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Heft 1

Beiträge

Otto-Ernst Krawehl
Erwerbungen der "Bibliothek der Hansestadt Hamburg" aus ehemals jüdischem Besitz (1940 bis 1944)

Gerhard Paasch
Das Archiv des Kirchenkreises Alt-Hamburg

Jan Wiebers
Klassifikatorische Buchaufstellung und systematische Philosophie
Ernst Cassirer und die Bibliothek Warburg

Iris Groschek
Aufklären durch Handeln.
Die kleinen Revolutionen des Friedrich Glitza (1813-1897)

Margot Scharpenberg
Gedichte

Rainer Hering
Aufdecken
Die Schriftstellerin Margot Scharpenberg

Rainer Hering
Kirchlichkeit
Der Datenatlas zur religiösen Geographie im protestantischen Deutschland

Buchbesprechungen

Walter Classen: Ein Hamburger Pädagoge zwischen Tradition und Moderne - Lebenserinnerungen - Sechzehn Jahre im Arbeiterquartier, mit einer Bibliographie Walter Classens. Herausgegeben und eingeleitet von Rainer Hering. Herzberg: Bautz 2001 (bibliothemata 20) (KnudAndresen)

100 Jahre kulturelle Vereinigung Volksheim e.V. 1901-2001. Hamburg: Kulturelle Vereinigung Volksheim, 2001 (Rainer Hering)

Roland Recht: Der Rhein. Kunstlandschaft Europas. München: Hirmer, 2001 (Birgit Bonin) R. B. Parry; C. R. Perkins: World Mapping Today. Second edition. London u.a.: Bowker-Saur, 2000 (Rainer Hering)

Jürgen Kocka: Interventionen. Der Historiker in der öffentlichen Verantwortung. Ausgewählt und hrsg. von Gunilla Budde; Christoph Conrad; Oliver Janz; Ralph Jessen; Thomas Welskopp. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2001 (Rainer Hering)

Hans-Ulrich Wehler: Historisches Denken am Ende des 20. Jahrhunderts. 1945-2000. Göttingen: Wallstein, 2001 (Essener Kulturwissenschaftliche Vorträge 11) (Rainer Hering)

Die Pädagogische Hochschule Kiel im Dritten Reich. Hrsg. von Karl Heinrich Pohl. Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte, 2001 (Rainer Hering)

Karin Orth: Das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Eine politische Organisationsgeschichte. Hamburg: Hamburger Edition, 1999

Christian Gerlach: Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrußland 1941 bis 1944. Hamburg: Hamburger Edition, 1999, Studienausgabe 2000 (Rainer Hering)

"...und so zogen sie aus: ein jeder bei seiner Familie und seinem Vaterhaus" (4. Mose 2,34). Die Vierte Joseph Carlebach-Konferenz. Familie im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Hrsg. von Miriam Gillis-Carlebach; Barbara Vogel. Hamburg: Dölling und Galitz, 2000

Hawa Naschira. Auf! Laßt uns singen! Hrsg. von Dagmar Deuring; Zew Walter Gotthold; Rainer Licht; Jochen Wiegandt. Band 1: Lieder. Band 2: Lexikon. Hamburg-München: Dölling und Galitz, 2001 (Rainer Hering)

Kanzler und Minister 1949-1998. Biografisches Lexikon der deutschen Bundesregierungen. Hrsg. von Udo Kempf; Hans-Georg Merz. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 2001 (Rainer Hering)

Jörg Schweigard: Aufklärung und Revolutionsbegeisterung. Die katholischen Universitäten in Mainz, Heidelberg und Würzburg im Zeitalter derFranzösischen Revolution (1789-1792/93-1803). Frankfurt: Peter Lang, 2000 (Schriftenreihe der internationalen Forschungsstelle "Demokratische Bewegungen in Mitteleuropa 1770-1850" 29) (Hans-Werner Engels)

Dramenlexikon des 18. Jahrhunderts. Hrsg. Von Heide Hollmer und Albert Meier. Unter Mitarbeit von Lars Korten und Thorsten Kruse. München: Beck, 2001 (Hans-Werner Engels)

Neuerscheinungen

Mitteilungen

Heft 2

Beiträge

Gerhard Kay Birkner
Kleine Kulturgeschichte des Buches der Neuzeit

Joachim Stüben
Eine Notiz zu dem pergamentenen Ptolemäus in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Bernd M. Kraske
"In dieser vor Wahnsinn knallenden Zeit"
Georg Heym (1887-1912)

Bernd Martin
Impulse für den gesellschaftlichen Diskurs
Die historisch-politischen Aktivitäten der Körber-Stiftung

Über anspruchsvolle Problemstellungen Menschen die Möglichkeit zu qualifiziertem Mitdenken und Mithandeln in der Gesellschaft zu eröffnen, ist das zentrale Anliegen der Körber-Stiftung. Durch Mitarbeit bietet sie den Einzelnen Chancen, sich mit komplexen Themen inhaltlich auseinander zu setzen sowie eigene Kompetenzen, Selbstvertrauen und Verantwortungsbereitschaft für gesellschaftliches Handeln zu stärken. Vorgestellt werden die historisch-politischen Aktivitäten der Körber-Stiftung. Darüber hinaus engagiert diese sich in den Bereichen
Internationale Verständigung, Erziehung und Bildung, Wissenschaft und Gesellschaft, fördert bürgerschaftliches Engagement und soziale und kulturelle Aktivitäten, insbesondere in Hamburg.

Gesa Heinrich
Das Körber-Archiv - ein Stiftungsarchiv

Rainer Hering
Kirchen und Religionsgemeinschaften in der neueren deutschen Geschichte
Ein Literaturbericht

Buchbesprechungen

Archivum. International Review on Archives. Ed. by International Council on Archives. Vol. 45: The Profile of the Archivist. Promotion of Awareness. München u.a.: K.G. Saur, 2000 (Rainer Hering)

Informationssysteme und Informationsberufe im Umbruch: ODOK'99 - Bregenz Online. 1. Schweizerisch- Österreichisches Online-Informationstreffen, 9. Österreichischer Dokumentartag, 8. Österreichisches Online-Informationstreffen. Festspielhaus Bregenz, 5. bis 8. Oktober 1999. Hrsg. von Heinz Hauffe; Stephan Holländer; Harald Weigel. Graz: Neugebauer, 2000. (Schriften der Vorarlberger Landesbibliothek 5) (Thomas Hapke)

Kürschners Deutscher Musik-Kalender 2002. 3. Ausgabe. Red.: Katrin Hofmann. München: K.G.Saur, 2002 (Rainer Hering)

Kürschners Deutscher Sachbuch-Kalender 2001/2002. 1. Jahrgang. Red.: Andreas Klimt. München u.a.: K.G. Saur, 2002 (Rainer Hering)

Biographisches Lexikon zur Weltgeschichte. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Hrsg. von Otfried Dankelmann; Johannes Glaseneck; Ralf Kessler; Inge Kircheisen; Hartmut Rüdiger Peter und Walter Zöllner unter Mitarbeit von Andreas Girbardt; Ulf Hartmann; Monka Lücke. Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2001 (Rainer Hering)

Hamburgische Biografie. Personenlexikon. Hrsg. von Franklin Kopitzsch; Dirk Brietzke. Hamburg: Christians, 2001 (Birgit Bonin)

Quellen zur Geschichte der Juden in den Archiven der neuen Bundesländer. Hrsg. von Stefi Jersch-Wenzel; Reinhard Rürup. Bd.5: Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Teil II: Sonderverwaltungen der Übergangszeit 1806-1815, Zentralbehörden ab 1808, Preußische Parlamente 1847-1933, Preußische Armee (bis 1866/1867), Provinzialüberlieferungen, Provinzial- und Lokalbehörden, Nichtstaatliche Provenienzen und Archivische Sammlungen. Bearb. von Kurt Metschies unter Mitarbeit von Waltraud Elstner u.a. Red. Bernd Braun; Manfred Jehle. - München: K.G.Saur, 2000 (Rainer Hering)

Handbuch zur Geschichte der Juden in Europa. Bd. 1: Länder und Regionen. Bd. 2: Religion, Kultur, Alltag. Hrsg. von Elke-Vera Kotowski; Julius H. Schoeps; Hiltrud Wallenborn. Darmstadt: Primus, 2001 (Rainer Hering)

Die Welt der Encyclopédie. Ediert von Anette Selg; Rainer Wieland. Frankfurt a.M.: Eichborn, 2001 (Rainer Hering)

Holger Flachmann: Martin Luther und das Buch. Eine historische Studie zur Bedeutung des Buches im Handeln und Denken des Reformators. Tübingen: Mohr, 1996 (Spätmittelalter und Reformation. Neue Reihe 8) (Rainer Hering)

Evangelisches Soziallexikon. Neuausgabe. Hrsg. von Martin Honecker; Horst Dahlhaus; Jörg Hübner; Traugott Jähnichen; Heidrun Tempel. Stuttgart u.a.: Kohlhammer, 2001 (Rainer Hering)

Rüdiger Schütt: Dichter gibt es nur im Himmel - Leben und Werk von Hans Leip. Hamburg: Dölling & Galitz, 2001 (Hans-Werner Engels)

Ernst Jünger - Carl Schmitt. Briefe 1930-1983. Hrsg., komm. und mit einem Nachwort von Helmuth Kiesel. Stuttgart: Klett-Cotta Verlag, 1999 (Rainer Waßner)

Karl Schmidt-Rottluff. Druckgraphik. Hrsg. von Magdalena M. Moeller mit Beiträgen von Hubertus Froning; Andreas Gabelmann; Andreas Hüneke. München: Hirmer, 2001

Karl Schmidt-Rottluff. Ein Maler des 20. Jahrhunderts. Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen von 1905 bis 1972. Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Brücke-Museum Berlin. Hrsg. von Magdalena M. Moeller; Tayfun Belgin. München: Hirmer, 2001

Gerhard Wietek: Karl Schmidt-Rottluff. Plastik und Kunsthandwerk. Werkverzeichnis. Hrsg. von der Karl und Emy Schmidt-Rottluff-Stiftung. München: Hirmer, 2001 (Rainer Hering)

Film Music. Critical Approaches. Edited by K.J. Donnelly. Edinburgh: Edinburgh University Press, 2001 (Rainer Hering)

Jens Jäger: Photographie. Bilder der Neuzeit. Einführung in die Historische Bildforschung. Tübingen: edition diskord, 2000 (Historische Einführungen 7) (Rainer Hering)

Der Nürnberger Ärzteprozeß 1946/47. Wortprotokolle, Anklage- und Verteidigungsmaterial, Quellen zum Umfeld. Im Auftrag der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts hrsg. von Klaus Dörner; Angelika Ebbinghaus; Karsten Linne in Zusammenarbeit mit Karl Heinz Roth und Paul Weindling. Erschließungsband zur Mikrofiche-Edition. Bearb. von Karsten Linne. Mit einer Einleitung von Angelika Ebbinghaus zur Geschichte des Prozesses und Kurzbiographien der Prozeßbeteiligten. München: K.G. Saur, 2000 (Rainer Hering)

Richard J. Evans: Rituale der Vergeltung. Die Todesstrafe in der deutschen Geschichte 1532-1987. Berlin u.a.: Kindler; Hamburger Edition, 2001 (Rainer Hering)

Mitteilungen

Heft 3

Rainer Hering
Die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg

Axel Schildt
Historisches Gedächtnis der Stadt
Der lange Weg zur Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg

Die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) hat die Aufgabe, zur Erforschung des 20. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung von Hamburg und Norddeutschland beizutragen. Durch Bücher und Aufsätze, Vorträge und Tagungen macht sie die Ergebnisse ihrer Forschungen sowohl der städtischen Öffentlichkeit als auch der allgemeinen wissenschaftlichen Diskussion zugänglich. Der Beitrag verdeutlicht, dass die zeitgeschichtliche Forschung in Hamburg, vor allem im Blick auf die nationalsozialistische Vergangenheit,
schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg begann. Skizziert werden die Stadien dieser Forschung und ihrer Institutionalisierung. Am Schluss wird das Profil der FZH umrissen; sie besteht seit 1997 als private Stiftung bürgerlichen Rechts - von der Freien und Hansestadt Hamburg getragen - und ist seit dem Jahr 2000 zudem eine wissenschaftliche Einrichtung an der Universität Hamburg.
Email: schildt@fzh.uni-hamburg.de

Karl-Otto Schütt
Die Bibliothek der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Eine zeitgeschichtliche Spezialbibliothek in Hamburg

Die Bibliothek der FZH umfasst beinahe 70.000 Titel und hält laufend fast 80 Zeitschriften. Sie ist damit eine der grössten sozial- und zeitgeschichtlichen Spezialbibliotheken in Deutschland. Besondere Schwerpunkte bilden die Literatur zur völkischen Bewegung und zum Nationalsozialismus, zur Geschichte der Sozialpolitik und der Arbeiterbewegung sowie zunehmend auch zur Zeitgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Bibliothek ist der Öffentlichkeit als Präsenzbibliothek zugänglich. Ende 2002 werden alle Bestände der Bibliothek in elektronischen Katalogen recherchierbar sein.
E-mail: schuett@fzh.uni-hamburg.de

Angelika Voß-Louis
Das Archiv der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Von Arbeiterbildung bis Zwangsarbeit

Vorstellung des sozialgeschichtlichen Archivs der FZH und seiner Bestände. Der Übersichtsteil gliedert sich in eine Verzeichnung der vorhandenen persönlichen Nachlässe und thematischen Sammlungen sowie eine systematische Auflistung der Sammelgebiete des Archivs, wobei als wichtigste Parteien, Verbände, die völkische Bewegung sowie der Nationalsozialismus und die Geschichte der NSDAP zu nennen sind.
E-mail: voss@fzh.uni-hamburg.de

Angelika Eder
Das Projekt "Hamburger Lebensläufe - Werkstatt der Erinnerung"
Eine Bestandsaufnahme im 13. Jahr

Der Beitrag skizziert die Entwicklung des 1989 gegründeten und ursprünglich befristeten oral history-Projekts "Hamburger Lebensläufe - Werkstatt der Erinnerung" (WdE), aus dem inzwischen eine Sammlung von über 700 lebensgeschichtlichen Interviews in der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) geworden ist, beschreibt den heutigen Bestand und die aktuellen Aufgaben. Die bisherige Geschichte der WdE lässt sich in drei Phasen einteilen: Die erste Projektphase bis Mitte der 1990er Jahre, in der Kontakte zu Zeitzeugen, zu ehemals Verfolgten des NS-Regimes in Hamburg, geknüpft und in großer Zahl Interviews geführt wurden. In der zweiten
Phase, 1995 bis 2000, wurden bisherige Sammlungsergebnisse konsolidiert, eine erste große Auswertung in dem Band "Rückblenden" vorgenommen und weitere kleinere Projekte in den Bestand integriert. In der jetzigen dritten Phase (seit 2000) stehen Fragen der Bestandssicherung sowie der Beratung von Benutzern und Begleitung von Forschungsprojekten im Vordergrund
.
Weitere Informationen: http://www.rrz.uni-hamburg.de/FZH/
E-mail: fzh@fzh.uni-hamburg.de

Rainer Hering
Kirchen in Monarchie, Republik, Diktatur und Demokratie
Neuerscheinungen zur neueren und neuesten Kirchengeschichte Deutschlands

Heft 4

Beiträge

Rüdiger Schütt
Vorbemerkung 

Friedrich Gottlieb Klopstock
An Cramer, den Franken 

Rüdiger Schütt
Cramer digital
Die Nachlassteile von Carl Friedrich Cramer in der Universitätsbibliothek Kiel  und ihre Präsentation im Internet

Die Universitätsbibliothek Kiel besitzt Teile aus dem Nachlass Carl Friedrich Cramers. Briefe an Cramer, einige Briefentwürfe von ihm sowie zahlreiche Gedichtautographen sind enthalten. Daneben geben Tagebuchblätter Auskunft über Cramers wechselvolles Leben in Kiel und Kopenhagen, Hamburg und Paris. Zahlreiche Briefe von Klopstock belegen die enge Freundschaft des Odendichters zu seinem Kieler Editor und Biographen. Stücke von anderen namhaften Exponenten des 18. resp. 19. Jahrhunderts zeugen von Cramers wichtiger Stellung innerhalb des damaligen literarisch-kulturellen sowie musikalischen Lebens: So enthalten die Cramer-Konvolute Briefe von Heinrich Wilhelm von Gerstenberg, Johann Wilhelm Ludwig Gleim oder Antonio Salieri; außerdem Gedichtmanuskripte von Johann Erich Biester oder Johann Martin Miller.
Die UB Kiel hat die wertvollen Bestände digitalisiert und sie einer breiteren Öffentlichkeit über das Internet zugänglich gemacht.
Email: schuett@ub.uni-kiel.de

Rainer Schmidt
"es wird ewig mein Stolz bleiben,
daß ich des Stolzes genoßen habe, Ihr Freund zu seyn"
Carl Friedrich Cramer und seine Beziehungen zu Klopstock

Der Beitrag dokumentiert auf der Grundlage der innerhalb der Hamburger Klopstock-Ausgabe edierten Korrespondenz die Beziehungen Carl Friedrich Cramers zu Friedrich Gottlieb Klopstock. Schwerpunkte sind Cramers Wirken als - erster - Biograph des Dichters sowie als Interpret, Herausgeber und Übersetzer von Werken Klopstocks. Zitate aus dem Briefwechsel belegen die enge Freundschaft, die ihren Ausdruck auch darin fand, dass Cramer bei der Vorbereitung seiner Arbeiten über Klopstock stets dessen Rat und Kritik suchte und Klopstock seinerseits seinem jungen Freund bis dahin noch unveröffentlichte Manuskripte anvertraute. Eine ausführliche Darstellung erfährt schließlich Cramers bis heute nur wenig beachtete Arbeit an der französischen Übersetzung von Klopstocks vaterländischem Drama "Hermanns Schlacht" aus dem Jahren 1799-1803.
Email: schmidtr@sub.uni-hamburg.de

Franz Obermeier
Carl Friedrich Cramer als Übersetzer
Ein Beitrag zu den deutsch-französischen Kulturbeziehungen am Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts

Der Aufsatz behandelt die Übersetzungstätigkeit von Carl Friedrich Cramer, der in Deutschland als Übersetzer Rousseaus für den Braunschweiger Kreis der Philantropen um Joachim Heinrich Campe (1746-1818) wirkte. Die von dem Kreis um Campe kommentierte Übersetzung von Rousseaus Hauptwerken ist ein wichtiger Markstein in der Geschichte der deutschen Aufklärungspädagogik. Cramers Übersetzung von den Chören aus Racines Athalie wurde von Goethe, der diese ebenfalls übersetzte, stark kritisiert. Neben dem Französischen übersetzte Cramer auch aus dem Dänischen und Englischen. Nach seiner Umsiedlung nach Paris und der dortigen Tätigkeit als Buchdrucker und Verleger hat sich Cramer nicht nur durch die Vermittlung deutscher Literatur nach Frankreich (z.B. Klopstock, Hermann als Le Tableau d'un Héros ou la Vie dramatisée d'Hermann (1799) Schillers Jungfrau von Orléans 1802, verdient gemacht, sondern auch französische Literatur ins Deutsche übersetzt (Chateaubriand, Atala oder die Liebe zweier Wilden in der Wüste, Leipzig 1802). Seine persönliche Freundschaft mit dem Journalisten und Schriftsteller Louis Sebastien Mercier, Verfasser der kulturgeschichtlich bedeutenden Reportagen über Paris unter dem Titel Tableau de Paris veranlasste ihn, die Fortsetzung dieses Werks, das Nouveau Tableau de Paris 1797 in seinem Verlag zu drucken und bald darauf 1799 auch ins Deutsche zu übersetzen.
Email: obermeier@ub.uni-kiel.de

Hans Werner Engels
Freye Deutsche! singt die Stunde,
Die der Knechtschaft Ketten brach
14. Juli 1790
Am Jahrestag des Bastillesturms feiern Hamburgs Bürger ein Revolutionsfest

Am 14. Juli 1790 feierten etwa 80 Personen in Harvestehude bei Hamburg den Jahrestag des Sturms auf die Bastille. Initiiert wurde die Feier vom Kaufmann Georg Heinrich Sieveking. Die Anwesenheit des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock, der zwei seiner Revolutionsoden vorlas, wurde weit über Hamburg hinaus beachtet. Auch in den nächsten Jahren setzte sich der Reimarus-Sievekingsche Kreis mit der Entwicklung in Frankreich auseinander. Mitglieder des Kreises waren selbst in die politischen Ereignisse des Nachbarlandes verflochten: so Christine Friederike Reimarus, die den aus Schwaben stammenden französischen Diplomaten Karl Friedrich Reinhard geheiratet hatte, und Carl Friedrich Cramer, der jüngere Freund Klopstocks, der von 1795 bis zu seinem Tod in Paris lebte.
Email: info@hans-werner-engels.de

Gerhard Kay Birkner
"Es fährt ein neuer Geist daher;
Und alte Festen wanken [...]"
August von Hennings und die "Plöner Aufklärung"

Der polyglotte Jurist und kämpferische Aufklärer August von Hennings (1746-1826) stritt besonders in den Revolutionsjahren für Menschenrechte und Pressefreiheit gegen staatliche Willkür und ständischen Adel. Als dänischer Amtmann in Plön (1787-1807) war er in seinen Nebenstunden unermüdlicher Publizist und Autor wie Herausgeber von Büchern und Zeitschriften, diese auch Sprachrohr der Hamburg-Altonaer Aufklärung.