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Heft 1

Rainer Hering
Vorwort 

Uta Reinhardt
Begrüßung

Ulrich Mädge
Grußwort 

Robert Kretzschmar
Grußwort

Einführungsvortrag

Martina Kessel
Archiv, Macht, Wissen.
Organisieren, Kontrollieren und Zerstören von Wissensbeständen von der Antike bis zur Gegenwart

Sektion 1: Archive und Verwaltungsreform "Die Zweite"

Bernd Kappelhoff
Archivgesetzgebung und Privatisierung hoheitlicher Aufgaben

Jutta Katernberg
Vom Stadtarchiv zur Kultur-GmbH?
Datenschutzrechtliche Überlegungen zur Privatisierung kommunaler Archive in Nordrhein-Westfalen

Matthias Manke
Reißbrett und Rasenmäher
Die staatlichen Archive im Reformprozess der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern

Broder Schwensen
Kultur-GmbH?
Kommunale Archive in der Verwaltungsreform. Ein Praxis-Bericht

In den letzten Jahren wächst die Anzahl von Portalen und Verbünden im Archivwesen wie auch die Menge der im Internet verfügbaren digitalen Findmittelbeschreibungen stark an. Gerade wegen des immensen Wachstums an digital verfügbarer Information wird es zunehmend schwieriger, sich in dieser Informationslandschaft zu orientieren und digital verfügbare Aktenbeschreibungen wieder zu finden. Zur Lösung dieses Problems wird in dem Beitrag ein Modell für einen dezentral organisierten Netzwerkverbund beschrieben, welcher auf den Standardprotokollen OAI-PMH, Dublin-Core und Findbuch-DTP/SAFT fußt. Die Schaffung eines Prototyps in Form eines Frameworks, das sich an diesem Modell orientiert, ist Teil des von der DFG geförderten Projekts UNIMATRIX am Universitätsarchiv Greifswald. 

Irmgard Mummenthey
Erdhörnchen verlassen ihre Höhle.
Einblicke in die strategische Steuerung und Zukunftsplanung im Staatsarchiv Hamburg 

In seinem Beitrag „Archivare aufgewacht!“ Anmerkungen eines Externen zur gegenwärtigen Situation im deutschen Archivwesen (Der Archivar, Jg. 57, 2004, H. 1, S. 37-44) vergleicht Gerd Schneider Archivare mit Erdhörnchen, die gleichmütig in ihren Höhlen hocken und abwarten bis die Gefahr vorbei ist. Archivare setzen sich, so die Botschaft von Schneider, zu wenig mit der Entwicklung von Strategien und betriebswirtschaftlicher Denkweise auseinander. Im Rahmen einer Zieldiskussion stellte man sich im Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg schon 2001 die Frage nach Prioritäten und effizienteren Verfahren.  Der  Beitrag will aufzeigen, wie der daraus entwickelte Zielkatalog, Prozesse außerhalb der eigenen Organisation und die Jahresarbeitsplanung der Abteilungen, Referate und Teams zusammenwirken.

Sektion 2: Langzeitarchivierung digitaler Unterlagen

Wolfgang J. Riedel; Andreas Hofmann
ArchiveLaser®
Langzeitarchivierung auf Farbmikrofilm  

Das ARCHE Projekt ermöglicht es, in einem zusammenhängenden Arbeitsablauf von den Archivalien oder von wichtigen Dokumenten sowohl Digitalisate zur schnellen Nutzung als auch  Abbildungen auf Farbmikrofilme zur sicheren Langzeitarchivierung herzustellen. Fraunhofer IPM hat dafür den Laserbelichter ArchiveLaser(r) entwickelt, der digitale Farbbilder auf langzeitstabilem Farbmikrofilm der Firma Ilford ausbelichtet. Die Technologie des Laserbelichters ermöglicht eine hochauflösende, originalgetreue Wiedergabe des Originals auf Farbmikrofilm, so dass erstmals mit vertretbarem Aufwand auch große Mengen von Archivalien mit hoher Qualität in Farbe sicher langzeitarchiviert werden können.

Brage Bei der Wieden
Bewältigung des Medienwandels
Das niedersächsische Projekt zur Langzeitarchivierung elektronischer Unterlagen

Der Medienwandel, der sich im Übergang vom Papier zu digitalen Formen vollzieht, bedeutet für die Archivierung keine grundsätzlich neuen Probleme. Auch in der Vergangenheit ließen sich Informationen durch Reproduktion erhalten und dienten Beglaubigungen der Beweiskrafterhaltung. Mit der Frage, wie elektronische Signaturen dauerhaft (und wirtschaftlich) beweiskräftig zu erhalten seien, beschäftigte sich 2001-2003 das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt „ArchiSig“, an welchem sich die niedersächsische Archivverwaltung und das Informatikzentrum Niedersachsen (IZN) als Konsortialpartner beteiligten. Die gewonnenen Ergebnisse werden genutzt, um – als Querschnittsinfrastruktur für die niedersächsische Landesverwaltung – einen Langzeitspeicher und ein Archiv für elektronische Unterlagen einzurichten. 

Bettina Schleier
Archivierung und Digitalisierung größerer Bildbestände

Sektion 3: Öffentlichkeitsarbeit und Kernaufgaben

Alexander Weidauer
UNIMATRIX
Modell eines Integrationswerkzeuges zur Übersichts- und Detaildarstellung von Online-Findmitteln mittels OAI-PMH, Dublin-Core und Findbuch-DTD 

Reimer Witt
Archivpflichten Dritter und das Landesarchiv Schleswig-Holstein

Romy Meyer
Interne Kommunikation
Das Intranetangebot des Stadtarchivs Braunschweig

Aktuelle Stunde

Udo Schäfer
Das Gesetz zur Reform des Personenstandsrechts

Am 23. Februar 2007 ist das Gesetz zur Reform des Personenstandsrechts (Personenstandsrechtsreformgesetz – PStRG) vom 19. Februar 2007 im Bundesgesetzblatt 2007 I, S. 122–148, veröffentlicht worden. Die Hoffnung auf eine Verabschiedung des Gesetzes noch in der 16. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages, die der Verfasser in seinem Bericht in der Aktuellen Stunde des 3. Norddeutschen Archivtags in Lüneburg am 21. Juni 2006 zum Ausdruck brachte, hat sich erfüllt. Zum 1. Januar 2009 werden auch die Personenstandsunterlagen in den Anwendungsbereich der Archivgesetze des Bundes und der Länder einbezogen werden. Der Beitrag stellt die sich auf die Archivierung von Personenstandsunterlagen sowie die sich auf den Zugang zu Personenstandsunterlagen beziehenden Normen des neuen Personenstandsgesetzes vor.

Bettina Schmidt-Czaia
Das Braunschweiger ECE-Projekt „Schlossarkaden“ und der Neubau des Stadtarchivs

16. Landesarchivtag Mecklenburg-Vorpommern

Nils Jörn
Die Inventarisierung der Prozessakten des Wismarer Tribunals – Chancen und Probleme eines Verzeichnungsprojektes

Heft 2

Beiträge

Helmut Glagla
Matthias Claudius an Napoleon Bonaparte und an den Kaiser von Japan
Und über die Frage der „Unsterblichkeit der Seele“ bei Claudius, Herder und Louis Claude de Saint-Martin

Mirko Nottscheid
Wieland Schmidt
Nachträge zu seiner Bibliographie aus den Jahren 1969 bis 1990

Der Berliner Germanist und Bibliothekar Wieland Schmidt (1904-1989) gehört zu den wichtigsten Gestaltern des deutschen Bibliothekswesens nach dem Zweiten Weltkrieg. Neben seinen organisatorischen Leistungen, vor allem als Gründungsdirektor der Bibliothek der Freien Universität Berlin (1952-66) und als Vorsitzender der Bibliothekskommission des Beirats der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (1962-72), ist Schmidt auch als produktiver wissenschaftlicher Schriftsteller und glänzender Essayist hervorgetreten. 1969 wurde Schmidt anlässlich seines 65. Geburtstages mit einer Ausgabe seiner „Kleinen Schriften“ gewürdigt, die eine Bibliographie seiner Veröffentlichungen aus den Jahren 1930 bis 1968, bearbeitet von Annemarie Schmidt und Hans-Friedrich Trinks, enthält. Die vorliegende Ergänzungsbibliographie der Jahre 1969 bis 1990 schließt an dieses erste Verzeichnis an und ermöglicht es, Wieland Schmidts wissenschaftliche Tätigkeit bis in seine letzten Lebensjahre hinein nachzuvollziehen.

Jan Wiebers
Ernst Meumann – Philosoph, Psychologe und Pädagoge
Eine Bibliotheksstiftung aus dem Jahre 1915 im Streit der Fakultäten 

Britta Wegner
Verbesserte E-Mail-Auskunft der Universitätsbibliothek Kiel
Ein Praxisbericht

Herwarth von Schade
Malerarbeiten im Vatikan 

Unter schwierigsten Bedingungen hat Michelangelo die Sixtinische Kapelle in Rom ausgemalt und seine Arbeit auch in Versen beschrieben. Diese bilden offenkundig den Hintergrund für das Gedicht eines ganz zu Unrecht fast vergessenen ungewöhnlichen Mannes, der sich, als Autodidakt, durch Lesen eine stupende Bildung erwarb und nach Tätigkeiten als Bankbeamter, Buchhändler, Journalist, VHS-Dozent und Schriftsteller schließlich, 1953, Leiter der deutschen Buchhändlerschule in Frankfurt geworden ist: Georg Ehrhart (1900-1994). "Michelangelo malt in der Sixtina" ist eines seiner schönsten, reifsten Gedichte.

Uwe Schmidt
„Schule unterm Hakenkreuz und Neuanfang 1945“
Eine Ausstellung im Hamburger Schulmuseum

Eine Dauerausstellung des Hamburger Schulmuseums „Schule unterm Hakenkreuz und Neuanfang 1945“ zeigt in 17 Stationen den Schulalltag im Nationalsozialismus. Sie will besonders jungen Menschen ein nach wie vor zentrales Thema unserer jüngeren Geschichte anschaulich darstellen und zur Auseinandersetzung mit ihm anregen.

Rainer Hering
Aspekte archivischer Arbeit
Veröffentlichungen zu Archiven, zur Archivwissenschaft und zu den historischen Hilfswissenschaften

Fundstücke

Herwarth von Schade
Fundbürokratie?

Buchbesprechungen

Heft 3

Sonderheft Georg Ruppelt

In eigener Sache

Vorwort

Bücher für Hamburg. 1480–1982
Geschichte und Gegenwart der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg im Überblick

Hamburger Öffentliche Bücherhallen 1899–1999 

Schiller und Hamburg

Finnische Literatur in deutscher Übersetzung
Eine Sondersammlung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg – Carl von Ossietzky 

Speisen und Spazierengehen mit den Manns

Florenz, Florenz! Norddeutsche Bibliothekare auf Bildungsurlaubsreise

An der Wiege der AUSKUNFT.
Eine ganz persönliche Erinnerung 1990

Bunte Vielfalt in grauem Gewand
15 Jahre AUSKUNFT. Mitteilungsblatt Hamburger Bibliotheken 

Vorspiel auf dem Bibliothekstheater
Bericht des Vorstandsvorsitzenden auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Bibliotheksverbandes am 1. Oktober 1998 in Hamburg 

Die Verkistung der Welt oder: Wie der Container die Häfen verändert hat

Deutschland im Jahre 2084.
Nachlese zu einer Hamburger Ausstellung im Jahr 1984 

Alte Kinderbücher der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ausstellung 1980/81

Vita

Heft 4

Beiträge

Alain Ruiz
Zu Leben und Werk von Carl Friedrich Cramer 

Herwarth von Schade
Rilke von außen 

Korinna Schönhärl
Die Ökonomen des George-Kreises zwischen Historischer Methode und Ökonometrie 1918-1933
Der Ökonom Kurt Singer und die Methode der Semiotik 

Ursula Meier
Bemerkungen zur Haltung und zum Selbstverständnis der Hamburger Lehrerin Erna Stahl in der Zeit des Nationalsozialismus 

Erna Stahl, die nach 1945 wichtige Impulse für den Neuaufbau des Hamburger Schulwesens gegeben hat, wird - bezogen auf die NS-Zeit - zumeist im Zusammenhang mit dem „Hamburger Zweig der Weißen Rose” genannt. In dem vorliegenden Beitrag wird auf der Grundlage verfügbarer Quellen und Darstellungen sowie unter Auswertung bisher unbekannter Briefe aus der Kriegszeit an einen sehr nahestehenden ehemaligen Schüler (Herbert Meinke, Grafiker) eine differenziertere Struktur ihrer Haltung herausgearbeitet, als diese bisher erkennbar ist. Insbesondere wird die Rolle Erna Stahls an der Lichtwarkschule, Hamburg, qualifiziert, der „Lesekreis” in seiner Genealogie und Bedeutung dargestellt, ihr Wirken an der Alstertalschule charakterisiert und ihre fundamentale, wenn auch in der Öffentlichkeit weitgehend verborgene Kritik an den Zeitumständen herausgestellt. Der Fragenkomplex eines von ihr erlebten, zur Anschuldigung vor dem Volksgerichtshof führenden Verrates wurde in die Untersuchung eingearbeitet.Nach 1 ½ jähriger Gestapohaft und eines zu erwartenden Todesurteils, dessen Vollstreckung sie durch den Einmarsch amerikanischer Truppen nur knapp entging, setzte Erna Stahl sich mit Weitblick und Tatkraft für eine Aufarbeitung der Vergangenheit ein, wobei sie wiederholt ihr eigenes Verhalten während der NS-Zeit reflektierte. Unter Einbeziehung dieser Selbsteinschätzungen wird in dem Beitrag ein auf Erna Stahl anzuwendender Begriff eines indirekt wirkenden Widerstands definiert, der sich von der nach heutigem Sprachgebrauch vorherrschenden Vorstellung einer aktiven Resistenz unterscheidet.

Stefanie Wolters
Besuchsadresse Hopfengarten
Schwedens Königliche Bibliothek 

Der Beitrag befasst sich mit Geschichte und gegenwärtiger Rolle der Königlichen Bibliothek in Stockholm, die die Autorin während eines einmonatigen Praktikums kennengelernt hat. Dank der Auskunftsbereitschaft ihrer Gesprächspartner/innen vor Ort entsteht ein lebendiges Bild des Arbeitsalltags in einer europäischen Nationalbibliothek.

Rainer Hering
Neue Veröffentlichungen zur Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg und ihren Nutzern 

Der Beitrag stellt neue Veröffentlichungen vor über den Hamburger Kunsthistoriker Aby Warburg (1866-1929), seinen Mnemosyne-Atlas, seine Korrespondenz mit Fritz Saxl (1890-1948), das Tagebuch der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek, Mary Warburg (1866-1934), den Kunsthistoriker Erwin Panofsky (1892-1968) sowie die Hamburger Warburg-Haus-Vorträge.

Rainer Hering
Kompakte Geschichte
Neuauflagen und Neuerscheinungen historischer Handbücher 

Der Literaturbericht stellt neu erschienene bzw. neu aufgelegte Handbücher und Überblicksdarstellungen zur deutschen bzw. europäischen Geschichte vor. Behandelt werden die Themen Archiv, Geschichtsschreibung, -vermittlung und Geschichtsschreibende, Visual History, Mediengeschichte, Landesgeschichte, Parlamentarismusgeschichte, „Drittes Reich“ sowie die Reihen Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Enzyklopädie deutscher Geschichte, Oldenbourg Geschichte Lehrbuch, Oldenbourg Historische Hilfswissenschaften, Geschichte kompakt, Kontroversen um die Geschichte, Gebhardt Handbuch der deutschen Geschichte und Grundkurs Neue Geschichte.

Fundstücke

Klaus W. Jonas
Auf der Suche nach einer verschollenen Buddenbrook-Rezension vom November 1906

Buchbesprechungen