber/die Inhaberin des Benutzerausweises als Entleiher/Entleiherin belastet.

(5) Es ist unzulässig, Werke auf den Namen einer anderen Person zu entleihen.

(6) Bestelltes Bibliotheksgut wird eine Woche (bis zum gleichlautenden Wochentag der Folgewoche einschließlich) zur Abholung bereitgehalten.

Nr. 19 Vormerkung

(1) Verliehene Werke können für den Zeitpunkt der Rückgabe zur Ausleihe oder zur Benutzung in den Lesesaal vorgemerkt werden. Besteller / Bestellerinnen werden benachrichtigt, sobald das gewünschte Werk bereitliegt.

(2) Auskunft darüber, wer ein Werk entliehen bzw. vorgemerkt hat, wird nicht erteilt.

(3) Die Bibliothek ist nicht verpflichtet, mehr als drei Vormerkungen je Buch anzunehmen.

Nr. 20 Rückgabe

(1) Spätetens mit Ablauf der Leihfrist ist das entliehene Bibliotheksgut unaufgefordert zurückzugeben. Die Rückgabepflicht entsteht auch, wenn die Bibliothek vor Ablauf der Leihfrist ein Buch zurückfordert.

(2) Bei der Rückgabe werden Benutzer/Benutzerinnen durch Löschen des Entleihvermerks in der Datei des Ausleihsystems entlastet.

(3) Die Rückgabe erfolgt formlos bei den von der Bibliothek benannten Rückgabeorten. Wird eine Quittung gewünscht, so muß dieses vor Beginn des Rückbuchungsvorganges mitgeteilt werden.


IV. Auswärtiger Leihverkehr

Nr. 21 Entleihungen von auswärts

(1) Zu wissenschaftlichen Zwecken, zur Berufsarbeit und Fortbildung benötigte Werke, die am Ort nicht vorhanden sind können durch Vermittlung der Bibliothek bei einer auswärtigen Bibliothek bestellt werden (Auswärtiger Leihverkehr). Für diese Benutzungsart sind die Vorschriften der Leihverkehrsordnung maßgebend.

(2) Der Eingang eines von auswärts bestellten Werkes wird dem Besteller/der Bestellerin mitgeteilt. (3) Bei der Ermittlung, ob ein gesuchtes Werk in Hamburg vorhanden ist, sollen alle Nachweismöglichkeiten der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky ausgeschöpft werden.

Nr. 22 Verleihungen nach auswärts

(1) Verleihungen nach auswärts erfolgen im Rahmen des Auswärtigen Leihverkehrs der deutschen Bibliotheken und des internationalen Leihverkehrs; es gelten die Vorschriften der Leihverkehrsordnung in der jeweils geltenden Fassung.

(2) Die Bibliothek kann Werke von der Verleihung nach auswärts ausnehmen.


V. Sonstige Benutzung

Nr. 23 Auskünfte und Informationsvermittlung

(1) Aufgabe der Bibliothek ist die Informationsvermittlung durch mündliche und schriftliche Auskunftserteilung aus ihren Katalogen, Bibliographien und Literaturbeständen sowie sonstige Informationsquellen (z. B. Datenbanken, vergleiche Nummer 4 Absatz 2). Sie erfolgt ohne Gewähr.

(2) Die Schätzung von Büchern und Handschriften wird nicht vorgenommen.

Nr. 24 Vervielfältigungen

(1) Im Rahmen ihrer technischen und personellen Möglichkeiten fertigt die Bibliothek Vervielfältigungen (Fotokopien, Reproduktionen, Mikroformen und ähnliches) nach Vorlagen aus ihren und den von anderen Bibliotheken vermittelten Beständen an, soweit der Erhaltungszustand der Vorlagen dies zuläßt und die Herstellung wissenschaftlichen Zwecken, beruflicher Arbeit oder Fortbildung dient. Die Benutzer/Benutzerinnen haben die Urheberrechte zu beachten.

(2) Benutzer / Benutzerinnen können die von der Bibliothek zur Selbstbedienung aufgestellten Kopiergeräte benutzen. Im übrigen gilt Nummer 6 Absatz 7.


VI. Schlußbestimmungen

Nr. 25 Anwendungsbereich

(1) Keine Benutzung im Sinne dieser Benutzungsordnung ist die Herstellung fotografischer Aufnahmen und anderer Kopien durch den Benutzer zum Zwecke der Veröffentlichung (Reprints und ähnliches) und die Entleihung von Beständen der Bibliothek zu Ausstellungszwecken.

(2) In diesen und sonstigen Fällen, die nicht der Benutzungsordnung unterliegen, kann nach Ermessen der Bibliothek eine besondere Vereinbarung getroffen werden.

Nr. 26 Beendigung des Benutzungsverhältnisses

(1) Wünscht der Benutzer/die Benutzerin das Benutzungsverhältnis zu beenden oder werden die Zulassungs-voraussetzungen nicht mehr erfüllt, so sind das entliehene Bibliotheksgut sowie der Benutzerausweis zurückzugeben. Nach längerer Nichtbenutzung kann das Benutzerkonto ohne Benachrichtigung aufgehoben werden.

(2) Verstößt ein Benutzer/eine Benutzerin schwerwiegend oder wiederholt gegen die Bestimmungen der Benutzungsordnung oder ist sonst durch den Eintritt besonderer Umstände die Fortsetzung eines Benutzungsverhältnisses unzumutbar geworden, so kann er/sie vorübergehend, dauernd oder auch teilweise von der Benutzung der Bibliothek ausgeschlossen werden. Alle aus dem Benutzungsverhältnis entstandenen Verpflichtungen des Benutzers/der Benutzerin bleiben nach dem Ausschluß bestehen. Nr. 27 Inkrafttreten

Die Benutzungsordnung tritt am 1. Oktober 1993 in Kraft. Sie ersetzt die Benutzungsordnung vom 22. Dezember 1978.

Hamburg, den 27. September 1993

Amtl. Anz. S. 2377